1. Interview mit Bill Morrison, Chefzeichner der Simpsons (jetzt.sueddeutsche.de, Johannes Graupner)
“Es gab eine Folge, in der Bart mit ein paar Schulkindern die Itchy&Scratchy-Studios besuchen. Sie kommen auch durch die Räume, wo die Witze für die Show getestet werden. Dort sieht man dann eine ‘echte’ Katze und eine ‘echte’ Maus, mit denen allerlei Sachen angestellt werden. Die Zensoren beim Fernsehsender Fox haben dann gesagt, dass das nicht gehe, weil man einfach keine echte Maus und keine echte Katze im Fernsehen umbringen könne.”
2. “Der Toujourismus” (miriammeckel.de)
“Im Google-Journalismus sind Menschen immer seltener die Handelnden. Eine entschuldigende Medienmitteilung des Tribune-Konzerns zum Fall United Airlines lautet: ‘Es sieht so aus als habe niemand, der die Geschichte weiter reichte, sich die Mühe gemacht, sie zu lesen.’ Lesen hätte geholfen! Aber das können eben Menschen immer noch sehr viel besser als Computer.”
3. “Manager sind Schuld am Scheitern von Energy” (persoenlich.com, Stefan Wyss)
Giuseppe Scaglione, einer der Gewinner der Konzessionsvergaben, macht die Manager bei Ringier für ihren Verlust der Konzession verantwortlich: “Nicht Bundesrat Leuenberger ist Schuld am Scheitern von Energy, sondern die Arroganz und die komplette Selbstüberschätzung gewisser Verlags- und Radiomanager. Anders kann man das schlecht abgefasste Gesuch von Energy nicht begründen.”
4. “Präsident Dmitri Medwedew liest Lenta.ru” (krusenstern.ch)
“Russische Blogger enthüllen, welche Nachrichten Präsident Dmitri Medwedew am Morgen liest: Die auch mal regierungskritische russische Nachrichten-Website Lenta.ru. Sein Tag beginne stets mit einem Blick ins Internet, erklärt Dmitri Medwedew immer, bei Interviews ist auf seinen Computern aber jeweils nur die Kreml-Website zu sehen. Unbeabsichtigt zeigte Telekanal Rossija, dass der Präsident Lenta.ru liest.”
6. “Mission Accomplished Mister President!” (theamericanpoint.blogspot.com)
“Eine ganz persönliche Hitliste von ‘Elf Dingen, für die George W. Bush in die Geschichte der USA eingehen wird’.”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.
Der ins Sommerloch fallende Simpsons-Spielfilm erhält von den Medien einen Aufmerksamkeitsgrad, der durchschnittliche PR-Abteilungen zum Weinen bringen könnte. Ob der Film die Aufmerksamkeit verdient, weiss ich nicht. Was Matt Groening zu sagen hat, finde ich aber spannend.
Alle wollen nach Springfield (sueddeutsche.de, Willi Winkler)
Ob die überlebenden Beatles, The Who oder Al Gore: Matt Groenings Einladung in Amerikas berühmtestes Kaff schlägt keiner aus. Willi Winkler hat mit dem “Simpsons”-Schöpfer über Gott, Homer und die Kreationisten gesprochen.
“Es ist nicht immer alles namby-pamby” (dasmagazin.ch, Michèle Roten)
Matt Groening verdanken wir das tröstliche Wissen, dass auch die dunkle Seite des Lebens farbig ist: gelb wie die Simpsons.
“Wenn er durstig ist, will er Bier” (sonntagszeitung.ch, Gabriela Tscharner-Patao)
Simpsons-Erfinder Matt Groening über seinen Helden Homer und den Film zur Serie.
“Ich bin sehr viel Bart”
(vanityfair.de, Ulrich Lössl)
Simpsons-Erfinder Matt Groening ist glücklich mit seinem ersten Kinofilm. Das Interview mit VANITY FAIR ONLINE.
Das große Neiiin! Simpsons und Philosophie (welt.de, Holger Kreitling)
Erkenntnistheorie in Springfield, Heideggers Geworfenheit im Hause Homers. Die Simpsons haben mehr mit den Geistesriesen zu tun als man denkt. WELT ONLINE streift durch Werk von “Simpsons”-Schöpfer Matt Groening und findet wie immer Erlösung vorm Fernseher.
Dazu: Die Zitty-Redaktion hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe neu vorgestellt. Als Simpsons-Figuren, vermutlich erstellt mit dem Simpsons Avatar Creator:
Rupert Murdoch hat O.J. Simpsons Buch “Wenn ich es getan habe” gestoppt: Die gedruckten Exemplare werden vernichtet.
Der Medienmogul hat sich öffentlich bei den Hinterbliebenen von O.J. Simpsons ermordeten Ex-Frau und ihrem Liebhaber entschuldigt für den Schmerz, den ihnen die Ankündigung des Geständnis-Buchs bereitet habe. Simpsons Buch “If I did it” war in der Buchhitparade auf Amazon.com als Vorverkauf bis auf Platz 13 vorgerückt. Amazon bezeichnet das Werk derzeit als “nicht lieferbar”, fordert die Kundschaft aber auf, die Webseite regelmässig zu konsultieren, für den Fall, dass das Buch wieder erhältlich würde.
Die Rechte für das Werk liegen nämlich nicht bei Murdochs News Corp, sondern bei der Skandalverlegerin Judith Regan und ihrer Firma Regan Books.
Das “Interview”, das Regan persönlich mit O.J. geführt hatte und welches kommende Woche auf Fox’ Netzwerk von TV-Stationen hätte ausgestrahlt werden sollen, ist ebenfalls zurückgezogen worden: Über 200 mit Fox verknüpfte lokale TV-Stationen hatten entschieden, an Stelle des Skandal-Gesprächs andere Sendungen auszustrahlen.
Allerdings ist kaum daran zu zweifeln, dass das Interview auf irgendeinem Kabelkanal und kurz darauf auf Youtube auftauchen wird. Und mit ebensolcher Sicherheit wird das Buch demnächst im Internet - oder einzelne Exemplare zu exorbitanten Preisen auf Ebay - auftauchen werden.
[Nachtrag: Die Begeisterten Kommentare auf Fox' Webseite sind an Ironie kaum zu übertreffen. Ein Zuschauer erklärt: "Ich habe jahrelang versucht, meine linken Freunde davon zu überzeugen, dass Fox ein echt ausgewogener Sender ist - jetzt habe ich den Beweis, dass bei Euch intelligente Leute arbeiten! Danke!" Kein Komiker der Latenight-Shows von Leno über Letterman bis zu Craig Ferguson auf den andern Networks konnte sich den Scherz sparen, dass es fast so unmoralisch ist von Fox, Kapital aus dem Rückzug zu schlagen, wie es für Simpson gewesen wäre, aus dem Geständnis-Buch Gewinn zu erzielen. Letterman: "Das Interview hätte den Titel getragen: "Wenn ich es gewesen wäre, hätte ich es so getan", und Fox erklärt jetzt, "Wenn wir das Interview ausgestrahlt hätten, hätte es so ausgesehen..."]
Bild-Blattkritik mit Broder, die Zukunft des Journalismus als brotlose Kunst, erbarmungslose, verächtliche Urteile und Hugo Bütler mit dem noch fast unbenutzten Wort "Freischützentum". Die Presseschau. » weiterlesen
Die Wirtschaftskrise kommt ungebremst in den Anzeigenabteilungen der Verlage an. Nachrichten über entlassene Mitarbeiter oder eingestellte Titel werden mittlerweile im Tagesrhythmus verkündet. Jetzt hat es auch die Park Avenue erwischt. » weiterlesen
Hans-Jürgen Jakobs beleuchtet mit einem Buch Probleme bei sueddeutsche.de, Ueli Haldimann will sich vom Tages-Anzeiger nichts vorschreiben lassen und "die Bild-Zeitung führt sich auf, als ob ihr die Bundesrepublik gehört". Die Presseschau. » weiterlesen