Peter Sennhauser

Peter SennhauserPeter Sennhauser (41) war schon lange online, bevor das World Wide Web die Medienwelt auf den Kopf zu stellen begann. Als Lokaljournalist in der Region Basel, Parlamentsberichterstatter beim Berner “Bund” und Ressortleiter “E-World” der Wirtschaftszeitung “Cash” interessierte er sich genauso für politische Konsequenzen und gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung wie als Vollblut-Geek für technisches Spielzeug.

Seit 2004 lebt und arbeitet Peter in San Francisco am Eingang zum Silicon Valley. Seit März 2007 ist er als vollamtlicher Chefredaktor von Blogwerk verantwortlich für alle Blogs.

Peter ist erreichbar unter

 

Alle 100 Artikel von Peter Sennhauser auf medienlese.com:

Entfesselte Bürger-Paparazzi:
Steve ist nicht Michael

Peter Sennhauser, 21. August 2008 um 10.49 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Was eine Welt voller Bürger-Journalisten für Prominente bedeutet, erlebt Steve Parry aus England derzeit in Peking: Passanten halten ihn für den achtfachen Medalliengewinner Michael Phelps.

Steve Parry, nicht Michael Phelps.

Steve Parry, nicht Michael Phelps.
Wer die Hollywood-TV-Show “TMZ” kennt, hat eine Vorstellung davon, wie widerlich die marodierenden Banden von Paparazzi sich in Los Angeles aufführen. Und auch wenn die meisten Stars und Sternchen insgeheim mit den Hyänen zusammenarbeiten - man wünscht seinem schlimmsten Feind dieses Rudel nicht an den Hals. Steve Parry, britischer Sportkommentator und Ex-Schwimmer, hat jetzt ähnliche Erfahrungen in Peking gemacht (Video weiter unten). Dabei ist Steve nicht wirklich prominent. Aber seine Fans wussten das nicht und wollten es auch nicht wissen.

Wie der “Bürgerjournalismus” zur wahren Hatz auf Prominente ausufern kann, hat die Celebrity-Sighting-Site Gawker Stalker längst bewiesen, die in Echtzeit Sichtungen von “Prominenten” in Manhattan auflistet.

Und wie es sich anfühlt, wenn Dutzende von Sportbegeisterten, kamerabewehrten Passanten einen für eine solche Figur des öffentlichen Lebens halten, das hat der englische Sportjournalist Steve Parry dieser Tage in Peking auf dem Platz des himmlischen Friedens erlebt: Parry ist zwar Schwimmer, und sogar ein olympischer - in Athen hat er vor vier Jahren auf der 200 Meter Distanz Butterfly die Bronzemedaille gewonnen.

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Sommer-Verlosung:
Philips PhotoFrame

Peter Sennhauser, 20. August 2008 um 12.01 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In der Blogwerk-Sommerverlosung der dritten Runde gabs einen digitalen Bilderrahmen von Philips zu gewinnen.

Drei der dreizehn Preise im Gesamtwert von mehr als 2700 Euro sind vergeben. In diesem Durchgang gab es einen digitalen Fotorahmen von Philips zu gewinnen. Glücksfee Lea Barmettler hat soeben ihre excel-Tabelle angeworfen und den Zufall zehnmal wählen lassen.

Gewinner: Volker Müller aus Saarbrücken, Deutschland

Wir haben nach folgendem Zitat gesucht: Wie lautet Punkt 10 des Ethikkodex einer Kommunikationsbranche, der den Namen einer europäischen Stadt trägt und den medienlese.com-Kolumnist Klaus Jarchow jüngst in zwei Beiträgen zitiert?

von den 68 Antworten waren 58 richtig:

[Dagegen soll jedes Mitglied dieser Verbände es unterlassen,]
10. die Wahrheit anderen Ansprüchen unterzuordnen.

Als korrekte Antwort haben wir alles gelten lassen, was sinngemäss der zweiten Hälfte des Zitats aus dem “Code d’Athène”, dem Ethikkodex der PR-Branche, entspricht, den Klaus Jarchow hier und hier zitiert.

Neun Verlosungsteilnehmer liessen sich etwas gar schnell vom Wort “Kodex” verleiten und zitierten Punkt 10 des deutschen Pressekodex:

Religion, Weltanschauung, Sitte
Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltanschauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen.

Das sollte zwar auch für die PR-Branche gelten, war aber nicht die von uns gesuchte Antwort. Und ein Teilnehmer reichte als Antwort ein: “Eure Suchfunktion ist scheisse”. Mag sein. Es gilt aber eben auch: Wer liest, der findet…

Blogwerk-Sommer-Verlosung

Blogwerk-Sommer-Verlosung:
Terratec TV-Stick “Cinergy”

Peter Sennhauser, 13. August 2008 um 12.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der erste von 13 Gewinnern steht fest, das LG KF600 Handy ist vergeben. Im Rahmen der Blogwerk-Sommer-Verlosung gibt’s noch 12 weitere Preise: Ab heute ist ein Terratec-TV-Empfänger fürs Notebook zu gewinnen.

16 Mal sind die Medienblogcharts auf medienlese.com erschienen - und diese Zahl war die richtige Antwort auf unsere zweite Wettbewerbsfrage. Von den 115 Teilnehmern hatten 65 die richtige Antwort eingereicht. Die per Zufallsverfahren ermittelte Gewinnerin des Terratec Cinergy TV-Adapters ist

Ursula Dahl aus 24217 Schönberg, Deutschland.

Verlosung

Die zweite “Aufgabe” unserer Sommerverlosung ist recht einfach: Wir möchten wissen, wie oft unsere Rubrik “Medienblogcharts” insgesamt auf medienlese.com erschienen ist. Jeder kann einmal teilnehmen, alle richtigen Antworten nehmen an der Verlosung teil.

Gewinn

Der Gewinn ist ein Terratec Cinergy Hybrid T USB XS FM Empfänger für analoges und digitales Fernsehen und Radio am Notebook (Bericht «Überall-Kabel-TV» bei neuerdings.com) im Wert von EUR 100/CHF 150. Der Gewinn wird gesponsert von Terratec.

Einsendeschluss

Die aktuelle Verlosung läuft bis zur Aufschaltung des nächsten Preises, mindestens aber bis Montag, 18. August 2008, 24 Uhr. Bitte beachte auch unsere Regeln.

Nachruf:
Ernst Solèr

Peter Sennhauser, 19. Juli 2008 um 3.17 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der Zürcher Journalist und Autor Ernst Solèr ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Ein Bild zum Abschied.

Ernst Soler (1960 - 2008)
Ernst Solèr in der Berta-Bar am Zürcher Idaplatz, Mai 2004 (Bild Peter Sennhauser)

Sie ist etwas körnig und hat keinen ganz klaren Fokus, und grade damit zeigt diese Aufnahme jenen Ernst Solèr, den ich kannte. Am liebsten ein bisschen abseits, unaffektiert selbstbewusst, nachdenklich in seiner ureigen vergnügt-sarkastischen Art. Solèr, der zu allem eine Meinung hatte, sich aber standhaft weigerte, diese, sich selbst oder die Welt zu ernst zu nehmen:

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BBC will nicht zahlen:
Weder Geld noch Link

Peter Sennhauser, 23. Mai 2008 um 5.03 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Auch die mighty BBC setzt auf “Bürgerjournalisten”. Nur bezahlen mag sie die Laien nicht - noch nicht mal mit einem Link.

Erschrockene Einwohner der chinesischen Stadt Xi'an nach dem Erdbeben in Chengdu - Foto Ronnie Grob
Erschrockene Menschen in den Straßen der Stadt Xi’an unmittelbar nach dem Erdbeben im 400 Kilometer entfernten Chengdu - Foto Ronnie Grob

So richtig erschrocken hat sich medienlese.com-Autor Ronnie Grob noch nicht mal, als er am 12. Mai in der chinesischen Stadt Xi’an das andernorts verheerende Erdbeben miterlebte.

400 Kilometer ist die Millionenstadt laut Ronnie vom Epizentrum entfernt, mehr als ein kräftiges Schütteln sei nicht zu spüren gewesen - und dennnoch hat Ronnie instinktiv angefangen, die aufgeregten Menschen in den Strassen zu fotografieren. Als einer der ersten präsentierte er aktuelle Fotos auf seinem Privatblog und auf Flickr. Von Erdbeben oder gar Trümmern ist in seinen Bildern zwar nicht zu sehen, aber sie fanden dennoch schnell ein weltweites Publikum.

Zu seiner Verblüffung empfing Ronnie nur Stunden nach der Publikation eine Email einer BBC-Mitarbeiterin, die ihn um eines seiner Bilder zur Veröffentlichung im Online-Auftritt des britischen Medienriesen bat:

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Medienspektakel Spencer Tunick:
Nackt-Kunst im Stadion

Peter Sennhauser, 12. Mai 2008 um 10.20 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

In Wien hat der amerikanische Fotograf Spencer Tunick die Nackte Masse im Fussballstadion inszeniert. Seine Shootings dienen der Kunst - und den Medien für lange Bildstrecken mit viel nackter Haut.

Kunstfotograf Spencer Tunick bietet den Medien Gelegenheit, Nackte im Überfluss zu zeigen. (Bild Keystone / Herbert Pfarrhofer)
Spencer Tunick (Mitte, ganz in schwarz) an der Arbeit mit einem kleinen Teil seiner Modelle (ganz in fleisch), scharf beobachtet von den Pressefotografen (Bild Keystone / Herbert Pfarrhofer).

Kaum ein Print-Medium, das sich nicht auf die Bilder aus dem Wiener Ernst-Happel-Stadion stürzen würde, keine TV-Station, die nicht über das Spektakel berichtete: Massenhaft nackte Menschen im Fussballstadion, die sich von einem Kunstfotografen in allerlei Posen werfen lassen: Spencer Tunicks Nackt-Massenbilder haben den reinen Foto-Aspekt vor langem verloren und sind auch nicht mehr nur künstlerische Performances, sondern Medienspektakel erster Güte. Pressefotografen werden eingeladen und dürfen ihre ganz eigenen Ansichten des Events ablichten - und am Tag danach sind die Zeitungen voller nackter Haut, die man ganz unverfänglich drucken darf, weil es sich ja um Kunst handelt - und Online-Medien schwelgen im Bildstrecken-Wahn.

Unsere findet sich im Fotoblog fokussiert.com…

Olympische Fackel in San Francisco:
Das chinesische PR-Paradox

Peter Sennhauser, 10. April 2008 um 9.35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Stadtverwaltung in San Francisco hat den Olympischen Fackellauf “ohne Zwischenfälle” über die Bühne gebracht. Oder vielmehr an der Bühne vorbei: In einer Grotesken sondergleichen mied die Karawane, Haken schlagend, jegliches Publikum.

Mehr Cops als was anderes

Irgendwas ist ganz gewaltig schiefgelaufen, wenn eine PR-Aktion vom pompösen Ausmass des olympischen Fackellaufs das stundenlang wartende, mehrtausendköpfige Publikum meidet wie der Teufel das Weihwasser. Genau das ist gestern in San Francisco passiert. Die längst zum politischen Spiessrutenlauf für die chinesische Regierung verkommene und von offiziöser Seite der Handelspartner nur noch mit zusammengebissenen Zähnen geförderte Werbeaktion strebte nach möglichst wenig “Relations” zu jenem Teil der Öffentlichkeit, der in den Strassen seine Meinung kundtut – statt nur brav vor dem Fernseher zu hocken.

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Tibet-Protest an der Golden Gate-Brücke:
Greenpeace-Methode, reaktiviert

Peter Sennhauser, 8. April 2008 um 0.15 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mit einer generalstabsmässig geplanten Kletteraktion und zwei riesigen Bannern am Wahrzeichen von San Francisco haben Aktivisten gegen Chinas Tibet-Politik protestiert. Das dürfte sie eine Busse von 10′000 pro Mitglied des Teams kosten - ein Klacks im Verhältnis zur News-Sendezeit, die sie dafür kriegten. Das Greenpeace-Prinzip funktioniert noch immer - oder besser denn je.

Free Tibet Golden gate Brücke Protest in San Francisco
Die Tibet-Aktivisten holten sich mit ihrer Kletteraktion stundenlange Prime-Time mit Extraschaltungen aller TV-Stationen. (ABC 7 SF)

Das Motto der olympischen Spiele “Eine Welt, ein Traum” wandelt sich derzeit für die chinesische Führung in einen Albtraum. Nach den tumultuösen Szenen anlässlich der Fackelläufe in Paris und London haben Tibet-Aktivisten in San Francisco die Welt-Aufmerksamkeit ergattern können, noch bevor das olympische Feuer überhaupt an seinem einzigen Stopp in Nordamerika angelangt ist. Faszinierend daran ist, welch ungeteilte Aufmerksamkeit solche Aktionen fast vierzig Jahre nach den ersten Proteststunts der Greenpeace-Vorläuferorganisationen noch immer erhalten. Die Chronologie der Aktion liest sich wie eine Anleitung fürs PR-Stunts mit maximaler Ausbeute im Jahr 2008:

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Medienblogcharts 1/08:
Verlinkerei saisonbedingt?

Peter Sennhauser, 4. Februar 2008 um 12.06 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Die deutschsprachigen Medienblogs können erstmals seit fünf Monaten eine Abflachung des Linkschwunds verzeichnen. Eine hochwissenschaftliche Präzisionsanalyse lässt ausserdem den Verdacht zu, dass es sich um saisonbedingte Schwankungen handelt.

Medienblogcharts Verlinkung TOPTEN-Medienblogs

Ist die Zeit der Negativschlagzeilen bald vorbei? Erholen sich die deutschsprachigen Medienblogs von den harten Rückschlägen des vergangenen halben Jahres? Wir haben zur Februar-Ausgabe unserer Medienblogcharts die durchschnittliche Zahl verlinkender Blogs für die Top-Ten der Medienblogs seit deren Erfassung errechnet. Was lässt sich aus den Ergebnissen ablesen?

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Medienblogcharts 12/07:
Das hört ja gut auf…

Peter Sennhauser, 7. Januar 2008 um 8.04 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Weiter gehts mit den Linkverlusten: Auch im letzten Monat des Jahres 2007 zeigten die Linkzahlen der Top 50 deutschsprachigen Medienblogs in eine Richtung: Nach unten.

Naja. Man soll sich nicht zu sehr auf Listen verlassen, mahnen uns die Frauen völlig zu Recht: Diese Schwanzvergleiche sagen doch eigentlich gar nichts aus… Nun, die Vergleiche vielleicht nicht, aber möglicherweise die absoluten Zahlen. Im Fall der Medienblogcharts, die wir seit bald einem Jahr monatlich erheben, sagen sie:

Die Deutsche Blogosphäre verlinkt immer weniger.

Oder sagen sie möglicherweise:

Es gibt immer weniger Blogs

? Oder ganz einfach:

Blogregistriersuchmaschinenanbieter Technorati ist unzuverlässig und am Ende

? Nun, wir wären Journalisten, wenn wir aus den nur in der zeitlichen Relativität deutbaren Zahlenbergen eine absolute Aussage zusammenbasteln würden. Tun wir aber nicht, wir machen unbeirrt weiter mit den Vergleichen und ärgern uns ein klein wenig:

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