Thema: PR

 

Alle 34 Artikel zum Thema PR auf medienlese.com:

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Ole Reißmann, 21. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Fußball-Mobiliserung in Schweizer Medien
(Eurospuk 08, Ballerina)
“Was machen eigentlich die grossen Schweizer Medienportale in Sachen Euro? Wenig bis gar nix, viel PR und weitgehend infantile Wettbewerbli – zeigt ein kleiner Rundgang. “

Korrespondenten fehlt Zuwendung
(taz, Steffen Grimberg)
“Viele Korrespondenten von ARD und ZDF sind genervt: Berichte seien oft einseitig - und manche Redaktionen so ahnungslos, dass man ihnen ‘Afghanistan’ buchstabieren müsse.”

Kritik an “Geheimprojekt Traumhochzeit”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
“Ist das wirklich so eine gute Idee? Oder hat RTL 2 vielleicht endgültig jeglichen Respekt vor der Würde der Protagonisten verloren, die der Sender durch seine miesen kleinen Dokusoaps schleust, um zwischendurch ein paar Werbespots verkaufen zu können?” Es ist halt Privatfernsehen.

Schwedische Gratiszeitung eingestellt
(NZZ, Ingrid Meissl Årebo)
“Der norwegische Medienkonzern Schibsted kauft 35% der Aktien von Metro Schweden, welche die Gratiszeitung ‘Metro’ herausgibt. Gleichzeitig stellt Schibsted das eigene, verlustbringende Pendlerblatt ‘Punkt SE’ per sofort ein”

“Zeitungen und Zeitschriften haben Zukunft”
(Tages-Anzeiger, Judith Wittwer)
Springer-Chef Mathias Döpfner im Interview. Frage: “Wie bei praktisch allen Tageszeitungen bröckelt aber auch bei Ihrer ‘Bild’ die Auflage.” Döpfner: “Und die Rendite steigt Jahr für Jahr, nun schon zum fünften Mal auf einen historischen Höchststand. Hinzu kommt: Wir verdienen mit Bild.de seit vier Jahren gutes Geld.”

Medienstunt für 40 Euro
(medienrauschen.de, Jörg-Olaf Schäfers)
“Sie sind Neonazi und wollen für kleines Geld maximale Aufmerksamkeit? Kein Problem, mit weniger als 40 Euro können Sie einen PR-Stunt in führenden deutschen Medien platzieren.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Wellness-Texte ohne Substanz:
Hilfe, die Fluffies kommen!

Klaus Jarchow, 7. Mai 2008 um 16.26 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Sie bereiten nur Schaumspeisen zu: Die Fluffies, anzutreffen vor allem in der PR-Branche. Sie schreiben Sabbersätze mit scheinbarer Plausibilität, wollen bloß keinem weh tun und haben stets ihre Karriere im Blick.

Coffee
Mit Schaum kennen sich die Fluffies aus (Bild journeyscoffee)

Bei mir im Lehrgang war er der Sympathiko - mit viel Schlag bei den Frauen. Buchstäblich jede und jeder mochte ihn: “Genau das ist mein Problem“, gestand er mir dann auf der Abschlussfeier als gegen Mitternacht der Alkoholpegel die Promillegrenze durchbrach: “Jeder schätzt mich. Ich bin rundum beliebt, und ich stoße nirgends auf Kritik oder Ablehnung. Weißt du eigentlich, wie schlimm das ist?” Dabei heulte er dann fast. “Was manche Leute für Probleme haben“, dachte ich und erinnerte mich an Goethe: “Ein Lump, wer keine Feinde hat!“. Dann spielte ich aus pädagogischer Verantwortung solange den großen Tröster, bis ich jemanden fand, an den ich den Patienten weiterreichen konnte.

Seither aber fällt mir dieser Typus auf, den ich für mich ‘Fluffy’ nenne, nach dem amerikanischen Wort für ‘Schaumspeise’. Besonders in den Public Relations sind die Fluffies allgegenwärtig - und sie werden auch immer zeittypischer.

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Nationale Initiative Printmedien:
Schlechte Medizin

Klaus Jarchow, 18. April 2008 um 11.32 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Schuld ist nur die doofe Jugend: Den Leitmedien laufen die Leser weg. Jetzt sollen die Nichtleser mit einer Kampagne zum richtigen Medium geführt werden. Nur wer zeigt den Printmedien den Weg zu potentiellen Lesern?

Zeitungsleser der Zukunft? (Bild KEYSTONE/Photolibrary.com/LISA BATTAGLENE)
Bitte immer schön Zeitung lesen (Bild Keystone)

Miese Argumente treiben mich die Wände hoch. Vor allem dann, wenn sie aus jenem Bereich kommen, wo Tausende von intelligenten Menschen eine ‘Medienlandschaft’ formen. So fiel am 17. April der Startschuss für die ‘Nationale Initiative Printmedien’, von der hier die Rede sein soll. Den Hintergrund bilden die sattsam bekannten Veränderungen dieser Medienlandschaft: vor allem das unübersehbare Baumsterben dort und die Ausbreitung gelber Steppe, wo einst grüne Weiden lagen.

Der Schirmherr der Veranstaltung, der Kulturstaatsminister Bernd Neumann erläuterte uns Sinn und Zweck der Veranstaltung folgendermaßen:

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Olympische Fackel in San Francisco:
Das chinesische PR-Paradox

Peter Sennhauser, 10. April 2008 um 9.35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Stadtverwaltung in San Francisco hat den Olympischen Fackellauf “ohne Zwischenfälle” über die Bühne gebracht. Oder vielmehr an der Bühne vorbei: In einer Grotesken sondergleichen mied die Karawane, Haken schlagend, jegliches Publikum.

Mehr Cops als was anderes

Irgendwas ist ganz gewaltig schiefgelaufen, wenn eine PR-Aktion vom pompösen Ausmass des olympischen Fackellaufs das stundenlang wartende, mehrtausendköpfige Publikum meidet wie der Teufel das Weihwasser. Genau das ist gestern in San Francisco passiert. Die längst zum politischen Spiessrutenlauf für die chinesische Regierung verkommene und von offiziöser Seite der Handelspartner nur noch mit zusammengebissenen Zähnen geförderte Werbeaktion strebte nach möglichst wenig “Relations” zu jenem Teil der Öffentlichkeit, der in den Strassen seine Meinung kundtut – statt nur brav vor dem Fernseher zu hocken.

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Ach? - So geht das!

Klaus Jarchow, 7. April 2008 um 15.08 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Besser die teuren Originale statt günstige Generika: Politik und Wirtschaft arbeiten für den Standort sauber Hand in Hand - fehlt nur noch die nötige Berichterstattung.

Ein ‘Büro für Rathausgespräche’ meldet uns, dass sich “alle Gesundheitsexperten einig [seien]: Das GKV-System ist vor die Wand gefahren“. Da möchte man dann doch schon wissen, was das für ein Büro sei, wo so großtönend sich so viel Expertise versemmelt versammelt. Dieses virtuelle Büro ist leider noch ‘under construction‘, die Besatzung aber ist schon aktiv.

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6 vor 9

Ole Reißmann, 3. April 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Washington DC’s Newseum opens its doors
(Guardian, Alan Rusbridger)
Der Guardian war zu Besuch im gerade eröffneten Museum der Superlative: Umgerechnet 288 Millionen Euro hat das “Newseum” gekostet. Zu sehen gibt’s auf sieben Stockwerken die Geschichte der Presse, wie Medien heute hergestellt werden, Pressefreiheit weltweit und über 6000 Artefakte. Darunter auch ein Stück Berliner Mauer. Wachturm inklusive.

Nato startet medialen Gegenschlag
(taz, Torsten Landsberg)
“Während etwa die Taliban in flotten Propagandafilmchen mit Rapmusik und anderen westlichen Stilmitteln zum Mord an Ungläubigen aufrufen und ihre militärischen Erfolge preisen, war die mediale Außendarstellung der Westmächte bislang rückständig.”

Re:publica, 1: Haeusler Hilf!
(Tagesspiegel, Tim Klimes)
Anlässlich der Re:publica – wo sich die “deutschen Chefblogger” treffen – gibt es ein kleines Porträt von Spreeblick-Johnny im Berliner Tagesspiegel. “Nachdem Haeusler im ersten Schritt den Blogs Gehör verschaffte, will er sie im zweiten lukrativ machen. Noch sperren sich viele, sehen ihre publizistische Freiheit bedroht. Noch.”

Re:publica, 2: Publish or stay home
(wirres.net, Felix Schwenzel)
“die ganze veranstaltung wird live gestreamt, es werden in kürze alle panels und workshops als audio- oder video-aufzeichnungen herunter zu laden sein, fast alle bloggen, twittern, flickern, twittern, smsen ihre eindrücke, meinungen, fotos und filmchen ins internet oder sonstwohin. [...] wer kein gerät zum publizieren dabei hat, wird hier als behinderter angesehen. publish or stay home. oder so.”

Re:publica, 3: Web Side Story
(Delphine Hauen)
“Ganz schnell und dreckig (und vor allem unbearbeitet): Der Höhepunkt des Web Side Story Musicals der re:publica 08. Nie wieder MySpace.”

Alte Tante, neue Kleider
(Zeit Pressestelle)
Chefredakteur Giovanni di Lorenzo schreibt im Editorial: “Die Zeit stellt ihr Erscheinungsbild von heute an nicht auf dem Kopf, aber entwickelt es konsequent weiter. Mit einem Neuaufbau der Seiten und vielen neuen Kolumnen wollen Redaktion und Artdirektion die Leser vor allem besser durchs Blatt führen.” Wir bleiben dran!

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Billige Blogger gesucht

Ole Reißmann, 20. März 2008 um 15.32 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

“This is a real opportunity to make good money”: Für Blogger gibt es im englischsprachigen Raum jede Menge Angebote, mit dem Schreiben ins Internet Geld zu verdienen. Einige davon sogar seriös. Eine neue Seite sammelt jetzt Bloggerjobs auf Deutsch.

Auf der Seite bloggerjobs.biz ist ordentlich was los: Diverse Netzwerke suchen nach billigen Contentlieferanten, mit Investorengeld gefütterte Startups suchen echte Online-Journalisten, journalistische Angebote brauchen Verstärkung und Hobbyblogger verkaufen ihre Seele und dienen sich der PR-Bande an.

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Burda Yukom:
Corporate Publishing – mehr Journalismus als PR?

Wolf-Dieter Roth, 10. März 2008 um 9.32 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Corporate Publishing, das ist das Erstellen von Firmen- und Mitarbeiterzeitschriften durch spezielle Dienstleister, durch eigene damit beauftragte Verlage. medienlese.com war bei Burda Yukom zu Gast.

Burda Yukom Tisch
Ein ganzer Tisch voller bunter Zeitschriften - und alle im Auftrag von Unternehmen konzipiert, erstellt und gedruckt: Das ist das Werk eines Corporate Publishers. (Bild: W.D.Roth)

Iiih, eine Firmenzeitschrift machen? Ich doch nicht! Ich bin ein richtiger, unabhängiger Journalist, ich mache doch nicht eine solche Drecksarbeit!

Das ist die spontane Reaktion vieler Journalisten auf das Thema Corporate Publishing. Dabei sind sie auf dem Holzweg: Dadurch, daß bei einer Firmenzeitschrift der Auftraggeber klar ist, ist eigentlich viel transparenter, welche Themen möglich sind: Eigentlich fast alle, von massiver Verunglimpfung des Auftraggebers oder Jubelartikeln über diesen einmal abgesehen.

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Der Gurkenlaster in der Tagesshow:
Satire und ‘ernsthafter’ Journalismus

Wolf-Dieter Roth, 4. Februar 2008 um 10.32 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Daniel Küblböck rammt in der Dämmerung ohne Zeugen einen Gurkenlaster; Martin Sonneborn entschuldigt sich vor laufenden Kameras bei den Georgiern für den Bruch des Hitler-Stalin-Pakts. Was davon ist eine wichtige Tagesnachricht und wieso? Brand Eins über das Geschäft mit Nachrichten, Wein, Filmen, Büchern und Urlaubsreisen.

Daniel Küblböck, Amy Winehouse, Paris Hilton
Daniel Küblböck, Amy Winhouse, Paris Hilton: Wo sind hier die News? (Bilder [M] cc:SlimK, cc:casasroger, cc:Illinois Entertainer)

Seit gestern stapeln sich E-Mails mit jeder Menge meist hämischer Kommentare in meiner Mailbox. Der Grund: Ein westdeutscher Rundfunksender kooperiert mit einer ebensolchen Zeitungsgruppe. Etwas, das eigentlich keine Sensation und schon länger absehbar war.

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Im Land der Krokodilstränen

Klaus Jarchow, 12. September 2007 um 12.05 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Da gibt es also jetzt diesen angeblichen ‘Skandal’ um redaktionell vorgefertigte PR-Gefälligkeitsbeiträge für Ursula von der Leyen. Kurz davor gab es den ähnlich gelagerten Fall um Michael Glos und die PR des Wirtschaftsministeriums. Worüber wundern wir uns eigentlich? Die Schurken sind doch gar nicht die Leute von der Färberzunft.

Dass die verantwortliche PR-Agentur ihre Clippings in die Kamera hält, das sei ihr gegönnt. Allein schon deshalb, weil sie auf die Doppelmoral in den Redaktionen hinweist. Bei der Plazierung vorgefertigter Textbausteine aus den Lob-und-Preis-Agenturen, die uns ihre Euphemismen über den Redaktionstisch anderer Leute servieren, handelt sich längst um “die gängige Praxis der PR-Arbeit …, wie sie täglich und überall stattfindet“. Das sage nicht ich, das sagt Uwe Mommert, PR-Blogger; Medienbeobachter und Vorstand der Landau Media AG.

Verwunderlich dagegen ist die Reaktion von Peter Widlok von der NRW-Landesmedienanstalt, der in solchen vorfabrizierten PR-Packages “unzulässige politische Werbung erblickt. Und auch diese Krokodilstränen des DJV scheinen mir auch eher pflichtschuldig als wahrhaft empört. Fakt ist und bleibt: Die PR-Agentur hat ihre Arbeit getan - und der Stellvertreterkrieg, wo Parteifreunde zu Heckenschützen mutieren, um der ungeliebten von der Leyen Giftpfeile in den Allerwertesten zu blasen, der bedient sich zur Skandalisierung eines Klischees, das in der Realität keine Entsprechung mehr hat.

Schauen wir doch mal, wie der Redaktionshase üblicherweise läuft: Seit den Untersuchungen der Publikationswissenschaftlerin Barbara Baerns über Praxis der Berichterstattung, wissen wir, dass die Presse massiv unter den Einfluss der Public Relations geraten ist. Baerns Arbeit mündete ein in die ‘Nullsummenthese’ der so genannten ‘Determinationsforschung’, die sich mit dem Verhältnis von autonomer und gelenkter Öffentlichkeit befasst:

?Je mehr Einfluss Öffentlichkeitsarbeit ausübt, umso weniger Einfluss kommt Journalismus zu und umgekehrt? (Baerns, Köln 1991, 17).

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