6 vor 9

Ronnie Grob, 7. Oktober 2008 08:54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Sturm im ­Blätterwald”
(nzzfolio.ch, Karl Lüönd)
In einem langen, lesenswerten Stück arbeitet Karl Lüönd die Geschichte der Gratiszeitungen auf. Warum sich Gratiszeitungen in Deutschland nicht etabliert haben? “Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungen: Die eine ist, dass sich die mächtigen deutschen Lokalverleger freigekauft haben. Die andere, dass der Erfolg im grossen deutschen Markt nur zu haben gewesen wäre, wenn man auf mindestens acht grossen Märkten vertreten gewesen wäre, was eine Investition von 450 bis 500 Millionen Euro bedeutet hätte.”

2. “Sacha Wigdorovits steigt bei ‘.ch’ aus”
(persoenlich.com)
Der Krieg auf dem schweizer Gratiszeitungsmarkt fördert derweil Opfer: “Die Gratiszeitung wird nur noch über Boxen auf öffentlichem Grund verteilt. Die Hauszustellung wird eingestellt. Der bisherige Delegierte des Verwaltungsrates, Sacha Wigdorovits, tritt von seinen Funktionen zurück und scheidet aus dem Verwaltungsrat aus.”

3. “Chinesischer Fernsehsender kopiert ProSieben-Design”
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
“ProSieben prüft derzeit juristische Schritte gegen den chinesischen Fernsehsender CQTV. Dies bestätigte ProSieben-Sprecherin Tina Land am Montagabend gegenüber DWDL.de. Es geht um ein offensichtliches Plagiat eines früheren Openers der ProSieben-Nachrichten ‘Newstime’. DWDL.de zeigt zum Vergleich beide Opener.”

4. “Blogs im US-Wahlkampf”
(tagesschau.de, Klaus Kastan)
“Aus dem Präsidentschaftswahlkampf in den USA sind Internet-Tagebücher längst nicht mehr wegzudenken. Davon profitiere vor allem Barack Obama, meinen US-Medien. Medienwissenschaftler behaupten dagegen: Der tatsächliche Einfluss der Blogger auf die Wahl wird überschätzt.”

5. “Kopieren oder Zitieren: Vier Regeln für ‘freundliche Übernahmen’”
(meedia.de, Georg Altrogge)
Der Spiegel kopiert eine Titelgeschichte des Atlantic, das Süddeutsche Zeitung Magazin kopiert eine Titelgeschichte des New York Magazine, Dummy kopiert ein Titelblatt der Vanity Fair. Wie weit sollen diese “Adaptionen” gehen?

6. “Aktuelle Leseempfehlung”
(approx.antville.org)
Zur Finanzkrise eine Seite aus dem Lustigen Taschenbuch 205: Onkel Dagobert prüft die Geschäfte eines Kaugummiautomaten-Konzerns.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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1 Trackback

  1. Bye bye .ch - oder warum gratis doch nicht gratis ist « Hose&Dose
    (7. Oktober 2008 11:17)

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