Thema: Weltwoche

 

Alle 32 Artikel zum Thema Weltwoche auf medienlese.com:

Winkelried.Info mit Weltwoche-Beiträgen

Ronnie Grob, 18. September 2007 um 9.33 Uhr, 32 Kommentare Kommentare

Die Website winkelried.info, ein Weblog nach dem Vorbild von Politically Incorrect, hat Beiträge von Weltwoche-Redaktoren auf seiner Website. Zum Beispiel von Roger Köppel oder Urs Paul Engeler. Zumindest letzterer weiss nichts davon.

Roger Köppel WinkelriedDiese Woche erhielt ich ein lustiges Mail. Ich erhielt es vom Betreiber von winkelried.info, Richard Fluehmann. Winkelried.Info (Impressum) wird gemacht von den Konservativen Schweizer Demokraten in Zug und sieht sich als “Gegen- informationsquelle für Personen mit einem höheren Bildungsstand”.

Angefangen hat der Mailwechsel so, dass ich von ihm wissen wollte, wie es komme, dass Beiträge der Weltwoche- Redaktoren Roger Köppel, Urs Paul Engeler und Thomas Widmer auf winkelried.info zu lesen seien. Erkundigte mich, ob ein Agreement mit der Weltwoche vorliege oder ob die Autoren der Beiträge von der Website bezahlt würden. Da Herr Fluehmann medienlese.com nicht in der “Journalisten/Redakteuren-Datenbank” auffinden konnte, schickte er mir folgende fünf Fragen:

1. Schreiben Sie für Printmedien?
2. Für welchen Verlag schreiben Sie?
3. Sind Sie oder Ihr Auftraggeber in irgend einer Art politisch gebunden?
4. Können Sie uns Beispiele Ihrer Arbeiten im Internet zeigen?
5. In welchem Verhältnis stehen Sie zur Weltwoche und was beabsichtigen Sie mit diesen Informationen?

Fünf Fragen, die sogleich nach bestem Wissen und Gewissen beantwortete. Erstaunt war ich dann aber über den Inhalt des darauf folgenden Mails. Herr Fluehmann schrieb mir:

» weiterlesen

Weltwoche und SVP Unheilige Allianz gestärkt

Ronnie Grob, 4. September 2007 um 21.33 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Am 30.06.2007 fragten wir uns, ob die Weltwoche noch als unabhängiges Blatt bezeichnet werden könne, wenn der stellvertretende Chefredaktor zusammen mit einem bekannten Parteiexponenten Interviews führt.

Am 12.07.2007 konnten wir feststellen, dass Ex-Welt-Chefredaktor Roger Köppel kein Problem damit hat (auch wenn dieses Vorgehen ein Einzelfall blieb) und die Kritik daran als das Geplärre einer Dorfmusik sieht.

Heute sahen wir im Weblog infamy eine Ankündigung eines Referats von “Herrn Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche“:

Roger Köppel

Update am 05.09.2007, 9:10 Uhr, Stellungnahme von Roger Köppel.

» weiterlesen

Eine Zusammenkunft - vier Versionen

Ronnie Grob, 25. August 2007 um 14.47 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Schweizer Rapper und WOZ-Kolumnist Greis und der Weltwoche-Redaktor Peer Teuwsen treffen sich und reden etwas miteinander. Inhalte daraus erscheinen gleichentags in zwei Wochenpublikationen. Und nun auch noch auf Myspace. Das Verhältnis zwischen Medien und Politik wird derweil endlich zur Debatte.

Wir sammeln mal, was wir alles gefunden haben:

23.08.2007, WOZ: Ein Gespräch mit Peer Teuwsen

23.08.2007, Weltwoche: 14 Fragen an Greis (nur für Abonennten zugänglich)

23.08.2007, Myspace: WOZ-Kolumne August UNZENSIERT

23.08.2007, Myspace: 14 Frage an Greis in der “SVP-Woche” (”ursprüngliche Version, mit Korrekturen in Grossbuchstaben”)

Inhaltlich wurde nicht viel verschwiegen. Peer Teuwsen findet, dass das Magazin nach seinem Abgang zu einem “Lifestyle-Heftli” geworden ist und dass er seine Meinung, der Koran sei vermutlich blutrünstiger als die Bibel, nicht unbedingt abgedruckt sehen müsste. Offensichtlich ist jedenfalls, dass die Wahrnehmung eines Vorgangs oft etwas Persönliches ist.

» weiterlesen

Abo-Angebot der Weltwoche im Wandel

Ronnie Grob, 17. August 2007 um 16.17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Stil. Klasse. Substanz. Mit diesen drei Wörtern wirbt die Weltwoche dafür, im Abonnement bezogen zu werden. Die drei Titelbilder, mit denen sie ihr Produkt anpreist, wurden leicht angepasst.

Manchmal beschleicht einen als Blogger das Gefühl, ein klein wenig Einfluss zu haben auf die Welt. Schrieb ich doch am 19.04.2007 Vermutungen auf, wie die drei Covers für ein Weltwoche-Promoabo wohl zu deuten seien. Gerhard Schröder und Roger Federer nahmen damals eine Gruppe Mädchen junger hübscher Frauen in ihre Mitte. Das sah so aus und ist hier nachzulesen (auf weltwoche.ch wird es weiterhin verwendet):

weltwochepatriarchat

In der gestern erschienenen Weltwoche sehe ich nun (in einem Abo-Angebot in der Heftmitte) wieder drei Covers. Im Unterschied zur bisherigen Aktion wurden die Titel neu geordnet und einer davon ausgetauscht. Der Schere zum Opfer gefallen sind nicht etwa die auf einem Haufen sitzenden Frauen, sondern der Altkanzler:

Weltwoche Promoangebot

Gerhard Schröder wurde ersetzt mit dem Cover von Ausgabe 18/07. Dass darauf eine Frau am Steuer sitzt, muss schon fast als kleine Revolution gewertet werden, fühlten sich doch in jüngster Zeit viele Leserinnen von Heimchen-zurück-an-den-Herd-Texten angegriffen (Beispiel / Replik). Das Farbig-grau-grau-Schema wurde zu einem Grau-grau-farbig-Schema umgemodelt.

Psychologisch könnte man das so deuten:

» weiterlesen

Weltwoche ohne Werbung?

Ronnie Grob, 6. August 2007 um 11.34 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die aktuelle Weltwoche hat kaum Werbung drin. An was liegt das?

Menno, dachte ich, ist die Weltwoche diese Woche aber dünn, als ich sie Freitag aus dem Briefkasten holte. Apropos Briefkasten: Unter Berliner Briefkästen steht jeweils eine rechteckige Box, in die man all den die Printprodukte begleitenden Verbraucherinformationen gleich entsorgen kann, wenn man sich nicht dafür interessiert. Eine grossartige Lösung - es entsteht so kein von Papier übersätes Treppenhaus und niemand muss, wie in der Schweiz, Berge von unbestellten Alpha-Kadermärkten und Regionalwochenzeitungen bündeln und im Keller horten.

Aber wieso ist denn die neben der WOZ einzig verbliebene sich politischen und gesellschaftlichen Themen widmende Schweizer Wochenpublikation so dünn? Weil sie fast ohne bezahlte Verbraucherinformationen auskommt. Wir listen auf, was in der Ausgabe 31/2007 an Werbung drin ist:

» weiterlesen

Ist die Weltwoche noch unabhängig?

Ronnie Grob, 30. Juni 2007 um 16.29 Uhr, 30 Kommentare Kommentare

“Von Markus Somm und Christoph Mörgeli” heisst es in einem Interview der Weltwoche mit dem deutschen SPD-Chef Kurt Beck. Hat der Schweizer SVP-Nationalrat einen neuen Arbeitgeber? Werden da Interessen vermischt?

Christoph Mörgeli
Blick vom 27.09.2006. Bild mit freundlicher Genehmigung von blogwiese.ch

Es ist nichts neues: Christoph Mörgeli, bald 47, Konservator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich, am 06.12.1999 in den Nationalrat gewählt, seit 2000 Vizepräsident der Europäischen Totentanz-Vereinigung und seit 2001 Titularprofessor der Universität Zürich (Prof. Dr. phil.), schreibt mit Unterbrüchen schon seit Jahren für die Weltwoche :

Ende der achtziger Jahre publizierte er regelmässig in der Weltwoche, etwa: «Scheuermann – ein Rundrücken als jugendliches Schicksal» oder «Fetthals: Unschön, aber ungefährlich».

(Zitat aus der Ausgabe 28/2004, nur für Abonennten).

In den letzten Jahren beschränkte sich seine Aktivität auf eine Randspalte unter dem Namen “Konkret” oder “Mörgeli“, in der er Woche für Woche auf manchmal ätzende, manchmal witzige Weise seine politischen und gesellschaftlichen Gegner angriff. In der Ausgabe 05/07 dann durfte er sich als Theaterkritiker versuchen. Nun ja, denkt man sich. Die Weltwoche ist eine Autorenzeitschrift. Und Christoph Mörgeli ein Autor. Warum soll ein Politiker und Titularprofessor keinen guten Text über ein Theaterstück schreiben?

» weiterlesen

Die Weltwoche im Internet, Jahr 2007

Ronnie Grob, 16. Mai 2007 um 12.24 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Weltwoche Halten wir doch mal fest, was in letzten Ausgabe der Weltwoche (10.05.2007) steht. Lesen wir zuerst Seite 10, “Lektionen für eine neue Zeit“, über die Akquisitionen von Rupert Murdoch, von Ralph Pöner:

Film-, Fernseh- und Zeitungstycoon Rupert Murdoch, 76, ragt unter den grossen Medienmanagern heraus, weil er seit einigen Jahren konsequent die digitale Botschaft predigt: «Glaubt ans Internet, setzt aufs Internet, der Rest ist bald zweitrangig.»

Dann blättern wir auf Seite 25, “Selbsttötung im Verlagswesen“, über die Selbsttötungen der klassischen Zeitungen, in dem es eigentlich um Gratiszeitungen geht, aber eigentlich auch vom Internet die Rede sein könnte, von Kurt W. Zimmermann:

Hermes-Precisa, Olivetti, Remington, Underwood, Triumph-Adler, Olymipa, Erika. Kaum ein ehemaliger Schreibmaschinenproduzent hat es geschafft, sich später auf dem Computer- und Druckermarkt zu etablieren. Alle hielten allzu lange an ihrem Geschäftsmodell fest, so lange, bis es zu spät war. Die einzigen zwei, die den Übergang gut hinbekamen, waren Brother und IBM.

Das hat Parallelen zur Medienindustrie. Es ist faszinierend, im Verlagswesen diese Selbsttötung der klassischen Zeitungen zu beobachten. Denn es ist klar, dass im Gefecht der Gratistitel weder in Stockholm noch in London oder Kopenhagen die Auflagen der Tageszeitungen explodieren. Im Gegenteil, sie sinken rapid. Und es wird in diesem Wettbewerbsumfeld auch für den Blick, den Tages-Anzeiger oder die Berner Zeitung immer heikler werden, dem Schicksal von Hermes-Precisa, Olivetti, Remington, Underwood, Triumph-Adler, Olymipa und Erika zu entgehen.

Alle Industrien durchlaufen Transformationsperioden. Das galt für die Schreibmaschinenproduzenten genauso wie für die Hersteller von Dampflokomotiven, Morsegeräten und Petroleumöfen. Eine abgelaufene Wertschöpfungskette wird durch eine neue Wertschöpfungskette substituiert. Man ist dabei, oder man ist nicht dabei.

Es ist wahr, der Blick, der Tages-Anzeiger und die Berner Zeitung werden von dieser Lage zuerst bedroht sein. Aber denkt die Weltwoche , sie sei weder von gedruckten Gratistiteln noch von einer Konkurrenz aus dem Internet bedroht?

Offenbar, denn obwohl sie oft interessante Trends und Entwicklungen frühzeitig erkennt und darüber schreibt, ist sie dieser Entwicklung gegenüber erstaunlich blind. Der Relaunch der eigenen gedruckten Ausgabe liegt genau 5 Jahre zurück (08.05.2002, hier ungewohnte Schwarzweissbilder dazu). Die aktuelle Website ging erstmals im Juli 2001 online. Sie ist solide, alles funktioniert, inklusive dem Kernstück, der Aufbewahrung der Artikel aus dem Heft. Beiträge, manchmal sogar mit Bildern, können damit gespeichert werden. Im Besonderen zeichnet sie sich aus durch eine verlinkbare und zukunftssichere Permalinkstruktur.

Aber reicht das aus? Verglichen mit der Entstehung der Erde sind ein paar Jahre ja auch keine Zeit - mit der Geschwindigkeit, in der sich das Internet entwickelt, aber schon.

Wir testen mal am Beispiel weltwoche.ch ein paar Funktionen einer Medienwebsite:

» weiterlesen

Hallo Weltwoche

Ronnie Grob, 19. April 2007 um 9.58 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Ich weiss gar nicht, welche Adjektive mir in den Sinn kommen sollen, wenn ich mir euer neustes Promoangebot ansehe:

Weltwoche Patriarchat

Ich kann aber sagen, was ich auf dem Bild sehe: Zwei wichtige und mächtige Männer, die eine Gruppe unbekleideter hübscher junger Frauen ins Sandwich nehmen. Ich bin verwirrt: Sagt das jetzt etwas aus über das Gender-Bild der Weltwoche? Haben nackte Frauen überhaupt das Geld, um sich eine Weltwoche zu leisten?

Klage wegen Rassendiskriminierung gegen die Weltwoche

Ronnie Grob, 20. Januar 2007 um 17.56 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Wie die NZZ heute berichtet, hat die Surselva romontscha, ein Verein für die Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur, bekanntgegeben, nächste Woche bei der Zürcher Staatsanwaltschaft gegen die Weltwoche und ihren Autor Urs Paul Engeler Klage einzureichen.

Grund dafür ist dieser Artikel, in dem Engeler konstatiert, dass rätoromanisch nicht mehr die vierte, sondern unterdessen die zehnte Landessprache der Schweiz ist. Er attestiert den rund 35′000 diese als erste Sprache Sprechenden bzw. ihren Vertretern (0.48% der Bevölkerung) Subventionsjagd und prophezeit, die Fördergelder würden die aussterbende Sprache noch überleben.

Im Lead zum Artikel werden die Worte “räuberisch” und “erpresserisch” verwendet, was die Surselva romontscha als ein Verstoss gegen das Schweizer Antirassismusgesetz sieht.

» weiterlesen

Weltwoche-Weblogs wohin?

Ronnie Grob, 17. Januar 2007 um 18.05 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Güzin Kar, Drehbuchautorin, Kolumnistin und bestselling Buchautorin (hier und hier zurzeit No. 1), hat am 07.01.2007 ihren letzten Weblog-Eintrag auf weltwoche.ch geschrieben. Damit verliert die Schweiz die neben Kurt Aeschbacher wahrscheinlich beste bisher von den Medien gestellte Bloggerin. Wie es nun weiter geht mit den Weltwoche-Weblogs, ist unklar. Klar ist aber, dass die Weltwoche noch immer meint, in Weblogs gäbe es beschränkten Platz:

Weltwoche Weblogs Richtlinien

Nichts gegen Richtlinien in den Kommentaren, aber Argumente mit Platzproblemen halte ich erst ab tausend Kommentaren aufwärts gestattet.

 
slug blogoscoop