Der Experte warnt:
“Elektronische Bildschirmmedien machen dumm”
So geht Simpel-Journalismus: Einfach nur einen Wissenschaftler mit pauschalen und umstrittenen Urteilen als Kronzeugen im Artikel auftreten lassen, schon klappt?s auch mit der knalligen These.
Braucht der Journalist einen, der ihm die ‘Politlüge’ von der dräuenden Rentnerarmut zerzaust, dann holt er sich eine habilitierte Hilfskraft von der INSM vor den aufnahmebereiten USB-Stick. Dazu ist diese Posaunenkapelle der Arbeitgeber auch da. Braucht der Journalist dagegen jemanden, der ihm - extra tiefgelegt und für jeden verständlich - mit einigen plakativen Thesen erklärt, warum er (oder sie) durch das gute, alte Holzmedium so schlau werden konnte, während draußen im Internet heutzutage alle doof bleiben müssen, dann greift er zu Manfred Spitzer. So, wie jetzt Evelyn Finger von der ‘Zeit’, die ihn zu “Deutschlands bekanntestem Hirnforscher” emporjazzt.
Der Artikel selbst enthält die üblichen Stänkereien der retardierten Medienmitglieder: dass Studenten immer ‘doofer’ würden, dass sie sich nicht mehr ‘fokussieren’ könnten und dass sie nur noch per ‘Copy & Paste’ zu schreiben verstünden. Man fragt sich, wie diese Dummerles bloß immer wieder durchs Examen rutschen: Sind die Profs auch schon verblödet, gibt’s denn überall für ein bisschen Sex bereits gute Noten? Die Bildwelten der Frau Finger sind dabei von einer geradezu surrealen Komik - sie muss wohl lange keinen Hörsaal mehr von innen gesehen haben:

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