Thema: Internet macht dumm

 

Alle 5 Artikel zum Thema Internet macht dumm auf medienlese.com:

Lied vom Ende:
Aus aktuellem Anlass

Ole Reißmann, 29. September 2008 um 17.15 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Kommentar zum Montag, eingesungen von Sonnendeck-Popbarde und Bachmann-Preisträger PeterLicht. Über die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Web – ohnehin der Zeitung Zukunft – haben unsere Kollegen auf netzwertig.com schon vor ein paar Tagen nachgedacht.

Spinspotter:
Markieren für den guten Journalismus

Ronnie Grob, 15. September 2008 um 14.07 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Ein neues Plugin ermöglicht es, in jedem Online-Text journalistische Todsünden zu markieren. Im Auftrag der Wahrheit soll aller “Spin” zerstört werden.

Spin, das heisst Drall oder Dreh, aber auch rundlaufen, kreiseln, sich schnell drehen. Spin Doctors, das sind Berater, die ihre Kunden in den Medien “in einem möglichst positiven (oder auch negativen) Licht darzustellen und in jeder Situation die bestmögliche öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen”.

Und Spinspotter heisst eine Website, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die “Spins” im Journalismus zu finden (und zu verbessern). Findet man im Internet eine Nachricht, die offenbar “gedreht” wurde, kann man sie mit Anmerkungen versehen, die jeder Nutzer des Plugins dann sehen kann. Damit werden endlich alle Internetseiten zu Klowänden, an die jeder seine mehr- oder weniger maßgebliche Meinung schmieren darf. Nur einen Haken gibt es: Noch gibt es das kleine Extra-Programm nur für den Browser Firefox in der aktuellen Version.

Die Macher erhoffen sich natürlich etwas ganz anderes: Das Freiwillige schön gefärbte Nachrichten enttarnen, bloßstellen und vielleicht sogar Fakten recherchieren und nachtragen. In Anlehnung an die sieben Todsünden werden “The Seven Deadly Spins” aufgestellt, die als Grundlage dafür dienen, etwas als Spin zu markieren:

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Hip-Hop-Hooray:
Diekmann auf dem Cover von Hip-Hop

Ronnie Grob, 4. September 2008 um 20.03 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Gib ihm Fünf: Wortakrobat und Oberstyler K.A.I. aka Diek-the-man ist auf dem Titel der aktuellen Hip-Hop. Das Internet macht’s möglich …


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Senderstörung:
In-Formationen für Kulturpessimisten

Klaus Jarchow, 10. August 2008 um 12.18 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Angeblich waten wir Netzbewohner knietief durch den Info-Müll; alle Hypochonder tummeln sich jetzt im Netz, statt sich beim Arzt im Wartezimmer den Hintern platt zu sitzen; eine blanke Sklaverei ortet der Spiegel bei jenen Netz-Addicts, die es noch wagen, etwas anderes als Spiegel Online anzuklicken – kurzum: Es herrscht wieder mal High Noon im Dörflein unserer Kulturkritiker. Bald schon werden die ersten von ihnen als Netztherapeuten die Kassenzulassung beantragen. Dabei stimmt an ihrer Diagnose noch nicht einmal das Bild von Information …

Das Internet macht die Berufssparte der Kulturkritiker ganz wuschelig. Ihnen allen schwirrt der Kopf. Allen voran konstatiert Nicholas Carr, der ‘Neil Postman’ des Web 2.0, bei sich eine beginnende Web 2.0-Demenz:

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Schon wieder:
Spiegel mit Steilvorlage

Ole Reißmann, 9. August 2008 um 18.23 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

“Macht Das Internet Doof?” steht auf dem Cover des neuen Spiegels. Eine gute Frage, die in ähnlicher Form The Atlantic schon gestellt hat. Die Antwort darauf ist weder einfach noch beruhigend.

Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008
Atlantic-Titel im Juli, Spiegel im August 2008

Noch bevor der Spiegel überhaupt erschienen ist, geht es schon los. “Oh Gott, oh Gott, der neue Spiegel-Titel, um Gottes Willen”, twittert Sascha Lobo. Nachdem der Spiegel schon die deutsche Blogosphäre in die selbstverschuldeten Bedeutungslosigkeit geschrieben hat, ist der neue Titel schon jetzt ein Garant für größtmögliche Rezeption unter den Hobbyschreibern der Online-Welt. Allein die Frage wird für Unruhe und Unverständnis sorgen. Sauber setzt das Magazin den nächsten Aufreger ins Sommerloch.

Die Antwort gibt es für E-Paper-Kunden ab 22 Uhr im Internet. Für alle anderen Sonntag oder Montag. Gut möglich aber, dass es in eine ähnliche Richtung geht wie der Artikel von Nicholas Carr in The Atlantic. Den könnte man lesen, bevor man schon jetzt Schlimmes und Schlimmstes befürchtet. Die Laune aufs Netz kann einem danach allerdings erstmal vergehen.

Update: Auch sueddeutsche.de hat die auffallende Ähnlichkeit bemerkt – einen Tag später und mit auffallender Ähnlichkeit.

 
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