6 vor 9

Ronnie Grob, 5. September 2007 08:54 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

ARD/ZDF-Onlinestudie 2007
(ard.de)
Über 40 Millionen Deutsche im Netz - Bisher nur eine Minderheit im “Mitmachnetz” Web 2.0 aktiv.
Mehr dazu auf www.ard-zdf-onlinestudie.de.

Kalte Fakten aus dem Knast
(sueddeutsche.de, Gunnar Herrmann)
Schweden hat einen TV-Skandal: Ein Reporter, bekannt für das Aufdecken von Justizirrtümern, soll Straftätern Berichterstattung versprochen haben - gegen Geld.

Wahrheitssuche statt Wahrheitsdiktat
(medienspiegel.ch, Peter Studer)
Der Präsident des Schweizer Presserats beleuchtet das “Schreiben, was ist”-Motto der Weltwoche.

?Google ist wie ein guter Freund?
(politik-digital.de)
Am 04. September2007 war Stefan Zwierlein vom Google Watch Blog zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach er über die Beeinflussung von Lesern, die Angst vor Datenmissbrauch und kommende Dienste von Google.

Berliner Orgie
(plastikmaedchen.net)
In seinen ursprünglich für die Boulevardzeitung B.Z. verfassten Bordell-Tests entpuppt sich Thomas Brussig nicht nur als talentfreier Autor, sondern auch als rassistischer Sexist.

SpOn von Titanic-Agenten unterwandert?
(spreeblick.com)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. hape

    schrieb am 5. September 2007 um 09:28 Uhr (#)

    Was nicht in der Pressemeldung zur ARD/ZDF-Online-Studie steht:
    1. Auf die Frage “Sehen Sie zumindest selten Videodateien im Internet?” sagen 75% der Internetnutzer: “Nein”. Die analoge Frage für Audiodateien wird von 71% verneint. Die bei der IFA gepushten öff.-r. Mediatheken sind also für die überwältigende Mehrheit der Nutzer nicht interessant.

    2. Im ersten Jahr, in dem in Deutschland eine Rundfunkgebühr auf PCs anfällt, sank der Anteil derjenigen, die Radio über das Internet überhaupt mal nutzen von 24 auf 21%. Die mindestens einmalige wöchentliche Nutzung blieb bei 11% stehen, die tägliche Nutzung sank von 4 auf 3,4%. Die vielbeschworene Konvergenz ist anscheinend bei den Nuetzern nicht angekommen, nur die Gebühren sind es.

  2. Florian Steglich

    schrieb am 5. September 2007 um 11:19 Uhr (#)

    » Hape:

    “Die vielbeschworene Konvergenz ist anscheinend bei den Nuetzern nicht angekommen, nur die Gebühren sind es.”

    Wieviel Prozent der Nutzer zahlen denn die GEZ-Rundfunkgebühr auf PCs neuartige Empfangsgeräte?

  3. hape

    schrieb am 5. September 2007 um 12:50 Uhr (#)

    Tatsache ist, jeder PC ist gebührenpflichtig, was man spätestens dann feststellt, wenn man sein Radio verschrottet. Auch sagt die Zahl der Zahlenden nichts aus über die Zahl der Betroffenen. Zahler werden von der GEZ dieses Jahr etwa 100.000 erwartet, wobei sie eingesteht, bei den Selbständigen eine Erfassungslücke von 2 Mio. zu haben, gegen die sie nichts unternehmen will. Das Adressmaterial wäre ja da.

  4. Florian Steglich

    schrieb am 5. September 2007 um 13:10 Uhr (#)

    Womit die Konvergenz doch in deutlich höherem Maße bei den Nutzern angekommen wäre als es die Gebühren sind.
    Wenn 25% der Internetnutzer zumindest selten Internetvideos ansehen, sind das rund 10 Millionen Menschen. Über die Digitalstrategie der Öffentlich-Rechtlichen kann man ausgezeichnet streiten, aber nicht mit dem Argument, bereits jetzt 10 Mio. potentielle Online-Zuschauer seien keine Größe, für die sich der Ansatz einer Mediathek lohne.

  5. hape

    schrieb am 5. September 2007 um 14:02 Uhr (#)

    Wer hat dieses Argument benutzt? Ich habe geschrieben: “Die bei der IFA gepushten öff.-r. Mediatheken sind also für die überwältigende Mehrheit der Nutzer nicht interessant.” Daraus folgt nicht Ihr Argument, sondern daraus folgt: Wäre der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine demokratische Veranstaltung in dem Sinne, dass die Nutzer über die Inhalte abstimmen würden, gäbe es keine Mehrheit für solche Projekte. Und eins ist doch auch klar: Zahlen sollen immer alle, auch wenn nur eine Minderheit der Nutzer überhaupt Interesse zeigt. Und schließlich bleiben noch die Fragen: Ist die öffentlich-rechtliche Grundversorgung vom Rundfunk auf Audio und Video allgemein ausdehnbar? Besteht bei Audio und Video jene Sondersituation, die eine Rundfunkgebühr überhaupt erst möglich gemacht hat?

  6. Florian Steglich

    schrieb am 5. September 2007 um 14:35 Uhr (#)

    Ja, abgesehen davon, daß einer solchen hypothetischen Abstimmung auch Meinungsbildung vorausgehen würde, nach der auch Menschen für eine Onlinepräsenz stimmen könnten, die sie nicht nutzen, abgesehen davon haben Sie sicher recht; aber “duales System” und “Mehrheit entscheidet über die Inhalte” schließen sich eben aus; auch darüber kann man diskutieren. Ich wollte lediglich ausdrücken, dass Sie eine “Zielgruppe” von 10 Mio. Menschen m. E. etwas zu sehr kleingeredet haben.

  7. hape

    schrieb am 5. September 2007 um 15:08 Uhr (#)

    Irgendwer muss es ja tun, das “Kleinreden”;-) Folgt man der Öffentlichkeitsarbeit der Öffentlich-Rechtlichen scheint das Netz nur ein weiterer Abspielweg für Audio und Video zu sein. Dabei ist das, was die meisten Leute im Netz tun, genau das, was wir hier tun: Lesen und Schreiben.


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