Thema: Mainstream

 

Alle 2 Artikel zum Thema Mainstream auf medienlese.com:

Mainstreaming media:
Wozu Herausgeber?

Klaus Jarchow, 25. August 2008 um 19.20 Uhr, 26 Kommentare Kommentare

Chefredakteure und Herausgeber waren einst die Wächter über die Qualität des Printprodukts. Online übernehmen diesen Job aber die Leser - wozu also brauchts den “Editor” noch?

Wenn Jeff Jarvis mit dem Finger schnickt, dann sind die Medienseiten der Zeitungen meist voll mit dem angetippten Thema. Diesmal, bei der Frage, weshalb es zukünftig noch Herausgeber bzw. Chefredakteure für eine Zeitung geben müsse, blieb es merkwürdig ruhig im deutschen Blätterwald. Das muss dann wohl an den Herausgebern liegen …

Der Tenor von Jeff Jarvis’ Artikel lag auf der folgender Linie: Der Chefredakteur oder ‘Editor’ sorge üblicherweise dafür, dass der Themenmix stimme, dass keine lästigen Klagen zu erwarten seien, dass die vorgegebene redaktionelle Linie eingehalten würde, dass keine stilistischen Böcke geschossen werden - und er kontrolliere zudem, ob eine Geschichte auch ‘ausrecherchiert’ sei.

Die meisten dieser Funktionen - so Jarvis - würden aber online inzwischen die Mitglieder der Community erledigen, durch die dialogische Struktur der neuen Medien forme sich jeder seiner Artikel wie von selber ‘rund’, wenn man den Thread hinzurechne: “Die Berichterstattung wandelt sich vom Produkt zum Prozess”. Also könne man - angesichts der redaktionellen Sparzwänge - doch als erstes die Position des Herausgebers oder Chefredakteurs abschaffen - und seine Funktion durch einen ‘Community organizer’ ersetzen.

» weiterlesen

Investition Journalismus:
Wer nimmt Geld in die Hand?

Ronnie Grob, 23. Juli 2008 um 11.10 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

10 Millionen Dollar investiert das amerikanische Milliardärs-Ehepaar Sandler jährlich in investigativen, unabhängigen, nicht profitorientierten Journalismus. Ein Vorbild?

ProPublica

“Kultivierter Millionär gesucht” titelte kürzlich die Süddeutsche Zeitung zur Suche des insolventen Berliner Aufbau-Verlags nach einem Investor. Und genau das hätten auch viele Zeitungen gerne. Jemanden, der Geld liefert und somit Journalismus ermöglicht – aber nicht reinredet in die Ausrichtung und den Inhalt des Produkts. Doch will ein Investor im sterbenden Zeitungsgeschäft mit seinem Investment Geld verdienen, wird er sofort mit einer die fruchtbaren Felder kahlfressenden Heuschrecke verglichen, gehasst und bekämpft.

Folglich bleibt dem Journalismus in Zukunft nur mehr eine Lösung: Er benötigt Investoren, die Geld liefern und dafür nichts mehr als hervorragenden Journalismus erwarten. Die Geld geben, weil “kritischer Journalismus die Voraussetzung für eine lebendige, funktionierende Demokratie ist” (Thomas Leif). Wie die Sandlers, die mit einer erfolgreichen Bank zu Milliardären wurden und im Oktober 2007 die gemeinnützige Organisation ProPublica vorstellten. Hier sollen Journalisten ohne die Finanzsorgen eines Verlages investigativ arbeiten können – zum Wohl der Allgemeinheit.

» weiterlesen

 
slug blogoscoop