Alle 13 Artikel zum Thema NZZ auf medienlese.com:
Ausser den Gratiszeitungen verlieren fast alle Printprodukte an Lesern, das zeigen die aktuellen Zahlen der Schweizer Presse. Besonders im Hintertreffen: Die Traditionsverlage Ringier und NZZ.

Screenshot 20min.ch
Kommen wir doch zuerst zu den Gewinnern, den Gratiszeitungen: Der Branchenleader 20 Minuten steigerte seine Leserzahlen um 2.3% und titelte heute auf seinem Onlineangebot: “20 Minuten: Doppelt so viele Leser wie Blick“. Das ist beinahe wahr, denn während 20 Minuten 1.244.000 Leser ausweisen konnte, schaffte es der ehemalige König des Boulevards, der Blick, nur noch auf 672.000 Leser. Doch es geht noch schlimmer:
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Wir haben schon lange nichts mehr gelesen in den Zeitungen über die effektiv verschwindend kleinen Zugriffszahlen auf Blogs, die sie zu komplett irrelevanten und daher unzubeachtenden Medien macht. Heute ist es mal wieder so weit, ausgerechnet in der renommierten Neuen Zürcher Zeitung.
Dr. Sabine Pamperrien, selbst Bloggerin bei einem Blog, der mir bisher vor allem darum aufgefallen ist, weil ich mal während fünf Minuten herauszufinden versuchte, wie man dort einen Kommentar abgibt (ich bin gescheitert), schreibt heute in der NZZ unter dem Titel “Blogs als Seismografen“:
Wenn vor zwei Jahren im deutschen Wahlkampf die Rede davon war, dass die Blogosphäre sich im Entwicklungszustand des Kleinkinds beim Zahnwechsel befinde, so hat sich daran bis heute nicht viel geändert. Selbst das deutsche Top-Blog schlechthin, Bildblog.de, verzeichnet gerade einmal etwa 20 000 Zugriffe im Monat.

Bild: Screenshot google.de
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Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)
Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.
Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.
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