Alle 3 Artikel zum Thema Hamburger Abendblatt auf medienlese.com:
1. “Von der Unfähigkeit zu lernen”
(netzwertig.com, Marcel Weiss)
Unser Schwesterblog netzwertig.com fragt sich, warum “die Entscheider in jedem Wirtschaftszweig, dessen Geschäftsmodelle direkt vom Internet betroffen sind”, sich seit Jahren weigern, zu lernen, zu verstehen, zu überleben. In den Kommentaren meldet sich Andreas Göldi zu Wort: “Ich habe beruflich jahrelang klassische Medienunternehmen in dieser Frage beraten, und das war immer äusserst frustrierend. Obwohl alle wussten, dass sie sich verändern müssen, hat am Schluss doch immer wieder das alte Businessmodell Priorität gekriegt. Enorm viele gut ausgedachte Online-Initiativen wurden gestoppt, weil sie das alte (immer noch profitablere) Kerngeschäft bedroht hätten.”
2. “Wie man aus einer Not ein Geschäft macht”
(bildblog.de, lupo)
“Das ‘Hamburger Abendblatt’ hat einen neuen Begriff für ‘verzweifelte Abo-Kampagne’ erfunden: ‘große Bildungsinitiative’.”
3. “Mit Biss statt Schiss”
(taz.de, René Martens)
“Das Internetradio byte.fm feiert am Freitag seinen ersten Geburtstag. Mit seinem hochwertigen Popprogramm besetzt der kleine Sender eine Lücke, die die große ARD partout nicht füllen will.”
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Starkes Selbstbewusstsein, massig Werbekunden: Das Hamburger Abendblatt wird 60 Jahre alt und feiert sich mit 92 zusätzlichen, raschelnden Riesenseiten.
In Hamburg, das sich als Sitz großer Verlage gerne als Medienstadt feiert, gibt es eine recht übersichtliche Zeitungslandschaft. Es gibt das Hamburger Abendblatt. Dazu kommen noch die Boulevardblätter Mopo und die Hamburg-Ausgabe der Bild-Zeitung sowie ein paar Hamburg-Seiten in der taz und der Welt. Für eine Metropole ein recht einseitiges Angebot, zumal drei der genannten Zeitungen zum Axel-Springer-Verlag gehören. Pressevielfalt – Fehlanzeige.
» weiterlesen: Heute feiert “die Zeitung” Geburtstag
Pleiten und Pannen: Bild empfahl isländische Bank, Blick am Abend bekommt Zahlen durcheinander und .ch muss Hauszustellung beenden – der medienlese.com-Rückblick auf die 41. Kalenderwoche.
“In fünf, sechs Jahren haben wir Tamedia in die Knie gezwungen”, zitierte Artur Vogel, Chefredakteur des
Bunds (Tamedia) und bisher bekannt unter dem Namen Artur K. Vogel, einen Ausspruch von Sacha Wigdorovits von Ende 2007. Das ging so nicht auf. Stattdessen musste Wigdorovits, bisher treibende Kraft hinter der Gratiszeitung
.ch, das Projekt zusammen mit der Aufgabe des einzigartigen und enorm teuren Verteilkonzepts verlassen. Die Investoren glauben dennoch weiterhin an das Projekt. Trotz Verlust des Alleinstellungsmerkmals der Zeitung
soll an “an einer ausserordentlichen Generalversammlung das Aktienkapital von 10 auf 18 Millionen Franken” erhöht werden.
Auf tagesanzeiger.ch, der Website von Tamedias Tages-Anzeiger, heißt es dazu: “Werber haben ‘.ch’ schon abgeschrieben”. Das könnte sein, muss aber doch unter dem Gesichtspunkt gelesen werden, dass Tamedia mit News und 20 Minuten der grösste Konkurrent von .ch war und ist.
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