Zeitungskrise in den USA:
Tausende Entlassungen
“Eine Industrie im freien Fall”: Der amerikanische Zeitungsmarkt steckt in einer Krise. Nachrichten werden zunehmend im Internet gelesen – dort fehlt es den Verlagen noch an Einnahmen.
Der Stellenabbau bei amerikanischen Zeitungen geht auch nach der “blutigsten Woche des Jahres”, in der allein 1000 Stellen gestrichen wurden, weiter. Die Chicago Tribune kündigte an, 80 Redakteure einzusparen – insgesamt wird der Wegfall von weiteren 2000 Arbeitsplätzen in der Branche erwartet. In den Fernsehnachrichten auf NBC wird schon vom Ende der gedruckten Zeitung berichtet. Video nach dem Klick:
In dem Blog “Teaching Online Jornalism” werden pointiert zehn Fakten zum Stand der Dinge im Journalismus aufgezählt, darunter die Erkenntnis:
Future generations will not read newspapers. Ever.
Journalismus werde überleben, nur nicht in gedruckter Form, so die Autorin. Die Zukunft der Zeitung liegt nach Ansicht vieler Kommentatoren im Internet – und der Umbruch hin zur digitalen Zeitung kostet momentan Tausende Jobs. Die Reichweite der Medien steigt durch das Internet derzeit rapide an, die Leserschaft wird größer. Gleichzeitig wird weniger Geld verdient, dieses Paradox führt gerade zur Zeitungskrise in den USA.
Unterdessen hat Branchen-Prophet Jeff Jarvis in seinem Blog “BuzzMachine” einen Vorschlag zur Rettung der Zeitung gemacht. Anhand einer Beispielrechnung zeigt er, wo es sich für eine regionale oder lokale Zeitung lohnt, Ressourcen einzusetzen – und wo gespart werden kann.
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2 Kommentare zu diesem Artikel
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(17. Juli 2008 16:46) - medienlese.com im Juli: Da war doch was … » medienlese.com
(7. August 2008 13:41)
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Ugugu
“gegurkt” oder “gesparkt” ? ;-)
Beweis
Tja, Inflation der Information. Wer sich jetzt im Luxussegment positioniert (exklusive Recherche, multimediale Darstellung, gute Schreibe), der wird schon ganz bald der Gewinner sein, wenn auch auf wirtschaftlich niedrigerem Niveau als früher. Der Rest wird als graue nichtssagende Soße untergehen…