Thema: myspace

 

Alle 7 Artikel zum Thema myspace auf medienlese.com:

Musikfernsehen:
Was ich bei MTV und Viva vermisse

Ole Reißmann, 28. Oktober 2008 um 12.13 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Optimierung, Optimierung: Bei MTV und Viva wird mal wieder gespart. Mitarbeiter müssen gehen, Programme werden eingestellt. Zehn Gründe, warum das schade ist.


Musikfernsehen gab es sowieso nur kurze Zeit in Deutschland: Von 1995 bis 2002 sendete Viva Zwei. Markus Kavka und Charlotte Roche sind hier groß geworden, Niels Ruf machte “Kamikaze”, anarchische Handpuppen trieben in der Sendung “Zwobot” ihr Unwesen. Klingeltonwerbung, Real-Life-Soaps und ähnlicher Quatsch waren noch unbekannt. Es ging vor allem um Musik. Mit der Übernahme von Viva durch MTV im Jahre 2004 war es dann endgültig vorbei. Immer neue Sparrunden und Kürzungen, verärgerte Moderatoren – gefeuert oder gleich freiwillig gegangen. Schreckliche Shows und erschreckende Werbung taten ihr übriges. Die Zielgruppe ist längst ins Internet geflohen und guckt Musikvideos auf YouTube, MySpace und Co.

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“Candy Girls”:
Skandal oder PR-Nummer?

Ole Reißmann, 15. Juni 2008 um 13.52 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eine Internet-Serie soll etwas aufgepeppt werden und bekommt einen Gastauftritt von Lady Bitch Ray verordnet - kurz darauf wird den Verantwortlichen die Sache “zu heiß”.

Lady Bitch Ray (Bild Keystone/Jörg Carstensen)“Candy Girls”, die hippe “neue deutsche Fernsehserie” aus Endgeil-Berlin, läuft nicht im verschnarchtem Fernsehen, sondern im angesagten Internet auf Rupert Murdochs Musik- und Partynetzwerk MySpace. Und man könnte meinen: Es läuft nicht so richtig für die “Candy Girls”. Denn gerade wurde eine Episode der Serie nachträglich aus dem Archiv entfernt:

Skandal-Rapperin Lady Bitch Ray sagte schmutzige F-Wörter – kurze Zeit darauf wurde Teil 7 abgesetzt.

… schreibt die Welt über die von der offiziellen Seite entfernte und weiterhin im Netz herumgeisternde siebte Folge “Betriebsversammlung”.

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6 vor 9

Ole Reißmann, 20. Mai 2008 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Hoffen auf Ringiers Medialab
(medienspiegel.ch, Martin Hitz)
“Bleibt zu hoffen, dass Ringiers neues mediaLAB nicht ausschliesslich aus Softwareentwicklern bestehen wird, sondern dass Techies gemeinsam mit Journalisten und Redaktoren an neuen Ideen und Projekten arbeiten werden.”

MySpace startet Serie
(FAZ, Philipp Vetter)
Digital, sozial, härter als herkömmliches Fernsehen: Murdochs MySpace startet mit “CandyGirls” eine neue deutsche Fernsehserie (NDF): “Jedes ‘Candy Girl’ hat ein MySpace-Profil, auf dem es Weblogs führt und Video-Tagebücher, als gehe es um eine reale Person und nicht um eine Rolle.” Was für ein Fake!

Null Überraschung bei den “Superstars”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
“Heute hat RTL ? wie üblich ? die Votingergebnisse der Entscheidungsshows veröffentlicht … Diese Statistiken müssen bis zur letzten Show eines der bestgehütetsten Geheimnisse dieser Erde sein, die der zuständige RTL-Redakteur vermutlich mit seinem Leben verteidigen wird.”

Grand-Prix-Kandidaten in Wort und Bild
(Lukas Heinser und Stefan Niggemeier)
“43 hoffnungsvolle Kandidaten singen in Belgrad über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Eine Handreichung …” Fleißpreis, meine Herren!

Hyperlocal Journalism – Fehlanzeige!
(The Journalism Iconoclast, Patrick Thornton)
“The irony is that the local reporting is where newspapers and journalists could be hitting home runs. Instead, we find decreasing amounts of good, local reporting. Journalists are being asked to do more with less ? AKA produce shallower content.”

Video: Der Wortschwall
(BuzzFeed)
Gestelzte Langeweile vom Papier abnuscheln oder doch lieber wütend brüllend: “Keith Olbermann says ‘Shut the hell up!’ to President Bush in the Special Comments segment.” Wenn die politische Kultur es erlaubt.

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Wir linken Love

Ole Reißmann, 26. Februar 2008 um 19.49 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Das ist Service: Courtney Love rotzt ein Tagebuch ins Internet und Vanity Fair übersetzt es auf der eigenen Webseite ins Deutsche. Nur den Link haben sie vergessen…

Courtney Love
Courtney Love (Bild Keystone)

Courtney Love, die “raue Künstlerin” (Spiegel) schreibt Tagebuch auf MySpace – und die deutsche Vanity Fair übersetzt das dort Geschriebene und veröffentlicht es auf der Webseite als eigenen Artikel. Einfach eine Überschrift und einen knackigen Einstieg drüber geschrieben (”durchgeknallt”, “irre”, “Viel Spaß!”) und fertig ist der schicke Online-Content, der mit viel Wohlwollen noch als Zitat durchgehen könnte.

Was im Internet allgemein üblich ist, nämlich das Verlinken der Quelle, gilt anscheinend nicht für Vanity Fair. Der erwartungsfrohe Leser, der auf das gülden schimmernde “Courtney Love” im Text klickt und dahinter das Original-Blog erwartet, landet doch nur auf Loves Eintrag bei “Vanity Faces”.

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Facebook setzt StudiVZ unter Druck

Ole Reißmann, 31. Januar 2008 um 11.36 Uhr, 8 Kommentare Kommentare

Wenig Mitglieder, viele Mitarbeiter: Wir vergleichen StudiVZ mit den Konkurrenten Facebook und MySpace.

Ein Blick auf unsere Tabelle zeigt: StudiVZ ist riesig in Deutschland und ein Zwerg im Vergleich zu den Mitbewerbern. Die internationale Konkurrenz, die auf den deutschen Markt drängt, hat deutlich mehr Mitglieder. Und das bei deutlich weniger Mitarbeitern, was mehr Profit bedeutet. Sofern überhaupt schon Profit gemacht wird. Noch dazu hat MySpace mit dem Fokus auf Musik ein deutliches Profil - und Facebook bietet über eine Schnittstelle die Möglichkeit, externe Anwendungen (Bildergalerien, RSS-Feeds, was immer) einzubinden.

Also muss StudiVZ jetzt nachziehen. Erst sollen noch zwei Netzwerke für Ehemalige und Freunde hinzukommen und das Riesen-Verzeichnis der Google-Initiative “Open Social” beitreten. Außerdem sollen auch die VZs eine offene Schnittstelle bekommen.

Aus aktuellen Berichten haben wir eine Übersicht erstellt. Soweit nicht anderes angegeben sind die Daten vom Januar 2008.

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Eine Zusammenkunft - vier Versionen

Ronnie Grob, 25. August 2007 um 14.47 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Schweizer Rapper und WOZ-Kolumnist Greis und der Weltwoche-Redaktor Peer Teuwsen treffen sich und reden etwas miteinander. Inhalte daraus erscheinen gleichentags in zwei Wochenpublikationen. Und nun auch noch auf Myspace. Das Verhältnis zwischen Medien und Politik wird derweil endlich zur Debatte.

Wir sammeln mal, was wir alles gefunden haben:

23.08.2007, WOZ: Ein Gespräch mit Peer Teuwsen

23.08.2007, Weltwoche: 14 Fragen an Greis (nur für Abonennten zugänglich)

23.08.2007, Myspace: WOZ-Kolumne August UNZENSIERT

23.08.2007, Myspace: 14 Frage an Greis in der “SVP-Woche” (”ursprüngliche Version, mit Korrekturen in Grossbuchstaben”)

Inhaltlich wurde nicht viel verschwiegen. Peer Teuwsen findet, dass das Magazin nach seinem Abgang zu einem “Lifestyle-Heftli” geworden ist und dass er seine Meinung, der Koran sei vermutlich blutrünstiger als die Bibel, nicht unbedingt abgedruckt sehen müsste. Offensichtlich ist jedenfalls, dass die Wahrnehmung eines Vorgangs oft etwas Persönliches ist.

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Politische Kommentar-Zensur bei CNN, ABC und MySpace

Peter Sennhauser, 8. Juni 2007 um 8.15 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Texaner Ron Paul ist der republikanische Aussenseiter im US-Wahlkampf. Der Kriegsgegner wird von den Medien systematisch totgeschwiegen - und vom Publikum favorisiert.

Er ist gegen eine Rolle der USA als Weltpolizei, er hat gegen den Krieg gestimmt, er sieht die Gründe für 9/11 nicht im Kampf der Kulturen, sondern in der amerikanischen Aussenpolitik, und ob Schwule in der Armee akzeptiert werden müssten, diese Frage stelle sich für ihn gar nicht: Laut Verfassung müssten alle Menschen die gleichen Rechte haben - Punkt. Der Texaner Ron Paul ist der Querschläger unter den republikanischen Präsidentschaftsanwärtern. Die Partei und Fox News bezeichnen ihn als verkappten Demokraten, das Publikum sieht in ihm den Gewinner der 1. und der 2. Debatte der konservativen Anwärter auf die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008.

Vor allem aber wird Paul von einigen Massenmedien anscheinend systematisch totgeschwiegen. Nach ABC und Murdochs MySpace hat jetzt auch die TV-Kette CNN Hunderte von Kommentaren für den unbequemen Kongressabgeordneten einfach gelöscht - weil offenbar der Redaktion die Publikums-Abstimmung nicht in den Kram passte.

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