Thema: New York Times

 

Alle 13 Artikel zum Thema New York Times auf medienlese.com:

New York Times:
Rezeption Glückssache

Klaus Jarchow, 9. April 2008 um 10.49 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Was für ein Zitat: “If the news is that important, it will find me.” Aber Journalisten, Blogger und Netzberater hätten den zugehörigen Artikel in der New York Times ruhig lesen können. Stattdessen macht nur das Zitat die Runde und jeder liest, was er herauslesen möchte.

New York Times
Web 2.0: Auch die New York Times wandelt sich (Bild Keystone)

Niemand weiß, was aus einem Artikel wird, erblickt er erst einmal das Licht der Öffentlichkeit. So erging es auch jenem Artikel aus der New York Times vom 27. März, in dem sich jener Satz fand; der bei vielen Medienjournalisten für Furore sorgte: “If the news is that important, it will find me“, hieß es dort aus dem Mund eines pubertierenden Netzbewohners. Dieser Satz sollte das typische Rezeptionsverhalten der jungen Generation illustrieren, einer - so schien es - ‘Abhänger-Generation’, die im Grunde ihre Information zukünftig ans Bett serviert bekommen möchte. Überall folgten daraufhin die genreüblichen Abgesänge auf den alten Pull-Journalismus (oder aber die empörten Proteste dagegen). Blogpolitisch zum Beispiel so:

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Auslandsberichterstattung:
Wen interessiert’s schon

Ole Reißmann, 26. März 2008 um 9.26 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Über welche Länder steht etwas in der Zeitung? Worüber berichtet die New York Times, woher die Sun? Worüber die Blogosphäre? Aus diesen Daten haben Nicolas Kayser-Bril und Gilles Bruno eine Infografik erstellt.

Screenshot observatoiredesmedias.com
Screenshot

Die Nähe macht’s, und je weiter weg ein Ereignis stattfindet, desto größer, verheerender muss es für die Berichterstattung sein. Warum es eine Nachricht in ein Medium schafft, versucht die Wissenschaft anhand der Nachrichtenfaktoren zu erklären. Denn diese journalistische Binsenweisheit lässt sich nicht nur “fühlen”, sondern auch empirisch überprüfen. Genau das hat Nicolas Kayser-Bril in seiner Dissertation getan, indem er online verfügbare Artikel verschiedener Zeitungen auf das Land der Berichterstattung untersucht hat.

Zusammen mit Gilles Bruno hat er aus den Daten außerdem eine interaktive Weltkarte erstellt. Das Ergebnis wird auf der Seite L?Observatoire des médias gezeigt. Herausgekommen ist eine kleine Flash-Anwendung, in der die Staaten der Erde entsprechend ihres Vorkommens in der Berichterstattung verschiedener Zeitungen größer oder kleiner dargestellt werden:

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NYT:
Meinungen bald für alle

Florian Steglich, 8. August 2007 um 17.28 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Logo TimesselectDie New York Times wird ihr Bezahl-Content-Modell Times Select beenden, hat die New York Post herausgefunden. Ein Modell, das auf den ersten Blick gar nicht so desaströs klingt.

Immerhin haben zuletzt knapp 220.000 Abonnenten monatlich 7,95 $ (oder jährlich 49,95 $) bezahlt, um die Artikel (vor allem Kolumnen und Kommentare, aber auch das Archiv zurück bis ins Jahr 1851) bei Times Select lesen zu können. Aber offenbar wiegen die Argumente der größeren Leserschaft, der Erreichbarkeit für Suchmaschinen und der größeren Zahl möglicher Werbeeinblendungen mittlerweile schwerer.

Kein Wunder, meint Scott Karp von Publishing2.com in einer sehr plausiblen Analyse: Im Internet seien so viele kostenlose Inhalte verfügbar, dass “Paid Content” in der Regel nicht mehr attraktiv sei. Und zwar nicht unbedingt erstklassige, professionelle Inhalte, sondern “lediglich” solche, die gut genug sind, um das Informations- oder Unterhaltungsbedürfnis der Nutzer zu befriedigen. Und das dürfte der Knackpunkt sein. Natürlich ist die Vielzahl der Blogs, Podcasts etcetera im Zweifelsfall nicht so “gut” wie der Output einer Vollredaktion, das wird in den nicht tot zu kriegenden Blogs-versus-Journalismus-Diskussionen oft genug betont. Aber das “Gut genug” genügt eben in sehr vielen Fällen. Möglicherweise ist also genau das noch fataler für die eingezäunten Mediengärten, denn die Konkurrenz ist dadurch übermächtig und das Qualitätsbewusstsein im Sinken.

Möglicherweise. Die Gegenthese ist, dass durch das große Angebot an “Gut-genug-Content” das Bedürfnis nach erstklassigem Inhalt steigt; die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Die Zeit steigern ihre Auflagen, vielleicht ein Beleg. Dass sich mit zuletzt kress.de, jetzt der New York Times und demnächst auch Spiegel Online aber viele gegen die Barrieren entscheiden, spricht die andere Sprache.

» Zur Analyse von Publishing2.com

[via hackr.de]

 
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