Thema: Sportjournalismus

 

Alle 9 Artikel zum Thema Sportjournalismus auf medienlese.com:

6 vor 9

Ronnie Grob, 9. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Kerner verliert bei Kahn die Professionalität”
(welt.de, Udo Muras)
Oliver Kahn, ein “Torwart der Herzen”? Auf sowas kommt vermutlich wirklich nur Johannes B. Kerner. Ein Text über “die neue Männerfreundschaft der Fußball-Experten des ZDF”.

2. “Das ist gebührenfinanzierte Volksverdummung”
(fr-online.de, Annika Joeres)
“Die Reklame-Spots für die Online-Präsenz von ARD und ZDF stoßen auf Widerspruch.”

3. “9 Fragen an Tina Brown”
(weltwoche.ch, Bruno Ziauddin)
Das tägliche Biest ist da” - und Tina Brown beantwortet dazu einige Fragen: “Online ist fantastisch für den gedanklichen Scoop, die schnelle, kluge Interpretation von Nachrichten, die es einem ermöglicht, etwas in völlig neuem Licht zu betrachten. Internetmagazine eignen sich zudem ausgezeichnet, Schreibtalente zu entdecken und auszuprobieren. Und wenn es nicht klappt, hat man sie nicht monatelang am Hals wie bei einer Zeitung.”

4. “Alles frisch, alles umsonst - Wie Blogs die Popwelt aufmischen”
(jetzt.sueddeutsche.de, Xifan Yang)
“Jeden Tag gibt es neue Musikblogs. Sie bedienen gezielt Geschmäcker, sind schneller als Printmagazine und besonders wichtig: ihre Downloads kosten nichts. Für die einen demokratisieren sie damit die Musik. Andere finden: ‘MP3 blogs are killing music’.”

5. “Es gibt sie doch noch: die anderen Sportjournalisten”
(breitnigge.de)
Der FC Bayern München verbannt Raimund Hinko aus der Chefredaktion von Sportbild aus dem Presseraum (sportbild.de), weil er den Trainer der Mannschaft “seit Wochen hart angehe”. Harald Landwehr, ebenfalls Sportjournalist, hat dazu einen Leserbrief geschrieben.

6. Max Mosley legt sich mit Springer an
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
“Das in der Zeitung gedruckte Foto eines 68-jährigen Mannes, der nackt auf einen Bock gefesselt von einer Domina ausgepeitscht wurde, war kein schönes Foto. Es war ein erbarmungsloser Angriff auf die Privatsphäre des britischen Multimillionärs Max Mosley. Denn obwohl Mosley leidlich prominent ist, gehen seine Sexualgewohnheiten die Öffentlichkeit nichts an: Das wäre möglicherweise anders, wenn er sich unter Verweis auf viktorianische Lebensweisheiten öffentlich zu Lustfeindlichkeit bekannt, Domina verdammt und Sadomasochismus als Sünde schlechthin gebrandmarkt hätte. Das alles aber hat er nicht getan.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ronnie Grob, 4. August 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

“Wir sind’s nur”
(jetzt.sueddeutsche.de, Christian Zaschke)
“China öffnet sich mit den Olympischen Spielen der Weltpresse? Nun ja, es kommen hauptsächlich Sportjournalisten. Eine Relativierung.”

“Katie Holmes besteht jeden Schwangerschaftstest”
(bildblog.de, Clarissa)
Katie Holmes, die Frau von Filmstar Tom Cruise, war, seit sie 2006 Tochter Suri zur Welt gebracht hat, schon sage und schreibe zehn Mal beinahe schwanger. Allerdings nur in der Bild-Zeitung.

“Das Sofa ist ein Betriebsunfall”
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Friedrich Nowottny, ehemaliger Intendant des WDR, analysiert die Talkmaster Anne Will und Sabine Christiansen und kommt dabei auf die Haarfarbe zu sprechen: “Die beiden Journalistinnen sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Unterschiedlich im Temperament, unterschiedliche Ausstrahlung, die eine ist blond, die andere dunkel.”

“Olympische Spiele in Peking: Keine dicken Kameras erlaubt”
(fokussiert.com, Wolf-Dieter Roth)
“Die Wellen der Empörung schlagen bereits hoch, doch wirklich unerwartet ist es nicht: Normale Besucher der olympischen Spiele dürfen keine größeren Kamerausrüstungen in die Stadien bringen.”

“Sky Sports als Vorbild?”
(sportmedienblog.de)
“Oftmals, wenn die Diskussion darüber geführt wird, was PREMIERE im Sportbereich falsch macht, kommt das Gespräch auf den britischen Pay-Anbieter Sky und seine Sportkanäle. Sollte Sky Sports - erst Recht, nachdem nun Murdochs News Corporation Anteile an PREMIERE gehören - als Vorbild für eine Umorientierung, ja sogar einen Relaunch des PREMIERE Sportprogramms herhalten?”

“Robert Basic ist eine Linkschleuder”
(t3n.yeebase.com)
Frank Westphal, Gründer und Entwickler von rivva.de, im Interview: “Mir schwebt vor, Spiegel Online zu spiegeln. Die Ressorts würden also ähnlich aussehen wie die Hauptressorts bei Spiegel Online, dazu käme dann die Titelseite, die die großen Themen aus den einzelnen Ressorts und dazu noch ein paar kleinere Themen bündelt und dadurch den Überblick auf einer Seite bietet.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ole Reißmann, 14. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Interview: Carolin Emcke über ihr RAF-Buch
(Zeit Online, Carolin Ströbele)
“Man rührt an das biografische Selbstverständnis vieler Individuen und an das kollektive Gedächtnis der Gesellschaft mit dem Schreiben über die RAF. Es war anstrengend, sich diesen Fragen anzunähern. Immer diktiert die Angst, missverstanden zu werden, immer untergräbt die Scheu vor Applaus von ‘der falschen Seite’ oder Angriffe von ‘der richtigen Seite’ das Schreiben.”

Fußballverein droht Journalisten
(taz, Klaus Raab)
Bayern München gegen Süddeutsche Zeitung: “Im Interview darf Star-Fußballer Franck Ribéry alles sagen. Nur gedruckt wird es nicht unbedingt - wenn es nach dem Willen von FC Bayern geht. Und wenn die ‘Süddeutsche Zeitung’ es doch tut?”

Wer testet die Tester?
(Brand Eins, Peter Laudenbach)
“Verbraucherschutz ist ein Geschäft, bei dem viele Anbieter um Aufmerksamkeit konkurrieren. Das sorgt vor allem für eines: Verwirrung.” Text aus der April-Ausgabe, seit diesem Monat online.

Interview: Zattoo als Wegelagerer?
(persoenlich.com, David Vonplon)
Das findet zumindest ein großer deutscher Privatsender. “Diese Aussage ist schon sehr weit hergeholt. Zumal von einem Sender, der Kabelnetz- und Satellitenbetreiber Geld bezahlt, damit er übertragen wird. Von uns erhielte der Sender Geld für die Übertragung”, sagt Dominik A. Schmid von Zattoo. Die Werbeeinnahmen liegen zur Zeit bei 100.000 Franken im Monat, sollen aber dieses Jahr deutlich steigen.

Bitterböser Cartoon
(oscio.org, Marc)
Wie das Logo der olympischen Spiele 2008 entstanden ist, zeigt ein drastischer Cartoon, der die Situation der Menschenrechte in China anprangert.

“Omnipräsente Schmunzel-Maus”
(clap-club.de)
Cameron Diaz ist derzeit nur auf 5 von 31 Fernsehzeitschriften am Kiosk. Magere Quote.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

“Die FIFA - Macht und Machenschaften im Weltfußball”

Ronnie Grob, 12. Oktober 2007 um 0.17 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Eine ARD-Dokumentation will sich mit dem Weltfussballverband FIFA beschäftigen. Da sich aber alle Beteiligten in Schweigen hüllen, steht der Präsident im Zentrum, Sepp Blatter. Neues bietet die Recherche kaum.

Fünf Jahre wurde recherchiert für “Das Schweigen der Quandts“, zwei Jahre für “Die FIFA - Macht und Machenschaften im Weltfußball“. Wir schauten zu und bloggten mit.

22:50: Die Sendung sollte beginnen, doch es laufen die Tagesthemen. Nicht mal die festen Sendeplätze sind feste Sendeplätze.

23:00: Das Wetter. Hochnebel.

23:04: Die Sendung beginnt mit Bildern der Weltmeisterschaft und Sepp Blatter, der meint, dass der Fussball eine bessere Welt schaffen sollte.

23:06: Gemäss Aussage eines Funktionärs hat Sepp Blatter die Weltmeisterschaften erfunden hat. War er denn 1930 schon auf der Welt? (Nein.)

23:07: Ein Gegensatz: Die FIFA wird als prunkvoller Verein präsentiert, Blatter aber präsentiere sich als der “Anwalt der Unterprivilegierten”.

23:08: Jedes Land, egal wie klein, erhält jährlich 250.000 Dollar von der Fifa. Ganz schön viel.

» weiterlesen

Deals mit Journalisten

Ronnie Grob, 23. Juli 2007 um 10.38 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Erich Vogel, 68, ist neuer Präsident des Schweizer Fussballclubs GC Zürich. Er ist seit 45 Jahren im Fussballgeschäft und hat unter anderem von Sepp Blatter gelernt, wie man mit den Medien umgeht. In einem Interview (Text / Video) mit Roger Schawinski erzählt er davon.

Über Erich Vogel haben wir schon einmal geschrieben hier bei medienlese.com. Und zwar am 18.04.2007, als der Blogger der Weltwoche, Walter de Gregorio, drei Gerüchte in die Welt setzte, die bis zu ihrer offiziellen Bestätigung von den hiesigen Medien ignoriert wurden.

Was man daraus lernen kann? Dass es sich lohnen kann, Weblogs zu lesen. Denn alle drei Gerüchte haben sich mehr oder weniger bewahrheitet. Murat Yakin wurde zwar nicht Trainer, aber immerhin Trainerassistent mit Aussicht auf Erbe (weil die zum Trainer nötigen Diplome noch fehlen). Krassimir Balakow wurde entlassen und Erich Vogel wurde Sportchef (und Vizepräsident), wie angesagt.

Erich Vogel
(Bild: Screenshot weltwoche.ch)

Mit wem der Weltwoche-Journalist die drei Mojitos und vier Bier getrunken hat, ist noch immer unklar. Dafür konnte Erich Vogel im Interview die nicht immer über alle Zweifel erhabene Nähe zwischen Sportjournalisten und Sportlern beleuchten. So erzählt er von Spielern, die auch nach schlechten Spielen von Journalisten gute Noten erhalten:

» weiterlesen

Monika Piel:”Paukenschlag umsonst gesetzt”

Ronnie Grob, 20. Juli 2007 um 19.18 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Die ARD merkt, dass die Tour de France auch nach ihrer medienwirksamen moralischen Handlung weitergeht. Die zukünftige Haltung der Öffentlich-Rechtlichen wird zu reden geben.

“In Wahrheit gibt es nur Verlierer” und “die vermasselte Tour”. So wurde die Realität gestern Abend in den Tagesthemen, der Abendinformationssendung der ARD (Video, 29:16 Minuten), beschrieben. Man beklagte sich auch, dass andere deutsche Medien, private, nicht die eigenen Moralvorstellungen teilen. Der Sprecher sagte:

Die Tour, sie geht weiter, auch nach dem Ausstieg von ARD und ZDF. Dass die Bekämpfung von Doping ein mühsames Geschäft ist, wurde heute nur allzu deutlich. Nicht einmal die Medien ziehen an einem Strang.

» weiterlesen

Sieg der Moralisten:
Öffentlich-rechtliches Aus für die Tour de France

Ronnie Grob, 18. Juli 2007 um 15.37 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Mitten in der Tour de France stoppen ARD und ZDF ihre Berichterstattung. Auf den Kanälen, die man zwangsläufig bezahlt, ist per sofort nichts mehr über das wichtigste Radrennen der Welt zu erfahren. Wer noch nicht schon längst auf Eurosport umgeschaltet hat, wird es jetzt tun. Und vermutlich nie mehr zurückkehren.

Dafür also zahlt man Gebühren: Für die moralische Hoheit der öffentlich-rechtlichen Sender. Mir nichts dir nichts steigen sie wegen einem Fahrer mit erhöhtem Testosterongehalt mitten in einer Etappe aus. Im Live-Ticker der ARD konnte man das so nachlesen:

13:58 Die Verfolgergruppe rückt Burghardt (TMO) auf den Pelz, beide trennen noch 50 Sekunden.

14:03 Liebe Radsportfreunde!
Aus gegebenem Anlass (Fall Patrik Sinkewitz) wird die Berichterstattung von der Tour de France 2007 zunächst ausgesetzt, bis die Vorwürfe gegen Sinkewitz geklärt sind.
Wir danken für Ihr Interesse!
A bientôt, ihr tour.ARD.de-Team

Meine Damen und Herren, es ist Ihnen wahrscheinlich egal, aber: Ich bin verärgert. Verärgert über die Arroganz, die mir, der ich mich als Fan der Tour de France bezeichne, entgegengebracht wird. Ich interessiere mich für die Radsport-Berichterstattung und nicht für die Doping-Berichterstattung.

» weiterlesen

Ein Plädoyer gegen die Dopingberichterstattung

Ronnie Grob, 16. Juli 2007 um 15.19 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Seit einigen Jahren quälen mich die Medien, in dem sie das Thema Doping exzessiv thematisieren. Dabei geht mir irgendwann der Spass am Sport verloren.

Quick-Step Ich kann es nicht mehr hören und lesen. Die von mir seit je her geliebte Tour de France ist auch dieses Jahr ein Schatten ihrer selbst. Jede wie auch immer geartete sportliche Leistung wird von den Medien distanziert betrachtet und medizinisch eingestuft.

Nök Angehrn, stellvertretender Redaktionsleiter der Sendung «Sport live» des Schweizer Fernsehens, erklärt in einem Artikel von Rolf App im St. Galler Tagblatt:

Unsere Kommentatoren sind sensibilisiert und thematisieren Doping mit dem richtigen Mass. Zudem versuchen wir die Euphorie etwas zu zügeln.

Die Medien denken, dass sie besonders kritsch sind, wenn sie täglich über Doping berichten. Mich persönlich langweilt das Thema nur noch. Ich will die sportliche Seite der Tour de France sehen. Und nicht die medizinische oder moralische.

» weiterlesen

Beat Breu narrt Tele Züri mit PR-Aktion

Ronnie Grob, 4. Juli 2007 um 11.53 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Der ehemalige Radrennprofi Beat Breu will es noch mal wissen und plant mit bald 50 ein Comeback. Tele Züri bietet ihm und seinem Sponsor H2O3 eine unkritische Plattform.

Dienstag abend um 19:30 Uhr auf dem Zürcher Privat-TV-Sender Tele Züri: Moderator Hugo Bigi empfängt die Schweizer Radlegende Beat Breu (Tour-de-France-Etappensieger auf der Alpe d’Huez sowie zweifacher Sieger der Tour de Suisse - hier das Video des Gesprächs, Dialekt, ca. 25 Minuten).

Tele Züri Beat Breu mit Logo Beat Breu trägt ein hellblaues Hemd mit einem grossen Logo seines Sponsors H2Ohoch3. Nach der Vorstellung, der Begrüssung und einigen gesundheitlichen Erörterungen kommt das Gespräch auf den Radsport und auf Doping. Beat Breu sagt, ihn ärgere, dass nur immer der Radsport im Dopingverdacht sei. Das läge vor allem daran, dass der Radsport einen schwachen Weltverband habe - die anderen Sportarten würden ihre Dopingsünden besser vertuschen.

Letztes Update am 07.07.2007, 10:15 Uhr

» weiterlesen

  • Neueste Artikel

    • Gestern, 0 Kommentare

      Wirtschaftskrise:
      Park Avenue wird eingestellt

      Die Wirtschaftskrise kommt ungebremst in den Anzeigenabteilungen der Verlage an. Nachrichten über entlassene Mitarbeiter oder eingestellte Titel werden mittlerweile im Tagesrhythmus verkündet. Jetzt hat es auch die Park Avenue erwischt. » weiterlesen

    • Gestern, 2 Kommentare

      6 vor 9:
      H.-J. Jakobs, Lebrument, Nasenbluten

      Hans-Jürgen Jakobs beleuchtet mit einem Buch Probleme bei sueddeutsche.de, Ueli Haldimann will sich vom Tages-Anzeiger nichts vorschreiben lassen und "die Bild-Zeitung führt sich auf, als ob ihr die Bundesrepublik gehört". Die Presseschau. » weiterlesen

    • 18. November 2008, 3 Kommentare

      Alternde Neokonservative:
      Mach mir den Matussek!

      Nach dem großen Kladderadatsch der Finanzkrise verdunsten wieder mal alte Überzeugungen wie Frühnebel in der Sonne – Zeit, Matthias Matusseks Buch "Wir Deutschen" erneut zu lesen. » weiterlesen

 
slug blogoscoop