Alle 61 Artikel zum Thema Werbung auf medienlese.com:
Seht her: In Hamburg wurden die LeadAwards vergeben. Überraschend ging die wichtigste Auszeichnung an das elitäre Magazin 032c.

Silber, Gold, Bronze: Die Magazine des Jahres
Die LeadAwards wurden vergeben – und wir lagen mit unseren Tipps nicht schlecht: Das Kunst- und Modemagazin 032c gewinnt tatsächlich in der Kategorie “LeadMagazin des Jahres” und Facebook ist “WebLeader des Jahres”. Nur “Newcomer des Jahres” ist dann doch nicht Zeit Campus oder Vanity Fair – sondern tatsächlich das Hunde-Lifestyle-Heft Dogs mit seinen todniedlichen Vierbeinern und biederer Park-Avenue-Optik.
LeadAcademy-Vorsitzender und Liebling-Herausgeber Markus Peichl über den Sieger des Abends:
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Schrecksekunde bei der morgendlichen Zeitungslektüre: Spam! Nicht nur im Posteingang auf dem Computer, jetzt auch auf dem Frühstückstisch!

Wofür hier wohl geworben wird – günstige Pharmazeutika aus dem asiatischen Raum? Muntermacher aus dem ehemaligen Ostblock? Garantiert diskreter Internet-Versand?
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Gratiszeitungen, Free-TV und jetzt auch kostenlose Bücher? Kevin Kellys Buch “True Films” gibt es als Datei, Werbung inklusive.
Drüben bei Wortfeld hat Alexander Svensson auf das PDF-Buch von Kevin Kelly hingewiesen. In “True Films” präsentiert Kelly über 200 Dokumentarfilme. Das Interessante daran ist nicht nur die Auswahl an spannenden, gut erzählten Geschichten, sondern das Vertriebsmodell.
Denn der Download des Buchs ist kostenlos, Geld verdient Kelly mit kontextabhängiger Werbung, die der Adobe Acrobat Reader neben dem Dokument einblendet. Wenn man denn der fragenden Bitte nach einer Internet-Verbindung zum Werbe-Download zugestimmt hat. Und wenn man denn nicht ein anderes Programm als Acrobat verwendet, um das Dokument anzusehen. Auf einem Mac, der PDF-Dateien gerne mit dem Programm “Preview” öffnet, gibt’s keine Werbung zu sehen.
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Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)
Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war. 
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“Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt” ist das Schlagwort, mit dem die Verlage ihren Lesern die als Journalismus verkauften Werbebeilagen andrehen wollen.

Unten links der Inhalt (Interview zum
SonntagsBlick), oben rechts die Werbung (für den
SonntagsBlick)
Jeweils vor Weihnachten ist es wieder soweit. Die Luxusbeilagen der Printprodukte (unsere Beiträge vom 17.11.2006 und vom 24.11.2006) erscheinen und richten sich in einem Glanz, wie Journalismus nur selten verpackt wird, an die Leser. Da sie keine eigenständigen Produkte sind, sondern nur anderen Produkten beiliegen, kann das Leserinteresse an dieser Art von Journalismus kaum nachgewiesen werden. In den Verlagen gibt man sich aber davon überzeugt. Marc Walder vom Schweizer Ringier-Verlag (unter anderem Chefredaktor des SonntagsBlick) spricht in einem kurzen Interview mit der Werbewoche gleich zwei Mal davon:
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Die Archive von Focus und Zeit stehen kostenlos im Netz, der Spiegel folgt im Frühjahr. Neben mehr Werbeplätzen schaffen sich die Verlage so auch ein höheres Ansehen: Ihre Inhalte werden durchsucht, verlinkt und zitiert.

Wissen, was wichtig war: Helmut Kohl, der Bürger-King (
Focus 34/1994)
Die Texte aus 15 Jahren Focus sind im Archiv kostenlos abrufbar. Bilder und vor allem Infografiken, für deren inflationären Einsatz das Nachrichtenmagazin sich einen Ruf erworben hat, haben es nicht mit in die digitale Verfügbarkeit geschafft. Währenddessen kosten die Artikel in Datenbanken immer noch zwischen 1,37 und 2,60 Euro (siehe Tabelle).
Bei der New York Times stellte man fest, dass Besucher immer mehr über Suchmaschinen und Blogs direkt Zugriff auf einzelne Artikel suchten. Bis zum September 2007 führte das nur selten zum gewünschten Text, das Angebot der Zeitung versteckte sich hinter einem “pay wall”. Wer auf die Angebote zugreifen wollten, musste bezahlen.
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Die Einschaltquote, die am nächsten Morgen um neun Uhr zuverlässig etwas über den Erfolg oder Misserfolg einer Fernsehsendung auf dem Zuschauermarkt aussagt, gehört der Vergangenheit an. Festplatten-Rekorder und Internet-Fernsehen killen die Quote. Zweiter und vorerst letzter Teil.

Sendervielfalt im digitalen Fernsehen (Ausschnitt T-Home)
Eine wachsende Anzahl von Fernsehsendern, meist Nischenprogramme, macht die Ergebnisse der Quotenzählung unschärfer. Schließlich werden die Ergebnisse hochgerechnet, so dass ein Haushalt stellvertretend für 6000 weitere steht. Die schiere Zahl an Fernsehsendern nimmt durch die Digitalisierung zu, für eine begrenzte Anzahl an Fernsehsendern ist die erwartbare Unschärfe bei der Messung der Quote statistisch nicht relevant. Die Zahl der potentiell empfangbaren Sender ist mit der Umstellung auf digitales Fernsehen jedoch etwa um den Faktor zehn gestiegen. Über Antenne wird digitales Fernsehen im DVB-T-Standard in Ballungsgebieten bereits gesendet, über Kabel (DVB-C) gibt es erste Anbieter, Satelliten senden schon immer digital im DVB-S-Standard. Mit der Einführung von IPTV ist die Zahl der Sender theoretisch unbegrenzt.
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Die Einschaltquote, die am nächsten Morgen um neun Uhr zuverlässig etwas über den Erfolg oder Misserfolg einer Fernsehsendung auf dem Zuschauermarkt aussagt, gehört der Vergangenheit an. Festplatten-Rekorder und Internet-Fernsehen killen die Quote. Erster von zwei Teilen.

Quotenproblematisch: Fernsehen über das Internet (Zattoo)
?Die Währung des Fernsehens ist Aufmerksamkeit, ist Reichweite. Die Sender beweisen ihre Potenz, indem sie der Werbewirtschaft pünktlich am Folgetag die aktuellen Quoten servieren? (Frank Patalong auf Spiegel Online). Wenn die Einschaltquote die Währung des Fernsehens ist, dann könnte man von einer echten Währungskrise sprechen. Denn die Instrumente, mit denen die Notenbank die Wirtschaft betrachtet – also die Methoden, mit denen die Einschaltquote im Fernsehen gemessen wird – müssen sich schleunigst den technologischen Entwicklungen anpassen. Fernsehsender und Werbekunden sind auf das Vertrauen in die Quote angewiesen, sie brauchen eine gemeinsame Währung, um miteinander ins Geschäft zu kommen. Das Geschäft ist gewaltig, Deutschland hat, gemessen an den Netto-Werbeumsätzen, nach den USA den wichtigsten Fernseh-Werbemarkt der Welt. Es geht um fast vier Milliarden Euro, die verteilt werden sollen.
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Heute lungerte ich auf der Suche nach Lesestoff in der Bäckerei rum. Zuerst guckte ich in den Spiegel, aber da stand “Magie des Forschens” neben gezeichneten Kindern. Also eine Sonntagszeitung. Da man nicht das halbe Blatt durchlesen kann, während einem die beschäftigungslose Bäckerin in den Rücken starrt, muss man sich wohl oder übel nach der Titelseite richten. Also, FAS, Tagesspiegel, BamS? Hm. Die B.Z. berichtet, dass sich Eisbärinnen in “die Höhle der guten Hoffnung” zurückgezogen haben, ein neuer Knut droht. Vielleicht die WamS? Was ist denn das? Ein Weihnachtsthema? Die Welt ist voller Wünsche? Karstadt erfüllt Wünsche?

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Um sich von der Billigkonkurrenz abzugrenzen setzt TV Movie auf frische Optik und angepasste Heftstruktur. Soweit keine Nachricht, wären da nicht die ?Promotionen?, Anzeigen im redaktionellen Layout.
Mehr als neun Millionen verkaufte Hefte jeden Monat: Noch stellen Fernsehzeitschriften das größte Segment im Zeitschriftenmarkt. Gleichzeitig sinken die Auflagen und Umsätze vieler einzelner Titel, denn immer neue Hefte drängen auf den übersättigten Markt. Zuletzt eine ganze Ramschkiste billiger Heftchen im Taschenbuch-Format. Den Verdrängungswettbewerb der Klonkrieger spürt man auch bei der TV Movie. Im ersten Quartal wurde ein Umsatzrückgang um 2 Millionen Euro verzeichnet, im November landete das Blatt bei kress unter den Top-5-Verlierern.
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