Vom DOK-Video Die Deutschen kommen - und wie lieb wir sie haben, das im Ende Januar 2007 im Schweizer Fernsehen lief, ist nun eine untertitelte Fassung auf YouTube zu sehen. Gut angekommen ist der Film bei den YouTube-Nutzern aber bisher nicht: 4 Bewertungen, Durchschnitt 1 von 5 Sternen (öde):
Im Film, den ich ganz interessant finde, sieht man Schweizer, für die alle Deutsche grundsätzlich arrogant sind (eine seltsam arrogante Haltung). Deutsche, die schweizerdeutsch lernen. Deutsche, die vor den deutschen Steuereintreibern flüchten. Deutsche, für die es kein Spass ist, Fussball zu gucken in der Schweiz. Deutsche, die nie mehr in Deutschland wohnen möchten wollen und nur zum Einkaufen nach Deutschland gehen. Deutsche, die unbedingt eingebürgert werden möchten. Und noch ein paar Deutsche und Schweizer mehr.
Auf das Wochenende hin noch etwas Nostalgie, leider nur für Leute, die schweizerdeutsch verstehen.
1984, Schweizer Fernsehen, die Sendung heisst Karussell, Moderator ist der schnauzbärtige Kurt Aeschbacher (heute mit Blog), die Eingeladenen sind zwei junge Medienmacher, Eric Baumann und Dominik Baumann.
Die Schweizer Rundfunkgesellschaft SRG lanciert “Video on demand” online. Derzeit im Angebot: Vier (4) Dokumentationen, eine (1)Animation, ein (1) Kurz- und fünf (5!) Spielfilme. Und das alles sehr bequem (hüstel).
Tja, das wars denn auch schon. Fünf deutschsprachige Spielfilme finden sich auf dem grossartig angekündigten Schweizer Video-On-Demand-Portal der SRG. Eine gloriose “Idée Suisse”, das. Vor allem auch die Lancierung in der Webdomäne des Schweizer Farbfernsehens: Die Gebührenzahler werden sich freuen, beim Staatsbetrieb jetzt die von ihm mit seinen Abgaben kofinanzierten Filme gegen nochmalige Bezahlung herunterladen zu dürfen - bei einer per “Digital Rights Management” auf 48 Stunden beschränkten Abspieldauer. Und einem grossartigen, nur Windows-fähigen Bezahlsystem. Siehe Bildroman unten:
Die Debatte um den designierten Kulturchef des Schweizer Fernsehens, den Deutschen Rainer M. Schaper, treibt etwas seltsame Blüten.
Letzten Donnerstag, da war seine Ernennung noch nicht mal offiziell, hatte schon die Weltwoche gefunden (”Ein Deutscher wird neuer SF-Kulturchef”, nur für Abonnenten), dass das zwar vermutlich ein Fehler sei, aber man argumentierte ungewohnt ausgewogen.
Falls sie jemand nicht erkennt hat - das auf dem Bild links ist die Moderatorin Eva Wannenmacher . Beziehungsweise ihr Avatar in Second Life. Für einen Beitrag der Sendung Kulturplatz hat sie sich in die zweite Welt begeben und mit Gebührengeldern ein virtuelles Kleid gekauft. Was bei einem Betrag von unter einem Euro entschuldbar sein sollte.
Dort zu sehen ist auch ein satirischer Beitrag der Sendung Punkt CH (nicht zu verwechseln mit .ch) über Second Life. Im am 13.06.2007 hochgeladenen Video vom 20.05.2007 wird (teilweise in Dialekt) über eine angebliche Second World diskutiert, die in Neu-Oerlikon einsame Spieler zusammenführen soll. Dass es Second World bereits gibt und dass die Fakten nicht immer stimmen, kann dem teilweise sogar lustigen Beitrag sicher verziehen werden:
Zeitungsromane sind aus der Mode? Nicht, wenn sie von Charles Lewinsky geschrieben werden. Jede Woche spuckt er in der Weltwoche 10.000, der Aktualität angepasste Zeichen aus. Leider nur auf Papier. » weiterlesen
Die Presseschau heute mit dem Abschied von Big Daddy, einer Ent-Ökonomisierung und eingestellten Schmuddelblättern. Und mit Robert Basic, der sagt: "Mich kannst Du nicht kaufen, damit auch nicht mein Blog." » weiterlesen
Web-Kolumnisten, Blogger und Online-Chefs: Ein Buch will die "neuen Stars der deutschen Medien- und Journalistenszene" vorstellen. Über die Auswahl lässt sich streiten. » weiterlesen