Thema: Marc Walder

 

Alle 4 Artikel zum Thema Marc Walder auf medienlese.com:

6 vor 9:
Ringier, Seinfeld, Merkel

Ronnie Grob, 10. November 2008 um 8.54 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

1. “Ringier handelte verantwortungslos”
(sonntagonline.ch, Kurt-Emil Merki und Patrik Müller)
Ein weiterer Gewinner der Konzessionsvergaben, Roger Schawinski, meint, dass der Ringier Verlag, Verlierer der Konzessionsvergaben, “mitschuldig am Debakel” sei: “Das Management ging ein unverantwortbares Risiko ein, weil man schlicht überheblich war. Wenn sich Radio Energy – wie Radio 1 – auch um die Konzession für das kleine Sendegebiet beworben hätte und nicht ausschliesslich um jene für das grosse Sendegebiet, wäre der Sender mit Sicherheit zum Zug gekommen.”

2. “Über Sender, Hörer und Moritz”
(blick.ch, Marc Walder und Frank A. Meyer)
Im Ringier-Verlag trinkt man derweil weiterhin in schwarzen Anzügen Espresso. Frank A. Meyer vertritt in der Konzessionsfrage das Anciennitäts-Prinzip (wer schon da ist, soll es für immer sein): “Es gibt genug Frequenzen, sie müssen nur zur Verfügung gestellt werden. Und selbst wenn es nicht genug Frequenzen gäbe, würde es der politische Anstand gebieten, keine neuen Radios zuzulassen, sondern die eingelebten Sender bestehen zu lassen.”

3. Interview mit Larry Charles
(dasmagazin.ch, Christian Kaemmerling)
Larry Charles schreibt unter anderem Texte für die Fernsehserie “Seinfeld” und erzählt von den Anfängen: “Eines Tages sagte Larry David zu mir: Ich habe da ein Projekt, eine Fernsehshow mit Jerry Seinfeld, willst du mitmachen? In einer Folge der Show fällt später der berühmte Satz: ‘Alle machen Shows, die von irgendwas handeln. Unsere Show ist eine Show über – nichts.’”

4. “Von wegen Reporter”
(tagesspiegel.de, Benedikt Voigt)
“In China lassen sich Journalisten bezahlen, um über Missstände nicht zu schreiben.”

5. “Berlin, wir haben ein Problem”
(medienpiraten.tv, Peer Schader)
Auch das TV steckt in der Werbekrise. Peer Schader hat mal die Werbeblocks in ‘Peng! Die Westernshow’ am Freitagabend bei Sat.1 zusammengestellt.

6. “Königin der Macht”
(nzzfolio.ch, Thomas Gsella)
“Elf Zehntel aller Deutschen finden, Angela Merkel mache ­rundweg ‘alles richtig’ – wenn sie nur blöd genug gefragt werden. Ein Bericht zur Schieflage der Nation.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Nach internem Memo:
Ringier-Mitarbeiter fürchten Newsroom

Ronnie Grob, 7. Oktober 2008 um 10.57 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Eine Nachrichtenzentrale, sie alle zu binden: Der Ringier-Verlag richtet einen gemeinsamen Newsroom ein. Als erstes sollen die Blick-Redaktionen zusammengelegt werden. Ein internes Memo feiert das Vorhaben – doch die Mitarbeiter sind skeptisch.

Newsroom bei Axel Springer: Hier entstehen Welt und Berliner Morgenpost (Keystone)

Noch werden die verschiedenen Ausgaben von Ringiers Boulevard-Postille – Blick, SonntagsBlick, Blick Online und Blick am Abend – getrennt voneinander gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Redakteure, die teilweise sogar schon im selben Raum sitzen, sollen künftig gemeinsam an den Blick-Ausgaben arbeiten. Ringier plant bis Januar 2010 einen “integrierten Newsroom” einzurichten. Nach dem Blick sollen auch die Wirtschafts-Gratiszeitung Cash Daily hinzukommen – und so weiter. Die Sonntagszeitung schrieb am 28. September, künftig müsse jeder Journalist für mindestens zwei Publikationen schreiben können. Auch persoenlich.com berichtete, am 28. und am 4. September.

» weiterlesen: Das interne Memo und die Reaktion der Journalisten

Wochenrückblick Nr. 34

Ronnie Grob, 24. August 2008 um 11.37 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Alphajournalist angegriffen, Journalisten geprügelt, Gebührengelder verscheuert und Jugendliche unter Sauf-Zwang: Unser Rückblick auf die 34. Kalenderwoche.

Fast hätten wir hier die leicht geschmacklose Protestaktion vor der IOC-Zentrale in der Schweiz zum Bild der Woche gemacht – stattdessen entschieden wir uns doch lieber für drei fantastische Sportbilder von den Olympischen Spielen. Und den weißen Panzer, der vor dem Pressezentrum für Erinnerungsfotos posierte.

Michael Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet, gemäss Wikipedia vierfacher Olympiasieger und neunfacher Weltmeister, musste sich von Johannes B. Kerner, Mitarbeiter des ZDF, fragen lassen, ob er eigentlich, so als Schnellster, nicht auch gedopt gewesen war. Johnson antwortete: “Das ist eine dumme Frage, auf die ich eigentlich nicht antworten möchte.” Später die Woche fand ein Fussball-Freundschaftsspiel statt, worauf Kerner kurz nach Deutschland und dann wieder nach China geflogen wurde. Was viele als eine Verschleuderung von Gebührengelder ansahen. Auf faz.net kommentierte ein Nutzer: “Kennt die ARD in ganz Deutschland keinen anderen Reporter, der ein Fußballspiel kommentieren kann? Sind wir so arm an Fachleuten?”. Wie stern.de zählte, wurden von den Öffentlich-Rechtlichen über 650 Mitarbeiter nach Peking eingeflogen. Im Vergleich: die BBC kam mit 450 Mitarbeitern aus.

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State of the art:
Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt

Ronnie Grob, 20. Januar 2008 um 10.07 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

“Akzeptanz im Leser- und Anzeigenmarkt” ist das Schlagwort, mit dem die Verlage ihren Lesern die als Journalismus verkauften Werbebeilagen andrehen wollen.

Marc Walder im Interview, Screenshot Werbewoche
Unten links der Inhalt (Interview zum SonntagsBlick), oben rechts die Werbung (für den SonntagsBlick)

Jeweils vor Weihnachten ist es wieder soweit. Die Luxusbeilagen der Printprodukte (unsere Beiträge vom 17.11.2006 und vom 24.11.2006) erscheinen und richten sich in einem Glanz, wie Journalismus nur selten verpackt wird, an die Leser. Da sie keine eigenständigen Produkte sind, sondern nur anderen Produkten beiliegen, kann das Leserinteresse an dieser Art von Journalismus kaum nachgewiesen werden. In den Verlagen gibt man sich aber davon überzeugt. Marc Walder vom Schweizer Ringier-Verlag (unter anderem Chefredaktor des SonntagsBlick) spricht in einem kurzen Interview mit der Werbewoche gleich zwei Mal davon:
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