Thema: Roger Köppel

 

Alle 16 Artikel zum Thema Roger Köppel auf medienlese.com:

6 vor 9

Ole Reißmann, 15. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Diekmann, der schreibende Trau-Reporter
(sueddeutsche.de, Hans-Jürgen Jakobs)
Kohl, Kirch, Kai: “Ein Kanzler a. D., ein Medienmogul a. D. und ein Chefredakteur im Dienst - Helmut Kohl heiratete noch einmal”, die Bild-Zeitung berichtet. “Sehr matt glänzte der Journalismus an diesem Tag.”

Hört die Signale
(Weltwoche, Roger Köppel)
Roger Köppel hat Angst: “Politiker und Journalisten warnen vor ‘Volksabsolutismus’ und ‘Pöbelherrschaft’, wenn abweichende Meinungen erklingen. … Die Aushöhlung der Demokratie ist im vollen Gang.”

Das ganze Elend des Systems ARD
(JakBlog, Christian Jakubetz)
Die Inhalte der Mediathek seien “ziemlich eindeutig föderalistischen Missbildungen” geschuldet, nur so könne “ein eher kümmerlicher 9-Minuten-Beitrag über ‘Balkonpflanzentrends- und Pflege’ aus der ‘Landesschau Rheinland-Pfalz’ auf der Startseite online” stehen.

Vom YouTube-Hit zur Fernsehsendung
(Tages-Anzeiger, Walter Niederberger)
National Geographic hat aus einem YouTube-Clip eine ganze Sendung gestrickt. “Der Erfolg der Tieraufnahme ist ungewöhnlich, weil Youtube in erster Linie wegen der Musikclips und der teils peinlichen, teils erheiternden Selbstdarsteller bekannt ist.”

Out With the Boys for a Night of Numbering (Lesetipp)
(New York Times, Katherine Zoepf)
“I?d seen groups of young Saudi men out ‘numbering’ - chasing cars containing young girls and trying to give the girls their phone numbers via Bluetooth, or by holding written phone numbers up to their car windows. When a Saudi girl I knew told me that her friend?s older brother would be willing to take me out numbering with his friends, I leaped at the chance.”

The Day There Was No News
(Flickr, Pixelsurgeon)
“Today there was no news. And here is the proof.” Video-Collage aus BBC-Nachrichtensendungen.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Merkel in der Schweiz:
Freude, schöne Kanzlerin!

Ronnie Grob, 29. April 2008 um 10.53 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Heute besucht die deutsche Bundeskanzlerin das südliche Nachbarland. Schweizer Intelligenzblätter erinnern sich an ihr ausgeschnittenes Kleid und jubeln vorab über die “richtige” Frau.

Merkel in Oslo (Bild Keystone/EPA/KYRRE LIEN)
Merkel: “In ihrer vollen Blüte” (Bild Keystone)

Die deutsche Bundeskanzlerin ist heute für einen Kurzbesuch in der Schweiz. Sie wird sich in Bern mit Bundespräsident Pascal Couchepin treffen sowie in Genf das europäische Zentrum für Kernforschung besuchen.

Seit sie bei einem Opernbesuch in Norwegen vor zwei Wochen ein recht handelsübliches Abendkleid getragen hat, sind die Medien vom Thema der Kleiderwahl der Kanzlerin begeistert. Das Genderblog fasste die damalige Aufregung mit einem kurzen, aber aussagekräftigen “Medien überrascht: Angela Merkel hat ja Brüste!” zusammen. Julia Seeliger warf ein, dass niemand derart über Merkels Aussehen schreiben würde, wenn sie ein Mann wäre und meinte, Journalisten, die sich an Merkels Brüsten abarbeiten, “sollten sich was schämen” und erinnerte an den Pressekodex.

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Im Test:
Die Weltwoche

Ronnie Grob, 26. Januar 2008 um 14.15 Uhr, 13 Kommentare Kommentare

Die Weltwoche hat in den letzten Jahren den Grossteil der Leser- und Schreiberschaft ausgetauscht, den inhaltlichen Kurs verändert, den Besitzer gewechselt und zwei Konkurrenten verloren. Wir lesen das Magazin zu Politik, Wirtschaft und Geselltschaft.

Weltwoche-Cover

Seit die Schweizer Wochenzeitung im Jahr 2002 von sperrigem Zeitungspapier auf elegantes Magazinformat umgestellt wurde, ist einiges passiert - wir testen: Ausgabe 3/2008, 17.1.2008.

Allgemeiner Eindruck

Eine Blondine mit grossen Brüsten vornedrauf? Das muss was für Männer sein, denkt man sich. Gemacht wird das Blatt jedenfalls hauptsächlich von Männern, in dieser Ausgabe sind nur 4 oder 5 aller Artikel von Frauen geschrieben, davon einer auf einer Doppelseite, alle anderen müssen unter einer Seite bleiben. Thomas Widmer hingegen breitet auf einer Doppelseite die Vor- und Nachteile der aktuellen Miss Schweiz, Amanda Ammann aus. Das klingt dann so in den ersten Zeilen:

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Das grosse Schulterklopfen

Ronnie Grob, 18. Oktober 2007 um 19.44 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Im Springer-Verlag waren sie noch vor kurzem Chefredakteure der Welt und von Bild, Roger Köppel und Kai Diekmann. Während Köppel die Weltwoche gekauft hat, ist Diekmann noch immer Herr über die Inhalte der grössten Boulevardzeitung Deutschlands. Sein Buch “Der grosse Selbstbetrug” war Anlass für ein Gespräch der beiden an der Frankfurter Buchmesse.

Was man der Weltwoche anrechnen muss, ist, dass heute auf Seite 14 im eigenen Blatt dieser Lead steht:

Die Weltwoche ist eine konsequente Blocher-Plattform. Weil bei der Konkurrenz niemand aus dem Mittelmass herausragt, kann Roger Köppel die Themen setzen.

Geschrieben hat den Text mit dem Titel “Monotonie des Chorgesangs” Ex-Sat.1-Boss Roger Schawinski. Er meint auch, auf das Erfolgsrezept dieses Blatts gekommen zu sein:

(…) findet sich in der Weltwoche für jede Mainstream-These eine Gegenthese, die von einem irgendwo aufgestöberten Wissenschaftler vorgetragen wird.

In der Kritik eingebaut ist aber gleichzeitig auch das Lob für Besitzer und Chefredaktor Roger Köppel, den er den “leidenschaftlichsten, unerschrockensten, fleissigsten Journalisten des Landes” nennt, “mit einer fulminanten Schreibe” und einem “beachtlichen, breitgefächerten thematischen Background”. So liest sich der Text des sporadischen Weltwoche-Mitarbeiters schon etwas anders.

Dieser Köppel also redet mit Diekmann. Entstanden ist ein frisches Gespräch («Linke Verständnisfolklore»), dem man sofort abnimmt, dass es genauso geführt wurde.

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Roger Köppel steht zu seinem Angestellten Christoph Mörgeli

Ronnie Grob, 12. Juli 2007 um 10.39 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Weltwoche-Inhaber und -Chefredaktor Roger Köppel hält die Frage, ob es richtig ist, wenn ein Aushängeschild einer nationalen Partei zusammen mit seinem Stellvertreter Interviews führt, für eine Seldwyla-Debatte.

Blenden wir zurück: Am 30.06.2007 fragten wir uns, ob denn die Weltwoche noch unabhängig ist. Denn sie lässt einen führenden Politiker zusammen mit dem stellvertretenden Chefredaktor, Markus Somm, Interviews führen. Damals zweifelten wir noch, ob es sich bei Christoph Mörgeli überhaupt um den bekannten SVP-Exponenten handelt oder um einen Namensvetter.

Unsere damalige Mailanfrage hat Roger Köppel nicht beantwortet. Aber René Worni von der Werbewoche war so nett, und hat nochmals gefragt, wie denn das ist mit dem redaktionellen Mitarbeiter Christoph Mörgeli:

Das nimmt man Ihnen ab? Auch wenn Bundesrat Blocher bei Ihnen im Blatt schreibt, oder wenn SVP-Chefideologe Mörgeli als nunmehr redaktioneller Mitarbeiter Interviews führt?

Roger Köppel sieht keine Probleme:

Ich kann doch den hervorragenden Kolumnisten Mörgeli nicht einfach deshalb boykottieren, weil er in der SVP ist. Sollte ich ihn zu einem FDP-Beitritt überreden? Das Gleiche beim brillanten Formulierer Bodenmann. Ist er in der falschen Partei? Das sind Seldwyla-Debatten. Dorfmusik eins gegen Dorfmusik zwei. Da muss die Weltwoche darüber stehen.

Seldwyla? Seldwyla ist eine fiktive Kleinstadt. Und ein in der Schweiz oft genutzter Begriff, wenn es darum geht, irgendwelche Fragestellungen oder Diskussionen als belanglos zu bezeichnen. Er geht zurück auf die Novellensammlung “Die Leute von Seldwyla” von Gottfried Keller.

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Hat “der Markt” entschieden?

Peter Sennhauser, 20. Juni 2007 um 22.55 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Nach der Schliessung von Facts gibt es in der Schweiz noch nicht einmal mehr ein Produkt mit dem Potential, den Bedarf nach qualitativ hochwertigem Hintergrund-Journalismus zu decken. Vielleicht ist der Markt dafür wirklich zu klein. Dagegen spricht die offensichtliche Lust der Deutschen Verleger, sich den reich garnierten Inseratekuchen einzuverleiben.

wewo

Im Augenblick ist der grosse Gewinner in der helvetischen Medienlandschaft der Ex-Tamedia-Journalist Roger Köppel mit der auf strengen Rechtskurs getrimmten “Weltwoche” - und das, nachdem den Facts-Mitarbeitern jahrelang gesagt worden war, dass sich alles ändern werde, wenn nur eines der Wochenblätter den Kampf um die Leser aufgebe - was mit Ringiers Entscheid zur Schliessung von Cash vor rund drei Wochen passiert ist.

Das ist doppelt ironisch, indem ausgerechnet Köppels Blatt, das ständig den freien Markt predigt, von den “wirtschaftlichen Zwängen” Ringiers oder dem “Shareholder-Value” einer Tamedia weitgehend befreit ist - stehen hinter ihm doch Financiers, denen mehr an einem politischen Sprachrohr als an einem blühenden Verlagshaus liegt.

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