Wer gewinnt die LeadAwards?
Am 5. März werden in Hamburg die LeadAwards verliehen – wir nennen unsere Favoriten für die begehrten Auszeichnungen LeadMagazin, Newcomer und WebLeader des Jahres.

AD, 032c und Stern sind nominiert als LeadMagazin des Jahres
Stern und AD waren schon 2007 nominiert, der erste Platz ging damals an das SZ Magazin. Da die visuelle Erfrischungskur des Sterns alles andere als begeistert und das Heft nach wie vor wie ein Relikt aus längst vergagenen Zeiten wirkt, dürften sich hier eher AD und die 032C streiten. Letztere hat ein neues Layout von Mike Meiré erhalten, das für Aufsehen gesorgt hat. Die 032c sei sicherlich das stilprägendste deutsche Magazin im Ausland, sagte jüngst LeadAcademy-Vorstand Markus Peichl im Interview mit der FAS. Deswegen gewinnt Avantgarde vor langweiligem Luxus: Die 032c hat gute Chancen, LeadMagazin des Jahres zu werden.
Mehr Fotos aus der 032c drüben bei bei Slanted.

anyway, Vanity Fair, dogs und Zeit Campus: Newcomer des Jahres?
Gewinnt hier etwa das Reisemagazin für den “Businesstrip mit schickem Köfferchen und dazu passenden Schuhen” (so ätzt man bei Slanted)? Oder geht der Preis an ein Lifestyle-Magazine über Hunde? Oliver Gehrs schreibt dazu süffisant in der brand eins: “Man muss sich das vor Augen halten: Wenn die Mitarbeiter des Medienkonzerns Gruner+Jahr in Hamburg darüber nachdenken, was Deutschland für eine Zeitschrift braucht, kommt ein Magazin über Hunde dabei heraus.”
Die Entscheidung könnte also zwischen der mittlerweile arg gebeutelten Vanity Fair und Zeit Campus fallen. Für die Vanity Fair sprechen die aufwendig produzierten Fotostrecken, die visuelle Opulenz und die ansprechende typographische Gestaltung. Für Zeit Campus der Mut und Einsatz eines kleinen Teams, ein Magazin mit Anspruch bei Text und Gestaltung für Studenten zu machen, wo die Zielgruppe doch überall zugeschmissen wird mit kostenlosen Studi-Postillen wie Audimax, Unicum, Uni Spiegel oder Focus Campus.
Wer denn nun? Textlastig, mitunter sperrig und geradezu “roh” – oder sexy, durchgestylt und fast schon zu glatt? Die Chancen unserer Meinung nach 50:50.
Mehr Fotos aus der anyway gibt es im Slanted-Typoblog.

Wikipedia, Spiegel Online, Facebook: Nominiert als WebLeader des Jahres
Unser Tipp: Der Preis geht dieses Jahr nicht, wie so oft, an Spiegel Online. Stattdessen wird die Über-Community Facebook den Preis bekommen. Das Ding wächst enorm, hat eine offene Schnittstelle für Drittanbieter und ist längst zum virtuellen Staat geworden. Bemerkenswert ist, dass Holtzbrincks StudiVZ (nebst FreundeVZ und SchülerVZ) nicht nominiert ist…
Alle Nominierten in der Pressemitteilung der LeadAcademy.
» Mehr lesen: 032c (2), Design (8), Dogs (3), Editorial Design (10), facebook (2), LeadAwards (3), Spiegel Online (15), Vanity Fair (10), Zeitschriften (207)
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4 Kommentare zu diesem Artikel
1 Trackback
- medienlese.com » Blog Archiv » LeadAwards: Hundehalter und globale Elite
(7. März 2008 12:20)
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Sachar
Ich fände es schon bemerkenswert, wenn ein Magazin wie 032c gewinnen würde und man gleichzeitig Facebook zum Online-Sieger erklären würde. Das wäre ja ein Widerspruch in sich: Klasse und Masse. Da hätte ich mir gerade im Online-Bereich etwas mehr Mut gewünscht.
Ole Reißmann
Was wären denn passendere WebLeader? Es gibt bei den LeadAwards ja auch noch weitere Nominierungen:
Sachar
Spigel Online wird das Rennen machen, denke ich. Ich möchte damit auch nicht groß kritisieren. Ich kenne die Bewrtungskriterien, nach denen nominiert wurde, nicht. Ich denke nur, dass man beim Print ja auch nicht unbedingt nach Reichweite gegangen ist. Daher erschließt es sich mir nicht, warum man das online tun muss. Aber ich freue mich, dass zumindest in der Kategorie Blog des Jahres nicht die üblichen Verdächtigen (Basic Thinking, BildBlog oder Niggemeiers Privat-Blog) auftauchen. Nicht weil sie es nicht verdient hätten, sondern um den Focus auf Dritte zu lenken. Zumindest ein wenig, denn die große Wirkung haben die Lead Awards nun auch nicht.
nils
nachdem ich heute die zwei bestellten ausgaben von 032c im postkasten hatte, muss ich sagen: das ist wirklich großartig - egal, wie die von g+j abonnierten, weil gejuryten lead-awards ausgehen. allein schon die bindung und das papier waren es wert. große kunst!