Thema: Ringier

 

Alle 26 Artikel zum Thema Ringier auf medienlese.com:

Schweizer Verlage:
Im Schlafwagen ins Internet

Ronnie Grob, 27. Februar 2008 um 10.58 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

Nickerchen auf einer Bergwiese
«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)

Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.

Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.

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State of the art:
Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt

Ronnie Grob, 20. Januar 2008 um 10.07 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

“Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt” ist das Schlagwort, mit dem die Verlage ihren Lesern die als Journalismus verkauften Werbebeilagen andrehen wollen.

Marc Walder im Interview, Screenshot Werbewoche
Unten links der Inhalt (Interview zum SonntagsBlick), oben rechts die Werbung (für den SonntagsBlick)

Jeweils vor Weihnachten ist es wieder soweit. Die Luxusbeilagen der Printprodukte (unsere Beiträge vom 17.11.2006 und vom 24.11.2006) erscheinen und richten sich in einem Glanz, wie Journalismus nur selten verpackt wird, an die Leser. Da sie keine eigenständigen Produkte sind, sondern nur anderen Produkten beiliegen, kann das Leserinteresse an dieser Art von Journalismus kaum nachgewiesen werden. In den Verlagen gibt man sich aber davon überzeugt. Marc Walder vom Schweizer Ringier-Verlag (unter anderem Chefredaktor des SonntagsBlick) spricht in einem kurzen Interview mit der Werbewoche gleich zwei Mal davon:
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Ringier stellt crossmediales bossi auf Ende Jahr wieder ein

Ronnie Grob, 21. November 2007 um 17.03 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das nur ein halbes Jahr alte Kochmagazin bossi von Ringier wird bereits wieder eingestellt. Es erschien sechsmal jährlich und hatte einen millionenteuren crossmedialen Ansatz.

bossi 2
Screenshot bossi.ch

Mit den Webaktivitäten des Ringier-Verlags ist es so eine Sache. Sie sind alle schweineteuer (in der Erstellung), nicht immer einfach zu bedienen - und in der Regel nicht besonders erfolgreich. Von Blick Online mal abgesehen - aber diese Website zehrt von der seit den Fünfziger Jahren aufgebauten Marke Blick, die wiederum seit Jahren verwässert wird.

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Web 0.0 bei Ringier

Ronnie Grob, 16. September 2007 um 10.02 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Der Begriff Web 0.0 wurde von Handelsblatt-Journalist Thomas Knüwer geschaffen. Er bezeichnet die “Bewegung” einer Generation von Führungskräften, die sich von Berufs wegen auf das Internet einlassen sollte, sich diesem aber verweigert. Es von ihren Mitarbeitern bedienen lässt. Und dennoch Meinungen dazu hat. Ich glaube, Michael Ringier gehört auch dazu. Michael Ringier ist als Chef von Ringier der grösste Verleger der Schweiz. Er setzt weiterhin auf bedrucktes Papier.

Um Michael Ringier zu verstehen, müssen wir erst mal wissen, wie sein Tagesablauf aussieht. Er steht auf, geht ins Büro und liest. Zeitungen und Zeitschriften:

Ich habe morgens immer dieselbe Reihenfolge: zuerst «Blick», dann «Tages-Anzeiger», «NZZ» und dann selektiv ausländische Zeitungen und jede Menge Zeitschriften. Regelmässig kann ich nicht alle lesen, sonst wäre der Tag vorbei.

Was im Internet steht, interessiert ihn nicht, denn “kein Schwein interessiert das“:

Im Internet wird zwar wahrscheinlich mehr kritisiert als in allen Zeitungen zusammen, aber kein Schwein interessiert das. Da gibt es Blogs und persönliche Homepages und weiß der Teufel was. Das findet aber niemand. Und deswegen werden wohl in Zukunft die Zeitung und die Zeitschrift diesen Platz stark für sich beanspruchen.

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“Gratiszeitungen habe ich selbst nicht wirklich ernst genommen”

Ronnie Grob, 17. Juli 2007 um 13.46 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Der Schweizer Verleger Michael Ringier wird auf fast zwei Seiten vom deutschen Spiegel interviewt.

Michael Ringier

250′000 Gemüseschäler (vielleicht dieser hier?) habe das Ringier-Produkt Betty Bossi bereits verkauft, sagt Michael Ringier zum Schluss des Interviews mit dem Spiegel (online nicht oder noch nicht verfügbar). Damit habe er mehr verdient als mit so manchem Magazin. Worauf der Spiegel (Isabell Hülsen und Thomas Schulz) entgegnet: “Das klingt eher nach einer Kapitulationserklärung des Journalismus.”

Aber weit gefehlt. Michael Ringier ist Journalismus ein Anliegen:

(…) Hier haben wir eine andere Kultur. Wir diskutieren jeden Tag intensiv über Journalismus. So etwas aufzugeben ist schwer.

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Ringier Products - ein Vorschlag

Ronnie Grob, 9. März 2007 um 16.36 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Ringier Products 1Ringier Products 4Ringier Products 3

Ringier Products 2Hallo Ringier-Verlag

Weil Euer ehemaliges Flaggschiff, die Boulevardzeitung Blick, nur noch auf dem Land gelesen wird, wo man arbeiten muss und keine Zeit für Onlinemedien hat, seid ihr doch jetzt schon seit Monaten am rumstudieren, wie das weitergehen soll mit dem Blick und überhaupt. Wie kleinreport.ch weiss,

wirbeln zurzeit verschiedene Arbeitsgruppen durch das Haus und stellen so ziemlich alles auf den Kopf, was auf den Kopf zu stellen ist. Grund: Die Auflage geht kontinuierlich zurück auf Werte, die der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegen.

Mindestens drei Gruppen sind dran, unter anderem eine “nebulöse Taskforce um Frank A. Meyer”. Wenn schon so viele Köche im Brei rühren, dann will ich mich mit Vorschlägen auch nicht zurückhalten:

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