Thema: Springer

 

Alle 9 Artikel zum Thema Springer auf medienlese.com:

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Ronnie Grob, 30. September 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Die EU kauft Berichterstattung ein”
(faz.net, Hajo Friedrich und Martin Wittmann)
“Man staunt und glaubt es kaum: Die EU zahlt für genehme Berichte. Propaganda sei das nicht, heißt es in Brüssel auf die Frage nach der seit Jahren geübten Praxis. Doch was ist es dann?”

2. “Springers Abschiebebahnhof”
(taz.de, Günter Herkel)
“Mit der Beilage ‘Gesund’ legt die 2007 gestartete Entwicklungs- und Serviceredaktion von Springer einen seltenen Tätigkeitsnachweis vor. Vom ‘Totenschiff’ ist die Rede.”

3. “Google-PageRank: F.A.Z. und Süddeutsche legen zu”
(faz-community.faz.net/blogs/netzkonom, Holger Schmidt)
“Google hat den PageRank abermals aktualisiert. Wie Sistrix schreibt, ist der PageRank vieler Seiten gestiegen. Unter den Medienseiten haben FAZ.NET und Sueddeutsche.de ihren Wert von 7 auf 8 erhöht; die Werte der anderen Seiten, die in der Grafik aufgeführt sind, sind gleich geblieben. Der Maximalwert beträgt 10.”

4. “Uri Geller sucht Außerirdische. Auf dem Jupiter.”
(medienrauschen.de, Thomas Gigold)
Radiowellen sind ziemlich schnell, sie “bewegen sich im Vakuum mit 299.792,5 Kilometer pro Sekunde fort”. Aber so schnell, als dass Uri Geller in einer bald auf Pro7 zu sehenden Sendung Kontakt mit dem Jupiter aufnehmen könnte, sind sie auch wieder nicht.

5. “Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun”
(main-rheiner.de, Janina Plato)
David Witzthum, Moderator und Chefredakteur im Ersten Israelischen Fernsehen, erklärt bei einem Vortrag seinen Arbeitsalltag: “‘Von 7 bis 19 Uhr sitze ich in der Redaktion in Jerusalem, die Kopfhörer griffbereit und warte darauf, dass ein Anschlag passiert.’ Ist es soweit, eilt er, genauso wie seine Kollegen der zahlreichen Privatsender, in das Aufnahmestudio und setzt sich vollkommen unwissend vor die Kamera.”

6. “Die Verbravung der Schweizer Journalisten”
(stoehlker.ch/weblog, Fred David (Kommentar))
“Wer sich als Journalist nicht artig verhält, erhält keine Informationen mehr, keine Interviews, er wird aus sogenannten Hintergrundzirkeln ausgeladen etc. Die Verbravung der Schweizer Journalisten ist schon sehr weit fortgeschritten. Affären wie etwa der Fall Nef kommen nur ans Licht, wenn Interessengruppen wollen, dass sie ans Licht kommen. Das ist eher selten. Meistens wollen Interessengruppen, dass etwas nicht ans Licht kommt. Und dann kommt es nicht ans Licht, wenn das pressure potential gross genug ist.”

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6 vor 9

Ronnie Grob, 12. September 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Springer wagt Tabubruch”
(ftd.de, Jennifer Lachman und Ulf Brychcy)
“Das wird die Zeitungsbranche erschüttern: Ausgerechnet Springer wirft in Berlin ein Gratisblättchen auf dem Markt. Dabei hatte sich der Konzern stets am stärksten gegen solche Publikationen gewehrt. Und Kooperationspartner ist auch noch die Post.”

2. “Polizistenmord Heilbronn: heiße Spur ganz kalt”
(badische-zeitung.de)
“Bild prescht vor und alle schreiben ab: Spiegel, dpa und dutzende Medien meldeten die angeblich heiße Spur zur Heilbronner Polizistenmörderin. Dabei ist das Ganze nur ein Lehrstück darüber, wie aus reiner Polizeiroutine eine Schlagzeile wird.”

3. “Wie leicht Film Wirklichkeit wird”
(freitag.de, Matthias Dell)
“Der Spiegel macht mit seiner Titelgeschichte der Einfühlung Marketing für Eichingers neuen Erfolgsfilm.”

4. “Aus dem Wertekanon”
(jungewelt.de, Volker Bräutigam)
“Weil ihre Beiträge nicht in die Anti-China-Berichterstattung paßten, wird eine Redakteurin der Deutschen Welle kaltgestellt.”

5. Jonathan Landman von der New York Times im Interview
(sueddeutsche.de, Stephan Weichert und Alexander Matschke)
“Beiträge von Amateuren sind nicht zu unterschätzen. Sie können sich Amateurfotos auf der Online-Plattform flickr ansehen, Texte von Amateuren in der Huffington Post lesen und so weiter. Und ein kleiner Teil davon ist gut, ein großer sehr schlecht. Die Trefferquote bei professionellen Journalisten ist naturgemäß höher, weil sie dafür entlohnt werden. Das ist bei Amateuren anders, was aber nicht heißt, dass sie nichts beitragen können.”

6. “Bang Bang Berlin” in der Video-Rezension
(achtmilliarden.wordpress.com, Oskar Piegsa, Video, 3:53 Minuten)
Oskar Piegsa testet die Zeitschrift “Bang Bang Berlin“. Fazit: “Sieht gut aus”, “Textqualität mittel”, “Aber: zukunftsweisend?”

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Springer-Verlag:
Komplette Umstellung auf Apple

Ronnie Grob, 4. Juli 2008 um 13.12 Uhr, 24 Kommentare Kommentare

Die Axel Springer AG schliesst sich der digitalen Bohème an und verwendet per sofort nur noch Apple-Geräte. Springer wird somit nach eigenen Angaben zum grössten Apple-Firmenkunden in Europa und zum zweitgrössten nach Google weltweit.

Wie der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags (Bild, Welt), Mathias Döpfner, verkündet, hat die “sehr grundlegende IT-Entscheidung”, alle Desktops, Laptops und mobilen Geräte der Axel Springer AG per sofort auf solche der Firma Apple umzustellen, mit verschiedenen Punkten zu tun. Döpfners Video-Ansprache an alle Mitarbeiter:

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Stuckrad-Barre auf dem Boulevard:
Benjamins Blümchen

Klaus Jarchow, 23. Juni 2008 um 11.29 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Endlich schreiben für die Springer-Presse: Benjamin von Stuckrad-Barre, Nannen-Preis gekührter Popliterat, wendet sich angeekelt von der taz ab und arbeitet lieber für B.Z. und Welt.

Symbolbild mit Elephant: Das ist nicht Stuckrad-Barre (Bild Keystone/Michael Sohn)Seit dem Beginn des Jahres leistet sich der Springer-Verlag einen leibhaftigen Großschriftsteller für die wachsenden medialen Hauptstadtansprüche: Den Ahnvater der deutschen Pop-Literatur, Benjamin von Stuckrad-Barre. Die Erwartungen sind beiderseits höchst hochgestimmt:

“DIE WELT freut sich außerordentlich, Benjamin von Stuckrad-Barre als Autor gewonnen zu haben. Er gehört zu einer ganz seltenen, vielleicht auch selten gewordenen Spezies: Er ist ein Flaneur im alten Sinne, doch ohne jede Blasiertheit. Ein Flaneur mit Sinn für die Sensationen des modernen Alltags. Er beobachtet genau, hat einen wunderbaren Sinn für die Aktualität des Entlegenen und die Geschichte hinter der Geschichte”, so Thomas Schmid, Chefredakteur DIE WELT.”

Ein ‘Flaneur im alten Sinne’, dieses Kulturzitat zielt für jeden halbwegs Kundigen natürlich auf Theodor Fontane, auf das Urbild des Flaneurs und Berliner Pflastertreters. So jemanden also hätten jetzt B.Z. und Welt gefunden? - Alle Achtung, bzw. Donnerwetter! Aber trotzdem, “man wandelt nicht ungestraft unter Palmen” (Fontane), unserem Benjamin stieg wohl der würzige Weihrauchduft zu Kopf, was ihm in Cicero zu einigen wüsten Ausfällen gegen ehemalige Arbeitgeber unnötigerweise nötigte:

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Herbert Kremp:
Verschwörung, Verschwörung!

Klaus Jarchow, 20. Juni 2008 um 11.02 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Fiese Kommunisten bedrohen unseren Rechtsstaat! Kein Zitat aus der aktuellen Spiegel-Geschichtsstunde, sondern die längst überholte Meinung ewig kalter Krieger.

Oskar Lafontaine (Bild Keystone/Fritz Reiss)Einem alten Zirkuspony, heißt es, bringt man keine neuen Tricks mehr bei. So ähnlich ist es auch mit dem ehemaligen Welt-Chef und Springer-Intimus Herbert Kremp, dessen Artikel zum 17. Juni ein schönes Beispiel dafür bildet, wie unangemessen die Weltsicht des Kalten Kriegers in Zeiten der neuen Weltordnung geworden ist.

Herbert Kremp, Jahrgang 1928, kam über die Rheinische Post zu Springer, wo er als Welt-Chef höchste Weihen genoss. Noch immer ist er ein meinungsfreudiger Schreiber, der weiß, wie sich Worte zu Sätzen fügen, der auch zu recht etliche Journalistenpreise erhielt, dessen Argumente aber zunehmend hohl tönen, wie eine Stimme aus einer anderen Welt. So teilt er die politische Landschaft noch immer in böse Sozialisten und gute Demokraten. Das wiederum klingt im Hier und Jetzt, wo wir eher entlang von Djihad, von Klimafolgen oder wahlweise auch Neoliberalismus die Differenzen ziehen, ein wenig nach ‘Historismus‘. Das gilt auch für jenen großen Artikel, den Herbert Kremp in der Berliner Morgenpost aus Anlass des 17. Juni schrieb. Sein Thema: Die Lafontaine’sche Weltverschwörung, die uns am Horizonte mit neu-alter Ungemach sozialistisch dräut:

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Ole Reißmann, 21. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Fußball-Mobiliserung in Schweizer Medien
(Eurospuk 08, Ballerina)
“Was machen eigentlich die grossen Schweizer Medienportale in Sachen Euro? Wenig bis gar nix, viel PR und weitgehend infantile Wettbewerbli – zeigt ein kleiner Rundgang. “

Korrespondenten fehlt Zuwendung
(taz, Steffen Grimberg)
“Viele Korrespondenten von ARD und ZDF sind genervt: Berichte seien oft einseitig - und manche Redaktionen so ahnungslos, dass man ihnen ‘Afghanistan’ buchstabieren müsse.”

Kritik an “Geheimprojekt Traumhochzeit”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
“Ist das wirklich so eine gute Idee? Oder hat RTL 2 vielleicht endgültig jeglichen Respekt vor der Würde der Protagonisten verloren, die der Sender durch seine miesen kleinen Dokusoaps schleust, um zwischendurch ein paar Werbespots verkaufen zu können?” Es ist halt Privatfernsehen.

Schwedische Gratiszeitung eingestellt
(NZZ, Ingrid Meissl Årebo)
“Der norwegische Medienkonzern Schibsted kauft 35% der Aktien von Metro Schweden, welche die Gratiszeitung ‘Metro’ herausgibt. Gleichzeitig stellt Schibsted das eigene, verlustbringende Pendlerblatt ‘Punkt SE’ per sofort ein”

“Zeitungen und Zeitschriften haben Zukunft”
(Tages-Anzeiger, Judith Wittwer)
Springer-Chef Mathias Döpfner im Interview. Frage: “Wie bei praktisch allen Tageszeitungen bröckelt aber auch bei Ihrer ‘Bild’ die Auflage.” Döpfner: “Und die Rendite steigt Jahr für Jahr, nun schon zum fünften Mal auf einen historischen Höchststand. Hinzu kommt: Wir verdienen mit Bild.de seit vier Jahren gutes Geld.”

Medienstunt für 40 Euro
(medienrauschen.de, Jörg-Olaf Schäfers)
“Sie sind Neonazi und wollen für kleines Geld maximale Aufmerksamkeit? Kein Problem, mit weniger als 40 Euro können Sie einen PR-Stunt in führenden deutschen Medien platzieren.”

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Fernsehzeitschriften:
Wozu denn noch?

Ole Reißmann, 15. Mai 2008 um 17.10 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Harter Wettbewerb und sinkende Auflagen sind nicht das einzige Problem der Programmzeitschriften: Jugendliche holen sich ihre Infos kostenlos aus dem Internet – und die Sendung gleich mit.

FernsehzeitschriftenÜber 30 Programmzeitschrift liegen in Deutschland am Kiosk – soviel wie in keinem anderen europäischen Land. Jeder Zweite wird von einer Fernsehzeitschrift erreicht, 41,23 Millionen Menschen. Kein anderes Zeitschriftensegment kommt auch nur in die Nähe dieser Reichweite. Kein Wunder, sieht doch jeder rein rechnerisch 211 Minuten Fernsehen am Tag. Die Auswahl ist groß: Über Antenne können durchschnittlich 27 Sender empfangen werden, über Kabel 51 und über Satellit 86. Macht 2064 Stunden Programm an einem Tag. Da braucht es Orientierung. Dankbar greifen die Zuschauer zur unverzichbaren Programmzeitschrift. Wer mit einer Werbekampagne möglichst schnell möglichst viele Deutsche erreichen will, inseriert automatisch in Fernsehzeitschriften. Es könnte alles so schön sein.

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Freie protestieren gegen Springer

Ole Reißmann, 9. Mai 2008 um 16.27 Uhr, 23 Kommentare Kommentare

Jetzt auch in der Schweiz: Freie Journalisten sollen dem Axel Springer Verlag schriftlich weitgehende Nutzungsrechte ihrer Werke einräumen – Berufsverbände protestieren.

Für den Axel Springer Verlag in der Schweiz tätige freie Journalisten (Handelszeitung, Bilanz, Beobachter) erhalten dieser Tage die Aufforderung, eine neue Regelung für die weitere Zusammenarbeit zu unterschreiben. Damit sollen die Freien viele ihrer bisherigen Rechte abtreten. So soll der Verlag nach den neuen Regelungen Texte und Fotos beliebig oft verwenden und an beliebige Publikationen weiterverkaufen können.

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Das grosse Schulterklopfen

Ronnie Grob, 18. Oktober 2007 um 19.44 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Im Springer-Verlag waren sie noch vor kurzem Chefredakteure der Welt und von Bild, Roger Köppel und Kai Diekmann. Während Köppel die Weltwoche gekauft hat, ist Diekmann noch immer Herr über die Inhalte der grössten Boulevardzeitung Deutschlands. Sein Buch “Der grosse Selbstbetrug” war Anlass für ein Gespräch der beiden an der Frankfurter Buchmesse.

Was man der Weltwoche anrechnen muss, ist, dass heute auf Seite 14 im eigenen Blatt dieser Lead steht:

Die Weltwoche ist eine konsequente Blocher-Plattform. Weil bei der Konkurrenz niemand aus dem Mittelmass herausragt, kann Roger Köppel die Themen setzen.

Geschrieben hat den Text mit dem Titel “Monotonie des Chorgesangs” Ex-Sat.1-Boss Roger Schawinski. Er meint auch, auf das Erfolgsrezept dieses Blatts gekommen zu sein:

(…) findet sich in der Weltwoche für jede Mainstream-These eine Gegenthese, die von einem irgendwo aufgestöberten Wissenschaftler vorgetragen wird.

In der Kritik eingebaut ist aber gleichzeitig auch das Lob für Besitzer und Chefredaktor Roger Köppel, den er den “leidenschaftlichsten, unerschrockensten, fleissigsten Journalisten des Landes” nennt, “mit einer fulminanten Schreibe” und einem “beachtlichen, breitgefächerten thematischen Background”. So liest sich der Text des sporadischen Weltwoche-Mitarbeiters schon etwas anders.

Dieser Köppel also redet mit Diekmann. Entstanden ist ein frisches Gespräch («Linke Verständnisfolklore»), dem man sofort abnimmt, dass es genauso geführt wurde.

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