Thema: kino

 

Alle 5 Artikel zum Thema kino auf medienlese.com:

Wired lässt bloggen:
Kaufman für die Nerd-Nische

Ole Reißmann, 6. September 2008 um 11.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Film im Film im Film – bei Drehbuchautor Charlie Kaufman gerät das Spiel mit den Realitäten stets durcheinander. Jetzt schreibt ein Journalist darüber, dass er ein Profil über Kaufman schreibt.

(Keystone, M)

Der kongeniale Filmemacher Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Adaptation, Eternal Sunshine of the Spotless Mind) will sich nicht fotografieren lassen – schreibt Journalist Jason Tanz in seinem Blog “Storyboard”. Das könnte ein ernstes Problem werden. Tanz schreibt ein Kaufman-Profil für die amerikanische Zeitschrift Wired, dort setzt man auf opulente Optik. Jetzt muss eine kreative Lösung her – Fortsetzung folgt, im Produktionstagebuch zum Artikel.

Dass Tanz für seine Geschichte überhaupt die Unterstützung von Kaufman erhält, ist schon eine Sensation für sich: Charlie Kaufmann gibt eigentlich keine Interviews und hält sich von der Öffentlichkeit fern. Aber er hat einen neuen Film gemacht, erstmals als Autor und Regisseur. Erste Kritiken sind durchwachsen, Wired-Mitarbeiter haben nach einer Pressevorführung ernste Sorgen um den kommerziellen Erfolg von “Synecdoche”. Kaufman, so das Kalkül, muss etwas für seinen Film tun. Muss mit Journalisten reden. Mit Wired.

» weiterlesen

Was wären Superhelden nur ohne Zeitung?

Ole Reißmann, 17. Juli 2008 um 16.46 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Batman, Superman – kein Superheld kommt ohne applaudierende Presse aus. Fehlt den filmischen Zukunftsvisionen die Zeitung, wird es verdammt eng für den Helden.

The Gotham Times: Verkündet die Heldengeschichten von Batman (Bild Keystone/Nam Y. Huh)Superman hätte ohne Zeitung gleich ein doppeltes Problem: Wenn er nicht gerade in Strumpfhosen die Welt rettet, arbeitet er als Clark Kent beim Daily Planet. Also für die Zeitung, die ständig die neuen Supertaten des schwerguten Capeträgers bejubelt.

Ganz folgerichtig hielten Fans zur Premiere des neuen Batman-Films in Chicago eine extra gedruckte Ausgabe der fiktiven Gotham Times in die Kameras. Die Gotham Times hat sogar eine eigene Webseite, Teil einer viralen Marketing-Kampagne für “The Dark Knight”. Superhelden ohne Zeitungen – kaum vorstellbar?

Sollte man meinen. Doch ein anderer Film zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft der Zeitung:

» weiterlesen

Hunter S. Thompson:
Gonzo kommt ins Kino

Ole Reißmann, 6. Juli 2008 um 13.39 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Radikal und subjektiv: Der Dokumentarfilm “Gonzo” blickt zurück auf Leben und Werk von Hunter S. Thompson. Der Reporter und Schriftsteller gilt als Begründer des New Journalism.

Hunter S. Thompson: Gewalt, Guns und Größenwahn (Bild Magnolia Pictures)

Natürlich muss ein Film über den Begründer des so genannten “gonzo journalism” auch so heißen: “Gonzo”. Oscar-Preisträger Alex Gibney hat mit Originalaufnahmen, Zeitzeugen und nicht zuletzt mitreißende Musik eine knapp zweistündigen Dokumentation über den legendären Journalisten Hunter S. Thompson gedreht. Erzählt wird der Film von Johnny Depp, der den manischen Schreiber schon in dem drogenlastigen Roadmovie “Fear and Loathing in Las Vegas” gespielt hat. Klar, dass auch die Doku keine Jugendfreigabe bekommen hat: “Rated R for drug and sexual content, language and some nudity.” Trailer nach dem Klick:

» weiterlesen

6 vor 9

Ole Reißmann, 4. April 2008 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Sie werden es nie lernen
(Stefan Niggemeier)
Die Berliner Zeitung hat eine neue Webseite und Online-Chefin Ahlrichs bittet um Kommentare. “Seit fünf Stunden füllt Leser um Leser, wie gewünscht, seinen Frust und seine Fragen in das Kommentarfeld am Ende des Artikels. Seit fünf Stunden gibt es keine Reaktion von Frau Ahlrichs.”

Zeitungen sind keine Schuhfabriken
(Süddeutsche, Hans-Jörg Heims)
“Die Glaubwürdigkeit der Berliner Zeitung ist durch das Schweigen ehemaliger Stasi-Zuträger beschädigt. Aber wegen der unbewältigten Vergangenheit muss sich das Blatt keine Sorgen um die Zukunft machen. Gefährlicher ist, dass renditesüchtige Manager die Zeitung auch heute wie eine Schuhfabrik behandeln.”

Free Magenta
(freemagenta.nl)
Die Schulhofrüpel von der Deutschen Telekom verteidigen nur ihre Marke und gehen gegen die Seite Engadget Mobile vor – Blogger protestieren auf gewohnt kreative Weise.

Ebay Would Be Nuts to Sell Skype
(Wired.com, Betsy Schiffmann)
Ein Gerücht geht um in der Mediendienst-Schnippselverwerter-Klatschpresse: Google. Skype. Wired.com hält dagegen: “If we’re to believe the rumors, Google is considering a Skype acquisition. Or partnership. Or something big! And while we don’t doubt Skype would make a hot little trophy for Google, we’re not sure what eBay would get out of a deal right now.”

Bloß kein Happy End
(Der Umblätterer, Andreas Vogel)
Das neue amerikanische Kino spielt mit Formen, besetzt Filme gegen alle Erwartungen und produziert packende, gute Filme – ohne Happy End und mit Ecken und Kanten. Andreas Vogel listet in seinem Essay derart viele herausragende aktuelle Beispiel auf, dass ich gleich ins Kino verschwinden möchte. (via Mail)

Re:publica in der Presse: Fett, dich gibt’s real
(Welt Online, Jan C. Wehmeyer)
“Sie lesen viel voneinander, doch wissen meist kaum, wer auf der anderen Seite des Internetkabels sitzt: Hunderte Web-Akteure treffen sich deswegen wieder auf der re:publica in Berlin, um zu reden und sich kennezulernen. Im Mittelpunkt stehen mal wieder Blogs und soziale Netzwerke.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Filmvorschau:
Bloody Thursday

Felix Disselhoff, 14. Februar 2008 um 14.29 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nach trautem Buchzirkel und liebervoller Politkomödie wird es jetzt richtig blutig. Ein alter Bekannter kehrt zurück, im Waisenhaus wird es überirdisch und im Westen warten acht Oscarnominierungen

Bodycount sucht Anspruch: “John Rambo”

John RamboAlter Mann, was nun? (Bild Warner)

Er kann es nicht lassen. Seine Karriere schien vorbei, die letzten Erfolge lagen Jahre zurück. Sylvester Stallone ließ sich nicht beirren und sorgte für einen sechsten Rocky. Die Kritiker nahmen es wohlwollend, an den Kinokassen klingelte es. Jetzt wartet Stallone mit einem neuen Rambo auf. Von ihm selbst in Szene gesetzt, auf seine Fans abgestimmt und brutal bis auf die Knochen.

“John Rambo” hat sich mittlerweile im vietnamesischen Dschungel zur Ruhe gesetzt. Erst als die stereotypisch dauerbrutale burmesische Militärregierung christliche Missionare in Gefangeschaft nimmt, bahnt sich der ehemalige Green Beret seinen Weg. Mit Pfeil und Bogen, Machete, Fäusten und zu viel Adrenalin.

Die L.A Times rechnet nach: 236 Tote, davon 83 mit bedecktem Oberkörper, 0 ohne, 40, die von Rambos Verbündeten getötet werden und 136 Gute, die von Bösen getötet werden. Sexszenen: 0.

» weiterlesen

 
slug blogoscoop