Thema: Jörg Thadeusz

 

Alle 2 Artikel zum Thema Jörg Thadeusz auf medienlese.com:

6 vor 9

Ronnie Grob, 17. Oktober 2008 um 8.54 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1. “Graeter hinter Gittern”
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Michael Graeter)
Klaschreporter Michael Graeter erzählt von seinen 239 Tagen im Knast: “Mein Kerkerkollege war ein Schwarzer, der stundenlang über die große Chance sprach, die Barack Obama für Amerika darstelle. Sonst war die einzige Kurzweil die Essensausgabe.”

2. “Wer ist Schuld an Rosamunde Pilcher?”
(taz.de, Jörg Thadeusz)
Ein Brief von Jörg Thadeusz: “Nein, ich habe keine Erklärung, warum 200.000 Menschen Mario Barth nicht nur im Fernsehen lieben, sondern auch noch im Olympiastadion zujubeln wollen. Ich weiß nicht, was bei denen schief läuft, aber ich kann es gewiss nicht ändern.”

3. “Sehr lustig, WDR”
(meedia.de, Alexander Becker)
Gestern, halb zehn Uhr morgens in Deutschland: Der WDR verschickt eine Pressemitteilung mit dem Vermerk “!!! Sperrfrist beachten!!!”. Gleichzeitig wird diese genau so auf wdr.de veröffentlicht. (”Unter Journalisten gelten die PR-Arbeiter der Öffentlich-Rechtlichen-Sender oft als ein wenig trottelig.”)

4. “PR Online”
(coffeeandtv.de, Lukas)
RP Online macht eine Bildergalerie mit Pressebildern eines Biers der Marke Bitburger und behauptet, das sei redaktioneller Inhalt. Bloggerin und stv. Chefredakteurin von RP Online, Franziska Bluhm, dazu: “[E]s handelt sich bei dem Text weder um Werbung, Promotion oder einen anderen als Anzeigen zu kennzeichnenden Inhalt. Ein Erlebnis im Supermarkt und das Erscheinen der Pressemitteilung haben unseren Redakteur veranlasst, eine Geschichte dazu zu schreiben.”

5. “Arabisches Ramadan-Fernsehen testet gesellschaftliche Schranken”
(nzz.ch, Usahma Felix Darrah)
“Zu Beginn dieses Ramadans waren viele Araber schockiert, als ein prominenter Kleriker in Saudiarabien erklärte, angesichts der ‘frevelhaften’ Sendungen mancher Satellitenkanäle sei es zulässig, die Eigentümer der TV-Netzwerke zu töten.”

6. “Verschlossene Verlagstüren”
(tagesspiegel.de, Christian Meier)
Das Zeitungsgeschäft erwartet keine neuen Mitarbeiter, der Grund sind die einbrechenden Anzeigenumsätze: “Schon jetzt ist klar, dass die Anzeigenumsätze vieler Zeitungen und Zeitschriften hinter denen des Vorjahres zurückbleiben werden. Ein Verlagsmanager, der nicht mit Namen genannt werden möchte, spricht von einem ‘katastrophalen’ zweiten Halbjahr.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Das Joost-Drama

Ole Reißmann, 6. April 2008 um 12.44 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Warum das viel gepriesene Programm Zattoo nur Fernsehen von gestern ist und Joost allen Unkenrufen zum Trotz eine glorreiche Zukunft bevorsteht.

Candy Crib auf Joost
Candy Crib auf Joost: So sieht’s aus

Die Technik ist längst vorhanden. Flüssige Bilder in guter Auflösung über das Internet. Für Millionen von Zuschauern. Sendungen auf Abruf, “on demand”, mit Pausetaste. Sogar Live-Sendungen sind mittlerweile möglich. Seit einem Jahr existiert mit Joost eine hervorragende technische Plattform. Gratis, finanziert über Werbung (die sich, dem Internet sei Dank, sogar personalisieren ließe).

Allein bei den Programmbesitzern und Rechteverwaltern ist die freudige Kunde vom Fernsehen der Zukunft anscheinend immer noch nicht angekommen. Deswegen sieht das Joost-Programm auch noch reichlich pubertär aus: Sexy Clips, Cartoons, Musik. Statt auf die zuschauerfreundliche Peer-to-peer Lösung der Skype-Macher Niklas Zennström und Janus Friis setzen sie lieber auf eigene Entwicklungen, warten erstmal ab oder probieren höchstens Zattoo aus.

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