Thema: Online

 

Alle 191 Artikel zum Thema Online auf medienlese.com:

Online-Journalismus:
“So much work for so little reward”

Ole Reißmann, 26. Juli 2008 um 14.39 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Viel Arbeit für einen Text – und die Leser klicken lieber auf die Fotostrecke mit hübschen Athleten: Ausgerechnet Nick Denton, Vorreiter des Klick-Journalismus, jammert darüber.

Nick Denton (Bild dsearls, Creative-Common-Lizenz)Seine Angestellten bezahlt er nach Klicks – wer reißerische, massenkompatible Texte im Stundentakt rausrockt, verdient ganz ordentlich bei den Online-Magazinen von Nick Dentons Firma Gawker Media. Für seine Blogs, darunter das freche, laute und erfolgreiche Medienblog Gawker, arbeiten junge Berufseinsteiger bis zum umfallen: Immer schneller, mehr Klicks, mehr Skandale. Journalismus im Internetzeitalter sei “solitary, poor, nasty, brutish, and short”, tönt er kraftmeiernd.

Während sich die deutschsprachige Blogosphäre noch versucht, aus der Bedeutungslosigkeit herauszubankhofern, hat Denton tatsächlich Bedeutung. Wer sich als Autor für eines seiner Blogs aufgerieben hat, verlässt Gawker Media nicht selten mit einer Anstellung bei den vielgeschmähten “MSM”, den Mainstream-Medien, einem Buchdeal oder einer Covergeschichte im New York Times Magazin.

Die Bedeutung reicht aber noch viel weiter: Gawker Media zeigt die dunkle, klickfixierte Seite des Online-Journalismus. Die Aufbereitung einer Tabelle zur 170-Klick-Geschichte ist nichts dagegen:

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ZDF auf YouTube:
Obama für alle

Ole Reißmann, 25. Juli 2008 um 14.00 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Rede von Barack Obama in Berlin beherrscht heute die Titelseiten. Im Internet gibt es Videos des Auftritts auf Abruf, mit oder ohne deutsche Silmutanübersetzung.

Obama in Berlin (Bild Keystone)Rund 200.000 Menschen versammelten sich auf der Obama-Fanmeile und hörten die Rede des designierten Präsidentschaftskandidaten der amerikanischen Demokraten. Tausende Menschen standen in der Abendsonne und jubelten Obama zu, der von einer gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen Atomwaffen, Terrorismus und Klimawandel sprach. Die Rede in Textform gibt es zum Beispiel hier – eindrücklicher ist natürlich ein Video des Auftritts. Entweder in den Mediatheken von ARD und ZDF mit deutscher Übersetzung – oder auf YouTube, eingestellt vom ZDF, in guter Qualität:

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Langeweile garantiert:
Journalism Bloggers

Ole Reißmann, 25. Juli 2008 um 12.40 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Worüber bloggen Journalisten privat? Diese Frage will Journalism.me beantworten und versammelt schon jetzt 40 Feeds auf einer Seite – und es werden noch mehr.

Ärger mit dem Chef, eine geglückte Recherche, BBQ mit der Familie und Gedanken zur Zukunft der Zunft: Worüber Journalisten privat in ihren Blogs schreiben zeigt die Seite Journalism.me. Dort werden Überschriften und die ersten Sätze aus den automatisch ausgelieferten Feeds der Seiten aufgelistet – oder besser: aggregiert, wie es im Web 2.0 heißt. So sollen die bloggenden Journalisten sich untereinander kennenlernen und miteinander ins virtuelle Gespräch kommen. Hinter der amerikanischen Seite steht der Macher von AngryJournalists.com, Kiyoshi Martinez. In seinem Blog erklärt er die Aufnahmeregeln:

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Papst kann einpacken:
“Er” ist da

Ole Reißmann, 24. Juli 2008 um 13.57 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Barack Obama, vielleicht künftiger Präsident der USA, beehrt Berlin – und deutsche Online-Medien überbieten sich selbst: Live-Reportagen und +++ Live-Ticker +++, wohin man klickt.

Obama in Berlin (Bild Keystone)

Jedes noch so kleine Detail wird im Minutentakt eifrig an die werten Klick-Kunden durchgegeben: Obama hier, dort, überall. Verdächtiges Päckchen in der Lobby von Obamas Hotel? Eilmedlung! Es gibt kein Erbarmen. Auch nicht auf sueddeutsche.de: “An der ersten Ma[r]kierung, braune Tapes auf hellgrünem Teppich, gibt es ein kurzes Shakehands für die Journalisten.” Bitte! Mehr! Details!

Die über Agenturen angefütterten Ticker, von Focus bis Stern, unterscheiden sich kaum. Selbst der Bild-Ticker könnte für das Angebot eines seriösen Mediums durchgehen. Oder andersherum. Doch zum Glück gibt es eine rühmliche Ausnahme: Noch eine Spur überdrehter liest sich der Obama-Hype auf Faz.net. Dort berichtet Marcus Jauer live aus Berlin. Bei ihm finden sich folgende Sätze:

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Spiegel-Polemik:
Es ist doch zu albern!

Klaus Jarchow, 23. Juli 2008 um 17.23 Uhr, 18 Kommentare Kommentare

Schweinchen Schlau, jede Menge Journalisten und ein einsamer Medienforscher: Wir zeigen die 13 Hauptcharaktere des bitterbösen Spiegel-Artikels über die deutsche Blogosphäre.

Da verfasst ein missgelauntes Spiegel-Trio ein dreiseitiges Elaborat über die Armutsästhetik in den klapprigen Fischerhütten “deutscher Online-Schreiber”, vergleicht ihr proletarisches Ambiente mit den blankpolierten Glaspalästen deutscher Offline-Schreiber, aber auch mit den inkommensurablen Wolkenkratzern amerikanischer Spitzenblogger. Das Trio der Spiegleins stellt uns dann sogar einige dieser darbenden ‘Blogger’ in persona vor, die natürlich genau das nicht können sollen, was die professionellen Mitglieder der Journalistenzunft täglich so akkurat beherrschen - und am Ende erweist es sich, dass sämtliche Beteiligte in diesem redaktionellen Kasperltheater allesamt auch wiederum nur Journalisten gewesen sind. Kurzum: Bullenkrieg in Büttenwarder. Hier die Hauptdarsteller in der Reihenfolge ihres Auftretens:

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Ringiers E360:
Digitalwelt für Einsteiger

Ole Reißmann, 22. Juli 2008 um 15.28 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ratgeber und Einstiegshilfe in Sachen Unterhaltungselektronik soll Ringiers neue Online-Plattform E360 sein. Unser Schwesterblog netzwertig.com hat’s getestet …

“Entdecke die digitale Welt” heißt es auf der Ratgeber-Seite E360 von Ringier, Microsoft, Sony-Ericsson und Digitec. In Anlehnung an die fiktive Werbeköchin Betty Bossi, die den Schweizern seit den Fünfziger Jahren das Kochen erklärt, soll die Online-Plattform das “Betty Bossi der Unterhaltungselektronik” werden.

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Die allergrößte Medienseite

Ole Reißmann, 21. Juli 2008 um 13.13 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Qualitätsinhalte, wo man nur hinschaut: Manche Medienseiten erschlagen die Nutzer gleich auf der ersten Seite mit einer mächtigen Menge Mediennachrichten – andere setzen nur eine Handvoll Links.

Wer hat denn nun die größte Medienseite? Nachrichtenseiten haben wir schon hinsichtlich ihrer journalistischen Qualität ihrer Länge verglichen, mit dem Ergebnis, dass Welt Online und der Westen ganz schön lange Seiten haben – die Suchmaschinen werden mit möglichst viel Content gefüttert und mit Links zugeschmissen. Ähnlich bei den Medienseiten: Neumodische “Blogs” plazieren möglichst viele Links und ordentlich viel Inhalt gleich auf der ersten Seite. Gut für Google – nicht für die Leser, wer scrollt schon gerne Tausende Pixel abwärts? Wie sich das neue Meedia im Vergleich schlägt und welche Seiten ungeheuer lang sind – nach dem Klick:

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Meedia.de gestartet:
Stimmt der Flow?

Ole Reißmann, 18. Juli 2008 um 11.51 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Mantheys Medienportal ist online und die Meinungen gehen weit auseinander: Zum Beta-Start von Meedia.de haben wir uns in der Blogosphäre und auf einschlägigen Seiten umgesehen.

meedia.de (Montage, Bild greggoconnell, Creative-Commons-Lizenz)

Nach langer Entwicklungszeit ist das Medienportal Meedia.de von Dirk Manthey, ehemals Verlagsgruppe Milchstraße, endlich online. Noch prangt ein mittlerweile für ein Web-Startup wohl obligatorischer Beta-Button auf dem Logo, richtig losgehen soll es dem Vernehmen nach dann im September. Genug Zeit also, um auf Reaktionen und Kommentare zu reagieren. Wir haben uns umgesehen:

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Sechsmal um den Blog:
Journalisten, saure Gurken und Lektoren

Klaus Jarchow, 12. Juli 2008 um 9.13 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

medienlese.com auf Entdeckungsreise in der Blogosphäre. Auf der Suche nach Mikromedien begegnen wir diesmal Berufsschreibern.

Sechsmal um den Blog: Journalisten, saure Gurken und Lektoren (Bild piglicker, Creative-Commons-Lizenz)“Die Nachricht von meinem Ableben ist maßlos übertrieben” - das mailte die Blogosphäre kürzlich an den Deutschen Journalistenverband, dabei Mark Twain parodierend. Denn das neue Medium lebt, es wächst und gedeiht, es emanzipiert sich allerdings von den Gründervätern. Daher die gedehnten Bluenotes auf allen Veteranentreffen. Hier aber geht’s weiter:

1. André Marty berichtet
Viel Lob und ein erster Hinweis kamen von ugugu: Es gibt im Heiligen Land Journalisten, die jenseits von Islamo- oder Israelophobie zu berichten verstehen. Allerdings - und darin liegt wohl der Sinn ihres Bloggens - müssen sie das vor allem außerhalb des angestammten Holz- oder Funkmediums tun, wie dieser André Marty mit Nahost-Texten, die man in keiner Zeitung liest:

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Guardian kauft PaidContent.org

Florian Steglich, 11. Juli 2008 um 15.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Guardian Media Group übernimmt das kleine Blogimperium PaidContent - für kolportiert über 30 Millionen Dollar.

PaidContent-LogoDie Neuigkeit, die Kara Swisher von AllThingsDigital heute zuerst veröffentlichte, ist inzwischen bestätigt (abgesehen von den finanziellen Details). Guardian News & Media, Teil der Guardian Media Group, übernimmt ContentNext, die Muttergesellschaft des bekannten PaidContent.org und mittlerweile dreier anderer Themenblogs. PaidContent beschäftigt sich mit der “Ökonomie der Inhalte”, der Medienwirtschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung. Der Kauf sei “Teil der US-Expansion”, heißt es beim Guardian. Dort setzt man schon seit längerem darauf, im gesamten englischen Sprachraum zur “führenden liberalen Stimme” zu werden. Bereits ein Drittel der Besucher des Nachrichtenportals guardian.co.uk kommen aus den USA.

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