Thema: Presseschau

 

Alle 109 Artikel zum Thema Presseschau auf medienlese.com:

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Ronnie Grob, 10. September 2008 um 8.50 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

1. “Plumpheit, dein Name ist Spiegel Online”
(letterofintent.wordpress.com, Wullenwever)
“Danke, Herr Schwabe, für diesen Beitrag! Und danke, Spiegel Online, dass Ihr so viel Wert auf Recherche legt und es für ausreichend erachtet, wenn einer Eurer (freien?) Mitarbeiter einfach bei CNN abschreibt. Meinetwegen soll er. Es dann aber noch deutlich schlechter zu tun, mit mehr Vermutungen und Behauptungen, weniger Klarstellung und Gegenrede - das grenzt an das Verfahren eines Schmierenblattes übelster Sorte. Was SPON offenbar schon längst geworden ist.”

2. “‘Subway’-Journalismus für alle”
(stefan-niggemeier.de)
Die PR-Agentur foleys, die Sendungen wie “Galileo” bei Pro7 “betreut”, bedauert, “evtl. missverständlich formulierte Aussagen” getätigt zu haben. Und entfernt die gestern noch online verfügbare Pressemitteilung vom April. Eine Unternehmenssprecherin von Pro7 sagte, wenig überraschend: “Niemand plaziert in irgendeiner Weise Beiträge in irgendwelchen Formaten von uns. (…) Die Einzigen, die bei uns Geschichten ‚initiieren’, sind Redakteure.”

3. “Nordkorea wirft Medien Verschwörung vor”
(tagesanzeiger.ch)
“Ein nordkoreanischer Diplomat hat Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung des Staatschefs Kim Jong Il vehement dementiert. In den Medien wird weiter spekuliert.”

4. “Die Kaufzeitung als Übergangsphänomen”
(madial.blogspot.com)
“Auf tagesanzeiger.ch findet sich heute ein eher merkwürdiges Stück journalistischer Wirklichkeitskonstruktion: Unter dem Titel ‘Die Gratiszeitung als Übergangsphänomen‘ argumentiert sich David Vonplon ein baldiges Ende der Umsonstpresse zurecht.”

5. “Und was ist die ganze Wahrheit?”
(wdr5.de, Audio)
Dirk Kurbjuweit, Leiter des Spiegel-Büros in Berlin, im Interview.

6. “Wahlkampf 2.0″
(krone.at)
“Aktuelle Plakatsujets, ein paar unscharfe Bilder aus dem Wahlkampfzelt und eine bereinigte Schönwetterbiografie auf der Homepage - das war gestern. Die Parteien haben auf Web 2.0 umgestellt und bedienen sich an allem, was das Internet zu bieten hat.”

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Ronnie Grob, 15. August 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “… und noch ein Schweizer Gratisblatt”
(tagesanzeiger.ch, David Vonplon)
“Ringier will die Lancierung von ‘20 Minuten Friday’ kontern. Der Verdrängungskampf im Markt der Umsonstpresse spitzt sich zu.”

2. “Der Journalist hat immer das letzte Wort. Immer.”
(klartext.ch, Nick Lüthi)
Ursula Haller, Präsidentin der neu gegründeten schweizer Partei BDP, über ihr Verhältnis zu Journalisten: “Ich pflege grundsätzlich ein relativ gutes Verhältnis zu den Journalisten. Das hat aber nie etwas mit Anbiedern zu tun. Denn der Journalist und ich wissen: Wir können noch so gut miteinander auskommen, wenn ich aber einen politischen Fehler mache, muss ich damit rechnen, dass der gleiche Journalist, mit dem ich am Vorabend noch gemeinsam einen Teller Spaghetti gegessen habe, am nächsten Tag bitterböse über mich schreiben kann.”

3. “Klinsmann verstärkt die Homepage der Bayern”
(faz.net, Christian Kamp)
“Bis auf wenige Ausnahmen bieten die Klubs der Fußball-Bundesliga auf ihren Internetseiten auch Fernsehbeiträge in eigener Sache an. Journalismus durch die Vereinsbrille oder Zusatzangebot für Fans?”

4. “‘Newsnetz’-Zynismus”
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
Bazonline.ch titelt eine Story zur Todesstatistik an einem schweizer Berg tatsächlich mit “Das Matterhorn - gefährlicher als ein Irakeinsatz“.

5. “Verflixt, diese Splitscreens”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Wo befindet sich Peter Klöppel? In Köln oder in Peking?

6. “Herr Federer, ein Mensch”
(arlesheimreloaded.ch, Manfred Messmer)
“Man kommt ja an den Spielen nicht vorbei. Wenn man sich wie ich mit Tagesschau- und Durchzäpphäppchen begnügt, fallen einem so wesentliche Dinge wie der Körperbau dieser Randsportathleten auf.”

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Ronnie Grob, 14. August 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Springer-Chef Döpfner zur US-Zeitungskrise”
(handelsblatt.com, Hans-Peter Siebenhaar)
Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kennt den Weg aus dem “Krisengerede”: “Unser Geschäft ist Inhalt. Wenn wir guten Journalismus pflegen, egal ob gedruckt oder online, dann ist mir nicht bange. Wer sein Kerngeschäft herunter redet oder sich gar zu Tode spart, wird scheitern.”

2. Der Organisator der TV-Übertragungen der ARD
(ftd.de, Lutz Knappmann)
Olympia-Produktionsleiter Gerald Heitzig beklagt sich über die ständigen Sicherheitskontrollen:”Obwohl wir unsere Ausrüstung minutiös angemeldet haben und hochtransparent sind, müssen wir ständig alles öffnen und vorführen. Jeden Tag eine neue Hürde. Die Sicherheitsmaßnahmen machen uns das Leben wirklich schwer.”

3. “Ernüchternd - Die Verwirrung der Medien im Fall Clement”
(ndr.de, Video, 6:58 Minuten)
Die Sendung “Zapp” beleuchtet das Wesen der Entschuldigung. Da viele Politiker überaus viel Mühe bekunden, ein Wort der Entschuldigung über ihre Lippen zu bringen, sind viele Medien dazu übergegangen, auch schon Ansätze von Entschuldigungen als Entschuldigungen zu werten.

4. Roger Schawinski über Radiokonzessionen und Ehrverletzung
(weltwoche.ch, Philipp Gut und Peer Teuwsen)
Die Weltwoche befragt Roger Schawinski: “Bei der Fahrt zu diesem Gespräch haben wir Radio 1 gehört. Das Thema war: ‘Hundeknochen im Abo’. Macht man so Qualitätsradio?” Schawinski: “Das ist eine sehr kursorische Sendekritik.”

5. “sf lanciert tagesschau-timeline”
(benkoe.ch, Thomas Benkö)
“alle news der vergangenen 24 h chronologisch im überblick. bitte aufs bild klicken.”

6. “Markwort – Allein zu Haus”
(riesenmaschine.de, Jan Bölsche)
Focus bringt eine aufsehenerregende Titelstory, wie man durch Fahrradfahren Sprit sparen kann. Was die Riesenmaschine zu weiteren Titeln inspiriert. Zum Beispiel: “Die neue Gang-Art: Schlendern – entschleunigt, entspannt, entertaining! Toll: Ihr Körper bringt schon alles mit, was sie dazu brauchen!”

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Ronnie Grob, 12. August 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Russia: Again Savior of Peace and Life”
(english.pravda.ru, Lisa Karpova)
Wie auch faz.net berichtet, sehen russische Medien Russland als Friedensbringer. Die Gegenseite wird so geschildert: “Georgian troops attempted to storm the city much as Hitler‘s Panzer divisions blazed through Europe”. Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili wird als aufgeblasener Clown beschrieben. Wer mal einen richtig einseitigen Artikel lesen will, ist mit diesem in der Pravda gut bedient.

2. Chinas neue Blätter
(faz.net, Luo Lingyuan)
“Der Zeitungsmarkt in China wächst. Auch wenn kritische Kommentare gefährlich und politische Spekulationen nahezu unbekannt sind, ist die Berichterstattung freier geworden. Die neuen Blätter sind human, leserfreundlich, informativ und - objektiv.”

3. “Ich habe die Zukunft der Nachrichten gesehen”
(blog.metaroll.de, Benedikt Köhler)
“In Zukunft werden Schlagzeilen von uns selbst gemacht. Im Internet.”

4. “Die Menschen werden nicht dümmer”
(brainblogger.de, Patrick Breitenbach)
Der Brainblogger zur Spiegel-Frage, ob das Internet uns dumm mache: “Sollte es also diese beschriebene Verdummung tatsächlich geben, so fällt dies leider immer wieder auf die klassischen Medien (Boulevard-TV-Radio-Presse) zurück. Sie sind die eigentlichen Erfinder der ’sinnlosen’ Informationsflut. Oder gibt es meinem Leben einen Nutzen oder Sinn, wenn ich lese, dass sich Boris Becker verlobt?”

5. “20 Jahre ideelles Gesamtfeuilleton”
(konkret-verlage.de, Ralf Schröder)
“Zum Jubiläum präsentiert sich die Kulturzeitschrift ‘Lettre International‘ sendungsbewußter denn je.”

6. “Neuer ARD-Skandal”
(eleph.antville.org, yam)
“Nach dem Drama um die falsche Fahne leistet sich die ARD den nächsten Scheiß.”

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Ronnie Grob, 11. August 2008 um 8.51 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Internet, intelligent!”
(dasmagazin.ch, Thomas Zaugg)
“Pessimisten aller Länder, seid lieb mit dem digitalen Zeitalter. Wenn man sich nicht dumm anstellt, macht es nicht dumm. Ein Appell.”

2. “Chinas Botschafter kritisiert Schweizer Medien”
(sonntagonline.ch, Katia Murmann und Patrik Müller)
Der chinesische Botschafter in der Schweiz, Dong Jinyi, empfiehlt folgende Sehenswürdigkeiten: “Die Grosse Mauer, weil sie das wohl wichtigste Kulturerbe Chinas ist. Dann die Sommerpaläste der chinesischen Kaiser. Und die Einkaufszentren – damit die Schweizer sehen, welch grosses Angebot es heute in China gibt.”

3. “Als Journalist in Peking”
(stern.de, Jens Fischer)
Stern.de-Reporter Jens Fischer wird nachts von sechs Polizisten geweckt und kontrolliert: “Meine Daten wurden notiert, ihre Blicke durchbohrten mich. Nach etwa 15 Minuten hatte der ganze Spuk ein Ende. Pass und Akkreditierung wurden mir wieder ausgehändigt, die Staatsmacht zog von dannen.”

4. Interview mit Christiane zu Salm
(faz.net, Georg Meck)
Christiane zu Salm vom Burda Verlag beruhigt den Fragesteller von der Frankfurter Allgemeinen: “Zeitschriften und Zeitungen sterben genauso wenig wie seinerzeit das Buch.” - “Danke. Genau das wollten wir hören.”

5. “Eine kleine Umfrage unter Bloggern”
(blogbar.de, Don Alphonso)
Don Alphonso macht sich Gedanken über die Leute, die einen, viele Blogger kennen das, dummdreist um Informationen angehen: “Das sind vermutlich irgendwelche viertelgebildeten Auswendiglerner, die unter Druck ihre 20 Seiten zusammenschmieren und dann faktisch von irgendeinem HiWi betreut werden, der auch keine Ahnung vom Thema hat. Hauptsache was mit Internet und einem Modethema.”

6. “Ich war ein hübscher Arztsohn mit guten Manieren”
(welt.de, Sven Michaelsen)
Wer dem Spiegel beweisen will, dass er doch noch fähig ist, einen über fünf Zeilen hinausgehenden Text zu lesen, sollte sich Interview mit Oswalt Kolle in voller Länge antun. Es lohnt sich.

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Ronnie Grob, 6. August 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. Schweizer Armee im Video-Fieber
(sf.tv, Video, 7:31 Minuten)
Die schweizer Armee kann es nicht verhindern, dass Soldaten immer wieder Videos vom lustigen Armeebetrieb auf YouTube hochladen (Beispiel: “Duschen mit Gasmaske“). Selbst bietet sie auf mediathek.admin.ch (mit Steuergeldern produzierte) PR-Clips in Hollywood-Manier an (Beispiel: “Der Grenadier - semper fidelis“).

2. Ueli Haldimann zur Affäre Schmid/Nef
(cr.blog.sf.tv, Ueli Haldimann)
Der Chefredaktor des Schweizer Fernsehens stellt drei Hypothesen auf, “woher wohl all die Informationen kamen, mit denen die Story während zwei Wochen am Kochen gehalten wurde. Schon beim ersten Artikel in der SonntagsZeitung fragte ich mich: Wer hat den Kollegen diese Geschichte gesteckt?”

3. “Sie wollen jetzt aber nicht allen Ernstes über meine Haare reden?”
(falter.at, Nina Horaczek und Julia Ortner)
Fernsehjournalistin Ingrid Thurnher muss im Interview mit dem Falter Auskunft geben über ihren Pony, über Groupies und über ihre eventuelle Eitelkeit. Ausserdem beantwortet sie die Frage, ab wann man als Journalist “verhabert” ist: “Ich würde nie mit einem Politiker über Urlaubspläne reden oder beim Heu­rigen versacken.”

4. “Keine Olympia-Filme im Internet”
(tagesschau.de, Sabine Klein)
Tagesschau.de befragt den ARD-Rechtsexperten Christian Blankenburg, warum “Zusammenfassungen der Wettkämpfe, die in der Tagesschau und in den Tagesthemen zu sehen sind, nicht im Internet gezeigt werden” dürfen.

5. “Andys Liebling”
(jetzt.sueddeutsche.de, Andrian Kreye)
“Warhols Zeitschrift ‘Interview’ wieder in der Hand seiner Freunde”

6. “24 mal aufs Auge: internationale Magazincover”
(linksoben.biz, Florian Köppe)
“Ich habe hier eine kleine Auswahl von bekannten Publikumszeitschriften und eher unbekannten Kultur, sowie Designmagazinen zusammengestellt, die durch ein interessantes Äußeres glänzen und uns Inspiration und Lust zum Entdecken neuer Magazine in diesem undurchsichtigen Dschungel geben können.”

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Ronnie Grob, 4. August 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

“Wir sind’s nur”
(jetzt.sueddeutsche.de, Christian Zaschke)
“China öffnet sich mit den Olympischen Spielen der Weltpresse? Nun ja, es kommen hauptsächlich Sportjournalisten. Eine Relativierung.”

“Katie Holmes besteht jeden Schwangerschaftstest”
(bildblog.de, Clarissa)
Katie Holmes, die Frau von Filmstar Tom Cruise, war, seit sie 2006 Tochter Suri zur Welt gebracht hat, schon sage und schreibe zehn Mal beinahe schwanger. Allerdings nur in der Bild-Zeitung.

“Das Sofa ist ein Betriebsunfall”
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Friedrich Nowottny, ehemaliger Intendant des WDR, analysiert die Talkmaster Anne Will und Sabine Christiansen und kommt dabei auf die Haarfarbe zu sprechen: “Die beiden Journalistinnen sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Unterschiedlich im Temperament, unterschiedliche Ausstrahlung, die eine ist blond, die andere dunkel.”

“Olympische Spiele in Peking: Keine dicken Kameras erlaubt”
(fokussiert.com, Wolf-Dieter Roth)
“Die Wellen der Empörung schlagen bereits hoch, doch wirklich unerwartet ist es nicht: Normale Besucher der olympischen Spiele dürfen keine größeren Kamerausrüstungen in die Stadien bringen.”

“Sky Sports als Vorbild?”
(sportmedienblog.de)
“Oftmals, wenn die Diskussion darüber geführt wird, was PREMIERE im Sportbereich falsch macht, kommt das Gespräch auf den britischen Pay-Anbieter Sky und seine Sportkanäle. Sollte Sky Sports - erst Recht, nachdem nun Murdochs News Corporation Anteile an PREMIERE gehören - als Vorbild für eine Umorientierung, ja sogar einen Relaunch des PREMIERE Sportprogramms herhalten?”

“Robert Basic ist eine Linkschleuder”
(t3n.yeebase.com)
Frank Westphal, Gründer und Entwickler von rivva.de, im Interview: “Mir schwebt vor, Spiegel Online zu spiegeln. Die Ressorts würden also ähnlich aussehen wie die Hauptressorts bei Spiegel Online, dazu käme dann die Titelseite, die die großen Themen aus den einzelnen Ressorts und dazu noch ein paar kleinere Themen bündelt und dadurch den Überblick auf einer Seite bietet.”

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Abgenutzt:
Sommerloch und -löcher

Ole Reißmann, 3. August 2008 um 9.04 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Alle im Urlaub: Diverse “Sommerlöcher” geistern durch die Schlagzeilen. Mal fällt wer rein, dann soll es gestopft werden, mitunter brodelt es sogar. Eine sommerliche Presseschau.

Abtauchen in Basel: Flucht vor dem Sommerloch? (Bild Keystone/Georgios Kefalas)

Die junge Nachrichtenseite Zoomer berichtet über die rechtsextreme NPD, in der sich Biedermänner und Brandstifter unversöhnlich gegenüberstehen. Die Überschrift dazu gerät geradezu prosaisch: “Nachrichten aus dem braunen Sommerloch.” Gemeint ist nicht Darmstadt! Ein politisches Lager weiter links funkt die CSU gleichzeitig “Dauernachrichten ins Sommerloch”, wie Spiegel Online den Aktionismus der Parteifunktionäre mitten in der politischen Ferienzeit deutet. Da will die Kollegin in Berlin nicht hintenanstehen:

“Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern einen großen Topf Spaghetti gekocht.” Der erste Satz eines Berichts auf Welt Online. Unter der Überschrift “Gurkenraspeln im Sommerloch” wird fleißig Süßholz geraspelt – dazu Tomaten und Gurken für oder gegen dicke Kinder.

Bundesrat Moritz Leuenberger versucht’s erst gar nicht mit Inhalt. Er münzt gleich das Phänomen auf sich: “Ich bin das Sommerloch”, zitiert ihn der Tages-Anzeiger. “Ihr sollt kein anderes Sommerloch haben neben mir”, hat er dann aber doch nicht gesagt. Also weiter :

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Ronnie Grob, 29. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Der WDR war seit Jahren informiert
(stern.de, Daniel Bouhs und Nicole Simon)
“Im Fall Hademar Bankhofer hatten Kritiker den WDR seit 2004 mehrfach gewarnt. Der Wissenschaftler Gerd Antes übte im Gespräch mit stern.de massive Kritik - am Schweigen des Kölner Senders und an den Methoden des vermeintlichen Gesundheits-Experten.”

Die toten Roma-Mädchen von Neapel
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier analysiert, wie Medien ein einziges Bild mit einer einzigen dazu erzählten Geschichte zur alleinigen Wahrheit stilisieren. Aus dem Rudel der Einheitshaltung ausgebrochen ist einzig der Onlineauftritt der Rheinischen Post - allerdings nicht zum Guten.

Einstellung und Realität von Journalistinnen
(medienheft.ch, Andrea Renggli)
“Der Anteil an Frauen im Journalismus hat in den letzten Jahren zwar stetig zugenommen, doch in Führungspositionen sind Journalistinnen nach wie vor untervertreten. Gemäss einer aktuellen Studie sind die Arbeitsbedingungen und die Familie für Schweizer Journalistinnen aber kein Grund, sich gegen den beruflichen Aufstieg zu entscheiden. Die Ursachen sind demnach anderswo zu suchen.”

Fräulein unschuldig und der fitte Senator
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
“Am Donnerstagabend hat Diekmann im Restaurant Borchardt übrigens Obama die Zeitung mit der Schlagzeile ‘Bild-Reporterin im Fitness-Studio’ gezeigt, Assistent Love wollte (wenn schon, denn schon) als Fotograf genannt werden. In einen Teil der Auflage hat er es noch geschafft.”

Kameramann von der Hamas festgenommen
(tagesschau.de, mit Video)
“Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff hat die radikalislamische Hamas aufgefordert, den verschleppten palästinensischen ARD-Kameramann Sawah Abu Saif sofort freizulassen. Der ARD-Journalist war in der Nacht zum Samstag von vier maskierten Hamas-Männern in seiner Wohnung festgenommen worden. Zur Begründung hieß es, Sawah Abu Saif stehe in dem Verdacht, ein Fatah-Aktivist zu sein.”

Anschwellender Blogsgesang
(telepolis.de, Burkhard Schröder)
“Der Vorwurf, Blogs seien ‘rechthaberisch’, ist ohnehin subjektiv und kann weder belegt noch widerlegt werden. Die Holzmedien und ihre digitalen Ableger sind in der Regel belehrungsresistenter und unflexibler bei Irrtümern als Blogger, die von ihrem Publikum, sei es noch so klein, jeden Fehler gnadenlos um die Ohren gehauen bekommen.”

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Ronnie Grob, 21. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Laientheater
(bundblog.espace.ch, Artur Vogel)
Artur Vogel, Chefredaktor des Bunds, zeigt Politikern und anderen drei mögliche Reaktionen auf, wenn Geschichten aus dem Privatleben in die Medien geraten.

Ein Lächeln ist keine Einverständniserklärung
(welt.de, Benjamin von Stuckrad-Barre)
Besuch bei der Fotoausstellung “Pigozzi and the Paparazzi“. Nach Medienanwalt Christian Schertz wird Pressefreiheit etwas inflationär als gefährdet bezeichnet. “Dass sie leide, wenn ein Sänger nicht beim Einkaufen gezeigt werden wolle oder ein Moderator nicht bei der Hochzeit, sei doch Unsinn.”

Selbstbezogen und unprofessionell
(coffeeandtv.de, Lukas)
“Es gibt bloggende Journalisten, bloggende Hausfrauen, bloggende Schüler, bloggende Bestatter und bloggende Hartz-IV-Empfänger - man könnte von einer bloggenden Gesellschaft sprechen. Und all diese Menschen haben so viel oder wenig gemeinsam, wie Journalisten, Hausfrauen, Schüler, Bestatter und Hartz-IV-Empfänger im Alltag gemeinsam haben. Blogs sind ein Medium, ein Mittel zum Zweck.”

USA: Das wird ein blutiger Sommer
(diepresse.com, Norbert Rief)
“Die amerikanischen Tageszeitungen stehen vor einer massiven Krise. 6000 Journalisten haben in diesem Jahr bereits ihren Job verloren – doch damit nicht genug.”

“Ich bin Triebtäter”
(sueddeutsche.de, Thomas Öchsner)
Schon wieder ein Interview mit Journalist Günter Wallraff auf sueddeutsche.de. Das letzte erschien am 08.07.2008.

Warum wir Peking brauchen
(zeit.de, Gerhard Schröder)
“Kooperation statt Konfrontation: Deutschland muss die Modernisierung Chinas unterstützen – und auf Belehrungen oder Bloßstellungen verzichten.”

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