Thema: Zeitungen

 

Alle 388 Artikel zum Thema Zeitungen auf medienlese.com:

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Ronnie Grob, 6. Juni 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Plädoyer für eine Neudefinition von Realität auf der EM
(taz.de, Tom Kummer)
Tom Kummer, der früher Interviews “fast komplett inszenierte”, will diese Taten nicht rechtfertigen, gibt aber zu bedenken, dass die journalistischen Gestaltungsmöglichkeiten bei Poolinterviews sehr klein sind (hier eine gelungene Verwertung). Ihm habe es immer widerstrebt, “den PR-Bulldoggen in den Arsch zu kriechen”. Lesen!

Weidmannsheil!
(nzz.ch, ras.)
“Ein Kameraauge ist fast immer dabei. Prominente Personen stehen freiwillig oder unfreiwillig im Blitzgewitter. Ihr Verhalten, ihre Haut und ihre Kleider werden erbarmungslos bis ins Detail seziert.”

Die neuen Herren des «Journal»
(bilanz.ch, Peter Hossli)
“Gratisabonnements gibt es nur für Angestellte. Selbst US-Präsidenten bezahlen für die noble Lektüre – egal, ob online oder gedruckt. Das ‘Wall Street Journal‘ ist die einzige Zeitung, die gewinnbringend Inhalte online nur gegen Bezahlung vertreibt.”

Verleger und SRG in den Presserat aufgenommen
(impressum.ch)
Trotz Protesten der Gewerkschaft Comedia werden die Verleger und Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft in den Presserat aufgenommen.

“Das darf nicht zu einem Mob 2.0 degenerieren”
(16vor.de, Nicole Zillien)
Interview mit dem Trierer Medienwissenschaftler Hans-Jürgen Bucher: “Die Gefahr, dass das Web 2.0 zum Mob 2.0 degeneriert, ist groß und kann sowohl auf spickmich.de als auch auf meinprof.de täglich beobachtet werden. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass viele kommunale Web 2.0-Aktivitäten eine formelle Anmeldung verlangen.”

Grassierende Draufgeberitis
(999blogs.de/clap-club)
“Ein aktueller Blick in die Zeitschriftenregale lässt vermuten: Magazine allein reichen nicht aus, um Käufer zu begeistern. Mit Booklets sollen Attraktivitäten gesteigert und Begehrlichkeiten geweckt werden.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ronnie Grob, 5. Juni 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Klatsch as Klatsch can bringt Umsatz (+)
(werbewoche.ch, Gerti Schön)
Gawker Media, Amerikas erfolgreichstes Blogging-Unternehmen, wirft Millionen ab.

wat denn da los?
(basicthinking.de, Robert Basic)
Deutschlands meistverlinkter Blogger fragt sich, was los ist angesichts mehrerer die Zukunft von Blogs kritisch beleuchtenden Blogtexten: “Was juckt es da, ob eine Firma mehr oder weniger bloggt, auch nicht, ob sie ‘gut’ oder ’schlecht’ bloggt oder ob ein Blogger Asche macht oder nicht? Es sind nahezu bedeutungslose Ereignisse im Jetzt in einer langen Abfolge, die aber in der Summe gesehen unaufhaltsame Änderungen mit sich führen.”

Habermas, die Medien, das Internet
(perlentaucher.de, Robin Meyer-Lucht)
“Deutschland tut sich nach wie vor schwer damit, die Ressentiments gegenüber dem Internet als scheinbar chaotisches, zersplittertes und desorientierendes Medium aufzugeben. Im Gegenteil: Hierzulande ist man von einer (möglichst von systemisch-ökonomischen Zwängen befreiten) massenmedialen Öffentlichkeit als überlegenem diskursiven Modell tief überzeugt.”

“Unser Land hat die Medienkritiker, die es verdient”
(persoenlich.com, Roger Schawinski)
Roger Schawinski reflechiert über Medienjournalismus in der Schweiz und in Deutschland und beleuchtet im Speziellen die Süddeutsche Zeitung. Er erzählt, wie jedesmal Panik ausgebrochen sei bei Sat.1, wenn man vor einer TV-Premiere lobende Worte dieser Zeitung erhalten habe, da das ein Garant für einen Quotenflop gewesen sei (”so weit entfernt sind diese Fachleute vom real existierenden Fernsehpublikum”).

Look east, young man
(ecin.de, Prof. Monse)
“Während der Westen sich als Heimat der Hobby-Journalisten überschätzt, hat China, für mich überraschend, 73 Millionen Blogs und 47 Millionen Nutzer, die regelmäßig Blogs schreiben.”

The Newspapers: Rating The Top 25 Newspaper Websites
(247wallst.com)

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Hans Dichand:
Österreichs Kronfolger

Klaus Jarchow, 3. Juni 2008 um 12.17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Krude Zeitung mit klarem Ziel: Bei dem österreichischen Boulevardblatt Kronenzeitung wird Meinung gemacht, erst dann kommt die Rendite.

Gibt es auf dem Boulevard überhaupt Unterschiede? Oder ist es überall der gleiche Zucker, der dem großen Affen ‘Publikum’ zu schmecken hat? Ich denke, diese Unterschiede gibt es - ein Gedanke, der mir vor allem immer dann kommt, wenn ich - allerdings nur sporadisch mal - Dichands Kronenzeitung neben die Bild-Zeitung halte.

Die Bild ist ein typisches ‘Push-Medium’, um es marketingtechnisch auszudrücken: Die hochweise Redaktion beschließt, was der mindere Pöbel morgen denken soll, und dann wird mit allen Tricks der Rhetorik, der Headline-Gestaltung und der Propaganda die ideologische Leimrute mit der patentierten Mixtur aus dem entsprechenden Honigtopf bestrichen. Ein Verfahren, das sich seinen Markt erst schaffen will, das regelmäßig auch mal schief geht, siehe zuletzt die Bundestags- oder Hessenwahlen, das aber unverdrossen als der Weisheit letzter Schluss den Mantraschrein der Redaktion schmücken darf. Dort halten sich alle unverdrossen für große ‘Meinungsmacher’, egal, was die depperten Gehirnforscher ihnen zum Thema der Unvorhersagbarkeit jeder Manipulation erzählen.

Dichand verfährt anders - seine Kronenzeitung ist ein typisches Pull-Medium:

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Im Test (Teil 3):
Blick Online und Fazit

Ronnie Grob, 19. Mai 2008 um 10.16 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Der neue Blick wird besser – zu einem echten Wechsel braucht es aber eine geistige Verjüngung. Das Fazit nach unserem Test von Blick, Blick Sport und Blick Online.

Anders als alle klassischen Boulevardzeitungen fährt der Schweizer Blick seit Jahren einen linkskonservativen, also rotgrünfreundlichen und SVP-feindlichen Kurs. Nicht wenige, unter anderem auch ich, behaupten, dass so ein Kurs komplett an den Bedürfnissen des Lesers einer Boulevardzeitung vorbeigeht. Als Untermauerung dieser These möchte ich einen sehr aufschlussreichen Screenshot von blick.ch zeigen, den ich kürzlich gemacht habe. Gut möglich, dass die Umfrage gerade erst anlief, dass sie manipuliert wurde oder dass das Ergebnis sonst reiner, unrepräsentativer Zufall ist, aber meines Erachtens zeigt es die politische Ausrichtung des klassischen Lesers dieser Boulevardzeitung, bzw. seines Onlineangebotes, sehr deutlich auf:

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Die Zeit erklärt das Internet:
Hass und Porno

Ole Reißmann, 14. Mai 2008 um 16.51 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Wie das Internet Leben, Gesellschaft und Kultur verändert, zeigt Die Zeit in einer ausführlichen und differenzierten Serie. Die Erklärung ist umfassend – Links auf Hardcore-Pornoseiten inklusive.

Zeit-Internet-Spezial

Das ist Service: Die Zeit erklärt in ihrem Internet-Spezial nicht nur, wie das Internet so funktioniert und was das mit den Menschen macht, nicht nur soziale Netzwerke, Onlineshoppen und die ganze Bloggerei. Es wird nicht nur über islamfeindliche Seiten des blanken, menschenverachtenden Hasses und über kostenlose Hardcore-Pornoseiten geschrieben. Für den aufgeklärten Leser (und eben auch alle anderen) gibt es gleich noch die Links dazu. Denn hey, es ist das Internet, und Die Zeit hat verstanden, was da abgeht. Einen Link weglassen – das wäre ohnehin ein sinnloses Unterfangen. Google findet alles und die Jugend kennt sich eh aus.

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Medienspektakel Spencer Tunick:
Nackt-Kunst im Stadion

Peter Sennhauser, 12. Mai 2008 um 10.20 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

In Wien hat der amerikanische Fotograf Spencer Tunick die Nackte Masse im Fussballstadion inszeniert. Seine Shootings dienen der Kunst - und den Medien für lange Bildstrecken mit viel nackter Haut.

Kunstfotograf Spencer Tunick bietet den Medien Gelegenheit, Nackte im Überfluss zu zeigen. (Bild Keystone / Herbert Pfarrhofer)
Spencer Tunick (Mitte, ganz in schwarz) an der Arbeit mit einem kleinen Teil seiner Modelle (ganz in fleisch), scharf beobachtet von den Pressefotografen (Bild Keystone / Herbert Pfarrhofer).

Kaum ein Print-Medium, das sich nicht auf die Bilder aus dem Wiener Ernst-Happel-Stadion stürzen würde, keine TV-Station, die nicht über das Spektakel berichtete: Massenhaft nackte Menschen im Fussballstadion, die sich von einem Kunstfotografen in allerlei Posen werfen lassen: Spencer Tunicks Nackt-Massenbilder haben den reinen Foto-Aspekt vor langem verloren und sind auch nicht mehr nur künstlerische Performances, sondern Medienspektakel erster Güte. Pressefotografen werden eingeladen und dürfen ihre ganz eigenen Ansichten des Events ablichten - und am Tag danach sind die Zeitungen voller nackter Haut, die man ganz unverfänglich drucken darf, weil es sich ja um Kunst handelt - und Online-Medien schwelgen im Bildstrecken-Wahn.

Unsere findet sich im Fotoblog fokussiert.com…

“Und immer an die Leser denken”

Ole Reißmann, 7. Mai 2008 um 10.15 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Kleine Änderungen: Die Gratiszeitung .ch führt eine Rätsel- und eine Comicseite ein, renoviert die Wetterkarten und will mehr über “People” berichten.

.ch

An die Leser denken – dieses Credo aus dem denkwürdigen Werbespot für das Nachrichtenmagazin Focus haben die .ch-Macher beherzigt und nehmen nach dem Start im September vergangenen Jahres kleine Justierungen an dem Schweizer Gratisblatt vor. Endlich gibt es eine Rätselseite mit Sudoku und einen täglichen Comic. Außerdem ist die Europakarte von der Wetterseite verschwunden. Für die glückselige Zeit der Fußball-Europameisterschaft müssen die langweiligen Randthemen Politik und Wirtschaft von den ersten Seiten weichen, dafür dann acht Seiten Balla-Balla. Hätte .ch einen Leserbeirat, wie ihn die Bild-Zeitung zur Belustigung der Medienjournalisten eingeführt hat, er hätte es nicht besser empfehlen können.

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Fall Amstetten:
Ohne Gewissen, ohne Moral

Markus Kirchsteiger, 3. Mai 2008 um 15.49 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Der Inzest-Fall im niederösterreichischen Amstetten ist ein gefundenes Fressen für Medien aus der ganzen Welt. Gewissenlose Journalisten und eine sensationsgeile Öffentlichkeit stehen kurz davor, das zweite Leben der Opfer zu vernichten.

Titelseiten am 28. April
Bildstrecke: Presserummel in Amstetten (Bild Keystone)

Was für eine Story! Ein gefundenes Fressen für die Medien. Journalisten und Fernsehteams aus Australien, Japan und Amerika reisen nach Niederösterreich und machen das bis dato unbekannte Amstetten zum Nabel der Welt.

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Madonna braucht keine Zeitung

Ronnie Grob, 29. April 2008 um 13.13 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Natürlich nicht, ein Blick in den Spiegel genügt ihr: Sie ist die Queen of Pop, es gibt keine andere neben ihr. Im Interview mit dem Kultur-Spiegel wettert Madonna nicht nur gegen die “Zeitverschwendung” Fernsehen:

Ich lese auch keine Zeitungen. Wenn ich mich informieren will, nutze ich das Internet.

Keine gute Nachricht für die “Nationale Initiative Printmedien”.

Zeitungen in den USA:
2400 Stellen weniger

Ole Reißmann, 19. April 2008 um 13.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Keine guten Nachrichten aus den USA: Im vergangenen Jahr gab es 4,4 Prozent weniger Jobs für Journalisten. Selbst im Krisenjahr 2001 fielen nach einer Studie nicht so viele feste Stellen in Zeitungsredaktionen weg.

Redesign des Virginia Pilot im Juni 2007 (Bild Newsdesigner)
Buntes Business: Redesign des Virginia Pilot (Bild Newsdesigner.com)

Die American Society of Newspaper Editors hat 1411 Tageszeitungen in den USA nach der Stellensituation befragt – 924 antworteten, für den Rest wurden Schätzung anhand der Auflagenzahlen berechnet. Demnach gab es im vergangenen Jahr in den Zeitungsredaktionen 2400 weniger feste Stellen. Dabei bemühen sich in den USA viele Redaktionen um eine moderne, zeitgemäße Leseransprache. Die Tageszeitungen werden “magaziniger”, große Fotos unterstützen die Geschichten, der Wirtschaftsteil lockt mit bunten Grafiken und Illustrationen. Noch dazu sind die Zeitungen viel kleiner als die großen, deutschen Papiersegel im nordischen Format. Newsdesigner.com sammelt mal mehr, mal weniger regelmäßig diese Beispiele. In Amerika wird also alles schon längst so gemacht, womit hier erst Frankfurter Rundschau und Welt Kompakt (junge) Leser locken.

Allein zu helfen scheint es nicht. Weniger Anzeigen, weniger Leser, weniger Stellen in den USA. Rick Edmonds schreibt auf Poynter Online:

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