Auflagen in Österreich:
Viele Gewinner, alle verlieren
Österreichs Zeitungen und Zeitschriften haben im Jahr 2007 viele Leser verloren. Einige Medien mussten deutliche Verluste einstecken. Vor allem junge Österreicher holen sich ihre Informationen lieber im Internet. Und das tun sie so intensiv wie nie zuvor.
Wenn die Leserzahlen für die österreichischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht werden, findet jedes Medium eine Kategorie, in der es besser als alle anderen war oder zumindest gut abgeschnitten hat. Diesmal allerdings wird es wohl für alle schwer, sich als Gewinner darzustellen: Sieger gab es 2006 so gut wie gar nicht. Verlierer dagegen zuhauf. Das zeigen die Daten der Media-Analyse für das Vorjahr. In rund 15.000 persönlichen Interviews ermitteln Meinungsforschungsinstitute jährlich, wie viele Österreicher ein Blatt tatsächlich lesen.
Viele Zeitungen mussten signifikante Verluste einstecken. Die am meisten gelesene Zeitung Österreichs, die Kronen-Zeitung, führt mit fast 3 Millionen Lesern noch immer weit vor der Kleinen Zeitung, die über 800.000 Leser hat. Die Krone hat 85.000 Leser verloren, die Leserzahlen der Kleinen blieben stabil. Besonders schmerzhaft ist der Leserschwund für den Kurier und die Presse. Der Kurier verliert 44.000 Leser, die Presse 33.000. Damit liegt der Kurier bei knapp über 620.000 Lesern, die Presse hat nur mehr 267.000 Leser.

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