Thema: Sommerloch

 

Alle 5 Artikel zum Thema Sommerloch auf medienlese.com:

Abgenutzt:
Sommerloch und -löcher

Ole Reißmann, 3. August 2008 um 9.04 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Alle im Urlaub: Diverse “Sommerlöcher” geistern durch die Schlagzeilen. Mal fällt wer rein, dann soll es gestopft werden, mitunter brodelt es sogar. Eine sommerliche Presseschau.

Abtauchen in Basel: Flucht vor dem Sommerloch? (Bild Keystone/Georgios Kefalas)

Die junge Nachrichtenseite Zoomer berichtet über die rechtsextreme NPD, in der sich Biedermänner und Brandstifter unversöhnlich gegenüberstehen. Die Überschrift dazu gerät geradezu prosaisch: “Nachrichten aus dem braunen Sommerloch.” Gemeint ist nicht Darmstadt! Ein politisches Lager weiter links funkt die CSU gleichzeitig “Dauernachrichten ins Sommerloch”, wie Spiegel Online den Aktionismus der Parteifunktionäre mitten in der politischen Ferienzeit deutet. Da will die Kollegin in Berlin nicht hintenanstehen:

“Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern einen großen Topf Spaghetti gekocht.” Der erste Satz eines Berichts auf Welt Online. Unter der Überschrift “Gurkenraspeln im Sommerloch” wird fleißig Süßholz geraspelt – dazu Tomaten und Gurken für oder gegen dicke Kinder.

Bundesrat Moritz Leuenberger versucht’s erst gar nicht mit Inhalt. Er münzt gleich das Phänomen auf sich: “Ich bin das Sommerloch”, zitiert ihn der Tages-Anzeiger. “Ihr sollt kein anderes Sommerloch haben neben mir”, hat er dann aber doch nicht gesagt. Also weiter :

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medienlese.com im Juli:
Da war doch was …

Ole Reißmann, 2. August 2008 um 12.17 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Auf dem Weg in den Urlaub? Schon wieder zurück? Oder trotz Hitzewelle und Ferienzeit nur im Büro? Hier ein paar interessante Beiträge aus dem vergangenen Monat:

Das Internet ist eine furchterregende Alles-Maschine. Wir nahmen nach viel zu langer Zeit Anfang Juli endlich die Warnungen und Mahnungen der Spielverderber ernst und präsentieren unser eigenes Manifest: Zehn Gründe gegen das Netz.

Hunter S. Thompson, der Begründer des Gonzo-Journalismus, kommt in die Kinos: Alex Gibney hat einen Dokumentarfilm gedreht – und hier ist der Trailer.

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Ronnie Grob, 18. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

“Unser Ziel ist es, Machtmissbrauch aufzudecken”
(nzz.ch, Stephan Weichert und Alexander Matschke)
“Vor einem halben Jahr nahm das Redaktionsbüro Pro Publica in New York seinen Betrieb auf. Das von einer Stiftung getragene Büro will den Recherchierjournalismus fördern. Zehn Millionen Dollar stehen pro Jahr zur Verfügung. Der Chef, Paul E. Steiger, zieht eine erste Bilanz.”

Welt-Meister der Google-Optimierung
(meedia.de, Jens Schröder)
“In einer exklusiven Analyse haben wir eine Woche lang aus der Google-News-Startseite herausgefiltert, welche News-Quellen wie oft verlinkt werden. Ergebnis: Welt Online ist die unangefochtene Nummer 1.”

Von wegen Witzemacher
(stefan-niggemeier.de)
“Vermutlich muss man sich ernstlich Sorgen machen um eine Gesellschaft und eine Medienwelt, in der Komiker und Satiriker nicht nur ungefähr die einzigen sind, die noch die Wahrheit sagen, sondern auch die einzigen, die überhaupt erkennen, worum es geht bei einer Diskussion. Andererseits: In Deutschland wüsste ich nicht einmal, wer diese Komiker und Satiriker wären.”

Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind
(wissenswerkstatt.net, Marc Scheloske)
“In 10 Jahren werden wir rückblickend darüber schmunzeln, daß einst Blogs und der konventionelle Redaktionsjournalismus als Gegensatz und Konkurrenz angesehen wurden. Die publizistischen Scharmützel zwischen den wilden, aufbegehrenden Bloggern und den Besitzstandswahrern des selbsternannten Qualitätsjournalismus werden uns lächerlich erscheinen.”

Das Sommerloch kommt diesmal von der SPD
(welt.de, Klaus Nelissen)
“Medienexperte” Norbert Bolz behauptet, das “Medien-Phänomen Sommerloch” sei ein “deutsches Spezifikum”. Wie bloss kommt es, dass in der Schweiz auch über Sommerlöcher diskutiert wird?

der kaugummi-krimi in bern
(henusodeblog.blogspot.com)
“Auf dem Asphalt der Aarstrasse findet sich eine auffällige Ansammlung von Kaugummis. Eine der kursierenden Erklärungen für das mysteriöse Phänomen: Ein Velofahrer spuckt auf dem Heimweg stets an gleicher Stelle seinen Kaugummi aus. Stimmt das?”

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Ronnie Grob, 14. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Blogger – Machtergreifung der Machtlosen
(ejo.ch, Marcello Foa)
Ein bemerkenswerter, von Oliver Heinemann übersetzter Text, der zuerst im Il Giornale vom 15.06.2008 erschien: “Es gab eine Zeit, da führten New York Times, Washington Post und Wall Street Journal die Politiker dieser Welt quasi am Gängelband, derart gross waren Macht und Einfluss dieser Blätter. Heute ist das definitiv nicht mehr so. Oder besser: nicht mehr ganz so.”

Kasperletheater auf der Oberahornalm
(welt.de, Antje Hildebrandt)
Politische Sommerinterviews im ZDF: “Tatsächlich muss man sich diese Treffen wie ein Kasperletheater vorstellen. Quer durch alle Fraktionen versuchen die Strippenzieher der Politik den Anschein zu erwecken, als würden sie sogar noch in der Sommerpause die Nähe zum Bürger suchen: ‘Seid Ihr alle da?’”

Journalisten vs. Teams
(racingblog.de, Don Dahlmann)
“Die meisten bekannteren Journalisten im Automobilbereich sind ziemlich fest mit der Industrie verwoben. Manche machen es geschickt, andere kokettieren offen mit ihren Verbindungen zu wem auch immer. Andere wiederum geben offen zu, dass die Weihnachtsfeier irgendeines Rennsportzulieferes moderieren oder auch mal bei der Präsentation eines neuen Autos zum Mikrofon greifen.”

Endemol vermisst mutige Sender
(ftd.de, Lutz Knappmann und Andrew Edgecliffe-Johnson)
“Der Deutschlandchef der TV-Produktionsgesellschaft Endemol warnt vor einer übertriebenen Renditeorientierung im Fernsehgeschäft. Man könne ‘die Zitrone nicht ewig quetschen’, sagte Borris Brandt im FTD-Interview. Vielen TV-Sendern fehle der Mut.”

Ich bin das Sommerloch
(moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der schweizer Medienminister füllt unfreiwillig das Sommerloch gewisser Medien. Dabei hat er doch nur abgenommen.

Endlich!
(achtmilliarden.wordpress.com, Oskar Piegsa)
“Der endgültige Kanon der allerallerbesten Zeitschriften der Welt.”

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Ronnie Grob, 1. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

In eigener Sache (Bemerkungen zum Blog)
(moritzleuenberger.blueblog.ch, Moritz Leuenberger)
Der schweizer Medienminister gibt seine Leserzahlen bekannt: “Durchschnittlich 2780 Besucherinnen und Besucher pro Tag, 70 Beiträge, 5230 Kommentare, über eine Million Besucher seit Juli 2007.”

PANIC
(arndtbeck.com, Bildergalerie, 30 Bilder)
Bild fragte: “Wer macht das schönste Foto von BILD liebt Berlin?” - Arndt Beck antwortete. Siehe auch bildblog.de, “Schatten der Liebe“.

Lasst 1500 Blumen blühen
(tagesspiegel.de, Harald Maass)
Die Chinesen halten die europäischen Reporter auf Trab: “Wer als Reporter über Pekings Vorbereitung für die Sommerspiele berichtet, wird von einer Flut von Terminen überschüttet. Fast jeden Tag organisieren Chinas Olympiaplaner Pressekonferenzen, Rechercheausflüge und Hintergrundgespräche. Mal werden Medienvertreter über die ‘Standardisierung der englischen Übersetzung der öffentlichen Schilder in Peking’ informiert. Mal reisen Journalisten zur Recherche zur örtlichen Qinghe-Kläranlage. Die Vielzahl der Pressetermine ist umso erstaunlicher, als Chinas Regierung bislang mit ausländischen Journalisten möglichst wenig zu tun haben wollte.”

Marianne und die Kellerkinder
(sueddeutsche.de, Ralf Wiegand)
“Für uns Fans des Sportjournalismus ist es eine unglaubliche menschliche Tragödie mitansehen zu müssen, dass der Sport im Fernsehen nun endgültig präsentiert wird wie das Frühstücksradio auf Antenne Bayern.”

Journalisten im Sommerschlaf?
(heute.de)
“Die FAS fragt bei den ‘lieben Kollegen’ lieber nicht nach.”

Heute kein Aufmacher bei turi2.
(turi-2.blog.de, FlorianTreiß)
“Sommerhoch, Sommerloch: Am Dienstag, 1. Juli 2008, gibt es in der weiten Welt der Medien keine Neuigkeit, die einen Aufmacher wert wäre. Möglicherweise liegt es daran, dass viele Medienmacher urlaubsbedingt die Beine hochlegen und die Seele baumeln lassen. Quellen: alle versiegt.”

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