Thema: Welt Online

 

Alle 3 Artikel zum Thema Welt Online auf medienlese.com:

Kreditkrise:
Vom Drängen und gedrängt werden

Ole Reißmann, 11. Oktober 2008 um 19.19 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Kredit wurden der amerikanischen Mittelschicht nicht bloß aufgedrängt – sie gierte förmlich danach. Anlässlich des Deutschen Soziologenkongresses, der gestern in Jena zu Ende ging, hat Heinz Bude eine interessante These vertreten – über die Welt Online berichtet. Weil viele Amerikaner eine gute Ausbildung wollen, müssen sie in teure Wohngegenden ziehen und nehmen Kredite auf, berichtet Welt Online. Weiter heißt es:

Denn nur in jenen Gegenden seien die Schulen so, dass auch die Kinder dieser Leute noch die Chance auf ein Leben nach Art ihrer Eltern haben. Weil der öffentliche Sektor in den USA für die Weitergabe des Mittelschichtstatus wenig leistet, mussten die Leute es auf eigene Faust auf den Immobilien- und somit Kreditmärkten versuchen. So produzierte die Deregulierung der amerikanischen Gesellschaft Ausweichstrategien: Was der Staat nicht gab, sollten die Finanzmärkte liefern. Die es dann ebenfalls nicht hergaben.

Also schreibt Welt Online über den Artikel: “Soziologen: Wie die Mittelschicht die Krise ausgelöst hat” und provoziert mit dieser Überschrift wütende Reaktionen. Schon wird “Abbitte” bei den Bankstern geleistet und sich bei den Soziologen beschwert.

Dabei könnte die Überschrift auch heißen: “Soziologen: Wie die Mittelschicht in die Krise gedrängt wurde” – was natürlich nicht ganz so sexy gewesen wäre. Sachlich falsch ist die von Welt Online gewählte Version keinesfalls. Allerdings wäre die Fassung “Soziologen: Wie die Regierung die Krise verursacht hat” nach der These von Bude noch viel besser.

6 vor 9

Ronnie Grob, 24. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

“Wir verzerren den Wettbewerb nicht”
(meedia.de, Alexander Becker)
Robert Bosch, Mitglied der “Welt”-Verlagsgeschäftsführung, sagt zum Gerücht, dass Welt Online spezialisierte Suchmaschinen-Optimierer angestellt habe: “Das ist schlichtweg falsch und ein sehr dummes Gerücht.” Stattdessen läuft es so: “Unsere Redakteure haben den Ehrgeiz, besonders gut auffindbare Artikel zu schreiben.”

Funktionärsgrößenwahn ersten Ranges
(direkter-freistoss.de, Oliver Fritsch)
“Ich fühle mich beraubt, missverstanden, verunglimpft. Das Video-Portal für Amateurfußballer hartplatzhelden.de, das ich vor rund zwei Jahren mit meinen zwei Freunden Steffen Wenzel und Thomas Ramge ins Leben gerufen habe, steht vor dem Aus, weil ein Fußballverband aus Württemberg (WFV) seine ‘Vermarktungsrechte’ verletzt sieht, sich nicht zu schade ist, auf Unterlassung zu klagen und tatsächlich einen Richter gefunden hat, der dieser Auffassung entspricht.”

Verblöden wir?
(sueddeutsche.de, Alex Rühle)
“Warum so hektisch? Machen uns Reizüberflutung und Internet dumm? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten, denn da sind so viele Mails und Anrufe und Bilder zum Durchklicken …”

Politiker, Journalisten und Wähler in der Authentizitätsfalle
(telepolis.de, Olaf Hoffjann)
“Journalisten sind Tag für Tag Zuschauer bei vielen Aufführungen. Bei Pressekonferenzen, Parlamentsdebatten, Staatsempfängen genauso wie bei Hauptversammlungen spielen Politiker den Politiker und Manager den Manager. Je professioneller all dies durchgeplant und inszeniert ist, desto mehr fühlen sich viele Journalisten instrumentalisiert.”

Der Schweizer Geheimdienst sammelt wieder
(woz.ch, Daniel Ryser)
“Die WOZ-Autoren Monnerat, Stutz und Ryser wurden vom Geheimdienst wegen ihrer journalistischen Tätigkeit fichiert. Ebenso fichiert, dies wegen politischer Tätigkeit: WOZ-Redaktor Gautier und der Grüne Zürcher Gemeinderat Glättli. Wie viele neue Fichen hat der Dienst für Analyse und Prävention gesammelt?”

Wie verletze ich richtig?
(weltwoche.ch, Kurt W. Zimmermann)
“Die Verletzung der Privatsphäre ist eine Königsdisziplin des Journalismus. Eine kleine Gebrauchsanleitung.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Onlineportale:
Wer hat die Längste?

Ole Reißmann, 15. Februar 2008 um 11.20 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Höher, schneller, weiter: Wir haben Nachrichtenseiten zum Größenvergleich antreten lassen. Zeit Online, Welt Online und derWesten führen das Feld an, die taz-Seite wird locker um 1,5 Längen geschlagen.

Wer hat die Längste?

Man könnte Worte verlieren über das neue Layout der Netzeitung, die einen auf Süddeutsche macht – so wie derWesten, der sich visuell recht deutlich an Spiegel Online orientiert. Stattdessen haben wir uns angesehen, welche Online-Redaktion den Lesern besonders viel mitteilen möchte.

“Immer feste druff” scheint das Credo einiger Redaktionen zu sein, wenn man den Lesern nur ordentlich Links anbietet, wird er schon etwas Interessantes finden. Wer hat also die längste Seite? Hier das Ergebnis:

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