ReportingOn:
Twitter für Journalisten
Mit anderen Journalisten zusammenarbeiten, die in anderen Ländern, bei anderen Publikationen, gar bei der Konkurrenz sind? Geht doch, mit ReportingOn, einem themenbasierten Lifestream für Journalisten.
Journalisten sind ja gerne Geheimniskrämer, was ihre aktuellen Projekte angeht. Sie fürchten, wenn jemand davon erfährt, könne dieser ihren Informationsvorsprung ausnützen und mit einer Story, die vor der eigenen erscheint, bestrafen. Doch im Web 2.0 läuft das anders. Man gibt, um zu erhalten, man informiert, um informiert zu werden. Bei ReportingOn teilt man mit, an was man arbeitet und erhält im besten Fall zusätzliche Informationen dazu. Die zu beantwortende Frage heisst folglich nicht wie bei Twitter “What are you doing?”, sondern “What are you reporting on?”
Wir haben uns ReportingOn angeschaut:
Wie bedient man ReportingOn? Anmelden, E-Mail bestätigen und loslegen. Funktioniert grundsätzlich wie Twitter, pro Beitrag sind 140 Zeichen das Maximum. Zusätzlich kann man aber jeden Eintrag mit Tags versehen.
Was schreibt man rein? An was man im Moment, also jetzt! gerade arbeitet.
Was soll das bringen? Wer regelmässig twittert, weiss, wie schnell und wie wertvoll die Informationen sein können, die einen so erreichen. Es geht um Information, um Kommunikation, um eine zwanglose Kontaktaufnahme zu zum Teil noch gänzlich unbekannten Berufskollegen.
Wie fängt man an? Mit einem ersten Eintrag. Oder aber mit einer Suche nach dem Thema, an dem man gerade dran ist.
Und was bringt das wirklich? Bisher noch nicht viel, weil noch fast kein Inhalt da ist. Ein Tag wie “politics” ist zu generell, als einem das was bringen würde, ein Tag wie “gastroenterology” (Gastroenterologie) ist schon sinnvoller, doch mit bisher nur einem Beitrag in der Datenbank bleibt einem nur die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder aber den Autor persönlich zu kontaktieren. Wie bei allen Projekten, die “die Weisheit der Vielen” ausnützen, funktioniert das alles erst mit einer zahlreichen Nutzerbasis.
Fazit: Mit noch nicht mal 550 Nutzern zu unausgereift, um zu funktionieren. Aber eine interessante Idee ist das allemal. Also: mitmachen!
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