Alle 6 Artikel zum Thema Lexikon auf medienlese.com:
Tausche Wissen gegen Klicks: Die Encyclopaedia Britannica gewährt Bloggern jetzt auf Antrag kostenlosen Zugang zu ihren Datenbeständen. Artikel können verlinkt und komplett abgerufen werden.

Praktischer allemal: Britannica im Netz (Bild [M] cc:Stewart)
Blogger müsste man sein: Auf Antrag gibt es einen kostenlosen Zugang zum definitiven Nachschlagewerk der Holzära, der Encyclopaedia Britannica. Ansonsten kostet der 51 Euro im Jahr. Gestern habe ich also das Online-Formular ausgefüllt und um Freischaltung gebeten – heute Morgen war es soweit. Ich habe nun vorerst für ein Jahr kostenlosen Zugang. Es wird noch besser: Links, die von medienlese.com auf Artikel der Britannica verlinken, führen direkt auf den kompletten Artikel.
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Talkgäste verunsichern? Erst befragen, wenn sie ordentlich Wein gebechert haben? Ein Rückblick auf den schmalen Grat zwischen journalistischem Mumpitz und frischem Fernsehformat.
Es gibt Formate, die journalistisch so hart und unerbittlich wirken wollen, dass es fast schon lustig ist. Da wird ein Gast, der “in die Zange genommen” werden soll auf einen Stuhl gesetzt, der so heiss sein soll, dass es ihm ungemütlich wird. Oder der Fragende umrundet den Befragten so, dass dieser nicht mehr weiss, wo vorne und wo hinten ist.
“Explosiv - der heisse Stuhl” lief von 1989 bis 1994 auf RTLplus und tatsächlich, der Stuhl sieht aus wie ein Marterpfahl oder Scheiterhaufen, ein kalter, hoher Bau aus Stahl, an dem nur aus Gründen der Menschlichkeit noch ein paar Kissen angebracht wurden:
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Frisch aus dem Edeka Dresden Hauptbahnhof auf den Lesetisch der medienlese: Der Eulenspiegel! Einst begehrte Mangelware, doch auch heute nicht vergessen. Im Osten Deutschlands. Im Westen kennt man dagegen nur das Exemplar, dem die Eulen fehlen.

Ausgabe 3/08: Was steht da? Der Ossi grinst, der Wessi muß am Artikelende nachsehen
Es gibt einige Arten von Zeitschriften, bei denen Deutschland (Ost) auch heute, 18 Jahre nach dem Fall der Mauer, besser aufgestellt ist als Deutschland (West). Dazu gehören Technik-Fachzeitschriften und Satiremagazine. Bei beiden mußte man im Osten einfach besser sein: Technik galt im Osten mehr, während sie im Westen seit Jahren vorzugsweise mit dem vorgesetzten Adjektiv “Sch…” bezeichnet wird; Satire führte wiederum sehr schnell zu einer ausgiebigen Führung durch die Backsteingebäude von Bautzen, wenn sie auch für Parteifunktionäre verständlich war. 
Die Titanic ist zwar rot und links, doch ein Westblatt und die Nummer zwei der deutschen Satirezeitschriften mit einer Druckauflage von knapp 100.000. Der Klassiker, die “Eule”, ist bis heute meistverkaufte Satirezeitschrift Deutschlands mit einer Druckauflage von monatlich knapp 140.000.
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Wenn sich Blogger und Journalisten ineinander verbeißen, dann kommt er mit Sicherheit irgendwann: der wechselseitige Vorwurf der ‘Selbstreferentialität’.

Wir beziehen uns auf uns
Der Schreiber der FAZ mokiert sich dann über ‘den Blogger, der einen anderen Blogger beim Filmen filmt’ - und er vergisst beim Lachen darüber das parallele Phänomen im eigenen Beritt, wo die BILD-Zeitung für den Abdruck von Frank Schirrmachers hessischer FAZ-Wahlhilfe in ihrem Blatt zwei Seiten freiräumt, wo also der eine Journalist dem anderen Journalisten beim Veröffentlichen noch mehr Öffentlichkeit verschafft. Woraufhin die Blogger nach Herzenslust daherpolemisieren und sich wiederum über die Selbstreferentialität des alten Mediensystems lustig machen. Was die getroffenen Journalisten lauthals zetern lässt, weil ihre ‘Selbstreferentialität’ doch angeblich ‘Seriosität’ und ‘öffentliche Verantwortung’ heißt. Manche sagen dazu allerdings auch ‘Kampagne’. Kurzum: Ohne Selbstreferentialität läuft heute nichts mehr - noch nicht einmal auf Journalistenschulen.
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Donnerstag wurde es bekannt: Das Nachrichtenmagazin Spiegel bekommt eine Doppelspitze. Grund genug für medienlese.com eine Zeitreise durch den Verlag anzutreten, der Deutschland mitprägte und selbst Geschichte schrieb.

Spiegel-Gebäude in Hamburg (Bild cc:bstrasser)
Laut Berichten des Hamburger Abendblatt und der Süddeutschen Zeitung hat die Suche nach einem Nachfolger von Stefan Aust ein Ende gefunden. Georg Mascolo, derzeit Leiter des Berliner Spiegel-Büros, und Onlinechef Mathias Müller von Blumencron übernehmen die Chefredaktion beim Spiegel.
Der Medienrummel um Austs Nachfolge zeigt, dass die Geschichte des Verlags untrennbar mit dem Magazin selbst verbunden ist. Der Spiegel ist mit einer Auflage von knapp über einer Million die größte Wochenzeitung Deutschlands. Wenn man sich die Vita des 60 Jahre alten Printriesen anschaut, wird man den Eindruck nicht los, dass jeder dieser Leser hart erkämpft wurde.
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Als Offensive gegen den Springer-Verlag gegründet, schrieb Gruner + Jahr Pressegeschichte. medienlese.com blickt auf bewegte Hamburger Verlegerfreundschaften und die Strategien von Europas größtem Verlagshaus.
Gruner und Jahr Pressehaus am Baumwall in Hamburg (Bild cc:SusanneK)
Baumwall 11. Nähe Landungsbrücken. Hamburg. Der Hauptsitz von Gruner + Jahr. Einem Verlag, den es schon länger als die Bundesrepublik gibt. Zumindest, wenn man mit dem Henri-Nannen-Verlag beginnt. Am 1. August 1948 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Stern im Stern-Verlag Henri Nannen. Nannen bekam im Juli 1948 von der britischen Militärregierung die Genehmigung zur Umbenennung der Jugendzeitschrift Zick-Zack in Stern. Einsilbig, deklinierbar und positiv besetzt. Sterne leuchten. ?’Geben Sie mir den stern’, das kann man am Kiosk knapp und präzise sagen?, verkaufte Nannen dem damaligen amerikanischen Pressecontroller Wing-Commander Baker den neuen Titel. Das erste Cover der 16-seitigen Ausgabe zierte die junge Hildegard Knef. Im Heu.
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