6 vor 9

Von Ronnie Grob, 4. Juli 2008 08:54 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Digitale Beduinen
(dasmagazin.ch, Peter Haffner)
“Wozu noch ins Büro gehen, wenn man dank drahtloser Technologie überall arbeiten kann? In San Francisco lässt sich die Zukunft der Arbeitswelt schon heute besichtigen.”

“Tagesthemen” zeigen einen Stripe zu viel unter den Stars
(spiegel.de, plö.)
“Viele Zuschauer trauten ihren Augen nicht: Keine zwei Wochen nach der rot-schwarz-goldenen Deutschlandfahne ist den ARD-’Tagesthemen’ wieder ein Flaggen-Fauxpas passiert. Vor einem Beitrag zur neuen Berliner US-Botschaft zeigten sie neben Tom Buhrow die Stars and Stripes mit einem Streifen zu viel.”

Bill Gates geht und bleibt doch
(freitag.de, Mathias Mertens)
Nerdforschung: “Fragt man herum, was denn ein Nerd genau sei, dann gibt es, außer dass Bill Gates ein solcher sei, keine wirklich befriedigende Erklärung. Nerds sind irgendwie anders, heißt es, sie gehören nicht richtig dazu, sehen seltsam aus, verhalten sich noch seltsamer, haben abwegige Interessen und einen unverständlichen Humor. Vor allem aber beschäftigen sie sich mit Computern, die exakt dieselben Eigenschaften aufweisen.”

Was man den Online-Medien vorwirft
(netzeitung.de)
“Unglaubwürdig, oberflächlich, schnelllebig, Massenware – gegen solche Vorurteile kämpfen Online-Medien. Die Netzeitung hat Gegenargumente.”

Lieber Herr Dichand…
(taz.de, Christine Zeiner)
“Die österreichische ‘Kronen Zeitung’ schreibt Politiker hoch oder versenkt sie. Derzeit überbieten sich die Politiker mit Briefen an den Herausgeber.”

“Man vergibt mir nicht”
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Andreas Burkert und Thomas Kistner)
“Morgen beginnt die Tour de France. Jörg Jaksche war ein Jahr wegen seiner Doping?-Beichte gesperrt, jetzt könnte er eigentlich wieder mitfahren. Aber im Radsport hassen sie ihn. Weil er die Wahrheit gesagt hat.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

» Mehr lesen: Kronen-Zeitung (10), Tagesschau (8), Tagesthemen (2), Tour de France (4)

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. jean-claude

    schrieb am 4. Juli 2008 um 09:51 Uhr (#)

    “Lieber Herr Dichand”….

    Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: ein 87-jähriger Greis und Boulevardverleger regiert Oesterreich. Irgendwie lebt der Print doch noch ganz munter - selbst wenn er von Greisen beherrscht wird.

    Manchmal möchte man einfach nur noch laut drauf los brüllen: “Das darf doch alles niiicht waaaahr sein!”

  2. Medien Max

    schrieb am 4. Juli 2008 um 10:39 Uhr (#)

    Bin ich der einzige, der bei den Digitalen Beduienen ein Deja-vu hat?

    Dem Magazin möchte ich ausserdem empfehlen, brauchbare Nice URL zu verwenden: Ohne index.php, mit Datum.

    Das Zürcher Büro von iA könnte das doch als ersten Challenge umsetzen!

  3. arbiter

    schrieb am 4. Juli 2008 um 10:41 Uhr (#)

    Wenn ein ewig Vorgestriger wie Dichant eine Alpenrepublik kuioniert, beweist das wohl eine Bandbreite zwischen Altersstarrsinn und Alzheimer. Es beweist aber auch den schleichenden Tod der Printmedien. Noch einmal mächtige Zuckkungen, und das wars.

  4. PONTIMAX

    schrieb am 4. Juli 2008 um 17:14 Uhr (#)

    Digitale Beduinen, Déjà-vu vor dem Kotau grenzenloser Befreiung! Endlich eine klassenlose Gesellschaft. Jeder sein eigener Kreativdirektor für nicht nachgefragte Dienstleistung. Frei und unabhängig. Hurra!

    Warum kommt es mir immer spanisch vor, wenn von amerikanischer Kultur und Fortschritt die Rede ist? Weil das Prinzip demjenigen des neuen Italien und alten Rom gleicht: Politische und ökonomische Ordnung zum Preis des gesellschaftlichen und kulturellen Chaos. Ausgerechnet das sind die tieferen Wurzeln der Exkolonie im alten Europa. Wie sie für Rom `ausgegangen´ sind, ist bekannt. Italien übt gerade. Auch das ist bekannt. Unbekannt ist, wer nun folgt, zuerst Amerika oder doch Europa?

  5. arbiter

    schrieb am 4. Juli 2008 um 20:40 Uhr (#)

    Der Nerd Bill Gates geht also, als habe er geahnt, bei Appel sei Döpfners Wurm schon drin. Mathias Mertens hat wohl nicht geahnt, daß Wiki seiner langatmigen Abschiedsrede für die Salami unter den Nerds allen Begriffsstutzigen eine weniger langatmige Erklärung des Nerdismus liefert.

    Ein Nerd ist laut Wiki in etwa die nicht vor Intelligenz geschützte angelsächsische (anglo-amerikanische) Ausgabe eines Langweilers, Sonderlings, Strebers, Außenseiters. Der Außenstehende verleihe jenem Wesen die Bezeichnung Nerd in tendenziell abwertender Absicht, während der so bedachte Nerd sich tendenziell gebauchpinselt fühle. Dann wird u.a. noch angeboten, die namengebende Buchstabenfolge sei z.B. Akronym für Northern Elektric Research Development oder Non Emotionally Responding Dude.

    Nerd Bill jedenfalls langweilt seit gut 5 Jahren, er und seine Gattin hätten für humanitäre Projekte in der Dritten Welt binnen eines Jahrzehnts 4 Milliarden Dollar `gespendet´. Das mag mit ein Grund dafür sein, daß er mit den US-Steuerbehörden im Clinch liegt und die höheren Liegegebühren für seine Yacht in Europa nicht zahlen mag. Nur das mit der Intelligenz des Nerd Bill erinnert eher an das alte BRD-Indianergesicht: “Jerissen muß man sein”. Das ist ja nicht dumm, bedeutet aber, all die wwUser haben gespendet, u.a. mit dem Erwerb überteuerter Software. Das mit dem Ehrentitel Nerd für ausgerechnet Bill Gates sieht der, der ihn hier Nerd nennt, gaaaanz anders.


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