Alle 61 Artikel zum Thema Werbung auf medienlese.com:
Flatternden Banner und sichtverstellende Werbetafeln nerven – trotzdem muss natürlich auch online Geld verdient werden. Ein Vorschlag zur Werbung im Internet.
Vor einiger Zeit zeterte ich hier an dieser Stelle über die Auswüchse der Klickwährung mit ihren flatternden Bannern und sichtverstellenden Werbetafeln - und ich räsonnierte, weil ich gerade in Schwung kam, weiter unten in den Kommentaren unter anderem auch darüber, ob nicht eine zeitgemäße reflektierte Werbung im Netz MIT individuellen Netzbürgern werben müsse, statt ohne Ansehen der Person bloß IN ausgewählten klickstarken Blogs. Genau das ist jetzt passiert, wie ich einem Beitrag bei F!XMBR entnehmen konnte. Was aber ist passiert?
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Mehr Aufmerksamkeit für Bücher – dank YouTube: Mit kurzen Clips werben Verlage im Internet um Leser. Wir zeigen drei Beispiele von Rowohlt und Kiepenheuer & Witsch.
Wort-Werbung für Rowohlt-Buch
Immer mehr Bücher werden auf YouTube beworben! Vorsicht, ein Trend geht um! Wir müssen darüber schreiben und die Videos verlinken! Jaaa! Pünktlich zur Herbstsaison und zur Frankfurter Buchmesse versuchen sich deutsche Verlage wieder an multimedialer Werbung. Die Zielgruppe wird dort abgeholt, wo sie den ganzen Tag abhängt: Im Internet, mit extra produzierten Videos. Der heiße Shit kommt natürlich aus den USA – Wired hat schon vor drei Jahren über die neue Form des Buchmarketings geschrieben. Gleich zu drei Büchern, die ich gerade gekauft habe, gibt es offizielle Buchtrailer auf YouTube – hätte ich es nur vorher gewusst!
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Wehe dem, der noch ohne Popup-Blocker durch das Internet surft: Er wird mit Werbung zugeblinkt und vollgemüllt. Wer hingegen ohne Reklame surft, wird trotzdem als “Klick” gezählt. Damit gerät die Währung ins Wanken.
Popup-Werbehölle (Wikipedia)
Wie ist das eigentlich? Wie Hunderttausende anderer Internetnutzer auch, verwende ich längst einen AdBlocker, scharf gemacht dank einer wohlsortierten und stets aktualisierten Liste mit besonders nervtötenden Anbietern, die dann - von mir unbemerkt - beim Laden schon einen Tritt in den Mors erhalten. So kann ich halbwegs sicher sein, bei meinen Ausflügen ins Netz nicht auf das zu stoßen, was mir grundlegend die Laune verdirbt, was immer nur penetrant nach Aufmerksamkeit geiert und zu diesem Zweck dämlich herumblinkt und wie ein Flummiball über den Monitor springt - und mir dabei doch stets nur die freie Aussicht aufs Internet verstellt.
So dysfunktional nämlich ist unverlangte Werbung - und zwar in jeder Form: Sie vergrault diejenigen, die sie vorgibt, ‘gewinnen’ zu wollen. Aus meiner Perspektive habe ich mich mit meinem Adblocker nur aus berechtigtem Eigeninteresse gegen Unmassen von Info-Müll gewehrt.
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Angelina Jolie und Brad Pitt zeigen ihre Zwillinge Knox Léon und Vivienne Marcheline – für über 14 Millionen Dollar. Doppelt so viel, wie je für Babyfotos gezahlt wurde.
Den Zuschlag für Amerika bekam People, das mit den exklusiven Fotos ganze 19 Seiten bestreitet: Voller intimier Familienbilder und inklusive Interview. “Die Zwillinge!” wird das ganz in weiß gekleidete Familienglück betitelt. Der sorgfältig ausgeleuchtete Moment voller Nähe – keiner hat Augen für die Kamera, nur für die süßen Kleinen – ist seit heute im Handel, wie Gawker berichtet. Die internationalen Rechte gingen an die britische Hello!. Das Heft mit 17 Seiten “Brangelina Twins” gibt’s seit heute für 2.50 Pfund am Kiosk, schreibt der Guardian. Normalerweise kostet das Heft nur 50 Pence.
Dabei ist das Coverfoto alles andere als aufregend:
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Coole Städter winken ab, doch auf dem Land ist die Schweizer Tierwelt mit ihren vielen Kleinanzeigen erfolgreich – solange, bis die Annoncen ins Internet abwandern.

Im Test: Ausgabe 26/2008, 27. Juni 2008.
Allgemeiner Eindruck
Altpapier, die trendige Farbe dunkelgelb, blau besprayte Schafe auf dem Titelbild, fast nur Anzeigen. So also sieht eine der erfolgreichsten Zeitschriften der Schweiz aus?
Ja, aber erst seit den “epochalen Veränderungen” im Jahre 2006, als die während 116 Jahren schwarzgraue Zeitschrift durchgehend farbig wurde. Nun ist sie im 118. Jahrgang und ist gemäss NZZ hoch rentabel (Umsatz 2002: 15 Millionen Franken, davon 9 Millionen im Anzeigengeschäft). Gekauft wird die Zeitschrift von vielen dann, wenn sie eine neue Wohnung oder ein neues Auto brauchen - mehr als zwei Drittel der Zeitschrift bestehen aus Kleinanzeigen, die gute Schnäppchen versprechen.
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Die Weltwoche kommt schon Anfang Juli zurück, als wäre sie in den Ferien gewesen: Mit sanften Änderungen am Layout. Das ist nun grosszügiger und klarer – mutig war man jedoch nicht.
Die Designer von KircherBurkhardt haben sich spezialisiert auf das Redesign von Medien. Das mehrfach ausgezeichnete Erscheinungsbild der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist genau so ihr Werk wie das Layout des Tagesspiegels. Jetzt haben sich die Berliner Editorial-Designer der Weltwoche (hier ausführlich gestestet) angenommen. Auf den ersten Blick hat sich nichts verändert. Das Format, das Konzept, die Titelseite, die Schrift, der Umfang, alles wie gehabt. Nur keine Stammleser vergraulen. Im Detail dann die Unterschiede, die jetzt noch auffallen – und die man schon in ein paar Wochen gar nicht mehr wahrnehmen wird:
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Auf dem Cover das Model Tuuli Shipster und eine Hollywood-reife Premierenfeier mit Kriegsschiff und Edelkarosse: Sebastian Faulks hat Ian Fleming imitiert und ein neues Bond-Buch geschrieben.
Die gigantische PR-Aktion zum Verkaufsstart von “Devil May Care” in Großbritannien verspricht natürlich ein großartiges, intelligentes, gut geschriebenes Werk. Niemand soll auf die Idee kommen, Bond-Buch-Girl Tuuli Shipster und grimmige Marines sollten vom exquisiten Inhalt des Buchs ablenken und für die Aufmerksamkeit sorgen, die dem Schnellschuss-Krimi ansonsten mangels Substanz verwehrt geblieben wäre.
In nur sechs Wochen soll Sebastian Faulks den neuen Bond-Krimi “Devil May Care” heruntergeschrieben haben – in bester Tradition des verstorbenen Bond-Vaters Ian Fleming, der pro Tag 2000 Wörter schrieb. Am nächsten Tag gleich noch 2000, immer so weiter, ohne zu viel über das zu Papier gebrachte nachzudenken.

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Denn Faulks sollte im Auftrag der Flemings nicht einfach ein Bond-Buch schreiben, er sollte schreiben wie der echte Fleming. Als er, ganz Autor, nach dem Innenleben Bonds forschte, musste er feststellen: Fehlanzeige. “I tried to go inside Bond’s head, to create an inner life for him, and I realised he didn’t have one”, sagte er der BBC im Interview. James Bond ist hohl.
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Die Stadtverwaltung in San Francisco hat den Olympischen Fackellauf “ohne Zwischenfälle” über die Bühne gebracht. Oder vielmehr an der Bühne vorbei: In einer Grotesken sondergleichen mied die Karawane, Haken schlagend, jegliches Publikum.

Irgendwas ist ganz gewaltig schiefgelaufen, wenn eine PR-Aktion vom pompösen Ausmass des olympischen Fackellaufs das stundenlang wartende, mehrtausendköpfige Publikum meidet wie der Teufel das Weihwasser. Genau das ist gestern in San Francisco passiert. Die längst zum politischen Spiessrutenlauf für die chinesische Regierung verkommene und von offiziöser Seite der Handelspartner nur noch mit zusammengebissenen Zähnen geförderte Werbeaktion strebte nach möglichst wenig “Relations” zu jenem Teil der Öffentlichkeit, der in den Strassen seine Meinung kundtut – statt nur brav vor dem Fernseher zu hocken.
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“This is a real opportunity to make good money”: Für Blogger gibt es im englischsprachigen Raum jede Menge Angebote, mit dem Schreiben ins Internet Geld zu verdienen. Einige davon sogar seriös. Eine neue Seite sammelt jetzt Bloggerjobs auf Deutsch.
Auf der Seite bloggerjobs.biz ist ordentlich was los: Diverse Netzwerke suchen nach billigen Contentlieferanten, mit Investorengeld gefütterte Startups suchen echte Online-Journalisten, journalistische Angebote brauchen Verstärkung und Hobbyblogger verkaufen ihre Seele und dienen sich der PR-Bande an.
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Das Cézanne-Bild auf YouTube, Free Internet, Paris Hilton und der Guru. Drei Beispiele, wie Medien auf PR-Kampagnen reinfallen oder, umgekehrt, wie PR-Aktionen erfolgreich in den Medien lanciert werden.
Spiegel Wissen wirbt ausversehen mit Claus Kleber - prompt berichten
Bild,
Süddeutsche und
FAZ. Ist das jetzt auch viral?
Ein YouTube-Video zeigt zwei vermummte Figuren, die ein gestohlenes Bild an die Wand hängen - die Medien berichten, dann stellt sich heraus, dass es sich um Werbung handelt. Eine Website gibt vor, sich für Free Internet einzusetzen und sammelt sogar Unterschriften - Blogs und Medien berichten, dann stellt sich heraus, dass es sich um eine Werbeaktion handelt. Eine Hotelerbin geht mit einem Schauspieler spazieren - die Medien berichten darüber, dann stellt sich heraus, dass es sich um eine Promoaktion für eine TV-Sendung handelt.
Gibt es überhaupt noch Neuigkeiten, deren Verbreitung nicht im Interesse einzelner ist? Wir erläutern die drei Beispiele genauer und ziehen ein Fazit.
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