Thema: Journalist

 

Alle 4 Artikel zum Thema Journalist auf medienlese.com:

Investition Journalismus:
Wer nimmt Geld in die Hand?

Ronnie Grob, 23. Juli 2008 um 11.10 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

10 Millionen Dollar investiert das amerikanische Milliardärs-Ehepaar Sandler jährlich in investigativen, unabhängigen, nicht profitorientierten Journalismus. Ein Vorbild?

ProPublica

“Kultivierter Millionär gesucht” titelte kürzlich die Süddeutsche Zeitung zur Suche des insolventen Berliner Aufbau-Verlags nach einem Investor. Und genau das hätten auch viele Zeitungen gerne. Jemanden, der Geld liefert und somit Journalismus ermöglicht – aber nicht reinredet in die Ausrichtung und den Inhalt des Produkts. Doch will ein Investor im sterbenden Zeitungsgeschäft mit seinem Investment Geld verdienen, wird er sofort mit einer die fruchtbaren Felder kahlfressenden Heuschrecke verglichen, gehasst und bekämpft.

Folglich bleibt dem Journalismus in Zukunft nur mehr eine Lösung: Er benötigt Investoren, die Geld liefern und dafür nichts mehr als hervorragenden Journalismus erwarten. Die Geld geben, weil “kritischer Journalismus die Voraussetzung für eine lebendige, funktionierende Demokratie ist” (Thomas Leif). Wie die Sandlers, die mit einer erfolgreichen Bank zu Milliardären wurden und im Oktober 2007 die gemeinnützige Organisation ProPublica vorstellten. Hier sollen Journalisten ohne die Finanzsorgen eines Verlages investigativ arbeiten können – zum Wohl der Allgemeinheit.

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Kreative Nichtschreiber:
Zu Besuch in Hildes Heim

Klaus Jarchow, 28. Juni 2008 um 11.44 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Creative Writing, Prosanova und Poetik: “Möchten Sie später in der Agentur der Supergehälter für bedeutende Industriekunden erfolgreiche Copies texten?”

Bild the trial, Creative-Common-LizenzWeshalb Journalisten den bisher größten ihrer Zunft nicht öfter ehren, das will mir nicht in den Kopf. Joseph Roth – und nicht etwa Kurt Tucholsky – so hieß der große ‘Alpha-Journalist’ der Weimarer Republik, der Marcel Reich-Ranicki der Zeit zwischen den Kriegen, ein an langer Leine geführter Meister-Feuilletonist für die Frankfurter Zeitung, der Vorläuferin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zugleich war der ‘heilige Trinker’ ein begnadeter Schriftsteller, ein Bewohner beider Welten also. Am 24. November 1930 schrieb er:

“Wie viele Schriftsteller hätten das Schreiben gelernt, wenn sie Journalisten geworden wären!” (Werke III, 265)

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Herbert Kremp:
Verschwörung, Verschwörung!

Klaus Jarchow, 20. Juni 2008 um 11.02 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Fiese Kommunisten bedrohen unseren Rechtsstaat! Kein Zitat aus der aktuellen Spiegel-Geschichtsstunde, sondern die längst überholte Meinung ewig kalter Krieger.

Oskar Lafontaine (Bild Keystone/Fritz Reiss)Einem alten Zirkuspony, heißt es, bringt man keine neuen Tricks mehr bei. So ähnlich ist es auch mit dem ehemaligen Welt-Chef und Springer-Intimus Herbert Kremp, dessen Artikel zum 17. Juni ein schönes Beispiel dafür bildet, wie unangemessen die Weltsicht des Kalten Kriegers in Zeiten der neuen Weltordnung geworden ist.

Herbert Kremp, Jahrgang 1928, kam über die Rheinische Post zu Springer, wo er als Welt-Chef höchste Weihen genoss. Noch immer ist er ein meinungsfreudiger Schreiber, der weiß, wie sich Worte zu Sätzen fügen, der auch zu recht etliche Journalistenpreise erhielt, dessen Argumente aber zunehmend hohl tönen, wie eine Stimme aus einer anderen Welt. So teilt er die politische Landschaft noch immer in böse Sozialisten und gute Demokraten. Das wiederum klingt im Hier und Jetzt, wo wir eher entlang von Djihad, von Klimafolgen oder wahlweise auch Neoliberalismus die Differenzen ziehen, ein wenig nach ‘Historismus‘. Das gilt auch für jenen großen Artikel, den Herbert Kremp in der Berliner Morgenpost aus Anlass des 17. Juni schrieb. Sein Thema: Die Lafontaine’sche Weltverschwörung, die uns am Horizonte mit neu-alter Ungemach sozialistisch dräut:

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Neuer Service für Journalisten:
Anonym wütend sein im Internet

Ronnie Grob, 19. Februar 2008 um 11.01 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Sind Sie Journalist und frustriert? AngryJournalist.com bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Ärger ins Internet zu schreiben. Und es kommt noch besser: anonym.

Aua
Das ist Zorn (Bild cc:dave_apple)

Ich glaube ja, ein Grossteil der Journalisten, die sich gegen die Möglichkeiten im Internet wenden, machen das nur, weil sie glauben, die selbst nicht zu beherrschen. Weil sie nicht wissen, wie das geht, ins Internet zu schreiben. Nun ist aber Abhilfe da. Die Website AngryJournalist.com liefert allen unterbezahlten, überarbeiteten, frustrierten, stinksauren und ignorierten professionellen Medienschaffenden die Möglichkeit, öffentlich und anonym Dampf abzulassen.

Die Frage, die zu beantworten ist, lautet: “Why are you angry today?”, “Warum bist du heute wütend?”. Wir sammeln mal einige gelungene Antworten:

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    • 18. November 2008, 3 Kommentare

      Alternde Neokonservative:
      Mach mir den Matussek!

      Nach dem großen Kladderadatsch der Finanzkrise verdunsten wieder mal alte Überzeugungen wie Frühnebel in der Sonne – Zeit, Matthias Matusseks Buch "Wir Deutschen" erneut zu lesen. » weiterlesen

 
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