Thema: Hollywood

 

Alle 12 Artikel zum Thema Hollywood auf medienlese.com:

Wired lässt bloggen:
Kaufman für die Nerd-Nische

Ole Reißmann, 6. September 2008 um 11.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Film im Film im Film – bei Drehbuchautor Charlie Kaufman gerät das Spiel mit den Realitäten stets durcheinander. Jetzt schreibt ein Journalist darüber, dass er ein Profil über Kaufman schreibt.

(Keystone, M)

Der kongeniale Filmemacher Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Adaptation, Eternal Sunshine of the Spotless Mind) will sich nicht fotografieren lassen – schreibt Journalist Jason Tanz in seinem Blog “Storyboard”. Das könnte ein ernstes Problem werden. Tanz schreibt ein Kaufman-Profil für die amerikanische Zeitschrift Wired, dort setzt man auf opulente Optik. Jetzt muss eine kreative Lösung her – Fortsetzung folgt, im Produktionstagebuch zum Artikel.

Dass Tanz für seine Geschichte überhaupt die Unterstützung von Kaufman erhält, ist schon eine Sensation für sich: Charlie Kaufmann gibt eigentlich keine Interviews und hält sich von der Öffentlichkeit fern. Aber er hat einen neuen Film gemacht, erstmals als Autor und Regisseur. Erste Kritiken sind durchwachsen, Wired-Mitarbeiter haben nach einer Pressevorführung ernste Sorgen um den kommerziellen Erfolg von “Synecdoche”. Kaufman, so das Kalkül, muss etwas für seinen Film tun. Muss mit Journalisten reden. Mit Wired.

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Böses Internet:
Filmkritiker hat Angst vor Bloggern

Ole Reißmann, 16. August 2008 um 17.30 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Uh-oh: Filmkritik geht natürlich nur im Print, im Internet überall nur “sprachliches und intellektuelles Unvermögen”, wettert Josef Schnelle in der Berliner Zeitung.

(atomicjeep, CC-Lizenz)

Im Internet treiben sich “hauptsächlich Dilettanten und Abschreiber” herum, warnt Josef Schnelle in der Berliner Zeitung. Im besten Oberlehrer-Tonfall beklagt er den eigenen Autoritätsverlust angesichts der meinungsfreudigen Stimmenvielfalt der Blogger – die Geschichte geht so:

In den USA entlassen Zeitungen ihre Filmkritiker, in Deutschland werde das auch so kommen – und Schuld hat natürlich das Internet, genauer: Die Blogger, die damit die Filmkritik zu Grabe tragen. Denn damit mal eins klar ist: Filmkritik gehört gedruckt, das ist “keine demokratische Angelegenheit”, mit Daumen rauf oder runter kommt man da nicht weiter. Dass im Netz jeder einfach so seine Meinung veröffentlich darf, ist Josef Schnelle ganz und gar nicht geheuer. Was da in den Blogs steht ist eh nur “flüchtige Gesprächskultur”, zitiert er einen Kollegen, weit entfernt vom “respektablen Literaturgenre” Filmkritik.

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“The Dark Knight”:
Böser Batman, mächtiger Film

Ole Reißmann, 31. Juli 2008 um 14.52 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Ein düsterer, bitterer Actionfilm voller tragischer und kaputter Charaktere sorgt für volle Kinos: “The Dark Knight”, der achte Batman-Auftritt, bricht schon jetzt Zuschauerrekorde.

Heath Ledger als Joker, Christian Bale als Batman: Folter als probates Mittel (AP Photo/Warner Bros.)Batman foltert, bricht Gesetze, verletzt Bürgerrechte, übt Selbstjustiz und belügt die Öffentlichkeit – und zum Schluss des Films fragt ein kleiner unschuldiger Junge, was der Held denn falsch gemacht habe. Nichts und alles, das ist die Botschaft des Films: Batman hat sich schuldig gemacht, um die Bürger von Gotham City zu retten.

Damit ist “The Dark Knight” ein äußerst politischer Film. Zuviel sei vor dem Deutschlandstart des Films am 21. August nicht verraten – nicht zu viele Details, kein Blick auf die komplexen Charaktere mit ihren tragischen Konflikten. Keine Würdigung von Schauspielern und Machern des Films, das überlassen wir den richtigen Rezensionen. Nur soviel: Es gibt zwar Actionfilme mit mehr “Wumms”, aber kaum einen, der düsterer, dichter und packender ist. Aber hier geht es um etwas anderes, denn in diesem Film verschwimmt nicht einfach die Grenze zwischen “gut” und “böse” …

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Paparazzi:
Die dreckige Jagd nach dem goldenen Schuss

Ole Reißmann, 29. Mai 2008 um 16.33 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die “Paps” sind ständig auf der Jagd nach den Stars – und dem ultimativen Foto, das fantastische Mengen Geld verspricht. “Keiner mag sie”, titelt die aktuelle Ausgabe der Galore.

Britney Spears (Bild Keystone)Das Interview-Magazin Galore widmet den Paparazzi die Titelseite, im Gespräch sind Kurator Matthias Harder (”Man muss vielen Paparazzi-Bildern zugestehen, dass sie authentisch sind, und diese Authentizität macht sie jenseits ihres dokumentarischen Gehalts durchaus künstlerisch wertvoll.”) und Paparazzo Frank Griffin (”Gewichtsprobleme stehen hoch im Kurs. Das ist in der heutigen Kultur eine ganz entscheidende Perspektive: Hat ein Prominenter zugelegt? Ist jemand erschreckend dünn geworden?”). Die Interviews kommen zu einem passenden Zeitpunkt: Die modernen Glücksritter Paparrazi sind derzeit Medienthema. “Verbrecher oder Künstler” fragt Galore und bringt den Konflikt auf den Punkt. Die Bilder gucken alle an, vom Entstehungprozess grenzt man sich empört ab.

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6 vor 9

Ole Reißmann, 4. April 2008 um 8.54 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Sie werden es nie lernen
(Stefan Niggemeier)
Die Berliner Zeitung hat eine neue Webseite und Online-Chefin Ahlrichs bittet um Kommentare. “Seit fünf Stunden füllt Leser um Leser, wie gewünscht, seinen Frust und seine Fragen in das Kommentarfeld am Ende des Artikels. Seit fünf Stunden gibt es keine Reaktion von Frau Ahlrichs.”

Zeitungen sind keine Schuhfabriken
(Süddeutsche, Hans-Jörg Heims)
“Die Glaubwürdigkeit der Berliner Zeitung ist durch das Schweigen ehemaliger Stasi-Zuträger beschädigt. Aber wegen der unbewältigten Vergangenheit muss sich das Blatt keine Sorgen um die Zukunft machen. Gefährlicher ist, dass renditesüchtige Manager die Zeitung auch heute wie eine Schuhfabrik behandeln.”

Free Magenta
(freemagenta.nl)
Die Schulhofrüpel von der Deutschen Telekom verteidigen nur ihre Marke und gehen gegen die Seite Engadget Mobile vor – Blogger protestieren auf gewohnt kreative Weise.

Ebay Would Be Nuts to Sell Skype
(Wired.com, Betsy Schiffmann)
Ein Gerücht geht um in der Mediendienst-Schnippselverwerter-Klatschpresse: Google. Skype. Wired.com hält dagegen: “If we’re to believe the rumors, Google is considering a Skype acquisition. Or partnership. Or something big! And while we don’t doubt Skype would make a hot little trophy for Google, we’re not sure what eBay would get out of a deal right now.”

Bloß kein Happy End
(Der Umblätterer, Andreas Vogel)
Das neue amerikanische Kino spielt mit Formen, besetzt Filme gegen alle Erwartungen und produziert packende, gute Filme – ohne Happy End und mit Ecken und Kanten. Andreas Vogel listet in seinem Essay derart viele herausragende aktuelle Beispiel auf, dass ich gleich ins Kino verschwinden möchte. (via Mail)

Re:publica in der Presse: Fett, dich gibt’s real
(Welt Online, Jan C. Wehmeyer)
“Sie lesen viel voneinander, doch wissen meist kaum, wer auf der anderen Seite des Internetkabels sitzt: Hunderte Web-Akteure treffen sich deswegen wieder auf der re:publica in Berlin, um zu reden und sich kennezulernen. Im Mittelpunkt stehen mal wieder Blogs und soziale Netzwerke.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien.
Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Filmvorschau:
Bloody Thursday

Felix Disselhoff, 14. Februar 2008 um 14.29 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nach trautem Buchzirkel und liebervoller Politkomödie wird es jetzt richtig blutig. Ein alter Bekannter kehrt zurück, im Waisenhaus wird es überirdisch und im Westen warten acht Oscarnominierungen

Bodycount sucht Anspruch: “John Rambo”

John RamboAlter Mann, was nun? (Bild Warner)

Er kann es nicht lassen. Seine Karriere schien vorbei, die letzten Erfolge lagen Jahre zurück. Sylvester Stallone ließ sich nicht beirren und sorgte für einen sechsten Rocky. Die Kritiker nahmen es wohlwollend, an den Kinokassen klingelte es. Jetzt wartet Stallone mit einem neuen Rambo auf. Von ihm selbst in Szene gesetzt, auf seine Fans abgestimmt und brutal bis auf die Knochen.

“John Rambo” hat sich mittlerweile im vietnamesischen Dschungel zur Ruhe gesetzt. Erst als die stereotypisch dauerbrutale burmesische Militärregierung christliche Missionare in Gefangeschaft nimmt, bahnt sich der ehemalige Green Beret seinen Weg. Mit Pfeil und Bogen, Machete, Fäusten und zu viel Adrenalin.

Die L.A Times rechnet nach: 236 Tote, davon 83 mit bedecktem Oberkörper, 0 ohne, 40, die von Rambos Verbündeten getötet werden und 136 Gute, die von Bösen getötet werden. Sexszenen: 0.

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Filmvorschau:
Quintett sucht Säge für Afghanistaneinsatz

Felix Disselhoff, 6. Februar 2008 um 14.20 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Hunger auf Popcorn? Falls nicht: Die Filme, die morgen in den Kinos anlaufen, machen auch ohne Spaß. Und könnten unterschiedlicher nicht sein. medienlese.com hat für Euch drei Streifen ausgesucht.

Politischer ?Ladykiller? trifft ?Pretty Woman?


Charlie Wilson

Politisches Kino, das Spaß macht (Bild: Universal)

Hollywood scheint unbelehrbar. Und das ist auch gut so. Obwohl politisches Kino (siehe ?Von Löwen und Lämmern?) floppte, schenkt uns Universal nun ?Der Krieg des Charlie Wilson?. Und hofft, dass Tom Hanks und Julia Roberts genug Starpotenzial bieten, um die wahre Geschichte aus den Achtzigern mit Neuzeit zu füllen.

Im Zentrum der Erzählung steht der amerikanische Kongressabgeordnete Charlie Wilson. Ein waschechter Weiberheld. Whirlpools, Koks und Nutten. Als nun die Sowjets Afghanistan angreifen und Charlie auf die engagierte Milliardärin Joanne Herring (Julia Roberts) trifft, ist der Stoff für eine Hollywoodverfilmung perfekt. Er steigert das Budget für geheime Aktionen von fünf Millionen auf fünfhundert.

Fazit: Der Kino-Tipp dieser Woche. Angenehm leicht erzählt, unterhaltsam und hochkarätig besetzt. Die Mischung für einen Polit-Film, der funktionieren sollte.

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Linktipp:
Die totale Erinnerung

Felix Disselhoff, 30. Januar 2008 um 14.44 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Vrooom! Boosh! Und dann: Krrr-Zack!

Total Recall
Screenshot

Filme anschauen kann jeder. Doch Filme nacherzählen und damit eine neue Kunst- und Unterhaltungsform zu schaffen, das kann nur eine deutsch-schweizerische Kooperation. Ihr Name: Total Recall - Das Festival des nacherzählten Films. Seit 1999 treten Cineasten abwechslend in Düsseldorf und Zürich gegeneinander an.

Zu den Regeln: In einem Wettbewerb haben die Teilnehmer zehn Minuten Zeit, einen Film ihrer Wahl vorzutragen. Das Publikum entscheidet dann durch Stimmabgabe über die erbrachte Leistung. Es ist immer wieder erstaunlich, wie unverkennbar unterschiedlich ein jeder von uns Filme wahrnimmt und erinnert.

So wird Godzilla zum entfremdeten Reptil auf der Suche nach Zuneigung und Jolies und Pitts “Mr. und Mrs. Smith” zum kurzweiligen Kleinkunstkleinod.

Gute Filme über Journalisten

Ole Reißmann, 28. Dezember 2007 um 21.13 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Nicht schon wieder “Citizen Kane”: Fünf garantiert gute Filme über Journalisten und Journalismus und Hinweise auf vier Kandidaten, die es (noch) nicht auf die Liste geschafft haben.

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1. The Insider (1999)
Reporter Bergman überredet einen Insider der Zigaretten-Industrie in der CBS-Sendung “60 Minutes” auszupacken. Erst gibt es Ärger mit dem mächtigen Konzern, dann mit den Managern des Fernsehsenders: “Are you a businessman? Or are you a news man?” Ein ruhiger, bedrückender Film in Doku-Optik. Al Pacino und Russel Crowe spielen fantastisch, Michael Mann führte Regie. Dazu Musik von Lisa Gerrard, Pieter Bourke und Massive Attack. Hier ein Trailer.

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Es ist sehr viel Liste

Ole Reißmann, 30. September 2007 um 9.05 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Listen gehen gut. Nick Hornby hat es in seinem Buch “High Fidelity” treffend für Musik aufgeschrieben, bei Digg landen Webseiten mit Listen auf den ersten Plätzen. Eigentlich ist ja per se schon sehr viel Liste in einem Kinomagazin: Die Liste der Neustarts. Die Liste der Filme im Heft. Die gebündelt auftretenden Kurzbesprechungen. Es geht mehr, und die Cinema zeigt, wie.

cinemaoktober07

Auf der Titelseite schon 41 Bilder: Ordentlich was los in der Cinema (Ausgabe Oktober 2007)

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