Alle 20 Artikel zum Thema Tamedia auf medienlese.com:
Tamedia hat der Schweizer Post angeblich die Suchmaschine search.ch abgekauft – für deutlich mehr als sieben Millionen Schweizer Franken. Das wurde heute auf dem BlogCamp Switzerland bekannt.
Achtung: Unsere Informationen haben sich bedauerlicherweise vorerst als falsch herausgestellt. Wir bitten um Nachsicht. Update 2: Es stimmte doch und wurde am 2. Oktober offiziell.
Eine entsprechende Mitteilung von Tamedia wird noch heute erwartet. Neben Google ist search.ch die wichtigste Suchmaschine der Schweiz. Das Portal bietet neben einer auf Schweizer Seiten beschränkten Internetsuche ein Telefonbuch, Wetterinformationen, Nachrichten, Immobilienanzeigen und einen Kartendienst an.
Tamedia soll nach Informationen aus Branchenkreisen deutlich mehr als sieben Millionen Schweizer Franken bezahlt haben. Für diese Summe hatte die Schweizerische Post search.ch vor drei Jahren gekauft.
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Vor gut einer Woche ging das «Newsnetz» an den Start, ein neues Mantelkonstrukt hinter den Websites von Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung. Wir testen Konzept und Umsetzung.
Wie die Zukunft der Zeitung aussieht, wird im Wochentakt diskutiert; die stets pointiert vorgetragenen Meinungen reichen je nach Interessenlage von: «Zeitungen auf Papier werden ganz verschwinden» bis zum eigentlich bereits widerlegten: «Es wird sich nichts ändern». Wie sieht aber die Zukunft der News-Websites aus, die meist aus denselben Häusern stammen? Einerseits informieren sich immer mehr Leser im Web, andererseits lassen die Werbeeinnahmen dort noch auf sich warten, was die Branche zunehmend nervös werden lässt.
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Schon mal auf tagesanzeiger.ch verlinkt, ohne “vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia” eingeholt zu haben? Vorsicht, das verstösst gegen die Anwendungsbestimmungen.
Wie weit weg Anwälte vom Alltag im Internet sind, beweisen die Anwendungsbestimmungen auf der brandneuen Seite des Tages-Anzeigers. Darin steht, man kann und will es kaum glauben:
Zudem ist für Links, die von einer fremden Website auf die TA-Website führen, stets vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia einzuholen.
Ja, geht’s denn noch gut? Wohin ich auf meiner Website linke, geht doch Tamedia nichts an. Doch nicht genug. Die weltfremden Bestimmungen regulieren auch, wer es überhaupt wagen darf, das Angebot zu nutzen: » weiterlesen
Sechs regionale Medienhäuser tun sich zusammen und bieten dem Newsnetz die Stirn: Im Oktober soll das gemeinsame Portal news1.ch starten. Plötzlich steht die NZZ alleine da …
Der Weg zu news1.ch ist kein kurzer. Obwohl die Software zum Nachrichtenportal der “führenden Regionalverleger” schon im November 2007 sozusagen pfannenfertig in der Schublade lag und es im Frühling 2008 hätte gestartet werden sollen, wurde es erst jetzt offiziell angekündigt – für den Oktober.
Mitmachen werden:
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Die in Tokio ansässige Agentur Information Architects eröffnen eine Niederlassung in Zürich – und arbeiten an Tamedias “Newsnetz”. Interview mit Chefarchitekt Oliver Reichenstein.
Information Architects, kurz iA, ist eine Agentur in Tokio, die nun eine Niederlassung in Zürich eröffnet. Bereits produziert für den Schweizer Medienmarkt hat sie die Websites des Magazins, dasmagazin.ch und des Musikblogs 78s.ch. Nun wird sie sich für das Design des mit Spannung erwarteten “Newsnetz” verantwortlich zeigen.
Wir fragen Oliver Reichenstein, die treibende Kraft hinter der jungen Agentur, was es mit der Expansion auf sich hat.
Warum kommt Information Architects nun auch in die Schweiz?
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Mehr Ausrufezeichen, Ringier loves Tamedia, 8-Jähriger abgemahnt.
Studierende der International School of Management (ISM) liessen 500 Blogtexte gegen 500 journalistische Kommentare antreten: “Im Rahmen der Studie wertete das Team Blogs aus, die im Ranking der Deutschen Blogcharts von Oktober 2007 Spitzenplätze belegten. Verglichen wurden sie mit Kommentaren aus zehn deutschsprachigen Leitmedien.” Festgestellt wurde, dass sich in Blogtexten mehr englische Begriffe und mehr Ausrufezeichen finden. Auch das Wort “ich” ist überproportional vertreten. Fazit: “Die Unterschiede in der sprachlichen Gestaltung sind fundamental.”
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Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)
Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.
Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.
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Ärgernis, Zeitvergeudung, Schrottplatz: Vor genau zehn Jahren schimpfte das Nachrichtenmagazin Facts über das Internet. Wir sehen uns an, was seitdem passiert ist und sprechen mit Peter Hossli, dem Autor der Internet-Schmähschrift.

Facts 1998: «Wahn in der Datenbahn», Artikel bei Hossli.com, Bilder aus dem Heft mit freundlicher Genehmigung von Tamedia auf medienlese.com
«Das Internet ist ein Ärgernis. Wer etwas sucht, ertrinkt im Datenmeer. Das Netz vergeudet die Zeit der Surfer sinnlos. Ohne technisches Fachwissen schafft niemand den Anschluss. Geld ist im World Wide Web nicht zu machen. Das globale Dorf ist in Wahrheit ein titanischer Schrottplatz.» Sechs Thesen von Peter Hossli, erschienen als Einstieg in einen Artikel des Schweizer Nachrichtenmagazin Facts im Februar 1998. Überschrift: «Wahn in der Datenbahn.»
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Grad eben hat Tamedia dem Schweizer Nachrichtenmagazin “Facts” den Stecker rausgezogen, da kündigt Geschäftsleiter Martin Kall eine neue Zeitung seines Verlags an, “noch in diesem Jahr.”
Nachdem er der “NZZ am Sonntag” im Interview diesen Happen hingeworfen hat, stellt er dann aber auf stur:
“Ein neues Gratisblatt?”
“Es ist zu früh für weitere Auskünfte.”
Ach so. Aber nicht zu früh, mal alle zum Spekulieren zu bringen. Gut gemacht, Herr Kall!
Mit einem TV-Sender und einer grossen Gratiszeitung ist diese Rechnung schon mal aufgegangen: Konkurrenzprodukt ankündigen, bis die andern vor Angst klein beigeben (Beim TV-Sender hat das etwas länger gedauert als bei der Gratiszeitung, für welche eine grosse Redaktion eine Nullnummer basteln durfte und dann, nachdem der Konkurrent in die Knie gezwungen wurde, noch vor dem ersten Druckgang aufgelöst wurde).
Auf wen hat man es denn diesmal abgesehen?
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Nach der Schliessung von Facts gibt es in der Schweiz noch nicht einmal mehr ein Produkt mit dem Potential, den Bedarf nach qualitativ hochwertigem Hintergrund-Journalismus zu decken. Vielleicht ist der Markt dafür wirklich zu klein. Dagegen spricht die offensichtliche Lust der Deutschen Verleger, sich den reich garnierten Inseratekuchen einzuverleiben.

Im Augenblick ist der grosse Gewinner in der helvetischen Medienlandschaft der Ex-Tamedia-Journalist Roger Köppel mit der auf strengen Rechtskurs getrimmten “Weltwoche” - und das, nachdem den Facts-Mitarbeitern jahrelang gesagt worden war, dass sich alles ändern werde, wenn nur eines der Wochenblätter den Kampf um die Leser aufgebe - was mit Ringiers Entscheid zur Schliessung von Cash vor rund drei Wochen passiert ist.
Das ist doppelt ironisch, indem ausgerechnet Köppels Blatt, das ständig den freien Markt predigt, von den “wirtschaftlichen Zwängen” Ringiers oder dem “Shareholder-Value” einer Tamedia weitgehend befreit ist - stehen hinter ihm doch Financiers, denen mehr an einem politischen Sprachrohr als an einem blühenden Verlagshaus liegt.
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