Alle 2 Artikel zum Thema Pro Publica auf medienlese.com:
10 Millionen Dollar investiert das amerikanische Milliardärs-Ehepaar Sandler jährlich in investigativen, unabhängigen, nicht profitorientierten Journalismus. Ein Vorbild?
“Kultivierter Millionär gesucht” titelte kürzlich die Süddeutsche Zeitung zur Suche des insolventen Berliner Aufbau-Verlags nach einem Investor. Und genau das hätten auch viele Zeitungen gerne. Jemanden, der Geld liefert und somit Journalismus ermöglicht – aber nicht reinredet in die Ausrichtung und den Inhalt des Produkts. Doch will ein Investor im sterbenden Zeitungsgeschäft mit seinem Investment Geld verdienen, wird er sofort mit einer die fruchtbaren Felder kahlfressenden Heuschrecke verglichen, gehasst und bekämpft.
Folglich bleibt dem Journalismus in Zukunft nur mehr eine Lösung: Er benötigt Investoren, die Geld liefern und dafür nichts mehr als hervorragenden Journalismus erwarten. Die Geld geben, weil “kritischer Journalismus die Voraussetzung für eine lebendige, funktionierende Demokratie ist” (Thomas Leif). Wie die Sandlers, die mit einer erfolgreichen Bank zu Milliardären wurden und im Oktober 2007 die gemeinnützige Organisation ProPublica vorstellten. Hier sollen Journalisten ohne die Finanzsorgen eines Verlages investigativ arbeiten können – zum Wohl der Allgemeinheit.
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“Unser Ziel ist es, Machtmissbrauch aufzudecken”
(nzz.ch, Stephan Weichert und Alexander Matschke)
“Vor einem halben Jahr nahm das Redaktionsbüro Pro Publica in New York seinen Betrieb auf. Das von einer Stiftung getragene Büro will den Recherchierjournalismus fördern. Zehn Millionen Dollar stehen pro Jahr zur Verfügung. Der Chef, Paul E. Steiger, zieht eine erste Bilanz.”
Welt-Meister der Google-Optimierung
(meedia.de, Jens Schröder)
“In einer exklusiven Analyse haben wir eine Woche lang aus der Google-News-Startseite herausgefiltert, welche News-Quellen wie oft verlinkt werden. Ergebnis: Welt Online ist die unangefochtene Nummer 1.”
Von wegen Witzemacher
(stefan-niggemeier.de)
“Vermutlich muss man sich ernstlich Sorgen machen um eine Gesellschaft und eine Medienwelt, in der Komiker und Satiriker nicht nur ungefähr die einzigen sind, die noch die Wahrheit sagen, sondern auch die einzigen, die überhaupt erkennen, worum es geht bei einer Diskussion. Andererseits: In Deutschland wüsste ich nicht einmal, wer diese Komiker und Satiriker wären.”
Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind
(wissenswerkstatt.net, Marc Scheloske)
“In 10 Jahren werden wir rückblickend darüber schmunzeln, daß einst Blogs und der konventionelle Redaktionsjournalismus als Gegensatz und Konkurrenz angesehen wurden. Die publizistischen Scharmützel zwischen den wilden, aufbegehrenden Bloggern und den Besitzstandswahrern des selbsternannten Qualitätsjournalismus werden uns lächerlich erscheinen.”
Das Sommerloch kommt diesmal von der SPD
(welt.de, Klaus Nelissen)
“Medienexperte” Norbert Bolz behauptet, das “Medien-Phänomen Sommerloch” sei ein “deutsches Spezifikum”. Wie bloss kommt es, dass in der Schweiz auch über Sommerlöcher diskutiert wird?
der kaugummi-krimi in bern
(henusodeblog.blogspot.com)
“Auf dem Asphalt der Aarstrasse findet sich eine auffällige Ansammlung von Kaugummis. Eine der kursierenden Erklärungen für das mysteriöse Phänomen: Ein Velofahrer spuckt auf dem Heimweg stets an gleicher Stelle seinen Kaugummi aus. Stimmt das?”
Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.