Alle 206 Artikel zum Thema Zeitschriften auf medienlese.com:
Wohlfühl-Heft mit grünen Themen: Das Schweizer Magazin Gruen setzt auf Ökologie und Ethik. Gesucht wird ein umweltbewusster Lebensstil – ohne mahnenden Zeigefinger.
Sanfte Medizin, sexy Mode aus Biostoffen und umweltschützende Hollywood-Stars: Das Schweizer Magazin Gruen wendet sich an die vielgepriesene Zielgruppe der Lohas. Diese Liebhaber eines nachhaltigen und gesunden Lebensstils (”Lifestyle of Health and Sustainability”) geben ihr in überdurchschnittlicher Menge vorhandenes Geld für gute Qualität aus, wollen das Richtige tun, die Umwelt retten – aber nicht auf Fortschritt und lustvollen Konsum verzichten. Klar, dass solche Leute Kaufratgeber brauchen, Orientierung im Produkt-Dschungel. Was in Deutschland nicht recht funktionieren mochte – Burdas Ivy kam über zwei Testausgaben nicht hinaus – wird nun in der Schweiz versucht: Mit ecoLife und Gruen suchen gleich zwei grüne Magazine umweltbewusste Käufer. Die erste Ausgabe von Ringiers Gruen haben wir uns näher angeschaut:
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Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.
Extra zur Buchmesse – und als PDF im Netz
Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!
Premiere
Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.
Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.
Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.
» weiterlesen: Noch eine Premiere, Abgänge und Meinungen
Die Gewinner stehen fest: Die American Society of Magazine Editors hat die besten amerikanischen Magazin-Cover (unser Bericht zu den Finalisten) gewählt.
Sieben Cover wurden in acht Kategorien ausgezeichnet – gleich dreimal wurde das
New York-Magazine für den Titel
“Eliot Spitzer’s Brain” belohnt.
» weiterlesen: Die Gewinner
Titelblätter von einst zeigt eine Internetseite. Der Cover-Browser versammelt die Cover-Kunst von Magazinen wie Vogue, New Yorker – und jeder Menge Comics.
Wusstest Du, dass der
New Yorker vom 9. Mai 1953 nur 20 Cent kostete und eine Kinderzeichnung vorne drauf war? Oder dass
Batman auf dem Cover der Ausgabe #39 mit Schlittschuhen eine Fledermaus ausschneidet? Oder dass auf der
Bravo immer mal wieder
nackte Oberkörper zu sehen waren?
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Mit kleinen Statusmeldungen immer auf dem Laufenden: Nicht nur Blogger in Zeitnot benutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Zeitungen und Zeitschriften zwitschern mit – eine Übersicht.
Auch die New York Times ist dabei: Unter dem Namen nytimes werden kurze Textnachrichten verschickt, wann immer neue Artikel auf die Website kommen. An die 6000 Leser haben diese Kurznachrichten (Tweets) abonniert. Die sogenannten Followers sehen die Meldungen auf ihrer Twitter-Website oder bekommen sie automatisch auf ihr Handy geschickt. 275 Twitter-Accounts von amerikanischen Zeitungen hat ein Blog im Juni gezählt, durchschnittlich verfolgten 146 Leser die Updates. Und hier bei uns? 17 Zeitungen und Zeitschriften habe ich bei Twitter gefunden und nach Zahl der Abonnenten aufgelistet.
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Das Feigenblatt deckt nur wenig ab, aber wenn rundherum alles nackt ist, dann kann wenig schon viel sein. Wir testen das “Magazin für Erotisches”.
Feigenblatt
Schon volljährig? Gut, ansonsten lieber woanders klicken.
Im Test: Ausgabe 12, Sommer 2008.
Allgemeiner Eindruck
Mit dem Titel des Magazins assoziiere ich Adam und Eva im Paradies. Und man muss nur auf Seite 12 blättern, um schon mittendrin zu sein - über 10 Seiten Bilder von jungen nackten Frauen und Männern im Wald. Es sind Bilder aus “Natural in Paradise“, einem Bildband von Charles MacFarland.
Zielgruppe
Frauen und Männer, die gerne nackt im Wald rumspringen also? Naja, fast. Sie sind, wie alle Leser in den Mediadaten, reich und möchten dringend ihr Geld ausgeben:
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Kein Sommerloch in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten – und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.
Er ist wieder da: Jörg Haider übernimmt den Vorsitz der Partei Bündnis Zukunft Österreich von Peter Westenthaler (Bild Keystone/Ronald Zak)
Bis zu 50 Millionen Euro haben die österreichischen Nationalratswahlen im Jahr 2006 gekostet. So viel haben die Parteien laut Schätzung für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Und mindestens Hälfte davon haben die Medien bekommen (rund 24 Mio.). Fast drei Viertel vom Werbekuchen, nämlich 14,7 Mio., haben sich dabei die Printmedien abgeschnitten. Knapp acht Mio. investierten die Parteien in Plakate. Radio, TV und Kino spielten mit einem Gesamtanteil von 1,4 Mio. dagegen nur eine geringe Rolle.
Das liegt vor allem daran, dass der ORF in seinen Radio- und Fernsehprogrammen keine Parteiwerbung schalten darf. Allein auf den Internetportalen des öffentlich-rechtlichen Senders und im Teletext sind Einschaltungen erlaubt. Neuwahlen sind daher vor allem ein lukratives Geschäft für Österreichs Zeitungen und Zeitschriften.
Die Printmedien haben diese finanziellen Zuschüsse und das höhere Interesse vor Wahlen auch dringend notwendig:
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Angelina Jolie und Brad Pitt zeigen ihre Zwillinge Knox Léon und Vivienne Marcheline – für über 14 Millionen Dollar. Doppelt so viel, wie je für Babyfotos gezahlt wurde.
Den Zuschlag für Amerika bekam People, das mit den exklusiven Fotos ganze 19 Seiten bestreitet: Voller intimier Familienbilder und inklusive Interview. “Die Zwillinge!” wird das ganz in weiß gekleidete Familienglück betitelt. Der sorgfältig ausgeleuchtete Moment voller Nähe – keiner hat Augen für die Kamera, nur für die süßen Kleinen – ist seit heute im Handel, wie Gawker berichtet. Die internationalen Rechte gingen an die britische Hello!. Das Heft mit 17 Seiten “Brangelina Twins” gibt’s seit heute für 2.50 Pfund am Kiosk, schreibt der Guardian. Normalerweise kostet das Heft nur 50 Pence.
Dabei ist das Coverfoto alles andere als aufregend:
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Keine Zukunft für Ivy: Heft und Internetseite von Burdas Medienmarke für ökologisch korrekten Lifestyle haben laut Verlag “keine ausreichende Perspektive”.
3,67 Millionen Lohas – auf Nachhaltigkeit, gesunden Lebensstil und Verantwortung ausgerichtete Konsumenten – soll es in Deutschland geben, hatte man bei Burda errechnet und mit Ivy gleich die passende Medienmarke dazu kreiert. In den USA funktioniert es doch auch, dort ist das Internetportal TreeHugger erfolgreich und es gibt mit Good das Magazin fürs korrekt-grüne Leben. Der Ökotrend wurde in Deutschland spätestens offensichtlich, als auch Discounter mehr oder weniger ökologisch korrekte Waren in die Regale räumten. Auftritt Ivy: Mit Internet-Community und einem Magazin stürzte sich Burda im Herbst vergangenen Jahres auf die Lohas. Erst kam eine Ausgabe an den Kiosk, dann noch eine – richtig überzeugt schien der Verlag dabei nicht.
Jetzt steht die Zukunft des “Testprojekts Ivy” fest:
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No Depression, Monocle, Cosmopolitan, Hörbücher: Wir lieben einfach Magazine. Zu welchen Zeitschriften die Blogwerk-Mitarbeiter am liebsten greifen, wollen wir gerne verraten.
Dem Kanon der allerbesten Zeitschriften der Welt wollen wir nichts entgegensetzen, nicht die 50 Favoriten der Chicago Tribune mit doppelt so vielen Lieblingsmagazinen toppen – nur vorstellen, was wir persönlich gerne lesen. Hier sind die Lieblingsmagazine der Blogwerker, die spontan und unter Zeitdruck dem Aufruf gefolgt sind: Preist Eure geliebten Zeitschriften! Als da wären …

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