Thema: Radio

 

Alle 20 Artikel zum Thema Radio auf medienlese.com:

Van Rossums “Tagesshow”:
Hier sind die Links

Ole Reißmann, 28. Dezember 2007 um 16.23 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Tagesshow

Über die Tagesschau-Kritik von Walter van Rossum berichtet heute die Frankfurter Rundschau (Hans-Hermann Kotte: “Diese Suppe soll die Welt sein?”):

“Tagesshow” lautet der Titel des neuen Buches, das auf einem Hörfunk-Feature des Deutschlandfunks beruht und das ähnlich lustig ist wie die “Christiansen”- Schelte.

Und obwohl Chefredakteur Uwe Vorkötter unlängst ankündigte, die Frankfurter Rundschau werde “auch im Netz in eine andere Dimension wachsen”, fehlt leider der Hinweis auf die Internet-Seite des Deutschlandfunks. Im Info-Kasten wird einzig das Buch erwähnt, leider nicht die Radiosendung. Beim Deutschlandfunk gibt es das Hörfunk-Feature als MP3 (41 Minuten) und als Manuskript. Denn was Hans-Hermann Kotte schreibt, klingt interessant:

Und so poltert van Rossum los, kritisiert die “Simulation demokratischer Öffentlichkeit” und “irre Sprachregelungen” im “Premiumbereich der Affirmation”.

Im Tagesschau-Blog poltert Kai Gniffke zurück. “Sollte ich jetzt noch was Inhaltliches zu dem Feature schreiben? Ach was – lesen Sie selbst. Es tut richtig weh.” Dem können wir uns nur anschließen. Van Rossums Polemik hilft, eine Haltung zur “Tagesschau” und ihrer Rolle anzunehmen. Ob man dabei der Kritik ganz oder auch nur in Teilen folgt, ist dabei erstmal egal.

Die Digitalisierung des Radios

Wolf-Dieter Roth, 15. November 2007 um 11.49 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Das Fernsehen ist inzwischen flächendeckend digitalisiert, ob terrestrisch oder über Satellit. Beim Radio war man schon viel eher technisch bereit. Doch erst jetzt wird es ernst.

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DAB-Kofferradio im 70er-Jahre-Retrodesign (Bild: W.D.Roth)

Das Radio gilt immer als der kleine Bruder des Fernsehens, denn es bringt weniger Gebühren, obwohl die Benutzungszeit in Minuten am Tag höher ist. Im Gegensatz zum Fernsehen, bei dem die Programmvielfalt den Zuschauer über Satellit auch ohne Analog-Abschaltungen in die digitale Empfangswelt lockte, konnte man sich beim Radio bislang nicht über die optimale Digitalisierung einigen.

An der führt prinzipiell jedoch auch hier kein Weg vorbei: einerseits sind digitale Abstrahlungen kostengünstiger und mit höherer Übertragungsqualität realisierbar, andererseits ist es seitens der EU seit Jahren beschlossene Sache, dass die analogen Kanäle auch terrestrisch irgendwann abgeschaltet werden sollen. Allerdings sicher noch nicht im Jahr 2015, so wie ursprünglich geplant. Und die ARD will ja nun die Digitalisierung generell vorantreiben.

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Interview mit Charles Liebherr, Schweizer Radio DRS

Ronnie Grob, 24. Oktober 2007 um 10.53 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Charles Liebherr startete 2005 das Podcasting-Angebot des Schweizer Radio DRS. Ein Interview mit ihm am Rande des Zürcher Blogcamps.

Charles LiebherrDas Schweizer Radio DRS hat ja keine Probleme mit Qualität, weder beim Equipment, noch bei den Journalisten. Nur die Website macht etwas Mühe. Sie sieht zwar recht nett aus und hat viele Inhalte, aber wer konkret etwas verlinken möchte, muss schnell mal einsehen, dass das ziemlich umöglich ist. Darum wird die Website bei Bloggern kaum beachtet.

Podcasts aber funzen, und wie. Dafür verantwortlich ist unter anderem Charles Liebherr. Er war schon am Zusammenpacken, als ich ihn letzten Samstag am Blogcamp 2.0 in Zürich für ein Kurzinterview aufhalten wollte. Obwohl sein Zug schon auf dem Gleis bereit stand, zögerte er keine Sekunde, mir mit technischem Equipment auszuhelfen. Und ein paar Minuten mit mir zu plaudern.

Ronnie Grob: Wie mir eben erzählt wurde, warst Du Internet-Pionier bei Radio DRS und hast die ersten Podcasts eingeführt. Wann war das?

Charles Liebherr: Das war im Sommer 2005. Damals führte iTunes eben eine eigene Kategorie Podcasts ein. Wir dachten schon vorher daran, Podcasts zu lancieren. Das iTunes-Verzeichnis war für uns der letzte Push und wir nahmen das als Anlass, eine Test-Plattform aufzubauen. Das Echo der Zeit feierte sein 60jähriges Bestehen und wir schenkten die Podcasts dem Echo der Zeit gewissermassen zum Geburtstag. Wir machten das mehr im Sinne eines Tricks, denn wenn wir die offiziellen Wege durch alle Gremien hätten machen müssen, dann hätten wir das vermutlich nicht geschafft. So schenkten wir als Onlineredaktion (deren Leiter ich damals war) diese Podcasts dem Echo der Zeit.

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Sprachpflege vom rechten Rand

Ole Reißmann, 9. September 2007 um 12.23 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Eine Splittergruppe bekommt Gegenwind bei Wikipedia, gründet ein eigenes, geschlossenes Wiki und schreibt eine Pressemitteilung. Die nahm Radio Eins, anscheinend ungeprüft, zur Vorlage einer Nachricht.

Weil mehrere Einträge über sprachpflegende Vereinigungen in der deutschen Wikipedia mangels Relevanz auf der Abschussliste stehen und die mitunter kritischen Inhalte den Sprachbewahrern nicht immer genehm sind, stellen die Betroffenen mit sprachpflege.info nun ein eigenes Wiki ins Netz. Schließlich ist es nicht so einfach, “bei der großen Vielfalt an Sprachvereinen und sprachpflegerischen Tätigkeiten den Überblick zu behalten”. In der Tat landet man bei einer Webrecherche schon Mal auf den Seiten von Blick nach rechts oder den antifaschistischen nachrichten.

Altpapier

Unfreiwillige PR für die Sprachpfleger (pixelio.de)

Auf sprachpflege.info möchte man vorsichtshalber ungestört sein. “Zur Gewährleistung guter Arbeit” muss man sich zur Mitarbeit bei der Redaktion bewerben. Die neue Seite startet pünktlich zum “Tag der Deutschen Sprache”, den der “Verein Deutsche Sprache” jährlich feiert. Die Pressemitteilung wurde von Radio Eins (Rundfunk Berlin-Brandenburg) gleich zur Nachricht geadelt und ging am Freitagabend mehrfach über den Sender.

Hinweise zu schicker Sprache finden sich dort entgegen der Ankündigung bei Radio Eins aber nicht. Ob man sich die Mühe gemacht hat, die Seite zu besuchen oder sich den Chefredakteur von sprachpflege.info einmal näher anzusehen?

Wohl kaum, denn dann hätte man nachlesen können, in welch illustren germanophilen Blättchen Thomas Paulwitz publiziert. Die Organe des Preußeninstituts, der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft und der Gesellschaft für freiheitliches Denken sind darunter. Für sein Wirken bekam er 2006 den Gerhard-Löwenthal-Preis der Jungen Freiheit verliehen.

Seit Freitagabend kam auf unsere Anfrage keine Antwort von Radio Eins.

Sennhausers Filmereien

Peter Sennhauser, 1. August 2007 um 9.17 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Irgendwie kommt der Film in der Blogosphäre viel zu kurz. Deswegen ausnahmsweise mal ein bisschen Vettern- (oder viel mehr Brüdern-) Wirtschaft. Aus aktuellem Anlass: Im Tessin geht grade das internationale Filmfestival von Locarno über die Leinwände.

Mein cineastisch geschädigter Bruder Michael (nein, das auf dem Bild ist jemand anders, der sich verkleidet hat - © Warner Bros), der beim Schweizer Radio DRS seinen Lebensunterhalt mit dem verdient, was er seit dem achten Geburtstag am meisten getan hat - im Kino zu sitzen -, hat ein Filmblog lanciert.

Hier gibt’s nicht nur Besprechungen von neuen Hollywoodschwarten und Indie-Fundstücken, sondern auch Nachrufe auf Ingmar Bergman, Michaelangelo Antonioni, Stücke aus der Schweizer Filmpolitik oder ganz einfach Geschmacklosigkeiten eines Korrespondenten am Festival von Cannes (am Mittelmeer? Du meine Güte). Oder Ankündigungen kommender Web-Link-Wellen.

Immer wieder stecken auch Audioschnipsel in den Blogeinträgen - immerhin wird hier das visuelle Medium Film von einem Mitarbeiter eines Audio-Mediums behandelt. Und wer’s gleich ganz ohne Buchstaben (allerdings in Hochdeutsch versetzt mit Schwyyzertüütsch) haben will, kann sich den Filmpodcast von DRS runterziehen.

Sennhausers Filmblog
Filmpodcast von Radio DRS

Ein Plädoyer gegen die Dopingberichterstattung

Ronnie Grob, 16. Juli 2007 um 15.19 Uhr, 12 Kommentare Kommentare

Seit einigen Jahren quälen mich die Medien, in dem sie das Thema Doping exzessiv thematisieren. Dabei geht mir irgendwann der Spass am Sport verloren.

Quick-Step Ich kann es nicht mehr hören und lesen. Die von mir seit je her geliebte Tour de France ist auch dieses Jahr ein Schatten ihrer selbst. Jede wie auch immer geartete sportliche Leistung wird von den Medien distanziert betrachtet und medizinisch eingestuft.

Nök Angehrn, stellvertretender Redaktionsleiter der Sendung «Sport live» des Schweizer Fernsehens, erklärt in einem Artikel von Rolf App im St. Galler Tagblatt:

Unsere Kommentatoren sind sensibilisiert und thematisieren Doping mit dem richtigen Mass. Zudem versuchen wir die Euphorie etwas zu zügeln.

Die Medien denken, dass sie besonders kritsch sind, wenn sie täglich über Doping berichten. Mich persönlich langweilt das Thema nur noch. Ich will die sportliche Seite der Tour de France sehen. Und nicht die medizinische oder moralische.

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Das Aus für Webradios

Peter Sennhauser, 13. Juli 2007 um 9.07 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Seit gestern ist das Webradio in den USA akut vom Aussterben bedroht: Extreme Tantiemenforderungen der Musikindustrie machen die grösste Plattform für unbekannte Künstler kaputt.

Ein Appellationsgericht für den District of Columbia in den USA hat gestern die Berufung verschiedener Web-Radio-Organisationen sowie des National Public Radio (NPR) gegen extreme Erhöhungen der Sendetantiemen für kommerzielle Musik durch das “Copyright Royalty Board” abgelehnt. Damit würden ab Sonntag die Gebühren für das öffentliche Abspielen von geschützten Musikstücken (wozu das Webcasting auch gehört) um bis zu 1200 Prozent teurer, und das teilweise rückwirkend. Webradios müssten ausserdem 500 Dollar pauschaler Jahresgebühr bezahlen. Die Anpassungen wurden initiiert von SoundExchange, einer Organisation der Musikindustrie.

Nach Ansicht der Webcaster würde das den Untergang zahlreicher kleiner Webcasting-Betriebe bedeuten, die derzeit rund 7 Millionen Zuhörer via Internet meist mit Sparten-Musikprogramme bedienen.

Die grössten Musikdienste wie Yahoo, Pandora und andere, schreibt die Washington Post, könnten sich die Gebühren zwar problemlos leisten. Viele der kleinen Stationen und Hunderte von Hobby-Discjockeyes müssten ihren Laden dichtmachen - oder haben das schon getan.

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Wellness-Tage am G8-Gipfel

Ronnie Grob, 8. Juni 2007 um 15.33 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Um die 5000 Journalisten arbeiten im Pressezentrum Kühlungsborn an der Berichterstattung über den G8-Gipfel in Heiligendamm. Da aber dort wenig passiert, trinken einige von ihnen Champagner, lassen sich massieren und sitzen in der Sonne.

G8-Wellness
Screenshot spiegel.de

Journalist ein toller Beruf, hab ich gestern beim halbstündigen Zapp-Lobpreis auf guten Journalismus gelernt. Das Medienmagazin ist bei seinen Nachforschungen “auf engagierte Aufklärer und mutige Reporter, vorbildliche Rechercheure und solche, die es werden wollen” gestossen. Auch ich habe dort knallharte Recherchen, die zur Entlarvung von Wirtschaftsskandalen führen, Reportagen unter Einsatz des Lebens an NPD-Veranstaltungen und Menschen, die jeden Tag die bösen Seiten der Bild -Zeitung rapportieren, gesehen. Das Journalisten-Leben kann also anstrengend sein, aber auch befriedigend.

Nur: Was genau machen die 5000 akkreditierten Journalisten am G8-Gipfel? Yasemin Yüksel von Spiegel TV hat es herausgefunden (Video, 2:31 Minuten). Sie sitzen in der Sonne, trinken vor der Arbeit Champagner und lassen sich den Rücken massieren. Und kriegen Gratispostkarten, Handcremes, Frisbee-Scheiben, Müsli, Handtücher und Rezeptbücher für Milkshakes geschenkt.

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Permalinks, die kein halbes Jahr halten

Ronnie Grob, 25. April 2007 um 9.17 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Der Begriff Permalink bzw. Permanentlink ist eine Kontamination, die aus den englischen Wörtern permanent und link abgeleitet ist. Ein Permalink bezeichnet einen für immer oder für lange Zeit bestehenden URI eines Artikels im Internet oder eines Weblog-Eintrags, über den der Artikel im Internet verlinkt werden kann.

Das steht in der deutschen Wikipedia unter dem Permalink Permalink. Permanenz, das dem Permalink zu Grunde liegende Wort, bedeutet soviel wie Beständigkeit, Dauer, Dauerhaftigkeit, Fortbestand, Fortbestehen, Fortdauer, Fortgang, Stetigkeit, Weitergehen. Permalinks halten lange, wenn auch nicht ewig, so wie andere Wörter, die mit Perma- beginnen, zum Beispiel Permafrost .

Dass viele aber nicht mal ein halbes Jahr überdauern, das finden im Besonderen Blogger, die gerne mal auf Stellen, Orte, Plätze, Lokationen im Internet verweisen, traurig. Denn so stehen ihre Leser, die vertrauensselig den in die Texte eingeflochtenen Pfeilen mit den exakten Richtungsangaben (Hyperlinks ) folgen, vor dem blanken Nichts.

Wieso ich darauf komme? Weil ich alle im Oktober 2006 von mir selbst gesetzten Links der wochentäglichen Presseschau “6 vor 9″ ausgewertet habe. Mit diesem Resultat:

* Gesetzte “6 vor 9″-Links im Oktober 2006, insgesamt: 124 (100%)

* Davon im April 2007 noch immer aktive Permalinks: 101 (81%)

* Davon im April 2007 nicht mehr aktive Permalinks: 23 (19%)

Für die nicht mehr aktiven Permalinks sind vor allem die Portale

* presse.com (Die Presse , 5 nicht mehr zugängliche Links)

* fr-aktuell.de (Frankfurter Rundschau , 5 nicht mehr zugängliche Links)

* jungewelt.de (Junge Welt , 2 nicht mehr zugängliche Links)

* ftd.de (Financial Times , 2 nicht mehr zugängliche Links)

* berlinonline.de (Berliner Zeitung , 2 nicht mehr zugängliche Links)

zuständig. Natürlich ist es jedem Angebot freigestellt, seine Links so lange wie gewünscht frei zugänglich zu halten. Ich werde aber angesichts dieser Auswertung Artikel dieser Angebote nur noch in herausragenden Fällen verlinken und ansonsten ignorieren.

Alle Details zur Auswertung hier:

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Superschweizer dank DRS3

Ronnie Grob, 23. Januar 2007 um 14.29 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

“Deutsche in der Schweiz” ist ein beliebtes und oft verwendetes Thema von Journalisten südlich und nördlich des Rheins (siehe hier und hier). Diese Woche widmet das Schweizer Radio DRS3 einem integrationswilligen Deutschen namens Clemens kulturelle Hilfestellung. Die Serie dauert noch bis Freitag und heisst “Clemens wird Schweizer“.

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