Alle 191 Artikel zum Thema Online auf medienlese.com:
Das Berliner Startup Tape.tv macht Musikfernsehen – im Internet. Mit Werbeunterbrechung nach jedem dritten Clip, aber ohne nervende Klingelton- und Flirtangebote.
Während Viva und MTV schrille Shows, abgedrehte Comedy und diverse Real-life-Serien mittlerweile so ziemlich alles senden, außer Musikvideos, geht eine neue Internetseite einen anderen Weg. Ein klarer, schwarzer Hintergrund, ein kleines Logo, ein aufgeräumtes Menü und nur Musikclips: So sieht Tape.tv aus.
Einfach zum eigenen Programm: Tape.tv eingeben, zurücklehnen und aktuelle Musikclips genießen. Gefällt das laufende Video, gibt es über einen Klick auf ein kleines Herz – ähnlich wie bei Last.fm – mehr Clips aus derselben Musikrichtung. Oder man wählt das Programm nach Genres aus: von “Hip Hop Hooray” über “Pop Kultur” bis zur “Alternativen Liste”. Wenn alles nicht hilft: Auch über den Künstler geht es mit einem Klick zu ähnlichen Tracks.
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Zoomer will eine neue Startseite und fragt die User, wie sie aussehen soll. Nur: Die vorgeschlagenen zwei Entwürfe sind noch um Einiges verstörender als das aktuelle Design.
Designkritik ist manchmal etwas elitär – da regen sich die Profis mit dem empfindlichen Auge auf, die Nutzer aber stören sich gar nicht an den beanstandeten Verfehlungen, sondern klicken und blättern eifrig. Das Paradebeispiel: Das überaus hässliche MySpace. Beim ebenfalls heftig kritisierten Nachrichtenportal Zoomer aus dem Hause Holtzbrinck aber muss was dran gewesen sein: Die Startseite nämlich soll nun nachgebessert werden. Man ist mit dem Verhältnis von Besuchern zu Seitenaufrufen nicht zufrieden, erzählte Zoomer-Chefredakteur Frank Syré im Video bei Turi2. Das liegt nach den aktuellen IVW-Zahlen bei rund zwei Seiten pro Visit und damit eher auf dem Niveau eines durchschnittlichen Weblogs als auf dem großer Nachrichtenseiten (Spiegel Online etwa kommt auf ein Verhältnis von sechs Page-Impressions pro Visit).
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Freiwillige vor: Für das Blog-Literaturmagazin Mindestens haltbar sucht der Betreiber eine neue Redaktion. Die soll sich fortan ohne Bezahlung um das Projekt kümmern.

Das Verfallsdatum der Literaturseite Mindestens haltbar ist tatsächlich abgelaufen: Das Projekt wird von der Knallgrau Media Solutions nicht fortgeführt, wie die Geschäftsführung gegenüber medienlese.com bestätigte. Die Agentur hat nicht nur die technische Plattform entwickelt, sondern mit Don Dahlmann auch einen Redakteur bezahlt, der das monatlich erscheinende Online-Magazin bisher inhaltlich betreute. Mit der Mai-Ausgabe ist nun vorerst Schluss: In dieser Form wird es Mindestens haltbar nicht weiter geben.
Trotzdem denkt Knallgrau an eine Fortsetzung:
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Bei der Netzeitung wird offenbar massiv gekürzt: Nach einem Medienbericht plant die Zeitungsholding von David Montgomery, mindestens die Hälfte der Mitarbeiter zu entlassen.
“Wendig, unabhängig, flexibel, kreativ - so ist die Netzeitung“, schreibt die Netzeitung in einem Artikel in eigener Sache. Begeisterte Redakteure loben euphorisch das eigene Medium. Tenor: Wenn es die Netzeitung nicht gebe, man müsste sie schleunigst erfinden. Auch Leser kommen zu Wort – und werden aufgefordert, Mails und Kommentare zu hinterlassen.
Es liest sich, als hätte die Redaktion in trauriger Gewissheit ihren eigenen Nachruf geschrieben und das virtuelle Kondolenzbuch aufgeschlagen.
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Die Axel Springer AG schliesst sich der digitalen Bohème an und verwendet per sofort nur noch Apple-Geräte. Springer wird somit nach eigenen Angaben zum grössten Apple-Firmenkunden in Europa und zum zweitgrössten nach Google weltweit.
Wie der Vorstandsvorsitzende des Springer-Verlags (Bild, Welt), Mathias Döpfner, verkündet, hat die “sehr grundlegende IT-Entscheidung”, alle Desktops, Laptops und mobilen Geräte der Axel Springer AG per sofort auf solche der Firma Apple umzustellen, mit verschiedenen Punkten zu tun. Döpfners Video-Ansprache an alle Mitarbeiter:
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Wir gründen eine Bewegung gegen die fiese Krake Internet. Im zweiten Teil machen wir die zehn Gründe komplett – das Internet kann sich warm anziehen.
Unser Manifest gegen das Internet ist hiermit komplett: Fünf weitere Argumente wider den Wahn. Damit folgen wir einem Aufruf von Martin Ganteföhr auf Zeit Online zur Gründung einer Anti-Internet-Bewegung.
6. Das Internet konnte die Hierarchien auch nicht abschaffen
Zitieren wir aus dem Gründungsaufruf: “Vom Start weg protzte es mit einem paradiesisch-libertären Zukunftsentwurf. Es versprach Börsenreichtum für alle. Das Ende der Hierarchien.” Börsenreichtum? Pah, wird wohl schon stimmen, da hab ich vermutlich geschlafen, als das Internet das verkündet hat. Aber das Argument mit den Hierarchien ist wirklich gut, ich kann dazu nur sagen: Mein Nachbarhund konnte die Hierarchien auch nicht abschaffen. Nicht mal der Kommunismus konnte das. Loser, nicht mal die Hierarchien abschaffen konnten die!
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Warum gibt es keine Anti-Web-Bewegung, fragt Zeit Online und fordert dazu auf, eine solche zu gründen. Na dann tun wir das doch! 10 Gründe gegen das Netz haben wir schon …
“World Wide Wahn” heisst der Gründungsaufruf von Martin Ganteföhr. Die egalitäre Digitalwelt habe sich als Illusion herausgestellt, wird da klagend verkündet. Und nicht einmal Terroristen hätten etwas gegen das Internet. Der Abgesang ist zwar nicht besonders originell – schon vor zehn Jahren schrieb Peter Hossli für Facts über den “Wahn in der Datenbahn” – aber wir folgen einfach mal dem Aufruf und heben eine Untergrundzelle für den Kampf gegen den WWW-Quatsch aus. So richtig mit Manifest:
10 Gründe, warum das Internet abgeschafft werden muss (Teil 1)
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Der Blog-Blues geht um, wer sich umdreht oder lacht … Aber geht er wirklich um? Oder ist das nur ein subjektiver Eindruck? Die Zahlen hingegen zeigen deutlich in eine Richtung.
Vom “Blogblues” ist viel die Rede. Google zählt immerhin schon 100.000 Treffer zu diesem Begriff. Auch ich schrieb vor einiger Zeit über das Phänomen der Blogmüdigkeit bei unseren Granden. Es mag ferner sein, dass die Zahlen der ‘Kommerz-Blogger’ zurückgehen, dass ‘die Erwartungen der Wirtschaft massiv enttäuscht’ wurden. Von einem generellen Rückgang der Bloggeria zu sprechen, das aber ist zumindest fahrlässig. (Findet auch der Zahlenmeister der deutschen Blogosphäre im Interview auf medienlese.com.) Nur weil sich der Koch die Finger verbrannt hat, ist nicht notwendigerweise das Essen schlecht.
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Die in Tokio ansässige Agentur Information Architects eröffnen eine Niederlassung in Zürich – und arbeiten an Tamedias “Newsnetz”. Interview mit Chefarchitekt Oliver Reichenstein.
Information Architects, kurz iA, ist eine Agentur in Tokio, die nun eine Niederlassung in Zürich eröffnet. Bereits produziert für den Schweizer Medienmarkt hat sie die Websites des Magazins, dasmagazin.ch und des Musikblogs 78s.ch. Nun wird sie sich für das Design des mit Spannung erwarteten “Newsnetz” verantwortlich zeigen.
Wir fragen Oliver Reichenstein, die treibende Kraft hinter der jungen Agentur, was es mit der Expansion auf sich hat.
Warum kommt Information Architects nun auch in die Schweiz?
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Videos in hoher Auflösung, Musik für jeden Geschmack – aber eigentlich nur für US-Bürger. Nur wer zufällig einen Proxy benutzt, kann doch zuschauen.
So war das Internet mal gedacht: Dezentral, global und uneingeschränkt nutzbar. Doch immer wieder sind interessante Webinhalte amerikanischen Usern vorbehalten. Wenn es um Filme und Fernsehsendungen geht, geben sich die Urheber zugeknöpft und geben ihre Lizenzen nur für bestimmte Länder her. Die Anderen müssen draußen bleiben. Anhand der IP-Adresse wird geprüft, von wo die Besucher auf die Inhalte zugreifen wollen.
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