Thema: Nicolas Sarkozy

 

Alle 7 Artikel zum Thema Nicolas Sarkozy auf medienlese.com:

6 vor 9

Ronnie Grob, 1. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. Susan Grant, Online-Chefin von CNN, im Interview
(focus.de, Frank Fleschner)
“Journalismus ist ein Geschäft. Guter Journalismus ist ein gutes Geschäft. Darauf konzentrieren wir uns. Mit dieser Strategie hat cnn.com schon das Platzen der ersten Dotcom-Blase im Jahr 2000 überlebt.”

2. “Sarkozy plant ‘Medienchampions’”
(ftd.de, Hans-Hermann Nikolei)
“Zeitungen hinweggefegt durch das Internet, TV-Sender, die taumeln. Dieses Horrorszenario entwirft Frankreichs Präsident. Sein Gegenmittel: Der Staat soll helfen, ‘internationale Medienchampions’ zu schaffen. Kritiker meinen: Das hilft vor allem Sarkozys Freunden. Und ihm selbst.”

3. “Vom Ende des Fernsehens”
(handelsblatt.com, Joachim Hofer und Hans-Peter Siebenhaar)
“Die Zukunft der Fernsehbranche ist ungewiss. Zwar sitzen die Bundesbürger im Schnitt immer noch satte 225 Minuten am Tag vor der Mattscheibe, doch vor allem junge Menschen meiden den Fernseher zunehmend. Weniger Zuschauer, weniger Werbung und ein immer beliebteres Konkurrenzmedium - ist Fernsehen ein Auslaufmodell?”

4. “Der Ehrabschneider von Panama”
(medienspiegel.ch, Daniel Weber)
“Im Internet geht man nicht besonders pfleglich mit dem Copyright um. Oft gar nicht in böser Absicht: Heute hat ja jeder eine Website, und warum sollte er da nicht mit Copy & Paste draufpappen, was ihm für seine Zwecke interessant erscheint? Das passiert auch mit ‘NZZ Folio’-Artikeln.”

5. Interview mit Joscha Sauer
(stern.de, Markus Wanzeck)
Der Macher von nichtlustig.de erzählt im Gespräch, dass er in den schwierigen Zeiten, als er neu in Berlin war und die Abnehmer seiner Cartoons pleite gingen, erst Cornflakes mit Milch und dann Cornflakes mit Wasser essen musste.

6. “Ist Gewalt doch die Lösung?”
(zeit.de, Harald Martenstein, Video, 2:05 Minuten)
“Was kann man gegen die Bildungskrise machen? Harald Martenstein erzählt die Erfolgsgeschichte der Neuköllner Rütli-Schule.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

6 vor 9

Ronnie Grob, 22. Juli 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Der Schatten-Intendant
(sueddeutsche.de, Michael Kläsgen)
“Unter dem Omnipräsidenten Sarkozy sind die französischen Medien in die Krise geraten. Reihenweise geschasste Journalisten flüchten sich ins Internet.”

Interview mit Johannes Kors von der BLM
(digitalfernsehen.de)
Der Bereichsleiter Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Medienwirtschaft der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Johannes Kors, der auch stellvertretender Geschäftsführer ist, will keine Gebühren senken. Stattdessen spricht er in Zahlen und beziffert die “Genehmigung für bundesweit verbreitete Fernsehprogramme” über Satellit auf 10.000 bis 100.000 Euro, über Internet auf 1.000 bis 10.000 Euro.

Rockstar und Groupies?
(tagesspiegel.de, Christoph von Marschall)
“Das Interesse der US-Medien an Barack Obamas Weltreise ist beispiellos.”

New Yorker Reporter Banned From Press Plane For Overseas Trip
(huffingtonpost.com, Rachel Sklar)
Von 200 Journalisten, die mit Obama ins Ausland fliegen wollten, durften 40 mit. Ryan Lizza vom New Yorker, der die Story zum kürzlich zum Skandal aufgebauschten Titelblatt geschrieben hatte, nicht.

Beta-Journalisten und Beta-Blogger
(spiegelfechter.com)
“In den USA ist alles größer, stärker und besser – die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. Lässt man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben fast fünfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen hätte die Huffington Post auf deutsche Zahlen übertragen auch ‘nur’ 47.000 Leser am Tag.”

Spieler grätscht Flitzer weg
(20min.ch, Video, 1:09 Minuten)
“Eine saubere Grätsche im Kampf Mann gegen Mann - das ist Fussball. Als Radoslav Kovac aber einen Flitzer weggrätschte, kassierte er dafür die Gelbe Karte. So viel Klamauk gibts nur im russischen Fussball.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
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Cécilia Ciganer-Albeniz:
Keine SMS von Sarkozy erhalten

Ronnie Grob, 11. März 2008 um 9.49 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Si tu reviens, j’annule tout” soll der französische Präsident Nicolas Sarkozy seiner Ex-Frau kurz vor seiner Hochzeit mit Carla Bruni geschrieben haben. Diese gibt nun bei einem polizeilichen Verhör an, keine SMS solcher Art erhalten zu haben.

Sarkozy (Bild Keystone)
Sarkozy: Sie haben keine neuen Nachrichten (Bild Keystone)

Erinnern Sie sich an die “unglaubliche SMS” (spiegel.de) mit dem angeblichen Inhalt “Cecilia, komm zurück und ich annulliere mein Hochzeit” (spiegel.de)? Oder mit dem angeblichen Inhalt “Wenn du zurückkommst, sage ich alles ab” (spiegel.de)?

Geschrieben haben soll sie der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, seiner Ex-Frau, Cécilia Ciganer-Albeniz. Doch die sagte nun bei einer Befragung der französischen Polizei, sie habe kein solches SMS erhalten. Vielleicht weil die Frau, die vergeblich ein Buch verhindern wollte, in dem sie zitiert wird, ihr Ex-Ehemann sei ein “lächerlicher Geizkragen” (spiegel.de), von der Staatsmacht beim Verhör unter Druck gesetzt wurde? Kann gut sein.
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Carla Bruni und Nicolas Sarkozy:
Gemeinsam gegen die Medien

Ronnie Grob, 13. Februar 2008 um 18.11 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Carla Bruni, neue Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat dem Wochenmagazin L’Express das erste Interview nach der Hochzeit gegeben und äussert darin Medienkritik. Die Beziehung gegenüber den Journalisten hat inzwischen einen Kampfzustand erreicht.

Wo war noch mal die Liste? Ah, hier. Mit dieser Äusserung

La plainte justifiée de mon mari n’est pas contre un organe de presse, bien sûr, mais contre les “nouveaux moyens de désinformation”. Internet peut être la pire et la meilleure des choses. A travers son site Internet, Le Nouvel Observateur a fait son entrée dans la presse people. Si ce genre de sites avait existé pendant la guerre, qu’en aurait-il été des dénonciations de juifs?

sollte Carla Bruni eigentlich Einlass finden. Spiegel Online übersetzt den letzten Satz so:

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Politikjournalismus à la Bling-Bling

Ronnie Grob, 25. Januar 2008 um 12.24 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Journalisten beklagen sich darüber, dass Politik nur noch eine Boulevardshow ist. Dabei sind sie selbst dafür verantwortlich.

20minuten Sarkozy
Screenshot 20min: Bling-Bling

Seifenoper im ARD-Weltspiegel: Ein Beitrag über den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Man filmt ihn bei SMS-Schreiben bei einem Staatsbesuch (”während andere wichtige Verträge unterschreiben”). Man informiert, dass er Frühlingsurlaub, Sommerurlaub und Winterurlaub macht. Ihm wird unterstellt, die “Hauptsache” seien für ihn “Schlagzeilen, egal welche”. Grosse Gesten und einfache Botschaften werden festgestellt. Eine endlose “Sarko-Show” sei das.

Der Beitrag von vergangenem Sonntag, in dem es fast ausschliesslich um diese Äusserlichkeiten geht, wurde aber von der ARD produziert. Und die ist ja, von den Gebührengeldern mal abgesehen, unabhängig. Und hätte gut auch einen Beitrag machen können, in dem es um Inhalte geht.

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Sarkozy nicht betrunken

Ronnie Grob, 21. Juni 2007 um 20.19 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Tage, nachdem alle Medien über das Video berichtet haben, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy betrunken sein soll, hat sich der angeblich von Wladimir Putin mit Wodka Abgefüllte geäussert. In der Zeitung Le Parisien.

Er sagte dem Blatt:

J’étais en retard, j’ai donc monté les escaliers quatre à quatre, raconte-t-il. Je n’avais rien de particulier à dire. J’ai donc demandé s’il y avait des questions. Je ne bois pas une goutte d’alcool. Je n’ai pas de mérite : je n’aime pas cela.

Ich wage trotz mangelhaften Schulfranzösischkenntnissen eine Übersetzung:

Ich war in Verzug und bin darum die Treppe hinaufgestürmt, erzählt er. Ich hatte nichts besonders zu sagen und habe darum gefragt, ob es Fragen gibt. Ich trinke keinen Tropfen Alkohol. Ich habe nichts davon: ich mag das einfach nicht.

Was alle jetzt Medien, die vorher nahegelegt haben, Sarkozy sei vielleicht, eventuell, möglicherweise, wohl, sicher betrunken gewesen, aufgrund einer Agenturmeldung nachdrucken. Als Beispiel:

Financial Times Deutschland vorher: “Präsident mit Schlagseite

Financial Times Deutschland nachher: “Sarkozy betont: ‘Trinke keinen Tropfen’

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Betrunkener Sarkozy?

Ronnie Grob, 12. Juni 2007 um 17.53 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Viele Blogs verlinken zurzeit ein Video, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy angeblich betrunken sein soll. Nun auch die Financial Times Deutschland.

WodkaWas macht der Frankreich-Korrespondent der Financial Times Deutschland, Heimo Fischer? Er sitzt in Paris und er guckt YouTube-Videos. Genauer gesagt: Er guckt ein YouTube-Video, das in mehreren Versionen zu finden ist und bisher einige Millionen Male angesehen wurde. Es ist ein kurzer Ausschnitt aus dem belgischen Fernsehen, in der der französische Präsident Nicolas Sarkozy offenbar etwas verspätet von einem Gespräch mit dem russischen Präsident Wladimir Putin im Rahmen des G8-Gipfels vor die Medien tritt.

Das Video wurde (auf YouTube und in Blogs) meistens versehen mit Anspielungen auf einen möglichen Alkoholkonsum von Nicolas Sarkozy. Es ist anzunehmen, dass die Ansage des Moderators sowie die begleitenden Kommentare bei vielen Konsumenten ausreichten, um selbst zum Schluss zu kommen, Sarkozy stünde betrunken am Podium. Eine mir seltsam vorkommende Beurteilung, denn ich habe das Video nun sicher fünfmal angeguckt und ich kann aus dem Verhalten von Sarkozy noch immer keine Verbindung mit Alkoholkonsum ziehen. Vielleicht macht er kurzfristig einen etwas verwirrten Eindruck, aber bei dem Mammut-Programm, das hochrangige Politiker täglich durchmachen, wundere ich mich eher, dass nicht viel mehr kleine oder grosse Aussetzer passieren. Mir würde das jedenfalls bei solchen Nonstop-Tagen passieren, da bin ich mir sicher.

Sarkozy NicolasDer Nachrichtensprecher moderiert den Beitrag an und sagt, kurz bevor die Bilder kommen, Sarkozy habe anscheinend nicht nur Wasser getrunken. Darauf startet das Video, worauf Sarkozy zu sehen ist, wie er an ein Podium tritt und sich an die Journalisten wendet, um ihre Fragen entgegenzumehmen. Das ist, was ich auf dem Video sehe. Heimo Fischer sieht das anders. Als Titel hat er das Zitat “Präsident mit Schlagseite” gewählt - eine Aussage, die im darauffolgenden Text nicht wiederzufinden ist.

Letztes Update: 15.06.2007, 12:10 Uhr

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