Alle 209 Artikel zum Thema Zeitschriften auf medienlese.com:
Text auf Papier: Wir stellen Zeitschriften vor, die man nicht gerne im Internet lesen möchte. Unsere Print-Perlen zu Weihnachten: Bella triste, Dummy, Lettre International, Dare und Slanted.
Holzhausen? Von wegen! Print lebt natürlich, in Form edler Magazine. Deswegen stellen wir heute nicht die aktuelle Zeitschriften-Todesliste hier auf die Seite, sondern setzen unsere weihnachtliche Einkaufsberatung mit einer Auswahl ansprechender Printprodukte fort. Wo man diese in Berlin stilvoll erwerben kann, hat Ronnie am Donnerstag berichtet. Los geht’s:
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Kippen und Bild? In diesem Zeitschriftenladen wohl kaum: “do you read me ?!” in Berlin spezialisiert sich in Edelzeitschriften zu Mode und Design. Lang lebe der Luxus-Print!
Website des Luxus-Ladens
Der Laden an der Auguststrasse 28 in Berlin-Mitte ist kein Laden, der seine Kunden mit Neonreklame hereinzulocken versucht. Angebracht ist nur ein kleines Schild mit einem Frage- und einem Ausrufezeichen und auf dem Schaufenster klebt dezent der Schriftzug “do you read me?!”. “Liest du mich?!”, eine Frage und eine Aufforderung, das Geschäft zu betreten. Es verkauft Ware mit der etwas sperrigen Bezeichnung “Magazine und Lektüre der Gegenwart” und meint damit haptisch anspruchsvolle Zeitschriften mit guten Texten und schönen Fotostrecken. » weiterlesen
Die Krise in der Printbranche führt zwangsläufig zum Abbau von Kapazitäten. Weniger ist auch dabei mehr: Verringert werden muss die Breite des Angebots, nicht die Tiefe.
Zeitungskrise: Schlechte Nachrichten für die Printbranche (iStockphoto)
Nachdem die Zeitungskrise aus den USA nun auch bei uns ankommt (was tatsächlich noch gewisse Leute überrascht), geht es darum, wie abgebaut wird.
Deutschland ist stolz auf seine tatsächlich beeindruckende Medienvielfalt. Aber was bedeuten viele Titel, wenn alle das Gleiche schreiben? Nichts. Für Journalismus braucht es Zeit und damit Geld. Und weil immer weniger davon vorhanden ist, müssen sich die Verlage auf die Stärken der einzelnen Produkte besinnen. Was Verlage, Redakteure und Zeitungsleser jetzt machen müssen:
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Wohlfühl-Heft mit grünen Themen: Das Schweizer Magazin Gruen setzt auf Ökologie und Ethik. Gesucht wird ein umweltbewusster Lebensstil – ohne mahnenden Zeigefinger.
Sanfte Medizin, sexy Mode aus Biostoffen und umweltschützende Hollywood-Stars: Das Schweizer Magazin Gruen wendet sich an die vielgepriesene Zielgruppe der Lohas. Diese Liebhaber eines nachhaltigen und gesunden Lebensstils (”Lifestyle of Health and Sustainability”) geben ihr in überdurchschnittlicher Menge vorhandenes Geld für gute Qualität aus, wollen das Richtige tun, die Umwelt retten – aber nicht auf Fortschritt und lustvollen Konsum verzichten. Klar, dass solche Leute Kaufratgeber brauchen, Orientierung im Produkt-Dschungel. Was in Deutschland nicht recht funktionieren mochte – Burdas Ivy kam über zwei Testausgaben nicht hinaus – wird nun in der Schweiz versucht: Mit ecoLife und Gruen suchen gleich zwei grüne Magazine umweltbewusste Käufer. Die erste Ausgabe von Ringiers Gruen haben wir uns näher angeschaut:
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Was tut sich auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt? Der medienlese.com-Überblick mit vier Premieren, anderthalb Abgängen und einer doppelten Portion Kritik.
Extra zur Buchmesse – und als PDF im Netz
Willkommen zur ersten Ausgabe von “medienlese.com am Kiosk” – vielleicht unserer neuen regelmäßigen Serie über das Geschehen auf dem Zeitschriften- und Zeitungsmarkt. Anmerkungen und Kritik herzlich willkommen!
Premiere
Messe-Zeitung: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bringt eine eigene tägliche Zeitung zur Buchmesse heraus – die es auch als PDF im Internet gibt.
Neues Heft für Familien: Der Süddeutsche Verlag bringt das Familienmagazin SZ Wir am 5. November vorerst einmalig an den Kiosk. Eckdaten: 100 Seiten, 3,50 Euro, 130.000 Auflage. Den Inhalt verantwortet Dominik Wichmann, seit 2000 Chefredakteur des SZ Magazins. Mehr dazu bei kress.
Nachtrag: Ein Frauenmagazin ohne Hausfrauen-Konditionierung und Diät-Wahn kommt am 20. Oktober an den Kiosk. Das Missy-Magazine will über Popkultur, Politik und Style mit feministischer Haltung berichten – weil auf dem Spielplatz Popkultur-Journalismus sich zu 80 Prozent Junges tummeln.
» weiterlesen: Noch eine Premiere, Abgänge und Meinungen
Die Gewinner stehen fest: Die American Society of Magazine Editors hat die besten amerikanischen Magazin-Cover (unser Bericht zu den Finalisten) gewählt.
Sieben Cover wurden in acht Kategorien ausgezeichnet – gleich dreimal wurde das
New York-Magazine für den Titel
“Eliot Spitzer’s Brain” belohnt.
» weiterlesen: Die Gewinner
Titelblätter von einst zeigt eine Internetseite. Der Cover-Browser versammelt die Cover-Kunst von Magazinen wie Vogue, New Yorker – und jeder Menge Comics.
Wusstest Du, dass der
New Yorker vom 9. Mai 1953 nur 20 Cent kostete und eine Kinderzeichnung vorne drauf war? Oder dass
Batman auf dem Cover der Ausgabe #39 mit Schlittschuhen eine Fledermaus ausschneidet? Oder dass auf der
Bravo immer mal wieder
nackte Oberkörper zu sehen waren?
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Mit kleinen Statusmeldungen immer auf dem Laufenden: Nicht nur Blogger in Zeitnot benutzen den Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Zeitungen und Zeitschriften zwitschern mit – eine Übersicht.
Auch die New York Times ist dabei: Unter dem Namen nytimes werden kurze Textnachrichten verschickt, wann immer neue Artikel auf die Website kommen. An die 6000 Leser haben diese Kurznachrichten (Tweets) abonniert. Die sogenannten Followers sehen die Meldungen auf ihrer Twitter-Website oder bekommen sie automatisch auf ihr Handy geschickt. 275 Twitter-Accounts von amerikanischen Zeitungen hat ein Blog im Juni gezählt, durchschnittlich verfolgten 146 Leser die Updates. Und hier bei uns? 17 Zeitungen und Zeitschriften habe ich bei Twitter gefunden und nach Zahl der Abonnenten aufgelistet.
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Das Feigenblatt deckt nur wenig ab, aber wenn rundherum alles nackt ist, dann kann wenig schon viel sein. Wir testen das “Magazin für Erotisches”.
Feigenblatt
Schon volljährig? Gut, ansonsten lieber woanders klicken.
Im Test: Ausgabe 12, Sommer 2008.
Allgemeiner Eindruck
Mit dem Titel des Magazins assoziiere ich Adam und Eva im Paradies. Und man muss nur auf Seite 12 blättern, um schon mittendrin zu sein - über 10 Seiten Bilder von jungen nackten Frauen und Männern im Wald. Es sind Bilder aus “Natural in Paradise“, einem Bildband von Charles MacFarland.
Zielgruppe
Frauen und Männer, die gerne nackt im Wald rumspringen also? Naja, fast. Sie sind, wie alle Leser in den Mediadaten, reich und möchten dringend ihr Geld ausgeben:
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Kein Sommerloch in Österreich: Im September finden Neuwahlen statt, die Medien haben etwas zu berichten – und erhaltend dringend benötigte Werbeanzeigen.
Er ist wieder da: Jörg Haider übernimmt den Vorsitz der Partei Bündnis Zukunft Österreich von Peter Westenthaler (Bild Keystone/Ronald Zak)
Bis zu 50 Millionen Euro haben die österreichischen Nationalratswahlen im Jahr 2006 gekostet. So viel haben die Parteien laut Schätzung für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Und mindestens Hälfte davon haben die Medien bekommen (rund 24 Mio.). Fast drei Viertel vom Werbekuchen, nämlich 14,7 Mio., haben sich dabei die Printmedien abgeschnitten. Knapp acht Mio. investierten die Parteien in Plakate. Radio, TV und Kino spielten mit einem Gesamtanteil von 1,4 Mio. dagegen nur eine geringe Rolle.
Das liegt vor allem daran, dass der ORF in seinen Radio- und Fernsehprogrammen keine Parteiwerbung schalten darf. Allein auf den Internetportalen des öffentlich-rechtlichen Senders und im Teletext sind Einschaltungen erlaubt. Neuwahlen sind daher vor allem ein lukratives Geschäft für Österreichs Zeitungen und Zeitschriften.
Die Printmedien haben diese finanziellen Zuschüsse und das höhere Interesse vor Wahlen auch dringend notwendig:
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