Thema: Satire

 

Alle 5 Artikel zum Thema Satire auf medienlese.com:

Im Test:
Nebelspalter

Ronnie Grob, 12. Juli 2008 um 15.53 Uhr, 16 Kommentare Kommentare

Die besten Zeiten des 1875 gegründeten Satiremagazins Nebelspalter sind vorbei. Die Sommernummer zu China zeichnet sich aus durch Kinderwitze, zudem muss man sie als fremdenfeindlich bezeichnen – lustig geht anders.

Im Test: Ausgabe 6/2008, Juli und August 2008.

Allgemeiner Eindruck

Ein Heft, das man von hinten nach vorne liest: Das Titelblatt ist auf der letzten Seite zu finden, das Editorial auf Seite 3, der vorvorletzten, etc. Auf Seite 58 (Seite 3 bei üblicher Zählweise) wird man darauf hingewiesen (genau so, neben einem Fragezeichen):

Aber, aber - was wollen Sie denn hier? Eine China-Nummer, die auf der dieser Seite beginnt? Sie müssen bei diesem Thema offensichtlich ganz von vorne anfangen. Kleiner Tipp: Vorne ist im Reich der Mitte hinten …

Danke für den unfreundlichen Einstieg, bei so einer arroganten Begrüssung lege ich in der Regel ein Heft gleich weg, aber ich bin ja am testen.

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Déjà vu:
Telekom und Google

Ole Reißmann, 8. Juni 2008 um 15.11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

“Extra3″ schon wieder mit dem passenden Kommentar zur Telekom-Affäre und schon wieder eine langweilige Google-Nachricht vorne auf unserer Lieblingsseite Rivva.

Erneut ist ein Video im Netz, mit dem die NDR-Satiresendung “Extra3″ die Telekom-Spitzelaffäre kommentiert. Letzte Woche war es noch ein kleiner Werbespot (“Zwei sind am sprechen und wir schreiben mit”), diesmal ist es gleich ein ganzes Lied: “In Bonn, da steht ein Irrenhaus, da gehen die Spitzel ein und aus … Skandal bei der Telekom”. Video nach dem Klick:

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Eulenspiegel:
Satire (Ost)

Wolf-Dieter Roth, 25. Februar 2008 um 10.12 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Frisch aus dem Edeka Dresden Hauptbahnhof auf den Lesetisch der medienlese: Der Eulenspiegel! Einst begehrte Mangelware, doch auch heute nicht vergessen. Im Osten Deutschlands. Im Westen kennt man dagegen nur das Exemplar, dem die Eulen fehlen.

Eulenspiegel Titel 3/08
Ausgabe 3/08: Was steht da? Der Ossi grinst, der Wessi muß am Artikelende nachsehen

Es gibt einige Arten von Zeitschriften, bei denen Deutschland (Ost) auch heute, 18 Jahre nach dem Fall der Mauer, besser aufgestellt ist als Deutschland (West). Dazu gehören Technik-Fachzeitschriften und Satiremagazine. Bei beiden mußte man im Osten einfach besser sein: Technik galt im Osten mehr, während sie im Westen seit Jahren vorzugsweise mit dem vorgesetzten Adjektiv “Sch…” bezeichnet wird; Satire führte wiederum sehr schnell zu einer ausgiebigen Führung durch die Backsteingebäude von Bautzen, wenn sie auch für Parteifunktionäre verständlich war.

Die Titanic ist zwar rot und links, doch ein Westblatt und die Nummer zwei der deutschen Satirezeitschriften mit einer Druckauflage von knapp 100.000. Der Klassiker, die “Eule”, ist bis heute meistverkaufte Satirezeitschrift Deutschlands mit einer Druckauflage von monatlich knapp 140.000.

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Der Gurkenlaster in der Tagesshow:
Satire und ‘ernsthafter’ Journalismus

Wolf-Dieter Roth, 4. Februar 2008 um 10.32 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winehouse, Paris Hilton
Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)

Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war.

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Satire-Blog gemobbt:
Ordnung in Österreich

Markus Kirchsteiger, 10. Januar 2008 um 10.11 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ein österreichischer Medienkünstler bloggt als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen – aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft?

Kronen-Zeitung

Österreichs erster Skandal um ein Weblog war nach einem Monat wieder vorbei: In einer Pressekonferenz vor österreichischen Medien gesteht der 25-jährige Wiener Medienkünstler Philip Drössler, dass er der Fälscher ist. 24 Einträge umfasst sein Blog ?Aus österreichischer Sicht?, in dem er als vermeintlicher Chefredakteur der meistgelesenen Tageszeitung ?Gedanken zu den Ereignissen in unserem schönen Land? bloggte. Das Original, Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, hatte seinem virtuellen Doppelgänger zuvor gedroht, ihn auszuforschen und ?zu zwingen, mit dieser einmaligen verbotenen Handlung aufzuhören?.
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