Thema: Radio

 

Alle 20 Artikel zum Thema Radio auf medienlese.com:

Audio im Netz:
Ton fürs Internet

Ole Reißmann, 5. Dezember 2008 um 12.47 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Voll auf die Ohren: Vorschläge für den Einsatz von Audio im Netz. Im ersten Teil: Warum nur Jingles, wieso Interviews, bessere Podcasts und Musik nie ohne Musik.


Neulich habe ich mich hier gefragt “Radio im Internet – aber warum?”. Anlass war ein kurzer Radiobeitrag auf einer nachrichtlichen Seite, für dessen Inhalt ich mich interessiert habe. Nur das Format hat mich abgeschreckt. Deswegen hier eine erste noch eher subjektive Sammlung, wann Audio im Internet eine gute Idee ist. Später soll daraus einmal eine Liste mit nützlichen Tipps werden – doch bis dahin freue ich mich über Kommentare und Anmerkungen. » weiterlesen

Journalismus 2.0:
Radio im Internet – aber warum?

Ole Reißmann, 28. November 2008 um 10.11 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Das Internet ist geduldig, alle möglichen multimedialen Inhalte lassen sich abladen. Warum nicht statt eines drögen Textes auch mal einen Audio-Clip veröffentlichen? Oder warum nicht?

Ein Beispiel von der gerade gestarteten Journalistenschüler-Seite “Macht-Maschine”: Unter der Überschrift “Die Macht der Medien” wird ankündigt, dass “Politikredakteure führender Medien” ihre Rolle als vierte Macht im Staat “selbstkritisch beurteilen”. Zwei Probleme habe ich mit dem Beitrag, eins betrifft die Form, das andere den Inhalt:

Angeboten wird ein Podcast, eine Audio-Datei. Welche führenden Journalisten da zu Wort kommen, wird vorher nicht verraten. Dafür dauert die Sendung nur Web-freundliche 3 Minuten, in denen aber gleich vier Journalisten zu Wort kommen. Mit kurzen Statements, sogenannten O-Tönen, mehr ist da nicht drin. Keine Nachfragen, keine Erklärung, was eigentlich die Arbeit der zitierten ausmacht. Das ist nett zusammengeschnitten, zum Schluss gibt es noch ein versöhnliches Fazit – nur was ist damit gewonnen?

» weiterlesen

Medienzeiten:
Fernsehen ist schwerfällig, dümmlich, flüchtig

Klaus Jarchow, 17. Juni 2008 um 11.14 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Es zählt das geschriebene Wort: Während sich die Botschaften aus Fernsehen und Radio schnell versenden, archiviert Google das Gedächtnis der Menschheit in Textform.

Fernsehmatrix: Hochspannung feuert Elektronen auf den Schirm (Bild ftbester, Creative-Common-Lizenz)Ich hatte mit Peter übers Bloggen und übers Internet gesprochen und dabei das abgegrabbelte Web-2.0-As aus dem Ärmel gezogen, wonach die Printmedien informationell deshalb mit dem Internet nicht mehr mithalten könnten, weil sie mit ihren ‘News’ immer 24 Stunden zu spät auf den Markt kämen. “Das war beim Fernsehen und beim Radio doch auch schon so”, sagte daraufhin mein Peter. Einen Moment lang meinte ich, ein leises Zischen zu hören, als mir argumentativ die Luft aus den heißluftgefüllten Reifen entwich.

Peters Argument ist auf den ersten Blick ja auch bestechend: Das Fernsehen mit seinen zahllosen ‘Live-Sendungen’ direkt aus dem Erdbebengebiet, oder auch der Propagandaminister Goebbels im Sportpalast, wie er damals via Volksempfänger schnurstracks in jedes toitsche Wohnzimmer gelangte … die ‘Funkmedien’ erfüllten mit ihren Direktübertragungen tatsächlich genau das schon lange, was jetzt der ‘Mythos Internet’ einer Medienrevolution in der Jetztzeit zuschreibt. Andererseits …

» weiterlesen

Roger Schawinski vs. RBB:
“Nur für Erwachsene”?

Wolf-Dieter Roth, 14. April 2008 um 10.03 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, ist eingetroffen: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg verklagt Roger Schawinski wegen des Namens seines neuesten Senders!

BildRoger Schawinski ist ein Energiebündel und eckte immer schon an. Er hatte im Schweizer Fernsehen die Konsumentensendung “Kassensturz” (vergleichbar dem ARD Ratgeber) aus der Taufe gehoben und für den Migros-Konzern die Tageszeitung TAT.

Beide Projekte waren den Chefs von Schawinski zu kritisch und er musste gehen. Doch statt mit 33 Jahren brav Arbeitslosengeld zu beziehen, startete er einen “Piratensender” - Radio 24 aus Italien. Einem Schweizer muß man nicht mehr erzählen, der Rest kann die wilde Piratenzeit von Roger nachlesen.

Später war Roger Schawinski Programmchef von Sat.1. Jetzt macht er wieder Radio. Und wird prompt wieder als Pirat beschimpft, und zwar als die schlimmste Art von allen - als Markenpirat:

» weiterlesen

Das «Sünneli der SVP» und die dreckigen Stallfenster

Peter Hogenkamp, 10. April 2008 um 10.00 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Radiosendung «Echo der Zeit» hat eine sehr schöne Geschichte auf den Leserbriefseiten des Schweizer Bauer entdeckt. Es geht vordergründig um Stallfenster, Güllelöcher und Geranien, in Wirklichkeit aber um den Zustand der Schweizer Volkspartei (SVP).

(Für ausländische Leser kurz die Vorstellung der Charaktere: Toni Brunner ist Ostschweizer, Bauer, seit Jahren der Jungstar der SVP und seit einigen Wochen Präsident der Landespartei. Samuel Schmid ist Berner, Mitglied der Landesregierung als Verteidigungsminister, zwar auch SVP-Mitglied, aber schon seit Jahren in Ungnade gefallen, weil er deutlich abseits der Parteilinie steht, dies erst recht, seit er sich im letzten Dezember über die Abwahl seines Parteikollegen Christoph Blocher einigermassen unverhohlen gefreut hat. Vermutlich ist er die zweitmeistgehasste Person der Partei nach Neu-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.)

» weiterlesen

Hörspiele zum Download:
“Lagerfeuer und Schmieröl”

Ole Reißmann, 10. Februar 2008 um 20.02 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Arbeitslosen-Armee und Flakhelfer-Fantasien: Bernadette La Hengst und Rocko Schamoni haben Hörspiele für den WDR gemacht.

Bernadette LaHengst und Rocko Schamoni
La Hengst und Schamoni (Bilder: Christiane Stephan, Dorle Bahlburg)

Mit den Öffentlich-rechtlichen ist es so eine Sache. Einerseits hat die preisgekrönten Comedy-Serie “Dittsche” gerade ihren angestammten Sendeplatz am Sonntagabend verloren. Andererseits liefen im gebührenfinanzierten Programm jüngst Hörspiele von Bernadette La Hengst und Rocko Schamoni – und die gibt es sogar zum Download. Bevor es Montag also mit dem üblichen Ernst weiter geht, empfehlen wir zur sonntäglichen Entspannung:

» weiterlesen

Neu am Kiosk:
Das Hörmagazin Besprochen

Ronnie Grob, 31. Januar 2008 um 15.30 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Man kann sich nun am Kiosk die erste Ausgabe des Hörmagazins Besprochen kaufen. Es besteht aus einer mit Karton und Plastik umwickelten Compact Disc.

Hörmagazin Besprochen
Musikblog in CD-Form: Das Hörmagazin Besprochen

Gestern am Kiosk war ich einigermassen überrascht. Die dem Papier beliegenden und in den letzten Jahren sich inflationär verbreitenden Gadgets kann man nun auch ohne Papier kaufen, für nur 4.50 Euro (Österreich: 5.20 Euro, Schweiz: 8.90 Franken). Wer das jetzt etwas doof findet, am Kiosk eine CD zu kaufen, die man dann zuhause wieder in den Musikspieler seines Rechners einliest (ich hoffe mal, das geht überhaupt), dem sei gesagt, dass es auch noch Menschen mit Stereoanlagen gibt. Und CD-Playern. Die sich die CD im Arbeitsweg-Stau im Auto anhören möchten. Es gibt sogar Leute, die CDs noch richtig gut finden und nicht zu einem lästigen Produkt verkommen, das viel zu oft noch unausgepackt in den Mülleimer wandert.

» weiterlesen

Rob Leighton R.I.P. “Wir sind die Musik-Macher und Träumer…”

Wolf-Dieter Roth, 29. Januar 2008 um 9.30 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Es gibt verschiedene Methoden, seine Träume und Gedanken wiederzugeben. Der eine malt, der andere schreibt ein Blog. Wieder andere machen Musik - oder legen Musik auf. Rob Leighton war einer von ihnen, ein Radio-DJ.

Rob Leighton
Rob Leighton im Studio des Radioschiffs Ross Revenge (Bild: Radio Caroline)

Man kennt heute eigentlich nur noch die dauerschwätzenden Dudelfunk-Moderatoren, die zwischen Verkehrsfunk, Wetter und Werbung fürchterlich “wichtige” Gewinnspiele und Umfragen veranstalten (”Das Benzin wird teurer, das Wetter schlechter und in der Kantine gibt es heute nur Fisch, wie finden Sie das?”). Die DJs, die sich ganze Abende den Hörern und der Musik widmen, mit ihrer Zusammenstellung Geschichten erzählen und einem alte und neue Musik nahebringen, die sind selten geworden, die kennt man nur noch aus Spielfilmen.

In England gibt es sie aber noch. Sie begannen ihre Laufbahn meist auf Piratensendern auf Schiffen, John Peels “Perfumed Garden” war eine berühmte Sendung und begründete seine jahrelange Karriere als Entdecker unbekannter Musik.

» weiterlesen

Öffentlich-Rechtliche in Deutschland:
Mehr Geld, aber nicht fürs Digitalradio

Wolf-Dieter Roth, 25. Januar 2008 um 10.40 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Rundfunkgebühren - wer hätte das gedacht? - steigen! Und zwar um 5,56%, von 17,03 auf 17,98 Euro im Monat für Fernsehen. Beim Radio wird von 5,52 auf 5,76 Euro im Monat erhöht. Dafür wird es aber weiter analog rauschen müssen.

Kein Digitalradio
Digitalradio-Vollversorgung ab 2009? Nein, das wurde gestrichen! (Bild: W.D.Roth)

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat den höheren Finanzbedarf errechnet. Die KEF ist die Behörde, die zwischen dem Geld, das die GEZ eintreibt, und den Rundfunkanstalten steht und so deren Gebührenhunger bändigen soll. Dass sich die Politik ebenfalls in die Diskussion einschaltet, wie in der letzten Gebührenrunde geschehen, ist dagegen eigentlich nicht vorgesehen. Die Wirksamkeit der KEF als Gebührenbremse wird zwar gerne angezweifelt, doch hat sie schon öfters tatsächlich überzogene Pläne der Rundfunkanstalten gestoppt.

» weiterlesen

Folgen der WRC-07 für den Rundfunk:
Was bleibt von der “digitalen Dividende”?

Wolf-Dieter Roth, 24. Januar 2008 um 10.14 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die World Radiocommunication Conference (WRC) findet alle zwei bis vier Jahre statt. Auf der WRC-07 vom 22. Oktober bis 16. November 2007 sollte unter anderem die “Digitale Dividende”, durch die Digitalisierung des terrestrischen Fernsehens freigewordene Frequenzkapazität, an die Mobilfunkunternehmen verhökert werden. Wie ist dies ausgegangen?

Bild
Veranstaltung im Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München-Freimann, rechts: Jan Outters (Bild: W.D.Roth)

Auf einer WRC wird von den Fernmeldeverwaltungen der verschiedenen Staaten weltweit die Verteilung aller Funkfrequenzen beginnend im noch kaum strahlenden KHz-Bereich (Audio) bis hinauf zu 3000 GHz, 3 THz, den Terahertz-Strahlen, dem fernen Infrarot, diskutiert und gegebenenfalls neu verteilt. Große Sorge machten sich die Rundfunkanstalten dabei um eine Neuvergabe des UHF-TV-Spektrums an Mobilfunkinteressenten. Sind sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen?

» weiterlesen

 
slug blogoscoop