Thema: Roger Schawinski

 

Alle 17 Artikel zum Thema Roger Schawinski auf medienlese.com:

6 vor 9:
Obama, Palin, BKA-Gesetz

Ronnie Grob, 13. November 2008 um 8.54 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

1. “Hurra-Journalismus”
(weltwoche.ch, Eugen Sorg)
“Wer die Berichterstattung über den US- Wahlkampf nüchtern mitverfolgte, wurde Zeuge eines erstaunlichen Vorgangs. Der Grossteil der Medien verschmolz zu einer Jubelgemeinde für Barack Obama. Solcherart Erscheinungen kennt man sonst nur noch aus innerasiatischen Ländern wie Usbekistan oder Turkmenistan, wo die Einheitsmeinung durch Schlägertrupps, Zensurbehörde und Kerker sichergestellt wird. In unseren Breitengraden vollzog sich die Transformation eines dem Geschäft der Aufklärung und Meinungsbildung verpflichteten Journalismus zum fahnenschwenkenden Fanclub freiwillig und freudig.”

2. “Sarah Palin in den Medien”
(faz.net, Matthias Rüb)
“Zum berüchtigten Kauf der Kleider für etwas mehr als 150.000 Dollar sagte Palin: ‘Das sind die Kleider des Republikanischen Nationalkomitees. Es sind nicht meine Kleider. Ich habe niemals jemanden gebeten, irgendetwas zu kaufen.’ Im Übrigen habe sie ihre öffentlichen Auftritte als Vizepräsidentschaftskandidatin am liebsten in ihren eigenen Kleidern bestritten, im Nachhinein bedaure sie, dass sie sich zu sehr den Vorgaben der Wahlkampfmanager unterworfen habe.”

3. “Faktenverdrehung beim Schweizer Fernsehen”
(peterwalt.ch)
“Da ist man selber Teil einer Sendung, breitet seinen Fall in aller Ausführlichkeit vor der Kamera aus, auch die intimsten Details, und muss verwundert merken: Der Service Public verdreht die Fakten aufs gröbste.”

4. “Die Trash-Invasion aus Deutschland”
(persoenlich.com, Roger Schawinski)
Roger Schawinski ist ein begabter Krawallblogger! Er ärgert sich über den Trend, dass viele schweizer Eventmanager, denen das Selbstvertrauen fehlt, Moderatoren aus Deutschland einfliegen, um ihre provinziellen Veranstaltungen aufzupeppen. So zum Beispiel “Sonya Kraus, die sich seit Jahren ausschliesslich aufgrund ihres einzigen erkennbaren Assets, eines pausenlos penetrant in die Kamera gehängten Dekolletés”, profiliert habe. “Als einer, der das deutsche Fernsehen von ganz innen studieren konnte”, sagt er: “Wir sollten uns nicht kleiner machen als wir sind.”

5. “Schmerzhafte Trennung vom Papier”
(zeit.de, Silke Tittel)
“US-Zeitungen hoffen auf eine bessere Zukunft im Internet, denn die Print-Auflagen sinken. Zwei namhafte Blätter verabschieden sich jetzt vom gedruckten Wort.”

6. “Wenig Schutz für ‘Deep Throat’”
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
“Mehr als 30 Jahre blieb geheim, wer die Watergate-Affäre aufdecken half. Hätte es in den USA ein BKA-Gesetz gegeben, hätten Bob Woodward und Carl Bernstein ihren Informanten kaum schützen können.”

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6 vor 9:
Axel Prahl, Spammer, Schawinski

Ronnie Grob, 11. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Internet: Werbemarkt der Zukunft”
(sf.tv, Video, 8:46 Minuten)
“Die Zeitungsverleger entlassen Personal, täglich werden weniger Zeitungsinserate gebucht. Doch wo der Werbekanal Print an Bedeutung verliert, gewinnt das Internet. ‘ECO’ zeigt, wie die Firma Goldbach Media expandiert und Onlineunternehmen in ganz Europa aufkauft. Auch die Publigroupe, als grösster Schweizer Werbevermarkter, will den Anschluss nicht verpassen.”

2. “Unser nationales Fernsehen unterhält wie ein Privatsender”
(tagesanzeiger.ch, Roger Schawinski)
“Ein Service-Public-Aspekt ist bei SF2 selbst mit der Lupe nicht zu finden - sogar der Minisender 3+ bietet mehr Eigenleistung.”

3. Interview mit Axel Prahl
(planet-interview.de, Ralf Krämer)
“Der Tatort ist ein Familienformat. An das bin ich auch selbst durch meine Eltern herangeführt worden. Anfänglich war der Tatort deswegen spannend, weil man ihn nicht gucken durfte. Dann, im zarten Alter von 12, 13, konnte man sich in Wolldecken gehüllt und mit einer Knabberschale auf dem Tisch schon beim Vorspann in die Hosen machen. Als dann das Angebot, einen Kommissar zu spielen, an mich herangetragen wurde, war mir schon klar, dass das so eine Art Ritterschlag ist. Der Tatort zählt eben zum Besten, was das deutsche Fernsehen zu bieten hat.”

4. “Radio Gaga Radio Googoo”
(bundblog.espace.ch, Artur Vogel)
“Mit den Konzessionsentscheiden hat der Sozialdemokrat Leuenberger seinen Kritikern Recht gegeben, die von einer ‘marxistischen’ Medienordnung reden – nicht inhaltlich natürlich, aber strukturell. Dass Staatsangestellte und Politiker als Zensoren und Juroren auftreten und über die Existenz oder Nichtexistenz von Medien befinden dürfen, einer liberalen Demokratie nicht angemessen.”

5. “Trunkener Reporter wird Youtube-Star”
(netzeitung.de)
“Ein britischer Reporter trennt sich in der Nacht der US-Wahl mit unflätigen Äußerungen von seinen Auftraggebern. Er sei betrunken und wolle ein eigenes Magazin herausbringen.”

6. Interview mit einem Spammer
(blog.oliver-gassner.de)
Oliver Gassner plaudert mit einem Skype-Spammer aus Accra in Ghana, der nach “assistance in the transfer of some huge funds” fragt. Ein schlechtes Gewissen hat er keines, denn “only greedy people fall for this”.

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6 vor 9:
Ringier, Seinfeld, Merkel

Ronnie Grob, 10. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Ringier handelte verantwortungslos”
(sonntagonline.ch, Kurt-Emil Merki und Patrik Müller)
Ein weiterer Gewinner der Konzessionsvergaben, Roger Schawinski, meint, dass der Ringier Verlag, Verlierer der Konzessionsvergaben, “mitschuldig am Debakel” sei: “Das Management ging ein unverantwortbares Risiko ein, weil man schlicht überheblich war. Wenn sich Radio Energy – wie Radio 1 – auch um die Konzession für das kleine Sendegebiet beworben hätte und nicht ausschliesslich um jene für das grosse Sendegebiet, wäre der Sender mit Sicherheit zum Zug gekommen.”

2. “Über Sender, Hörer und Moritz”
(blick.ch, Marc Walder und Frank A. Meyer)
Im Ringier-Verlag trinkt man derweil weiterhin in schwarzen Anzügen Espresso. Frank A. Meyer vertritt in der Konzessionsfrage das Anciennitäts-Prinzip (wer schon da ist, soll es für immer sein): “Es gibt genug Frequenzen, sie müssen nur zur Verfügung gestellt werden. Und selbst wenn es nicht genug Frequenzen gäbe, würde es der politische Anstand gebieten, keine neuen Radios zuzulassen, sondern die eingelebten Sender bestehen zu lassen.”

3. Interview mit Larry Charles
(dasmagazin.ch, Christian Kaemmerling)
Larry Charles schreibt unter anderem Texte für die Fernsehserie “Seinfeld” und erzählt von den Anfängen: “Eines Tages sagte Larry David zu mir: Ich habe da ein Projekt, eine Fernsehshow mit Jerry Seinfeld, willst du mitmachen? In einer Folge der Show fällt später der berühmte Satz: ‘Alle machen Shows, die von irgendwas handeln. Unsere Show ist eine Show über – nichts.’”

4. “Von wegen Reporter”
(tagesspiegel.de, Benedikt Voigt)
“In China lassen sich Journalisten bezahlen, um über Missstände nicht zu schreiben.”

5. “Berlin, wir haben ein Problem”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Auch das TV steckt in der Werbekrise. Peer Schader hat mal die Werbeblocks in ‘Peng! Die Westernshow’ am Freitagabend bei Sat.1 zusammengestellt.

6. “Königin der Macht”
(nzzfolio.ch, Thomas Gsella)
“Elf Zehntel aller Deutschen finden, Angela Merkel mache ­rundweg ‘alles richtig’ – wenn sie nur blöd genug gefragt werden. Ein Bericht zur Schieflage der Nation.”

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6 vor 9:
Roger & Roger, Lafontaine, Tallinn

Ronnie Grob, 6. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Die schleichende Entmündigung”
(ejo.ch, Natascha Fioretti)
“Frankreichs Zeitungen bauen schleichend ihren Politikjournalismus ab. In Italien ändert sich wenig – der Journalismus bleibt eng mit der Politik verwoben. Ein Bericht über zwei aufwändige Studien.”

2. Roger & Roger
(weltwoche.ch, Roger Köppel)
Klare Worte von Weltwoche-Chef Roger Köppel an den Radio1-Chef Roger Schawinski. Der “angeblich urliberale Funkbefreier” würde sich als “eine Art Spartakus der Schweizer Medienszene” inszeniseren, jedoch durch die Annahme von Staatsgeldern beweisen, “dass ihm die Prinzipien, auf die er sich beruft, nichts wert sind”. Fazit: “Alt-Pirat Schawinski ist zur Verkörperung all dessen geworden, was er früher leidenschaftlich bekämpfte.”

3. “Foto: ddp (Symbolbild)”
(eichen.blogger.de)
Oskar Lafontaine dient der Online-Ausgabe des Express als Illustration zur Beschreibung eines Vorfalls aus Ägypten, bei dem ein Lehrer offenbar einen Schüler zu Tode geprügelt hat.

4. “Die Grüne Partei will Blogger kaufen”
(ruhrbarone.de, David Schraven)
“Die Grünen wollen ihre Partei modern darstellen. Deswegen wollen sie in diese verdammten Blogs rein, die Obama so erfolgreich gemacht haben. Sie wollen ihren staublangweiligen Parteitag in angesagten, ehrlichen und deswegen relevanten Blogs platzieren.”

5. “Die modernste Stadt der Welt”
(morgenkommichspaeterrein.de, Markus Albers)
Markus Albers war in Tallinn, der Hauptstadt von Estland und ist auf Internet gestossen: “Hier gibt es flächendeckend freies Internet. Cafés, Museen, Tankstellen und seit einigen Monaten sogar Bus und Bahn bieten kostenloses WIFI. In der Innenstadt von Tallinn hängen überall Straßenschilder, die auf staatlich gesponserten Datenfunk hinweisen.”

6. “Who needs an election when you have holograms?”
(guardian.co.uk, Anna Pickard)
Hologramme und Touchscreens sind weder neu (neuerdings.com, 13.3.2007 und 2.6.2008), noch erzeugen sie automatisch besseren Journalismus. Doch sie werden angewendet. “Why? Because we can. We COULD have a correspondent that could say what she says perfectly well in 2D on a normal screen. But why should we, when we can have a hologram?”

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Wochenrückblick:
Radio 1, Cicero, Keira Knightley

Ole Reißmann, 2. November 2008 um 14.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Sparen, nachlegen, vermarkten. Außerdem: Pünktlich zum 25. Geburtstag des Schweizer Privatradios gibt es ein “Beben” in der Zürcher Radiolandschaft.

Das Bild der Woche: Endlich in der Legalität angekommen sendet “Radio 24″ privates Radio aus einem Studio in Zürich – eine Aufnahme aus dem Jahre 1983. Zuvor musste Radio-Rebell Roger Schawinski illegal auf Sendung gehen, er funkte seine Welle ab November 1979 von einem Berg aus Italien in Richtung Zürich. Nach Protesten und Unterschriftenaktionen wurde 1983 das Privatradio erlaubt, “Radio 24″ machte ganz ordnungsgemäß mit einer Konzession weiter. Mittlerweile gehört der Sender Tamedia – doch Roger Schawinski mischt just in diesen Tagen erneut die Zürcher Radiolandschaft auf.

» weiterlesen: Der Wochenrückblick

6 vor 9

Ronnie Grob, 20. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

1. “Jo Groebel”
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier über einen von vielen deutschen Medien sehr regelmässig herbeigezogenen “Medienexperten”: “Groebel sagt den Qualitätsmedien wie der Berliner Quatschzeitung ‘B.Z.’ nichts anderes als das, was der grundlos erregte Mann auf der Straße auch sagen würde, adelt es aber durch den Titel ‘Professor’ und durch die Logik, dass er sich so oft öffentlich zum Thema Fernsehen äußert, dass er sich damit einfach auskennen muss.” Dazu eine Entgegnung von Jo Groebel.

2. “Der Medienunternehmer Roger Schawinski im Interview”
(nzz.ch, Sacha Batthyany)
“Wenn ich auf DVD amerikanische Serien schaue wie ‘The West Wing’, lerne ich mehr über das Weisse Haus, als wenn ich zehn Jahre lang die ‘New York Times’ und die NZZ lese. Die Staffeln von ‘The Sopranos’ sind schlicht genial, das ist Shakespeare der heutigen Zeit.”

3. Bild macht Konservativen zum Rechtsextremen
(sueddeutsche.de, Marc Felix Serrao)
“Bild bezeichnet den Chef eines konservativen Online-Magazins ohne Rücksicht auf dessen Protest als ‘Rechtsextremen’ - jetzt nehmen ihn selbst linke Blogger und der Verfassungsschutz in Schutz”. Die Entgegnung des Bloggers auf blauenarzisse.de.

4. “20 beliebte Sätze in 20 Jahren Blattkritik”
(derstandard.at)
Zu 20 Jahren Der Standard viele Listen mit 20 Punkten. Punkt 19 der beliebten Blattkritik-Sätze: “Warum haben wir das nicht?”

5. “Die Revolutionäre des Web 2.0″
(cicero.de, Robin Meyer-Lucht)
“Eine Gruppe junger Online-Pioniere lehrt die etablierten Verleger das Fürchten.”

6. “Irre: ARD steigt bei Friedenspreis plötzlich aus”
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Ein Titel wie in der Bild-Zeitung: “Heilige Einfalt, was ist da in die ARD gefahren? Das Erste hat die Übertragung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am Sonntagmittag abrupt abgebrochen.”

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Ronnie Grob, 16. September 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Die Zeitungen. Lügen wie gedruckt.”
(stefan-niggemeier.de)
“Die ‘ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft‘ ist die ‘zentrale Marketingorganisation der Zeitungen und Zeitungsgruppen in Deutschland’. Sie leidet nicht nur an einer eklatanten Binde Strich Allergie, sondern hat gerade unter dem Slogan ‘Die Zeitungen. Wer liest, versteht.’ eine große Desinformationskampagne gestartet.”

2. “Schawinskis Radio 1 verliert massiv Hörer”
(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)
“Seit einem halben Jahr ist Radio 1 im Zürcher Stadtgebiet auf Sendung. Noch unveröffentlichte Zahlen der Publica Data zeigen: Nach starkem Start laufen dem Erwachsenenradio von Roger Schawinski die Hörer davon.”

3. “Grenzenlos kostenlos?”
(tagesspiegel.de, Sonja Pohlmann)
“Nach dem Aus von Dänemarks ‘Nyhedsavisen’ prophezeien Experten das Ende der Gratiszeitungen.”

4. “Wie leicht der König beleidigt ist”
(fr-online.de, Ralph Schulze)
“Medienfreiheit in Marokko: Zensoren passen auf, ein Blogger muss ins Gefängnis und ein Fernsehsender wird abgeschaltet.”

5. “Start-Bilanz der TV-Saison: Viel Schatten, wenig Licht”
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
“In einer Branche, in der schon eine schlechte Quote reichen kann, um ein Format aus dem Programm zu kicken, kann man nicht früh genug Bilanz ziehen. DWDL.de wirft einen ersten Blick auf die noch sehr junge TV-Saison und ihre Neustarts. Die Liste der Flops ist schon jetzt lang. Aber es gibt auch Erfolge zu feiern…”

6. “Unten-rum-Fragen”
(taz.de, Anja Maier, 11.09.2008)
Oswalt Kolle im O-Ton: “Ich habe eine wahnsinnig geliebte Frau, die da ist und für mich sorgt. Und dann ist da auch meine Tochter, die auch. Meine zwei Frauen. Manchmal sitze ich so da - meine Tochter auf der einen, meine Freundin auf der anderen Seite. Und dann reden sie über mich. Als wäre ich nicht da, als wäre ich ein Hund: ,Er hat wieder das und das gemacht, da müssen wir aufpassen, dass er das nicht wieder macht.’ Das ist Liebe.”

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Ronnie Grob, 14. August 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise”
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kennt den Weg aus dem “Krisengerede”: “Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.”

2. Der Organisator der TV-Übertragungen der ARD
(ftd.de, Lutz Knappmann)
Olympia-Produktionsleiter Gerald Heitzig beklagt sich über die ständigen Sicherheitskontrollen:”Obwohl wir unsere Ausrüstung minutiös angemeldet haben und hochtransparent sind, müssen wir ständig alles öffnen und vorführen. Jeden Tag eine neue Hürde. Die Sicherheitsmaßnahmen machen uns das Leben wirklich schwer.”

3. “Ernüchternd - Die Verwirrung der Medien im Fall Clement”
(ndr.de, Video, 6:58 Minuten)
Die Sendung “Zapp” beleuchtet das Wesen der Entschuldigung. Da viele Politiker überaus viel Mühe bekunden, ein Wort der Entschuldigung über ihre Lippen zu bringen, sind viele Medien dazu übergegangen, auch schon Ansätze von Entschuldigungen als Entschuldigungen zu werten.

4. Roger Schawinski über Radiokonzessionen und Ehrverletzung
(weltwoche.ch, Philipp Gut und Peer Teuwsen)
Die Weltwoche befragt Roger Schawinski: “Bei der Fahrt zu diesem Gespräch haben wir Radio 1 gehört. Das Thema war: ‘Hundeknochen im Abo’. Macht man so Qualitätsradio?” Schawinski: “Das ist eine sehr kursorische Sendekritik.”

5. “sf lanciert tagesschau-timeline”
(benkoe.ch, Thomas Benkö)
“alle news der vergangenen 24 h chronologisch im überblick. bitte aufs bild klicken.”

6. “Markwort – Allein zu Haus”
(riesenmaschine.de, Jan Bölsche)
Focus bringt eine aufsehenerregende Titelstory, wie man durch Fahrradfahren Sprit sparen kann. Was die Riesenmaschine zu weiteren Titeln inspiriert. Zum Beispiel: “Die neue Gang-Art: Schlendern – entschleunigt, entspannt, entertaining! Toll: Ihr Körper bringt schon alles mit, was sie dazu brauchen!”

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Im Test:
Dummy

Ronnie Grob, 14. Juni 2008 um 13.36 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Das Gesellschaftsmagazin Dummy widmet sich in Ausgabe 19 der Schweiz und knöpft sich die Rogers vor. Wir testen.

Im Test: Ausgabe Sommer 2008, Thema Schweiz, 9. Juni 2008.

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Alte Biografie neu online:
Schawinski gegen Alle

Ronnie Grob, 17. April 2008 um 15.43 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Was den Rundfunk-Pionier Roger Schawinski vor seiner Zeit bei Sat.1 alles umgetrieben hat, lässt sich in der Biografie von Roy Spring nachlesen. Die ist zwar schon neun Jahre alt - dafür nun kostenlos im Netz.

Roger Schawinski
Schawinski 1997: Mit Tele Züri gut Lachen (Bild Keystone)

Der Wahlspruch der Schweiz, “Unus pro omnibus, omnes pro uno“, also “Einer für alle, alle für einen”, gilt für den Medienpionier Roger Schawinski nur bedingt. Die 1999 von Roy Spring verfasste Biografie heisst darum auch “Einer gegen Alle”.

Da sie angeblich vergriffen ist (auch wenn ich sie bei Amazon in den Warenkorb legen kann), ist sie nun, wie das schawinskinahe Kommunikationsportal persoenlich.com meldet, online vollumfänglich verfügbar, und zwar bei schawinski.jimdo.com.

In einem Interview mit der Schweizer Familie sagte er kürzlich: “Internet machen alle. Das interessiert mich nicht. Ich mache das, was niemand macht. Das war immer so.” Was natürlich stimmt: Niemand anders macht zurzeit ein Radio 1 in der Schweiz. Aber auch wenn er kein Internet macht, so heisst das nicht, dass er keine Ahnung davon hätte, wie man darin kommuniziert. Schreibt Stefan Niggemeier über ihn und sein neues Radio, so äussert er sich dazu. Und wer auch immer die Idee hatte diese Biografie bei jimdo hochzuladen - es ist eine gute Idee, Inhalte der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Einige Auszüge aus dem mutmasslich höchst unterhaltsamen Werk:

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