Alle 18 Artikel zum Thema Roger Schawinski auf medienlese.com:
Was den Rundfunk-Pionier Roger Schawinski vor seiner Zeit bei Sat.1 alles umgetrieben hat, lässt sich in der Biografie von Roy Spring nachlesen. Die ist zwar schon neun Jahre alt - dafür nun kostenlos im Netz.

Schawinski 1997: Mit Tele Züri gut Lachen (Bild Keystone)
Der Wahlspruch der Schweiz, “Unus pro omnibus, omnes pro uno“, also “Einer für alle, alle für einen”, gilt für den Medienpionier Roger Schawinski nur bedingt. Die 1999 von Roy Spring verfasste Biografie heisst darum auch “Einer gegen Alle”.
Da sie angeblich vergriffen ist (auch wenn ich sie bei Amazon in den Warenkorb legen kann), ist sie nun, wie das schawinskinahe Kommunikationsportal persoenlich.com meldet, online vollumfänglich verfügbar, und zwar bei schawinski.jimdo.com.
In einem Interview mit der Schweizer Familie sagte er kürzlich: “Internet machen alle. Das interessiert mich nicht. Ich mache das, was niemand macht. Das war immer so.” Was natürlich stimmt: Niemand anders macht zurzeit ein Radio 1 in der Schweiz. Aber auch wenn er kein Internet macht, so heisst das nicht, dass er keine Ahnung davon hätte, wie man darin kommuniziert. Schreibt Stefan Niggemeier über ihn und sein neues Radio, so äussert er sich dazu. Und wer auch immer die Idee hatte diese Biografie bei jimdo hochzuladen - es ist eine gute Idee, Inhalte der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
Einige Auszüge aus dem mutmasslich höchst unterhaltsamen Werk:
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Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, ist eingetroffen: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg verklagt Roger Schawinski wegen des Namens seines neuesten Senders!
Roger Schawinski ist ein Energiebündel und eckte immer schon an. Er hatte im Schweizer Fernsehen die Konsumentensendung “Kassensturz” (vergleichbar dem ARD Ratgeber) aus der Taufe gehoben und für den Migros-Konzern die Tageszeitung TAT.
Beide Projekte waren den Chefs von Schawinski zu kritisch und er musste gehen. Doch statt mit 33 Jahren brav Arbeitslosengeld zu beziehen, startete er einen “Piratensender” - Radio 24 aus Italien. Einem Schweizer muß man nicht mehr erzählen, der Rest kann die wilde Piratenzeit von Roger nachlesen. 
Später war Roger Schawinski Programmchef von Sat.1. Jetzt macht er wieder Radio. Und wird prompt wieder als Pirat beschimpft, und zwar als die schlimmste Art von allen - als Markenpirat:
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Leydendecker wusste schon alles, was Roger Schawinski in seinem Buch schreibt. Dieser plant derweil eine neue, eigene TV-Talkshow mit medienkritischen Inhalten. Zwei Pilotsendungen sollen schon im Kasten sein.
Wir haben ja bereits vermutet, dass es zu Roger Schawinskis Sicht der Dinge, die er in seinem Buch ?Die TV-Falle? darlegt, noch andere Perspektiven geben muss. Ein Teaser bei sueddeutsche.de lässt da aufhorchen:
?Wie der frühere Sat 1-Chef Roger Schawinski versucht, sich als Fels in der Brandung des Seichten darzustellen - und doch den üblichen Trash produzieren ließ.?
Das klingt gut. Was der sehr geschätzte Hans Leyendecker dann aber schreibt, bleibt leider auf dem Niveau eines mittelmäßigen Blogeintrags. Leyendecker selbst wusste offenbar bereits alles, was Schawinski in seinem Buch verrät; was schön und vom großen Rechercheur nicht anders zu erwarten ist, aber doch wohl kein Grund sein kann, ein Buch zu schmähen, das sich keineswegs nur an Insider wendet. Als Beleg für den Teaser kommen bloß zwei magere Beispiele, das kann nicht genügen. Und welche tiefere Erkenntnis darin steckt, dass alle drei schweizerischen Journalisten, die ?in den letzten Jahren im deutschen Journalismus eine Führungsposition? innehatten, Roger mit Vornamen heißen, das müsste Hans Leyendecker auch noch mal erläutern. Nicht bei Schawinski fehlen die neuen Inhalte, sondern in diesem Text von Leyendecker.
Vom ehemaligen Sat.1-Geschäftsführer gibt es unterdessen auch Neues. Wie blick.ch meldet, plant Roger Schawinski offenbar eine neuartige Talkshow, die unter anderem auch medienkritische Inhalte haben könnte.
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Medienpionier Roger Schawinski war bis 2006 Senderchef bei Sat.1 in Berlin. Nun hat er über diese Zeit ein Buch geschrieben: “Die TV-Falle”. Dritter und letzter Teil unserer Besprechung.

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“Die TV-Falle” wird nach anfänglichem Plauderton mit jeder Seite informativer. Schawinski erklärt, dass gute Einschaltquoten nicht automatisch hohe Einnahmen bedeuten, wie, wann, warum und für wieviel Werbespots plaziert werden, und welche Rolle die Mediaagenturen spielen. Wenn er die Gesetze der Programmplanung in acht Punkten erläutert, ist das fast schon ein Lehrbuch. Eines, das auch fiese Tricks wie die “Gegenprogrammierung” beinhaltet: Dabei werden bekanntermaßen starke Sendungen genau dann angesetzt, wenn bei der Konkurrenz etwa eine neue Serie ihren Einstand feiert. Wenn deren erste Folge von wenigen Zuschauern gesehen wird, zieht das in der Regel eine schlechte Quote für die ganze Serie nach sich.
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Medienpionier Roger Schawinski war bis 2006 Senderchef bei Sat.1 in Berlin. Nun hat er über diese Zeit ein Buch geschrieben: “Die TV-Falle”. Zweiter Teil unserer Besprechung.

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Schawinski beginnt sein Buch mit anekdotischen und oft amüsanten Aufwärmrunden:
- Die Entführung des Verliebt-in-Berlin-Stars “David”? Ins Drehbuch hineingeschrieben, weil der Darsteller eine achtwöchige Babypause durchsetzte.
- Die interaktive Sause, die Sat.1 um das Ende der Telenovela machte? Ein Kompromiss, der nötig wurde, weil die Schauspielerin Alexandra Neldel aus persönlichen Animositäten das Drehbuch umschreiben lassen wollte: Sie hätte es bevorzugt, “Rokko” zu heiraten anstelle von “David”.
Die Macht von Serienhelden und Produzenten, sie ist erstaunlich groß, das macht Schawinski deutlich. Dass ein Senderchef oft auch Starbetreuer ist, das hätte man so nicht unbedingt erwartet. Der andere Punkt, der den Laien staunen macht, ist die Ahnungslosigkeit der Verantwortlichen, die Schawinski an vielen Stellen offen zugibt. Alle Macht hat die Marktforschung, so könnte man denken, und bei vielen Projekten redet sie tatsächlich das entscheidende Wort mit. Der Rest aber ist oft genug Ausprobieren.
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Medienpionier Roger Schawinski war bis 2006 Senderchef bei Sat.1 in Berlin. Nun hat er über diese Zeit ein Buch geschrieben: “Die TV-Falle”. Wir haben es gelesen und schreiben darüber. Ausführlich.

An jedem Morgen um 8:08 Uhr kamen erste Zahlen per SMS. Keine zehn Minuten später die Details auf dem Blackberry. Jeder Tag von Roger Schawinski, Senderchef von Sat.1, begann mit der Quote vom Vortag. Und mit der Quote beginnt auch “Die TV-Falle”, sein Buch über die Zeit beim großen deutschen Privatsender.
Die Quote. Um sie dreht sich alles. Sie ist der Sachzwang, unter dessen Einfluss Sendungen verschoben, abgesetzt oder wiederholt werden, und sie ist der Grund dafür, dass mächtige Fernsehmanager vor Schauspielern buckeln und für ein Besänftigungs-Abendessen quer durch Deutschland fliegen.
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Ein Text von Roger Schawinski in der Weltwoche beleuchtet bisher noch nicht bekannte Ergebnisse der Readerscan-Methode.
Ein Artikel aus der letzten Woche muss noch nachgereicht werden. Es ist der Text mit dem Titel “Mentale Leichenstarre” (weltwoche.ch, leider nur für Abonnenten zugänglich). Geschrieben vom ehemaligen Medienunternehmer und Senderboss Roger Schawinski. Es geht darin um Readerscan, eine Printprodukt-Messmethode von Carlo Imboden, der wir uns auch schon gewidmet haben.
Roger Schawinski, der zurzeit ein Buch schreibt, wie man richtig Fernsehen macht und in seiner Zeit als Chef von Sat.1 tagtäglich mit Quoten zu tun hatte, mokiert sich darin etwas über die ihre Quoten betreffend etwas im Nebel umherstolpernden Kollegen vom Print:
Im Gegensatz zu den Zeitungsmachern wissen die Fernsehleute alles über ihre Zuschauer. Sie kennen für jeden beliebigen Zeitpunkt nicht nur ihre Zahl, sondern auch ihre soziologische Zusammensetzung. Sie analysieren aufgrund der mit elektronischen Methoden gemessenen Werte, bei welchen Programminhalten wie viele Zuschauer wegschalten. Damit können sie die Schwachstellen ihres Programms identifizieren und diese Erkenntnisse für künftige Entscheide nutzen. Auch aus diesem Grund steigt die TV-Nutzung trotz wachsender Konkurrenz durch andere Medien seit Jahren ständig an. Und deshalb ist das Fernsehprogramm so, wie es ist – von Angeboten für ein grösstmögliches Publikum bis zu immer mehr Spartenprogrammen für genau definierte Zielgruppen.
Dann listet er sieben Punkte auf. Einsichten des Readerscan-Erfinders Carlo Imboden. “Trends, die den heute kultivierten Mantras diametral widersprechen”.
Gekürzt lauten die so:
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Zwei Wochen Pause haben dem Magazin gut getan (vgl. hier). Die heutige Ausgabe mit dem Titel “Wohin steuert die Schweiz?” ist zwar dünn, bringt aber starke Bilder und fast nur starke Texte. Texte aus der Schweiz, den USA und aus den Nachbarländern. Über die Sicht auf die Schweiz 2007.
Mit dabei im Heft ist der Ende 2006 bei Sat1 abgetretene Roger Schawinski, der auf Seite 6 ankündigt, ein Buch darüber zu schreiben, wie Fernsehen in Deutschland funktioniert. Denn es gäbe erstaunlicherweise noch kein Buch von einem Autor, der in einer verantwortungsvollen Position war. Er habe das Gefühl, das könnte interessieren.
Aber einen Text über die Schweiz und die Deutschen hat er auch geschrieben, auf Seite 25. Titel: “Die besseren Deutschen”. Untertitel: “Der Deutsche wäre eigentlich gerne so wie wir. Weil er das nicht schafft, lacht er uns aus.”
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