Thema: Kurt Beck

 

Alle 6 Artikel zum Thema Kurt Beck auf medienlese.com:

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Ronnie Grob, 2. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Das Blogismus-Problem”
(weltwoche.ch, Kurt W. Zimmermann)
Nach der Verbravung der Journalisten macht Kurt W. Zimmermann nun auch eine Verbravung der Blogger aus: “Das Netz ist mittlerweile so politisch korrekt wie die Leserbriefe im Lokalblatt. Sogar die Blogs, die früheren ungezogenen Kinder des Netzes, übertreffen sich inzwischen an gebremster Zivilisiertheit und unverbindlicher Banalität.” Während dieses neuartige “Verlinken” im Artikel in einem von drei Fällen tatsächlich klappt, verwechselt Zimmermann den Drudge Report mit der nicht sehr aktiven Website drudgeblog.com.

2. “Journalismus 2.0 - Welche Skills sind heute gefragt?”
(cyberwriter.twoday.net)
“Was muss ein Journalist heute beherrschen um im Internet-Umfeld bestehen zu können?”

3. “Die Psychotherapeuten der Ostdeutschen”
(sueddeutsche.de, Renate Meinhof)
“‘Die Menschen wollen doch einen Rest von Selbstwertgefühl’: Super Illu ist Marktführer im Osten, weil man dort das zwanghaft Coole nicht mag.”

4. “Herr Beck, übernehmen Sie!”
(merkur.de, Thomas Vesting, 25.09.2008)
“Durch das Internet haben sie sich grundlegend verändert. Auf dem Stand von vorgestern ist dagegen die öffentliche Kontrolle von Fernsehen & Co. Was der Rundfunkpolitiker jetzt anpacken muss, ist eine zeitgemäße Medienregulierung.”

5. “Deutsche, kauft Hunde!”
(zeit.de, Harald Martenstein)
“Aus Anlass der aktuellen Wirtschaftskrise möchte ich pauschal eine Berufsgruppe kritisieren. Ich möchte mir neue Feinde machen. Der von mir kritisierte Berufszweig heißt ‘Wirtschaftsjournalist’.”

6. “Bloggen als Therapie”
(stefan-niggemeier.de)
Medienjournalist Stefan Niggemeier wendet die “Nichtkommunikationsstrategie” an, als er im Flugzeug überraschend auf Tita von Hardenberg trifft, über die er “ganz gemein” geschrieben hatte. Um das nur im Ansatz traumatische Erlebnis zu verarbeiten, schreibt er, naheliegend, einen Blogeintrag.

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Ronnie Grob, 11. September 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Dubioser Professor, unglaubliche Studien”
(spiegel.de, Marvin Oppong und Markus Becker)
“Hat ein vermeintlich führender Psychologieexperte jahrzehntelang deutsche Medien genarrt? Henner Ertel wurde jetzt von einem Wissenschaftler wegen Missbrauchs akademischer Titel angezeigt. Die Universität, deren Rektor Ertel sein will, existiert offenbar nur auf dem Papier.”

2. “Das Paradox des Online-Journalismus”
(perlentaucher.de, Robin Meyer-Lucht)
“Nachrichtensites feiern sich für hohe Leserzahlen - doch tatsächlich haben sie nicht ein Nutzungsproblem, sondern auch eines mit der geringen Loyalität ihrer Leser. Welt Online löst dies auf wenig erquickliche Weise.”

3. “Rücktritt Beck: Politiker-Intrigen im Blätterwald”
(ndr.de, Video, 7:01 Minuten)
SPD-Chef Kurt Beck musste gehen, weil er die Medien nicht ‘bedient’ habe. Was in der Provinz noch funktioniert habe, sei in Berlin gescheitert. An den elitären Hauptstadtjournalisten, denen Politiker, die Rollmöpse verteilen und nicht alltägliche Teile vom Schwein verspeisen, suspekt sind.

4. “Widerliches TV-Format für 5000″
(frank.geekheim.de)
“In der Schule meines Sohnes wurde gerade in der Elternversammlung debattiert, ob die Klasse an einem “TV-Projekt” teilnehmen möchte. Sozial sollte es sein, engagiert und interessante Fragen aufwerfend. Nun, das wird schon seine Richtigkeit haben dachte ich als das Thema zuerst vor ein paar Wochen aufkam, bis dann der Vertrag der Produktionsfirma auf dem Tisch lag und Details klar wurden.”

5. “Hitlers Kameramann Walter Frentz”
(einestages.spiegel.de, Hans Michael Kloth)
“Er war des Teufels Fotograf: Von 1939 bis 1945 setzte Walter Frentz Adolf Hitler und seine Entourage in Szene. Seine Propagandafilme und Farbfotos vom ‘Führer’ prägen bis heute das Bild vom Diktator - sich selbst sah Frentz trotzdem immer nur als unbeteiligten Beobachter.”

6. “Natürlich gibt es Ausserirdische!”
(nzzfolio.ch, Ulrich Schmid)
Ein schönes Interview mit dem Kosmonaut Sergei Krikaljow im NZZ Folio: “Nehmen Sie das dumme Märchen, man könne vom Weltraum aus die Chinesische Mauer sehen. Man kann sie nicht sehen – wie sollte man auch? Sie ist schmal und aus Stein, also von der gleichen Farbe wie die Berge, über die sie sich hinwegzieht.”

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Titelseiten:
Steinmeier, Beck, Müntefering

Ole Reißmann, 8. September 2008 um 9.05 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Schwierige Entscheidung am Kiosk: Am ersten Tag nach den Personalentscheidungen in der SPD machen Zeitungen ganz unterschiedlich auf – allerdings wenig überraschend.

Bei der Frankfurter Allgemeinen geht es, wie zu erwarten, sehr staatsmännisch zu. Der Außenminister wird Kanzlerkandidat, der Parteivorsitzende tritt zurück, so und nicht anders muss die trockene Nachricht lauten:

Steinmeier Kanzlerkandidat – Beck tritt zurück”

Weniger staubtrocken das Aufmacherfoto: Steinmeier in Macher-Pose, nur steht niemand hinter ihm. Kaum zu glauben, dass die FAZ noch vor gut einem Jahr dachte, auf farbvolle Fotos auf der Titelseite verzichten zu können. Bei der Süddeutschen steht Beck unscharf im Abseites, die Schlagzeile heißt:

Beck gibt auf – Müntefering wird wieder SPD-Chef”

Das tönt beinahe schon dramatisch, jedenfalls nicht so überkorrekt wie die Frankfurter Kollegen. Der Hoffnungsträger der SPD schaut müde, abgekämpft und düster, sein Gesicht aschfahl. Wer heute die SZ in die Hand nimmt, möchte den Genossen warme Decken umlegen und ihnen einen Tee reichen.

Münte is Beck”

So kalauert man bei der taz in Berlin – garniert mit einem Scherenschnitt Münteferings am Mobiltelefon. Seht her, der Mann im Hintergrund zieht die Strippen. Nichtmal auf dem Treffen gestern dabei, doch Mann der Stunde. Nur wem simst der designierte Parteivorsitzende?

Panoramas rasende Reporter

Ole Reißmann, 18. Juli 2008 um 10.29 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Drei Reporter nehmen die Zuschauer mit auf Recherche und lassen sie an ihrer Arbeit teilhaben: Das NDR-Magazin “Panorama” probiert sich an einem neuen Format. Kein eitler Selbstzweck?

Huch, was war das denn? Durchgestylte Bilder, Reporter – ”Ich will wissen, ob mehr dahinter steckt” – mitten im Bild, schnelle Schnitte, persönliche Kommentare. Das öffentlich-rechtliche Politikmagazin “Panorama” rückt in einem neuen Format seine Reporter ins Bild: “Thema der Beiträge ist nicht nur – wie sonst – das Rechercheergebnis, sondern auch die Methoden dahinzukommen.” Erstmals ausgestrahlt gestern Abend im Ersten. Das Ergebnis macht richtig Spaß, zum Beispiel, wenn Christoph Lütgert von Politikern abgewimmelt wird. Kurt Beck hat gerade seinen Rücktritt ins Spiel gebracht, die Genossen wollen von Krise nichts wissen, Finanzminister Steinbrück lächelt den Reporter einfach weg. Der schüttelt sich: “Immer diese generöse Tour. Wie ich das hasse!”

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Medienfetzen

Klaus Jarchow, 4. April 2008 um 9.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare
Caroline Beil, Kurt Beck, Geert Wilders (Bild Keystone)
Die Frisuren der Woche: Beil, Beck, Wilders (Bilder Keystone)

Die Woche ist fast vorüber - und Kurt Beck ist immer noch SPD-Chef. In der Spiegel-Redaktion schleicht ein Gespenst herum: die Relevanzfrage. Die Mitarbeiterkantine serviert verlorene Eier, ein ehrgeiziger Journalist hat schon entnervt gekündigt: Er ginge zur Gala, weil zumindest er im Leben noch etwas bewegen wolle, sagte er …

Zum nächsten Karneval lasse ich mir jetzt einen langen Bart wachsen und binde mir ein schwarzbordiertes Selbstmordgürtelimitat als Korsett um den Bauch. Damit werde ich dann genau so berühmt wie dieser Geert Wilders mit seiner rattenscharfen Perücke.

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Das ZDF macht sich lustig über Videos von Politikern im Internet

Ronnie Grob, 11. Februar 2008 um 11.01 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Unfreiwillig komisch” heisst der Beitrag des ZDF-Magazins “Frontal 21″ über Politiker, die das Internet entdecken. Die armen Newcomer werden ausgelacht von alten Hasen mit jahrzehntelanger Erfahrung, die dank Gebührengeldern produktionstechnisch stets auf dem neuesten Stand sind.

Angela Merkel Videopodcast
Vorreiter der neuen Berliner Videoschule? (Screenshot ZDF)

Das Werk von Werner Doyé und Andreas Wiemers (youtube.com, Video, 5:45 Minuten) widmet sich den “Medienprofis” (gemeint sind Politiker). Gleich in der Einleitung werden sie “kamerageschulte Medienmeister” und “perfekte Volksfischer” genannt, die aber das volle Mitleid des Moderators geniessen, weil sie “auch im Internet total cool rüber kommen” sollen.

Natürlich ist es legitim, über die SPD zu lachen, die eine Reihe mit Fragen an Kurt Beck veranstaltet und dann gar keine Fragen beantwortet. Und den Videocast von Angela Merkel in Frage zu stellen, der bereits “mehrere 100.000 Euro” (!!!) gekostet haben soll. Und vielleicht ist auch etwas Wahrheit dran, wenn “die geneigte Web-Gemeinde sich” dabei “an skandinavische Filme in Dogma-Manier erinnert”.

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