Thema: Klatschpresse

 

Alle 2 Artikel zum Thema Klatschpresse auf medienlese.com:

Paparazzi:
Die dreckige Jagd nach dem goldenen Schuss

Ole Reißmann, 29. Mai 2008 um 16.33 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die “Paps” sind ständig auf der Jagd nach den Stars – und dem ultimativen Foto, das fantastische Mengen Geld verspricht. “Keiner mag sie”, titelt die aktuelle Ausgabe der Galore.

Britney Spears (Bild Keystone)Das Interview-Magazin Galore widmet den Paparazzi die Titelseite, im Gespräch sind Kurator Matthias Harder (”Man muss vielen Paparazzi-Bildern zugestehen, dass sie authentisch sind, und diese Authentizität macht sie jenseits ihres dokumentarischen Gehalts durchaus künstlerisch wertvoll.”) und Paparazzo Frank Griffin (”Gewichtsprobleme stehen hoch im Kurs. Das ist in der heutigen Kultur eine ganz entscheidende Perspektive: Hat ein Prominenter zugelegt? Ist jemand erschreckend dünn geworden?”). Die Interviews kommen zu einem passenden Zeitpunkt: Die modernen Glücksritter Paparrazi sind derzeit Medienthema. “Verbrecher oder Künstler” fragt Galore und bringt den Konflikt auf den Punkt. Die Bilder gucken alle an, vom Entstehungprozess grenzt man sich empört ab.

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“Blog-Post Confidential”

Ole Reißmann, 25. Mai 2008 um 11.39 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Leben im Netz, mit allen Konsequenzen: Die ehemaligen Gawker-Bloggerin Emily Gould berichtet im Magazin der New York Times. Überschrift der Selbstentblößung: “Exposed”.

New York Times Sunday Magazine, 25. Mai 2008Eine junge Bloggerin zieht nach New York City und fängt bei Gawker an – der erfolgreichen Mischung aus Branchendienst und Klatschpresse, garniert mit YouTube-Videos und persönlichen Fehden. Der Stil ist überheblich wie gnadenlos, die Geschichten banal, böse und mitunter auch brillant. Die Medienszene Manhattans jedenfalls liebt und liest Gawker. Die 24-jährige Emily Gould ist mitten drin, schreibt ein Dutzend Posts jeden Tag, hat Tausende Leser. Plötzlich interessieren sich Hunderte Menschen für ihr Privatleben, finden und kramen in den Archiven ihres privaten Blogs, werden persönlich. Und sie spielt mit – durchlebt Krisen, doch lebt weiter öffentlich online. Zwei Jahre später zieht sie ein deutliches Fazit und schreibt von ihren Zweifeln:

I had made my existence so public in such a strange way, and I wanted to take it all back, but in order to do that I?d have to destroy the entire Internet. If only I could! Google, YouTube, Gawker, Facebook, WordPress, all gone. I squeezed my eyes shut and prayed for an electromagnetic storm that would cancel out every mistake I?d ever made.

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