Thema: Süddeutsche Zeitung

 

Alle 8 Artikel zum Thema Süddeutsche Zeitung auf medienlese.com:

6 vor 9:
Hochparterre, Sat.1, Harry Rowohlt

Ronnie Grob, 18. November 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Journalistenrudel auf Hetzjagd”
(bundblog.espace.ch, Artur Vogel)
Bund-Chefredakteur Artur Vogel nimmt die vom Bundesrat angestossene Debatte über die angebliche Hetze von schweizer Medien auf und studiert die Studie des Soziologieprofessors Kurt Imhof. Er kontert die Anklage mit drei Gegenargumenten und beklagt die fehlende Rücktrittskultur in der Schweiz.

2. “‘Auf keinen Fall auf Ratschläge von Businessleuten hören’”
(nzz.ch, ak.)
Interview zum 20. Geburtstag der Architekturzeitschrift Hochparterre. Verwaltungsratspräsident Benedikt Loderer erklärt, warum es die Zeitschrift immer noch gibt: “Zuerst einmal muss man ziemlich arbeiten – und auf keinen Fall auf Ratschläge von Businessleuten hören. Man muss an sein eigenes Projekt glauben und das durchziehen.”

3. “Sat. 1 - Sender ohne Profil”
(faz.net, Peer Schader)
“Sat. 1 zieht von der Hauptstadt nach München und muss gravierende Einsparungen vornehmen. Eine Gefahr für die Programmqualität? Eigentlich nicht, denn schon seit langem gleicht das Programm des Senders einer Recyclingstation des Immergleichen.”

4. Harry Rowohlt im Interview
(fr-online.de, Tilmann P. Gangloff)
Harry Rowohlt freut sich, dass Gert Scobel die Kulturzeit auf 3sat nicht mehr moderiert: “Ach wissen Sie, früher habe ich immer ‘Arschloch’ geschrieen, wenn Joschka Fischer auftauchte. Jetzt ist er aus den Medien verschwunden, deshalb muss Gert Scobel herhalten. Aber manche Moderatorinnen sind noch schlimmer, ich frage mich wirklich, wer diese Mäuschen aussucht; jede Backwarenfachverkäuferin hat mehr Kompetenz.”

5. “Klar muss dabei sein: Der Stellenabbau ist unvermeidlich”
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
Thomas Knüwer publiziert ein internes Mail aus der Redaktion der Süddeutschen Zeitung. Ein Ressortleiter wendet sich darin an seine Mitarbeiter.

6. “Über die befreiende Kraft des Onlinejournalismus”
(wissenswerte.wordpress.com, mscheloske)
“Der Onlinejournalismus gilt vielerorts (noch) als minderwertig. Es gibt Journalisten, die es sich inzwischen angewöhnt haben, in jedem zweiten Satz die Bemerkung einzustreuen, daß sie selbst ja Print(!)-Journalisten seien. Gar so, als ob es sich beim Präfix ‘Online-’ um etwas Ansteckendes handele.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Wochenrückblick:
Sparpläne, Kriegsende, Affenfleisch

Ole Reißmann, 16. November 2008 um 13.35 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Eine Zeitung mit Nachrichten, zu schön um wahr zu sein, ein 10.000-Euro-Gerücht und Probleme mit der eigenen Geschichte in unserem Rückblick auf die 46. Kalenderwoche.


Auflage 1,2 Millionen, 14 Seiten, rund tausend Freiwillige Helfer: Diese nachgemachte Ausgabe der New York Times berichtet rein fiktiv aus der Zukunft. Aktivisten wollen mit der Utopie einer besseren Welt Barack Obama an seine Wahlversprechen erinnern. Verteilt wurde die Zeitung in New York und anderen Metropolen der USA. Die Meldungen: Krieg vorbei, Bush angeklagt – Parodie gelungen.

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6 vor 9:
Süddeutsche, Valleywag, Franz Gans

Ronnie Grob, 14. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Süddeutsche Zeitung vor einschneidender Sparrunde”
(carta.info, Robin Meyer-Lucht)
“Nach Informationen von CARTA wird der Süddeutsche Verlag ein Sparprogramm im klar zweistelligen Prozentbereich auflegen müssen. Diese Information wurde uns von unterschiedlichen Quellen bestätigt. Es ist eine der weitreichendsten Sparrunden in der Verlagsgeschichte. Die Sparziele seien so weitgehend, dass auch die Redaktion nicht verschont bleiben könne.”

2. “Blog nach Gutsherrenart”
(spiegel.de, Frank Patalong)
“Die Kommerzialisierung von Blogs ist in den USA weit fortgeschritten. Mitunter leitet das eine Mutation zum klassischen Medienunternehmen ein, wie das Beispiel Valleywag zeigt: Der Betreiber nutzte die aktuelle Krise, dem Skandal-Blog den Saft abzudrehen.”

3. “Der Niggemeier-Effekt?”
(blockf1.de)
Der Journalist Stefan Niggemeier ist noch immer Nummer 1 des Klick-Votings der 100 wichtigsten Deutschen. Vanityfair.de hat es eingebracht, was es sollte, eine Steigerung der Nutzer-Klicks: “Die Seitenabrufzahlen von vanityfair.de haben sich im August im Vergleich zum Vormonat um 61% gesteigert, während die Zahl der Visits leicht gesunken ist.”

4. “Kollektive Amnesie”
(bundblog.espace.ch, Nick Lüthi)
Zum schweizer Radio- und Fernsehgesetz: “Das ganze Gezerre und Gezeter um die begehrten Sendelizenzen für den privaten Rundfunk gibt es nur deshalb, weil das Parlament den ursprünglich liberalen Gesetzesentwurf in ein überreguliertes Flickwerk verkehrt hat. Ein Flickwerk immerhin, das einer gewissen inneren Logik nicht entbehrt und dessen Spielregeln nun durchgesetzt werden, mit allen unangenehmen Konsequenzen, die sie für einzelne Unternehmen nach sich ziehen.”

5. “Karikaturen-Streit aufgewärmt”
(zeit.de, Franziska Günther)
“Neue islamkritische Zeichnungen in Dänemark erinnern an die weltweiten Proteste vor zwei Jahren. Doch dieses Mal reagieren die Muslime eher gelangweilt.”

6. “Franz Gans ist 70!”
(planethop.blogspot.com, Ivo Bozic)
Ein Beitrag über deutsche Politik, der nicht leicht zu beschreiben ist. Darum lass ich es doch einfach - Links sind zum Klicken da.

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6 vor 9

Ronnie Grob, 21. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Wann kommt die Bankrott-Erklärung der Vierten Gewalt?”
(heise.de/tp, Susanne Härpfer)
“Große, namhafte Verlagshäuser zahlen € 50 für Artikel und schämen sich nicht. Hätten wir eine Stechuhr, könnten wir ausrechnen, dass die Reinigungskräfte in diesen Häusern mehr verdienen, als diejenigen, die Gesetze analysieren oder öffentlich machen, wie Unternehmen Politiker und Bürger belügen und immer neue Millionen vom Steuerzahler fordern.”

2. “SZ-Abo gekündigt”
(ankegroener.de)
“Vielleicht ist das ein Werberproblem, aber ich nehme beide Publikationen (Print und Online) als eins wahr. Und wenn die Onlineausgabe grottig ist, habe ich ein Problem damit, die Printausgabe noch ernst zu nehmen. Ich habe mein SZ-Abo gekündigt, weil ich sueddeutsche.de unter aller Würde finde. Und ich weiß nicht, warum eine so gute Zeitung wie die SZ es nicht schafft, ein entsprechendes Onlineangebot hinzukriegen.”

3. “Realität, die nicht verschwindet”
(sueddeutsche.de, Thomas Schuler)
“Früher hat man Amateurjournalisten belächelt. Doch das Internet verleiht den Laien mehr Möglichkeiten und größeren Einfluss.”

4. “Krisenticker im Test, diesmal: Spiegel-Online”
(planethop.blogspot.com, Ivo Bozic)
Jungle World-Journalist Ivo Bozic testet Ticker.

5. “Kässpätzle ohne Käse”
(fr-online.de, Gabriele Renz)
“Gabriele Grosse ist die Vorzeigearme im TV.”

6. “Größtmögliche Pressefreiheit”
(abendzeitung.de, sb, jos)
“Manager Hoeneß droht Mitarbeiter von fcb.tv mit Entlassung – weil der junge Reporter zu fragen gewagt hatte, ob der Bayern-Dusel zurück sei.”

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6 vor 9

Ronnie Grob, 30. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Internet-Quiz: Coole Namen
(sueddeutsche.de)
Der Onlineauftritt der Qualitätszeitung Süddeutsche Zeitung erinnert mit einem Quiz an Anrufspiele auf Privatsendern. Es wird Zeitdruck aufgebaut und man erhält eine undurchschaubare Anzahl von Punkten. Mein Lösungsversuch mit 7 richtig beantworteten Fragen erntete 3.800.082 Punkte. Um zu erfahren, was es mit diesen Punkten auf sich hat und ob ich damit etwas gewinnen könnte, muss ich oft klicken. Sehr oft.

Bloggen als politische Tätigkeit
(blog.metaroll.de, Benedikt)
“Blogs sind zur Zeit eine der wichtigsten subpolitischen Arenen, auf denen die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verhandelt werden. Dies erkennt man negativ gewendet in den Horrorgeschichten um Identitätsklau oder onlineverursachte Karrierebrüche und positiv gewendet an den vielen neuen Tätigkeitsfeldern, die sich mit dieser Grenze in ihrer digitalen Ausprägung befassen, wie zum Beispiel dem Reputationsmanagement.”

“Republikaner haben ein Problem mit dem Internet”
(derstandard.at, Florian Niederndorfer)
Tobias Moorstedt (mehr hier) mag das Internet immer noch nicht und glaubt, dort bestehe eine besondere Gefahr, sich selektiv zu informieren: “Es ist sehr einfach, sich im Internet eine Medienumwelt aufzubauen, wo man mit keinen Informationen konfrontiert wird, die man nicht hören will. Informationen, die man nicht hören will, kann man im Internet einfach wegfiltern.”

Partizipieren ist Zeitgeist
(mediatrend.ch, Simon Künzler und Andrea Iltgen)
“Wie Web 2.0 genutzt wird, wie es den Medienkonsum verändert - oder eben nicht - und was daraus für (die klassischen Medien) für Lehren zu ziehen sind.”

Ruf! Nicht! An!
(tagesschau.de, Jens Borchers)
“Justizministerin Zypries stellt heute im Bundeskabinett ihren Gesetzentwurf gegen unerwünschte Telefonwerbung vor. In den USA ist Telefonmarketing mindestens so verbreitet wie in Deutschland. Seit fünf Jahren gibt es ein wirksames Mittel dagegen: die ‘Ruf-nicht-an-Liste’.”

Die illustre Raucherwand
(faz.net, Jochen Hieber)
“Seit Mitte der siebziger Jahre darf hierzulande auch im Fernsehen nicht mehr für Tabakwaren geworben werden, der Aufdruck aus Zigarettenschachteln, dass Rauchen die Gesundheit gefährde, ist nun auch schon gut zwei Jahrzehnte alt. Bis vor etwa eineinhalb Jahrzehnten hatten solche Kampagnen im Sinn der Gesundheitsmoral aber kaum Auswirkungen auf die Praxis des Fernsehens.”

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Süddeutsche Zeitung:
Bunt bedruckter Baum aus München

Wolf-Dieter Roth, 12. Februar 2008 um 11.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Süddeutsche macht Schlagzeilen. Dummerweise des Öfteren in anderen Zeitungen statt der eigenen. Und sie gilt seit der Einführung des nächtlichen Ladenschlusses im Online-Forum als rückständig. Zu Unrecht, meint medienlese.com nach einer Woche Offline-Reading.

SZ
Im Gegensatz zur Boulevardpresse keine Titten als Aufmacher

“Du liest die Süddeutsche? Bist Du etwa so ein Linker?” Das bekam man in Bayern jahrelang zu hören - was nicht CSU-nah war und keine Hofberichterstattung machte, mußte links sein und war eines echten Bayern unwürdig.

Das hielt mich jedoch vom Lesen nicht ab. Stattdessen war der Zeitaufwand ein Problem: Wer nicht von Beruf Sohn oder Rentner oder als Pendler täglich über eine Stunde in leeren Zügen unterwegs ist und da nicht schon dienstlich lesen muß, schafft es schlichweg nicht, diese Masse an täglichen Informationen abzuarbeiten.

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Ulrich Tilgner verlässt das ZDF:
Eingriffe und Bündnisrücksichten

Ronnie Grob, 29. Januar 2008 um 13.10 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Wer in den letzten Jahren politische Nachrichtensendungen geguckt hat, kennt ihn: Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent und bis anhin Leiter des ZDF-Büros in Teheran. Nun aber will er nur noch für das Schweizer Fernsehen berichten, da er sich in Deutschland in seiner Arbeit zunehmend eingeschränkt fühlt.

Das von den Nachrichtenagenturen aufgenommene Interview (1. Teil zum Irak / 2. Teil zum ZDF) führte das Migros-Magazin. Was einigermassen überraschend ist, denn das Migros-Magazin ist eine in Grossauflage verteilte Gratiszeitung eines Lebensmittelhändlers wie Lidl oder Aldi. Was aber zeigt, dass interessante Inhalte nicht von einer Marke abhängig sind. Sie können überall zu finden sein.

Erschreckend ist vor allem Tilgners Begründung, warum er seine Zusammenarbeit mit dem ZDF nicht verlängern möchte:
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Süddeutscher Verlag verkauft:
Gelungene Überraschung zu Weihnachten?

Wolf-Dieter Roth, 25. Dezember 2007 um 9.27 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Noch schnell vor Weihnachten wurde bekannt gegeben, dass der Süddeutsche Verlag nun doch erfolgreich verkauft wurde. Aber nur mehrheitlich, denn 18,75 Prozent der Anteile bleiben bei einem der Alteigentümer. Kehrt nun endlich Ruhe ein - oder geht es jetzt erst richtig los?

Als ich vor einigen Jahren bei einem Objekt des Süddeutschen Verlags anheuerte, dachte ich “endlich mal was Solides”. Endlich mal einen guten Job machen können und nicht ständig darum zittern müssen, ob Objekt oder Verlag das nächste Jahr überleben. Weit gefehlt!

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